Spiel Review: Digimon World – Next Order

Digimon World - Next Order

Wie bereits in den Reviews zu den einzelnen Digimon Tri-Filmen (1, 2 & 3) erwähnt, lag mein Herz schon immer bei den Digitalen statt den Taschen Monstern. So habe ich natürlich auch Jahre lang die Pokemon Spiele gespielt (zumindest bis sie mir mit Rubin und Saphier zu langweilig wurden). Leider hielt sich die Präsenz der digitalen Monster was Videospiele anging mit 2 „Haupt“-Spielen und einem Side-Game hierzulande lange überschaubar. Nichts desto trotz LIEBTE ich mein verbuggtes Digimon World, dass ich niemals durch spielen konnte. Diese Liebe wurde eigentlich nur vom Nachfolger Digimon World 2003 getoppt.

In beide Spiele investierte ich unzählige Stunden und sehnte mir so sehr einen neuen Ableger herbei. Erst 14 Jahre später kam ich mit Digimon Story: Cyber Sleuth letztes Jahr erneut in den Genuss einer deutschen Veröffentlichung. Für mich das definitiv bessere Pokemon (auch wenn ich es noch nicht durch habe und immer noch im letzten Kapitel bin). Nur knapp 1 Jahr musste ich auf einen weiteren Teil der Reihe warten. Zu meiner Freude, handelte es sich um den neuesten Ableger der World Reihe: Digimon World: Next Order. Und genau um dieses Spiel geht es mir heute.

Erneut wird die Digiwelt von ungewöhnlichen Ereignissen bedroht. Ein Virus ist im Umlauf, der wilden Digimon eine Digitation zu einem Maschiendramon aufzwingt. Da der Virus die Daten überschreibt, wird somit auch das freundlichste Digimon zu einer bösartigen Naturgewalt. Auch die Stadt Floatien, in der Jijimon residiert, ist den angriffen der Amoklaufenden Digimon zum Opfer gefallen.

Als unser Hauptcharakter Takuto eines Mittags plötzlich in sein Digivice gesaugt wird, findet er sich nicht nur in der Digiwelt, sondern mitten im Kampf gegen ein Maschiendramon wieder. Dank seiner beiden Partner Wargreymon und Metalgarurumon, stellt der Kampf aber keine allzu große Gefahr für ihn da und er besiegt den Angreifer. Als er sich kurz darauf in Floatien wieder findet muss er mit ansehen, wie seine beiden Digimon im Kampf ihre letzte Kraft aufgebraucht haben und wieder zu Eieren werden.

Der dortige Bürgermeister Jijimon offenbart Takuto, dass der einzige Weg wieder in die Eigene Welt zurück zu kommen, der Wiederaufbau von Floatien und die Bekämpfung des Virus sei. Somit macht sich unser junger Tamer auf den Weg seine beiden Partner-Digimon zu trainieren und damit die Digiwelt zu retten.

   

Dieses Spiel dürfte dieses Jahr direkt hinter Nioh meine Nr. 2 sein. Wer Digimon World auf der PS1 gespielt hat, weiß genau worauf er sich hier einlässt. Klar ist alles viel schöner, viel größer, viel übersichtlicher und viel komfortabler, grundsätzlich ist es aber das gute alte Tamagotchi Prinzip. Wir haben ein (bzw. hier zwei) Digimon die wir füttern müssen, regelmäßig mit ihnen aufs Klo gehen und natürlich fleißig trainieren. Selbst verständlich ist das Training auch nicht zum Spaß. Denn hier kommt der nächste wichtige Part ins Spiel, das Erkunden und Rekrutieren.

Hat man nämlich erst mal etwas trainiert und traut sich raus in die freie Welt, finden wir uns auf einer großen Wiese wieder. Dort laufen völlig Frei Digimon umher und wenn man beschließt sich mit ihnen zu messen, muss man nur dagegen laufen. Daraufhin öffnet sich ähnlich wie bei den „Tales of “-Spielen ein kleines Kampfareal und es gilt seinen digitalen Partnern beim Kämpfen zu zu sehen. Selbst verständlich kann man ihnen auch Befehle zubrüllen oder Items zuwerfen.

Doch diese Kämpfe sind größtenteils nebensächlich. Das Haupt Augenmerk liegt bei der Rekrutierung neuer Dorfbewohner. Denn überall auf den einzelnen Karten befinden sich einzelne Digimon, die gerne nach Floatien ziehen wollen. Um sie aber zum Umzug zu bewegen reicht es meist nicht sie an zu sprechen. Häufig haben sie eine kleine Aufgabe die es zu erledigen gilt. Einige wollen Items haben, andere Kämpfen und wieder andere bestehen darauf, das gewisse Digimon bereits in der Stadt wohnen.

Mit jedem neuen Bewohner wächst Floatien auch vor sich hin. Denn (fast)jeder bringt sich auf irgend eine Art und weise ein. Das wilde Palmon legt ein Beet an, in dem wir täglich kostenloses Essen bekommen. Seadramon legt einen (bzw. mehrere) Teiche zum Angeln an und Meramon eröffnet ein Restaurant in dem spezielle Gerichte deine beiden Digipartner stärken. So erwartet man fast mit Spannung was wohl das nächste rekrutierte Digimon so bringen mag. Wessen Sammlerherz da nicht aufflammt, dem ist wohl nicht mehr zu helfen.

Aber auch das trainieren der eigenen Digimon macht unheimlich Spaß. Mithilfe einer Tabelle kann man sehen, welche Werte dein Partner benötigt, um jeweils eine von bis zu 4 möglichen Digitationen zu vollführen. Doch auch hier lässt sich das Spiel nicht direkt in die Karten blicken. Erst das gemeinsame trainieren und die gute Pflege deckt nach und nach die einzelnen Bedingungsfelder auf. So vergehen eine ganze Hand voll Lebenszyklen bevor man das gewünschte Digimon erhalten kann. Sofern man natürlich kein Glück bzw. keinen Guide benutzt. Denn ja das ist auch so ein Wort das hier eine Rolle spielt, Lebenszyklus.

Wie auch schon bei den Tamagotchi (oder in Digimon World 1) vergeht durch jede Aktion Zeit. Und mit dem vergehen der Zeit wird dein Digimon älter. In festgelegten Abständen (alle 2-3 Tage) digitiert es, sollte man die jeweiligen Bedingungen erfüllt haben. Nach ca. 10 Tagen stirbt das Digimon und wird wieder zu einem Ei. Dabei übernimmt es aber die gelernten Fähigkeiten und einen Teil der Erfahrung seines letzten Lebens. Somit werden beide Partner mit der Zeit immer stärker. Selbst verständlich hat man im späteren Spielverlauf auch die Möglichkeit die Altersgrenze hoch zu setzen.

Doch auch die Story kann sich durchaus sehen lassen. Klar ist der Fokus hier auf dem Rekrutiere der Stadtbewohner und dem Training der eigenen Partner. Allerdings weißt auch die Story ab und zu kleine Überraschungen auf. So treffen wir Mittig des Spieles auf einen vermeintlichen Bösewicht der hinter allem zu stecken scheint. Schnell wird er Mameo getauft. Kurz darauf stellt sich aber heraus, dass er keines falls der Böse ist, sondern lediglich versucht die Digiwelt zu beschützen. Aber jetzt kommt der Clou es handelt sich dabei um den Protagonisten aus Digimon World 1. Wie cool ist das denn? Sorry für diesen kleinen Spoiler, aber das ist einfach sooooo coool, dass ich es einfach erzählen musste. Wer ihn sieht, dem sollte das aber auch klar sein, da er genauso aussieht wie damals…. nur halt erwachsen^^

Ich könnte noch so viel mehr über dieses tolle und brillante Rollenspiel erzählen, will hier aber niemandem zuvorkommen. Jeder Digimon-Fan sollte sich dieses Spiel ansehen und dadurch das es sogar deutsche Texte hat, sollte es auch keine Sprachbarriere geben. Leider bin ich noch einen Katzensprung von er Platin entfernt, da ich noch 200 verschiedene Digimon und ähnliches brauche, werde aber vielleicht im Laufe der Zeit da noch nach und nach dran arbeiten. Von mir gibt es hier, selbstverständlich aber auch mit Fandom-Brille, 10+ von 10 erfolgreich geretteten Digi-Welten.

Euer

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2 Antworten

  1. Goldfuchs sagt:

    Hey Fuma!
    Eine tolle Review! Ich schlawenzel schon eine ganze Weile um das Spiel herum, aber da mir der Vorgängerteil gut aber nicht sehr gut gefallen hat, war ich mir nicht sicher. Scheint aber, als sei das Spiel definitiv mal einen Blick wert! Vielen Dank für die Einblicke!
    Alles Liebe!
    Goldfuchs

    • Fuma sagt:

      Hi Goldfuchs,
      das ist es auf jeden Fall und vielen Dank für dein Feedback. Ich bin auf deine Review gespannt, wenn sie denn dann kommen mag ;) Gruß Fuma

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