Unser Fazit zur Anime Summer Season 2017

Anime Summer Season 2017

Hier möchten wir euch gerne in einem spoilerfreien Umfeld darüber aufklären, wie wir die Anime Summer Season 2017 empfunden haben und welche Animes ihr von der Season auf keinen Fall verpassen und nachholen solltet. Mittlerweile sind alle Animes, die wir aus dieser Season gesehen haben entweder beendet oder in die nächste Runde gegangen. Wenn ihr also wissen wollt, was wir uns angsehen haben, seid ihr hier genau richtig.

Gerne könnt ihr euch auch unser Video zum Thema “Die Tops und Flops der Anime Summer Season 2017” ansehen. Dort haben wir gemeinsam im Rahmen der Connichi 2017 mit Redakteuren von Jimoku über ein paar der Animes, die wir dieses mal gesehen haben, gesprochen. Viel Spaß.


Classroom of the Elite // 12 Folgen // Crunchyroll

Die Koudo Ikusei Senior High School gehört zu den besten Schulen des Landes. Wer es schafft dort einen Studienplatz zu ergattern, hat eine fast 100% Chance in Zukunft sowohl einen Elite Uni zu besuchen wie auch eine Festeinstellung in einer Hohen Position zu ergattern. Da es sich um eine Elite Schule handelt und man jenen Umgang auch fördern möchte, herrschen dort internats-ähnliche Zustände und auf dem Schulgelände sind allerlei Geschäfte und Einrichtungen um die Wünsche der Schüler zu erfüllen. Bezahlt wird mit der schuleigenen Punktewährung und jedem Schüler werden zu Beginn ihrer Schulzeit Punkte im Gegenwert von 100 000 Yen zur Verfügung gestellt. Doch an einer elitären Schule ist nichts umsonst…..

   

Wie auch schon im Livestream bzw. in meinen einzelnen Beiträgen zu sehen, war ich leider etwas enttäuscht von der Serie. Was so genial und bombastisch begonnen hat, verlor sich mittig irgendwann im Fanservice und versuchte sich kurz vor Schluss wieder auf alte Höhen zu kämpfen. Ich denke, dass dem Anime vielleicht eine weitere Season oder weitere 12 Folgen durchaus helfen würden/geholfen hätten. Denn gerade die letzte Episode und vor allem auch das Ende waren so cool und schöpften das Potenzial vollständig aus.

Ehrlich gesagt verstehe ich es auch gar nicht so recht, warum der Anime plötzlich so dermaßen in den Fanservice abgedriftet ist. Ich bin selbst ja auch ein großer Oppai-Fan und freue mich über wohl geformte Oberweite. Aber auch Ich dachte in der 4. Folge bei Sakuras Bildern nur so … “Echt jetzt?!” Als es dann 2 Folgen später schon wieder ins Schwimmbad ging war mein einziger Gedanke dazu, ob die Serie das denn tatsächlich nötig hat.

Final bleibt also nur zu sagen, dass der Anime ein unglaubliches Potenzial hat/hatte und es einfach so gar nicht ab-/ausgeschöpft hat. Ich drücke alle Daumen, dass die Serie es zu einer 2. Staffel schafft, bin ehrlich gesagt aber eher skeptisch, dass diese je kommen wird. Ayanokouji ist aber definitiv in den Olymp meiner Fav. Chars geklettert und wird wohl irgendwann das einzige Überbleibsel dieser Serie sein…

   

Der Anime hat richtig gut angefangen. Die erste Folge war in meinen Augen aber leider schon der Höhepunkt, der die Messlatte zu hoch gesetzt hat. Dieses Punktesystem ist einfach genial. Man muss gemeinsam mit seiner Klasse gegen die anderen Klassen darum kämpfen, wer besser ist als die anderen. Die ersten Folgen waren auch genau da. Es war sehr strategisch und das hat mir richtig gut gefallen. Ayanokouji war in seinem absoluten Element. Immer im Hintergrund und lässt seine Puppen fröhlich tanzen, ohne, dass die selbst merken, dass sie nur benutzt werden. Das Setting war für großes Vorherbestimmt und hatte einen guten Einstieg. Und dann hat der Anime immer mehr abgebaut.

Plötzlich ging es nicht mehr primär um die Klassepunkte sondern um ein Szenario mit dem Schülerrat, wo man sich als Zuschauer eher gefühlt hat, als wäre man gerade in eine neue Folge von “Ace Attorney” rein gerutscht. Aber okay, auch das war gut gemacht und hat Spaß gemacht. Aber danach hat der Anime erst so richtig abgebaut. Immer mehr Fanservice hier, Fanservice da. Die Klamotten wurden knapper, die Schwimmbadfolgen mehr. Man hatte wirklich das Gefühl, am End auf der Insel wollte man nochmal zur alten Form zurück. Irgendwie hat das mit dem aktuellen Setting aber nicht mehr richtig gepasst…

Das Ende war für mich definitiv nicht befriedigend und ich gehe enttäuscht mit dieser Serie auseinander. Ayanokouji als Charakter hatte so verdammt viel Potential und es wurde einfach nicht richtig genutzt. Außerdem wurden wir jetzt nicht mal über seine Vergangenheit aufgeklärt, was mich teilweise echt wütend macht. Ich hoffe dennoch auf eine zweite Staffel (wahrscheinlich vergeblich).

 

Fastest Finger First // 12 Folgen // Crunchyroll

Der Oberschüler Shiki Koshiyama hat seinen zweiten Schultag. Er ist ein Schüler, der am liebsten ein ruhiges Schulleben in der Bibliothek verbringen möchte. Ihm steht allerdings seine eigene Schüchternheit im Weg und schafft es deshalb nicht sich den Job des Bibliothekar zu angeln. Aus Frust isst er sein Bento allein in der Bibliothek, bis die Schülerin Mari Fukami plötzlich über ihn stolpert und er ihr Höschen sieht. Am selben Tag stehen beide zu einer Demonstartion des Quiz-Zirkels durch Zufall auf der Bühne. Shiki merkt, dass ihm das Quiz viel Spaß bereitet und Mari bittet ihn, dass er dem Zirkel beitritt als Entschädigung für das peinliche erste Aufeinandertreffen.

   

Einer der besseren Animes für mich diese Season. Ich stehe total auf gute Sport-Animes und genau das wurde mir hier geboten. Obwohl ich das gar nicht erwartet hätte. Ich hatte den Anime nicht mal wirklich auf dem Schirm, wäre Fuma nicht gewesen, hätten wir den Anime gar nicht geschaut. Mittlerweile bin ich aber froh, dass wir ihn gesehen habe. Ich dachte halt, was soll an Quiz Shows schon so interessant sein? Wie soll man daraus bitte einen Anime machen? Aber ich muss zugeben, dass der Anime echt gut ist. Die Charaktere sind mir zwar alle zu flach und haben auch nicht wirklich Hüntergründe, dafür ist aber alles rund um das Quizzen an sich nicht zu kurz gekommen.

Ich hätte niemals gedacht, dass es so tiefgründig bei einem Quiz zugeht. Da muss man sogar lernen, wie viele verschiedene Arten von Fragen es gibt und dann auch anwenden könen, welche es ist, auch, wenn jemand anderes zuerst den Buzzer gedrückt hat. Ich fand es unheimlich interessant und die aufgebaute Spannung im Anime wirklich gut gemacht.

Die Charaktere an sich sind jetzt alle nicht der Brüller und einige Charaktere kommen viel zu kurz. Aber in meinen Augen ging es hier auch eher um den Weg von Koshiyama-kun. Es war sein Einstieg in die Quiz Welt. Und um seinen Rivalen. Das Setting ist daher echt gut gewählt und ich bin sehr zufrieden was das angeht. Da kommen solche Nebencharaktere wie die Schwester vom Clubpräsidenten halt viel zu kurz und da passt auch eine Vergangenheit von dem Bruder der Protagonistin nicht wirklich rein, aber dennoch hat der Anime zum richtigen Zeitpunkt noch die Kurve bekommen.

Ich bin froh, dass ich den Anime angesehen habe und würde mich über eine weitere Staffel sehr freuen.

   

Schon seit ich ein Kind bin habe ich jegliche Art von Gameshows geliebt. Von sportlichen wie “Takeshis Castle”, über auf Glück basierende wie “Geh aufs ganze!” bis hin zu auf wissen basierenden Serien wie “Wer wird Millionär”. Da ich schon immer ein Gamer durch und durch war, gefiel mir so was halt. Damit schlug Nana Maru San Batsu bzw. Fastest Finger First definitiv in mein Gebiet. Wenn man sich alleine mal zu Gemüte führt, dass es hier um einen Quizclub und Rätsel geht, wird es schon fast abstrus. Es macht aber so unglaublich Spaß!

Dass das ganze dann natürlich wie meine geliebten Sportanime mit einem 08/15 Setting aufgebaut ist, hat mich gar nicht gestört. Es war niedlich der Leseratte Shiki beim verzweifeln zu zu sehen. Klar wurde er hier erst mal vor Tatsachen gesetzt mit denen er so gar nicht klar kam, aber auch seine Überlegenheit und sein inneres hadern auf anderen Gebieten war ein absoluter Genuss. Im Stream haben wir auch schon die Stimme bzw die Synchro von Mari angesprochen. Seufz… gerade ich, der an sich ja nie wirklich Probleme mit Synchronsprechern egal welcher Sprache hat, war hier nicht gerade positiv überrascht.

Zusammengefasst, ist der Anime aber in der Tat sehenswert. Wer also an nem kalten Samstag/Sonntag Nachmittag Lust auf seichte Unterhaltung und ein leichtes Wettkampf-Setting hat sollte hier alle mal rein schauen! Gerade für die kalte Zeit dürften die hitzigen Wortduelle genau das richtige sein! Ich kann den Anime mit warmen Händen jedem Empfehlen und drücke alle Daumen für eine 2. Staffel. Ich will doch noch sehen wie unser kleiner Koshiyama-kun zum Quizkönig wird.

 

In Another World With My Smartphone // 12 Folgen // Crunchyroll

Gott lässt aus versehen einen Blitz auf unsere Erde fallen und töten dabei den Protagonisten des Animes. Als Entschädigung trinkt er dann mit Gott zusammen eine Tasse Tee, während sich Gott in aller Form für das Missgeschick entschuldigt und ihn fragt, wie er es wieder gut machen kann. Der Protagonist soll wiedergeboren werden, aber in eine andere Welt. Und er möchte sein Smartphone mitnehmen. Gott sorgt dafür, dass er es auch in der neuen Welt benutzen kann. In dieser wird es sogar Magie geben. Auf den Protagonisten wartet ein Abenteuer in einer anderen Welt mit seinem Smartphone.

   

Sehr witzig – ich wollte den Anime unbedingt schauen und habe mich total drauf gefreut, Fuma wollte ihn gar nicht gucken und hatte am Ende den meisten Spaß daran.

Ich hatte auf einen guten Action Anime gehofft und mich bis zur Hälfte des Animes an diesem Wunsch festgebissen. Ich wollte und will auch immer noch nicht wahrhaben, was sie aus diesem guten Setting gemacht haben: einen Comedy Anime. Das Setting ist so gut und ein richtig tolles Isekai Setting. Und doch hat sich der Anime von Anfang bis Ende einfach gar nicht ernst genommen. Dadurch hatte ich teilweise auch echt wenig Spaß.

Touya ist stark, direkt schon zu Beginn des Animes. Und er wird jede Folge einfach nur noch stärker. Er lernt mehr Tricks, mehr Zaubersprüche und er hat das Potenzial, zum mächtigsten Menschen in dieser Welt zu werden. Und entsprechend spannend könnte der Anime auch sein. Mit diesem Ausgangspunkt könnten so viele tolle Schlachten und Kämpfe inszeniert werden. Und trotzdem hat sich der Anime einfach nur dafür entschieden eine große Lachnummer zu sein… Ich bin enttäuscht.

Versteht mich nicht falsch, im Endeffekt hat mir der Anime dann halt doch gefallen. Aber nur, weil ich ihn eben ab einem bestimmten Punkt nur noch als Comedy Anime gesehen habe. Ich mag schließlich RomComs, auch wenn dieser Anime es mit dem Genre definitiv übertreibt. Touyas Harem wächst und wächst obwohl er das nicht mal will. Ein Trauerspiel. Viele Missverständnisse. Und nur bis zu einem gewissen Grad zu belächeln. Wenn halt der Hauptcharakter gegen zwei der mächtigsten Wesen der Welt antreten und er mit seiner Waffe die Kugel so programmiert, dass das Opfer einfach bei jedem Versuch aufzustehen, wieder hinfällt, ja dann ist das langsam schon nicht mehr lustig. Mit seiner Macht könnte er ganze Kriege gewinnen und im Endeffekt war seine Lieblingsattacke einfach nur, andere hinfallen zu lassen. Ich verabschiede mich mit einem bitteren Beigeschmack von dem Anime und ich habe trotz dem “offenen Ende” nicht mal Lust auf die Light Novel.

   

Bevor die Season los ging, hatte ich absolut keine Erwartungen an diese Serie und wollte sie auch gar nicht gucken. Sehr widerwillig lies ich mich darauf ein die erste Folge zu gucken und war auch gleich Feuer und Flamme für das ganze. Ich meine die Storybeschreibung wird dem ganzen auch einfach nicht gerecht. Man muss einfach die erste Folge gucken um sich dazu einen Eindruck zu machen. Was aber definitiv hier bei der Serie der wichtigste Punkt ist, dürfte wohl die Tatsache sein, dass man sie als Comedy Anime ansehen muss. Aber auch wirklich nur als genau das.

Was heißt das? Wer hier eine Story sucht und das ganze auch nur halbwegs so ernst nimmt wie ein Re;Zero ist hier definitiv an der falschen Adresse. Denn der Anime nimmt sich selbst in keinster Weise ernst. Ich meine eine Serie in der der mächtigste Zauber “Slip” ist? XD Und ja mit Slip ist genau das gemeint, nämlich das der Boden rutschig wird. Ansonsten ist Tomoya ja eh absolut OP und wird mit jeder Folge nur noch mehr OP.

Auch das die Serie sich tatsächlich selbst bewusst ist, das sie eine Harem Romcom ist finde ich abgrundtief faszinierend. Ich glaube mir fällt auf Anhieb kein Anime ein, der sich selbst so sehr bewusst ist, was er ist und auch gar keinen Hehl daraus macht. Hier würde ich mir ja super gerne eine 2. Staffel wünschen und ich denke, da Comedy Anime fast immer gehen, dass die Chancen gar nicht so schlecht stehen. Ich würde mich auf jeden Fall riesig freuen!!

 

Katsugeki Touken Ranbu // 13 Folgen

Katsugeki/Touken Ranbu entführt uns in das Ende der Samurai-Ära. Japan ist tief gespalten zwischen Pro-Shogunat (die immer noch an einem geschlossenen Japan festhalten) und Anti-Shogunat ( die sich für die Modernisierung einsetzen). Als wäre diese Interne Krise nicht schon genug für das Land, versucht eine finstere Arme aus der Zukunft den Lauf der Geschichte zu ändern. Um den Lauf der Geschichte zu schützen und sich den feindlichen Truppen zu stellen, wurden die beiden Helden Horikawa Kunihiro und Izuminokami Kanesada, in die Vergangenheit gesendet.

   

Und schon sind wir bei meiner wohl größten Enttäuschung dieser Season. Klar war der Anime vielleicht per se nicht soooo schlecht. Allerdings hatte er wie auch Classroom Identitätsstörung. Das liegt halt vor allem daran, das der Anime phänomenale Action Sequenzen zu bieten hat, die dann wiederum mit schlechtem Drama verunglimpft werde. Was echt schade ist. Somit bin ich schon fast ein wenig skeptisch was Touken Ranbu: Hanamura angeht. Das ja vermutlich mehr in die SoL/Drama als in die Action-Schiene rutscht. Naja abwarten.

Nichts desto trotz, war der Anime ja nicht nur schlecht. Wie gesagt, war die Action immerhin gut. Das Setting hat mir gefallen und auch das Charakter Design fand ich schön. Wie auch schon im Stream gesagt, ist das ja genau mein Ding. Allerdings kann ich nicht sagen, dass das ausreichen würde um den Anime irgendwem zu empfehlen. Denn die Charaktere bleiben weitestgehend eindimensional und bleiben eben nicht mehr als Bishi´s. Somit dürfte Touken Ranbu von den 8 Serien die wir gesehen haben eindeutig das Schlusslicht sein und ich war ehrlich gesagt auch froh, als es vorbei war.

   

Ich bin leider ebenfalls froh, dass der Anime endlich vorbei ist. Ich hatte schon Sorge, dass dies hier ein Anime mit 24 Folgen wird. Vielleicht hätte der Anime ja dann sogar noch die Kurve bekommen. Er war aber im Endeffekt alles andere als befriedigend.

Ich bin ebenfalls sehr begeistert von der Action im Anime gewesen. Die war so gut und so zahlreich. Ich hätte auch die ganzen 12 Folgen über nur zusehen können, wie sich die zwei Haupteinheiten mit der Army gegenseitig die Köpfe einschlagen. Leider wollte der Anime aber wohl mehr sein als das und ist in meinen Augen in die falsche Richtung abgedriftet. Die letzten paar Folgen waren eine absolute Qual. Es wurde zwanghaft probiert, eine tiefgründige Story der wichtigsten Charaktere einzubauen, aber es passte eben einfach hinten und vorne nicht. Daher ist es auch für mich einer der schlechtesten Animes diese Season. Mir persönlich hat nicht mal das Charakterdesign gefallen. Schade, dass der Anime mehr sein wollte als ein Actionabenteuer mit wunderschönen Szenerien.

 

Sagrada Reset // 24 Folgen // Anime on Demand

Sakurada ist eine besondere Stadt, denn in ihr haben viele der Bewohner Spezialkräfte in unterschiedlichen Formen. Dabei dreht sich die Handlung des Animes um die zwei Oberschüler Kei Asai und Misora Haruki. Ihre beiden Fähigkeiten wirken auf den ersten Blick eher nutzlos, wenn sie sie jedoch miteinander Kombinieren können sie damit große Veränderungen bewirken.

   

Ich hatte echt meine Probleme mit dem Anime. Das Setting ist so verdammt gut und auch die Storybeschreibung verspricht so viel. Und doch… Wurde der Anime dem irgendwie nicht gerecht. Ich hatte mich so darauf gefreut, dass man tolle Geschichten erzählt bekommt, wie die Charaktere am Besten ihre Kräfte einsetzen werden. Im Endeffekt könnte man sagen, dass man hier auch genau das bekommen hat, aber leider nicht so, wie ich es mir gewünscht habe. Der Anime war mehr Drama als Action, generell war da nicht viel Action zu sehen. Es war alles sehr strategisch und wenn man den Anime als “zäh wie Kaugummi” beschreibt, trifft man den Nagel ziemlich gut auf den Kopf.

Noch dazu konnten mich die ganzen 24 Folgen über weder das Charakterdesign, noch die Charaktere selbst so richtig überzeugen. Ich mag weder Kei, noch Haruki. Und das wurde auch einfach nicht besser. Als Zeitverschwenden würde ich den Anime jetzt nicht bezeichnen aber es war teilweise schon sehr anstrengend und verwirrend. Und das schlimmste: erst am Ende hat alles Sinn ergeben. Sowas find ich immer ätzend, weil es sich einfach anfühlt, als ob man als Zuschauer an der Nase herum geführt wird. Ich kann den Anime leider niemandem empfehlen.

   

Puh ws könnte ich über die Serie sagen, was ich im Livestream nicht schon versucht habe zu sagen? Ich war von Anfang an skeptisch und meine Skepsis bestätigte sich auch. Nichts desto trotzt, ist es keine schlechte Serie. Ihr fehlt schlicht weg der Elan. Wenn man das so sagen kann. Denn vom schieren Setting ist Sagrada Reset eine durchaus interessante Serie. Wer hat sich nicht immer eine Stadt gewünscht, in der jeder eine Fähigkeit hat, egal wie nützlich/unnütz?

Leider schafft es die Serie aber nicht so wirklich richtige Spannung auf zu bauen. Klar erlebt Kei plant wild vor sich hin und was für uns meist belanglos und unzusammenhängend wirkt hat alles einen Grund. Denn genau das ist auch das Problem des Anime. Wenn ein Charakter etwas macht, wollen wir verstehen was er macht und warum. Nehmen wir als Beispiel Sherlock Holmes oder Detektiv Conan. Bei ersterem agiert der Detektiv zwar häufig ohne den Lesern, wir haben aber Watson, der den unwissenden Leser mimt. Hier macht Kei Sachen weil er einen größeren Plan hat der für uns aber komplett im dunklen liegt.

Grundsätzlich habe ich ja nichts dagegen, wenn solch eine Auflösung am Ende dann wenigstens gut ist und der Weg zur Lösung spannend. Hier wirkt das alles so … meh. Leider verschenkt der Anime somit sein Potenzial und auch wenn ich ihn nicht als Enttäuschung bezeichnen will, ist es höchstens ein Anime für einen unglaublich langweiligen Nachmittag wenn man wirklich nichts besseres zu tun hat und natürlich keine Alternativen. Also so eine one in a liftime – Situation. Kurz um: Schaut euch was besseres an, wie etwa Sakura Quest oder In another World with my Smartphone.

Sakura Quest // 25 Folgen

Die Geschichte dreht sich um fünf Mädchen, die alle in einem Tourismus-Büro ihrer kleinen und ländlichen Stadt arbeiten. Als neues Tourismus-Programm ruft die Stadt nun das sogenannte „Micro Nation“-Programm ins Leben, dessen Ursprung in der Zeit der japanischen Blasen-Wirtschaft liegt und die fünf Mädchen werden dafür als „Monarchen“ oder anders gesagt als Tourismus-Botschafter für das Programm eingesetzt.

   

Der Anime hatte mich ja bereits mit der ersten Folge beeindrucken könenn. Und im Enteffekt hat der Anime mir genau das gegeben, was ich mir gewünscht habe. Eine wunderbare Slice of Life Story mit tiefgründigen und liebevollen Charakteren. Der Anime hat in meinen Augen alles richtig gemacht und auch jedem der Hautpcharaktere und auch einigen Nebencharaktere genug Zeit eingeräumt, um sie besser kenenn zu lernen. Somit wuchs mir der Anime und die Charaktere er mehr ans Herz und ich habe mich auf jede neue Folge sehr gefreut. Umso trauriger bin ich nun, dass der Anime vorbei ist.

Mit Yoshino wurde ein wunderbarer Hauptcharakter erschaffen, der zwar selbst oft nicht wusste, wer oder was sie eigentlich sein wollte, aber dadurch haben wir eine schöne Story über das erwachsen werden zu sehen bekommen. Die Charaktere haben sich auch untereinander besser kennengelernt und aus Fremden wurden Freunde. Manch einer würde den Anime wohl als zu farblos ansehen oder zu langsam, aber ich fand das pacing wirklich gut. Ich konnte bei diesem Anime so viel lachen und auch weinen. Einfach eine rundum tolle Slice of Life Story über eine Stadt und ihre Bewohner.

   

Welch lustige Achterbahnfahrt die Serie doch war. Zu Beginn oder besser noch, nach der ersten Folge, wollte ich die Serie abbrechen. Ich mag zwar Slice of Life Serien, aber die erste Folge hatte mich so sehr gelangweilt das ich auch kurz weg gerazzt bin vereinzelt. Somit war ich vor der 2. Folge sehr ab neigend eingestellt. Ironischer Weise schaffte es der Anime ab der 2. Folge meine Meinung konstant zu verbessern und wurde im Laufe der 2 Staffeln zu einem meiner gute Laune Punkte und meinen Favoriten.

Es hat Spaß gemacht Yoshino und ihren Ministerinnen dabei zu zu sehen wie sie Woche um Woche versucht haben Manoyama wieder zu beleben. Auch das sich der Anime die Mühe gemacht hat die einzelnen Minister nach und nach vor zu stellen machte ihn sympathisch. Somit verflog die Laufzeit wie im Flug und 2 vollen Seasons waren ruck zuck erledigt. Auch das sie das Gründungsfest als zentralen Punkt und losen roten Pfaden für die 2. Hälfte der Serie nutzen, fügte der Serie gekonnt eine dezent konstanten Stoyfluss hinzu.

Wer also Spaß an Slice of Life Serien hat und sich über ein paar Tage/Wochen mit einer angenehm lockeren Happy-go-lucky Stimmung berieseln lassen will sollte hier alle mal rein gucken!! Ich drücke alle Daumen für eine 2. Staffel, kann aber verstehen, wenn hier nichts mehr kommt. An sich wäre Yoshino´s Abenteuer als “Königin” hiermit ja beendet.


    

Ich muss sagen, im großen und ganzen war ich diese Season absolut zufrieden, wenn nicht sogar begeistert. Mit Fastest Finger First, Smartphone und Sakura Quest an der Spitze hatten wir 3 äußerst unterhaltsame Serien, denen ich durchaus nachtrauere. Aber auch Classroom of the Elite wusste es mich zu fesseln, wenn auch eher durch Ayanokouji und der Hoffnung das es sein Potenzial ausfüllt. Dazu kommen ja dann auch noch die hier nicht erwähnten Boruto und Altair mit denen gerade ich definitiv meinen Spaß habe/hatte.

Auch die beiden anderen Serien Sagrada Reset und Katsugeki Touken Ranbu waren ja beide keine schlechten Serien. Sagrada war halt einfach nur öde und Katsugeki hat mit seinem Pseudo-Drama sein Potenzial verschenkt. Im vergleich zur letzten Season mit dem wirklich unangenehmen Love Tyrant an der spitze war diese Season ein absoluter Gewinner. Mit Black Clover, Kino und Ancient Magus Bride denke ich auch, das ich in der nächsten Season köstlich unterhalten werde.

    

Ich würde die Summer Season nicht als starke Season ansehen. Zumindest von dem, was wir so gesehen haben. Generell kann ich mich dem Fazit von Fuma nur anschließen. Es waren starke Animes dabei aber auch schwache. Trotzdem war keiner schlecht oder super unangenehm, dafür hatte Love Tyrant aus der Spring Season die Messlatte auch einfach zu tief gesetzt. Ich hatte hier definitiv meinen Spaß, auch wenn einige Folgen zwischendrin mal dabei waren, die wirklich sehr genervt haben. Trotzdem denke ich, dass die Herbst Season definitiv stärken werden kann. Ich bin gespannt!

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2 Antworten

  1. wsnhelios sagt:

    Interessant! Ich habe doch einige andere Serien geschaut, aber bei den gemeinsamen Teile ich eure Meinung. Hier ist mein Rückblick: https://meinekritiken.com/2017/10/04/gedankensprung-anime-update-sommer-17/

  1. 23. März 2018

    […] muss… Satou ist viel zu overpowered… Das hatte mich ja in der vorletzten Season bei In Another World With My Smartphone schon so sehr gestört. Wenn die beiden Hauptcharaktere gegeneinander antreten würden, würde […]

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