Graphic Novel Review: Deadpool – Böses Blut

Deadpool Böses Blut

Wie schon in mehreren Beiträgen von mir erwähnt bin ich eine großer Deadpool Fan. An sich gibt es auch nicht sooo viel was man bei einem Deadpool Comic falsch machen kann. Naja außer ihn vielleicht in ein Spider-Man-Kostüm zu stecken und ihm 80% seiner Irrationalität zu nehmen. Somit war ich auch unheimlich auf diesen Band gespannt, der ja die erste Graphic Novel für Deadpool darstellt.

Wer nicht weiß was eine Graphic Novel ist, hier eine etwas kurze runter gebrochene Erklärung: Graphic Novels sind Comics die eine meist eher komplexe Erzählstruktur mit ernster Thematik haben, die sich meist eher an erwachsenes Publikum richtet. Ernste Thematik und Deadpool in einem Band? Wenn das keine kuriose Mischung ist, weiß ich auch nicht. Dank der freundlichen Unterstützung von Panini Comics die uns den Band zur Verfügung gestellt hat, konnte ich jetzt auch mal einen Blick rein werfen und präsentiere euch hiermit meine Review dazu.

Ein neues Abenteuer für den Söldner mit der großen Klappe steht an. Doch dieses mal ist es tödlicher als anderen zuvor. Denn immer wieder, wird der Anti-Held von einer mysteriösen Killermaschine, mit dem Namen Thumper, angegriffen und getötet. Doch egal was er versucht, er scheint keine Chance gegen ihn zu haben. Selbst ein Team-up mit Domino führt die beiden zu nichts. Erst als er sich mit Garrison Kane, einem weiteren Kanidaten aus dem Weapon X Programm, zusammen schließt, scheint er auf dem Richtigen Weg zu sein. Die Nachforschungen darüber Wer oder Was sich hinter Thumper verbirgt führt Wade in seine frühsten Kindheitstage zurück und stellt seinen Heldenmut auf eine harte Probe…

   

Was schon fast absehbar war, dass der Humor in dieser ernsten Geschichte etwas zu kurz kommt. Das hat mich hier aber eigentlich gar nicht so sehr gestört. Denn der Humor schafft es irgendwie immer mal wieder, sich durch den harten Beton der Story, einen Weg zu bahnen. Ob es jetzt ein Deadpool ist, der im Totenreich auf einem Einhorn reitet, oder aber ein Wade der in seiner Jugend eine mit Farbe gefüllte Wasserbombe ins Gesicht bekommt. Aber man muss halt tatsächlich sagen, dass sich der Band eher auf die Actionseite von Deadpool bezieht.

Gerade das macht der Band aber durchaus auch sehr gut. Denn er strotzt wirklich an allen Ecken und Enden nur vor Knarren, Explosionen und Schwerthieben. Man könnte ja fast meinen Michael Bay wäre hier am Werk gewesen, naja bis auf die Tatsache, dass die Story tatsächlich existiert und nicht nur ein dummer Vorwand ist.

Nichts desto trotz macht der Band dennoch Spaß, denn ein Deadpool kann auch mal ein knallharter Actionheld sein. Gerade mit einer tickenden Zeitbombe wie Garrison Kane an seiner Seite wird das ganze dann natürlich noch eine ganze Nummer spannender. Denn Wolverines Nachfolger, wie er sich selbst tauft, könnte original aus den Terminator Filmen entspringen. Somit hat Wade gleich zwei Gefahren denen er sich hier stellen muss.

Was mir hier aber auch sehr gut gefallen hat, waren die kleinen und leider sehr kurzen Einblicke in Wade´s Kindheit/Jugend. Ich mag solche Flashbacks ja sehr. Somit fand ich Thumpers Geschichte an sich aber auch unheimlich traurig. Hatte er an sich doch nur die besten Intentionen. Aber so ist es in solchen Geschichten ja schließlich immer. Wer gutes will, wird vom Staat ausgenuzt. Sad Story…

Mein ganz besonderes Augenmerk sind hier aber definitiv die Zeichnungen. Ich bin ja was Videospiele angeht echt keine Grafik Hure, aber was Zeichnungen angeht schon irgendwie. Da sammelt dieser Comicband bei mir aber auch so viele Pluspunkte, weil es sooo unglaublich gut gezeichnet ist und alles sooo spannend aussieht. Oft bemängele ich bei gezeichneten Action-Sequenzen die Überschaubarkeit, das kann ich hier aber so gar nicht.

   

Mir hat dieser Deadpool Band leider nicht so gut gefallen wie Fuma. Ich mag diese ernstere Seite an Deadpool nicht so gerne. Er ist halt sehr irrational und durchgedreht und diese Seite von ihm kommt hier nicht so schön rüber. Er hat auch nicht viele Interaktionen mit seiner gespaltenen Persönlichkeit, was eben auch untypisch für ihn ist. Dafür ist es aber eine gut durchdachte Story und dafür perfekt für diesen Einzelband. Auch die Hintergrundgeschichte im Bezug auf Wades Kindheit hat mir sehr gut gefallen. Sowas bekommt man über Deadpool wirklich nur sehr selten zu sehen. Das ist auch genau diese Ernsthaftigkeit die ich meine, die bekommt man bei Deadpool eher weniger. Die Zeichnungen gefallen mir ebenfalls sehr gut. Es sind viele Kampfszenen und sie sind wirklich sehr übersichtlich und gut nachvollziehbar gestaltet. Für echte Deadpool Fans ist der Band genau das Richtige.

Die erste Graphic Novel von Deadpool strotz nur so vor Action. Ist eine Graphic Novel also genau das richtige Format für Deadpool? Persönlich denke ich eher Nein. Denn der Irrsinn den Deadpool auszeichnet geht hier einfach zu sehr verloren. Sollte man also die Finger von diesem Band lassen? Auch hier muss ich sagen, persönlich denke ich eher Nein. Also ja, man kann hier guten Gewissens zugreifen. Es ist vielleicht keine Typische Deadpool Story aber eine Actionreiche. Es macht Spaß den Söldner mit der großen Klappe auch mal etwas Kampf williger zu sehen, statt ihn nur darüber reden zu hören. Ich hatte auf jeden Fall riesigen Spaß, da auch die Zeichnungen eine absolute Augenweide sind. Von mir gibt es hier verdiente 7 von 10 blutige Abenteuer.

Euer

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1 Antwort

  1. hellspawn2501 sagt:

    Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Der Band ließ mich eher mit gemischten Gefühlen zurück. Den Humor fand ich eigentlich gut platziert. Besonders am Anfang, wo er Domino seine Situation schilderte und diese kein Wort verstand, weil er mittendrin anfing zu erzählen oder das er nicht erkannte was denn die Waffe war, die er sucht.
    Was mich etwas verstimmte war das Ende bzw. das es halt so vieles offen ließ. Auch kann ich mich nicht so 100% mit Rob Liefields Zeichenstil anfreunden. Zwar war es nicht so extrem wie bei den Heroes Reborn Heften, aber ich finde seine Charakterdesigns immer noch etwas zu viel mit Steroide aufgepumpt.
    Kurzweilige Unterhaltung bot der Band aber. Aber vom sehr gut ist er doch noch um einiges entfernt.

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