Film Review: Project Babysitting

Project Babysitting

Es gibt viele Filme, die damit beginnen, dass die Truppe eine durchzechte Nacht gehabt hat. Man sieht zu Beginn das absolute Chaos und im laufe des Filmes wird einem dann nach und nach gezeigt, was in der letzten Nacht eigentlich passiert ist. Ich persönlich mag diesen Erzählstil, allerdings hätte ich nicht gedacht, dass mich ein Film in der Form nochmal überraschen würde nach u. a. Hangover. Noch dazu mag ich einfach keine französischen Filme. Ich probiere es hier und da, aber sie begeistern mich einfach nicht. Und dennoch muss ich gestehen, dass der Film gut war.

Eigentlich hat Franck bald seinen 30. Geburtstag aber sein Chef macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Er arbeitet zwar in einem großen Verlag und möchte Comic-Zeicher werden, leider sitzt er aktuell in der Firma am Empfang fest. Auch mit den Frauen klappt es nicht. Man merkt, Francks Leben ist nicht das gelbe vom Ei. Für sein neues Lebensjahr nimmt er all seinen Mut zusammen, um seinem Chef Marc seine Zeichnungen zu zeigen.

Doch es kommt etwas anders, als er es sich vorgestellt hat: der Chef will mit seiner Frau wegfahren und der Babysitter ist abgesprungen. Marc fordert regelrecht, dass er auf seinen Sohn Remy aufpasst, was Franck zwar nicht gefällt, aber er kann nicht ablehnen. Da wusste er allerdings noch nicht, dass seine Freunde Alex und Sam eine Party für ihn planen und den Plan einfach im Haus von seinem Chef durchführen. Das Anwesen ist riesig und die Familie ist extem reich – kein Wunder, da kann ja nur alles schief gehen.

   

Wir wollten einen lustigen Film ansehen und sind dann bei Amazon Prime an dem Film hängen geblieben, weil die restliche Auswahl noch mehr zu wünschen übrig lies. Wie gesagt, ich bin kein großer Fan von Französischen Filmen. Irgendwie haben die Franzosen einen ganz anderen Humor und andere Ansichten und das spiegelt sich in ihren Filmen wieder. Während mich sowas bei Hollywood-Streifen gar nicht stört, weil ich ebenfalls den richtigen Humor dafür habe, ist es bei diesen Filmen eben mal so, mal so. Aber ich wollte mich davon auch nicht abschrecken lassen. Wobei die Namen der Protagonisten schon gewöhnungsbedürfig ausgesprochen wurden, auch im deutschen.

Das Setting ist fast schon zu perfekt für einen Babysitter Film wo alles schief geht. Franck fährt nach der Arbeit zum Anwesen von seinem Chef. Wie man sich denken kann, hat dieser keine tiefe Beziehung zu seinem Sohn. Er kauft ihm alles, was er möchte, allerdings hat er kaum Zeit für ihn. Der Junge lässt sich das natürlich nicht anmerken, man merkt aber direkt, wie verzogen und frech er ist. Franck mag er ganz offensichtlich am Anfang so gar nicht. Aber, kein Problem, das Kind wird am Anfang der Party erstmal ins Land der Träume geschickt.

An einigen Stellen war der Film aber dennoch lustig. Generell war er halt sehr durch und verrückt, was ich aber mag. Es gab so viele unmögliche Szenen. Das Setting ist folgendes: Sobald die Kumpel von Franck bei dem Anwesen auftauchen kommt ein Schnitt. Danach geht es weiter mit einer wilden Kamerafahrt des Anwesend. Vor dem Anwesen und im Wohnzimmer sieht es schrecklich aus, selbstverständlich genauso wie im Rest des Hauses. Im ersten Moment kann man sich gar nicht vorstellen, was hier passiert sein mag. Die Polizei ist auch schon vor Ort, gemeinsam mit einem Profiler. Es wird davon ausgegangen, dass der Junge gekidnapped wurde. Keine Spur von dem Kind, Frank oder seinen Freunden.

Die Fähige Polizei findet jedoch eine Kamera und diese wird kurzerhand an den Fernseher angeschlossen. Dann schauen Marc, seine Frau, ein Polizist und der Profiler gemeinsam die Aufnahmen an. Dabei sehen wir diese Aufnahmen als richtiges Bild, aber mit dem Hintergrund, dass ein Kumpel von Franck alles auf der Party filmt. Dadurch werden zwischendrin immer die 4 Zuschauer im Wohnzimmer gezeigt, die das gesehene dann kommentieren.

Ein Bestes Beispiel für den Unfug, der an dem Abend passiert ist: Marc hat einen Papagei. Der sitzt auch augenscheinlich ganz ruhig in seinem Käfig, während das Video läuft. Im Video selbst sieht man dann aber, dass der eine Kumpel von Franck den Käfig öffnet und der Vogel fliegt aus dem Käfig. Dumm nur, dass wir hier Zeuge davon werden, wie der Papagei direkt in den Deckenventilator fliegt. Seine Kumpels versuchen, den Papagei noch wieder zu beleben aber offensichtlich ohne Erfolg. Also haben sie ihn wieder zurück in den Käfig getan, so, dass es so aussieht, als würde er normal darin sitzen…

Und so ist dann der gesamte Filme aufgebaut. Es passieren u. a. noch solche Sachen, dass ein teures Familienerbstück zu Bruch geht oder, dass Marc während der Film läuft eine Zigarre in den Mund nimmt und im Film dann sieht, wie einer der Gäste die Zigarre an seinem Arsch hatte… Dann kamen auch noch Stripper, die eine äußerst seltsame Show auf die Beine gestellt haben. Zu Francks unglück wacht Remy auch noch auf, als die Wirkung des Schlafmittels nach lässt und Franck muss ihn mit seinen zwei Kumpels und seiner Bekannten Sonia dann suchen gehen. Also nimmt man natürlich den Luxuswagen vom Chef und muss im Enteffekt mit Go-Karts wieder zum Anwesen zurück.

Trotz meiner anfänglichen Skepsis war der Film echt gut gemacht und definitiv sehr unterhaltsam. Es geht vor allem auch um die Beziehung zwischen Franck und Remy, da der Junge ihn am Anfang so gar nicht leiden kann und sich dies im laufe des Abends sehr ändert. Genauso geht es aber auch um die Beziehung zwischen Vater und Sohn also Marc und Remy. Der Vater, der keine Zeit für seinen Sohn hat und nur auf seinen Erfolg und sein Geld aus ist bekommt gezeigt, wie andere, völlig fremde Menschen, liebevoll mit seinem Sohn umgehen.

Der Film wird sich jetzt nicht besonders in mein Gehirn einbrennen, ich hätte auch beinahe vergessen, dass wir ihn geschaut haben. Aber unterhaltsam war er durchaus, das muss man ihm lassen. Von daher gibt es von mir für den Film 7 von 10 Missgeschicken und eine Empfehlung, falls ihr an einem Filmabend mal so gar nicht wisst, was ihr auf Amazon Prime schauen könntet.

Eure

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