Spiel Review: Akiba’s Trip: Undead & Undressed

Akiba's Trip

Akibahara, welcher Anime Fan kennt den bekannten Stadtteil Tokyos nicht. Dieses Spiel ist für Otakus einfach der Traum schlechthin. Für mich auf jeden Fall.  Wir tauchen in eine bunte Welt ein, bekommen eine interssante Story zu bieten und machen Bekanntschaft mit liebeswerten Charakteren. Es gibt viele verschiedene Funktionen wo man sich austoben kann und dazu gibt es ein interessantes Kampfsystem und wunderschöne CGs. Außerdem hat das Spiel ein richtig tolles Opening im Anime-Stil, das man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Was Spiel ansonsten noch zu bieten hat, könnt ihr hier in meiner Review nachlesen.

Akiba's Trip

Akiba’s Trip: Undead & Undressed ist eine offene Welt in einem virtuellen Nachbau des berühmten Tokioter Elektronik-Viertels Akihabara. Der Stadtteil ist gerade unter Otakus bekannt als bestes Reiseziel für Gamer, Figurensammler, Anime- und Manga-Fans. Schlüpfe in die Rolle des Hauptcharakters und kämpfe dich durch die sonnenempfindliche Vampire, genannt Synthisters, die dir das Leben schwer machen wollen. Am effektivsten bekämst du sie, indem du ihnen ihre Kleider ausziehst oder sie zerstörst, damit sie der direkten Sonne ausgesetzt sind.

Nebenbei sammelst du alles mögliche, von Posterrollen bis hin zu reproduzierten Laserschwertern ist alles dabei. Kämpfe dich an der Seite von deinen Otaku-Freunden, den Akiba Freedom Fighters, und einer vielzahl von möglichen Waffen durch die Gegnerhorden im Kampf um Akibahara zu beschützen. Die Synthisters saugen den Menschen der Stadt bämlich ihre Lebensenergie und den Enthusiasmus aus.

Akiba's Trip

   

Bevor wir den Akiba’s Trip Anime anschauen und ich den Nachfolger Akiba’s Beat spielen werde, schulde ich euch noch eine Review von einem meiner Lieblingsspiele. Wer mich kennt, weiß, dass ich JRPGs über alles Liebe. Mein absolutes Lieblinsgenre und das zu Recht. Akiba’s Trip fällt genau in diese Sparte hinein. Dazu hat auch noch NIS America seine Finger mit ihm Spiel, was in meinen Augen immer ein gutes Zeichen ist. Das Spiel wurde am 11.05.2015 veröffentlicht und ich habe es auch sofort nach Erscheinen gespielt und innerhalb eines Monats und einer Woche die Platin geholt.

Man merkt, ich war verrückt nach diesem Spiel. Insgeheim bin ich es auch heute noch. Heute habe ich das Spiel mal wieder angeschmissen, um vor meiner Review nochmal zu zocken und merke wieder, wie sehr mir dieses Spiel am Herzen liegt. Da ich aber zu viele Spiele in der Backlog habe, finde ich es etwas sinnfrei, Spiele weiter auszureizen, wo ich sogar schon die Platin habe und, die ich in meinen Augen einfach durchgespielt habe.

Ein paar Daten zu Beginn. Wie bereits gesagt habe ich das Spiel direkt bei Release begonnen und habe insgesamt 32 Stunden und 46 Minuten gespielt. Insgesamt habe ich das Spiel 5 mal beendet, um auch alle möglichen Enden zu sehen. Uns erwarten hier nämlich vier potenzielle Liebesabenteuer, die alle ein anderes Ende auslösen. Das Spiel gibt es leider gar nicht auf deutsch, es gibt auch keine deutschen Texte. Mein Englisch ist relativ gut, daher hatte ich mit dem Spiel keinerlei Probleme. Die japanischen Stimmen sind wohltuend für die Ohren, vor allem auch, weil es viele weibliche Hauptcharaktere in dem Spiel gibt.

Akiba's Trip

Wir selbst als Spieler schlüpfen innerhalb der Story in den Körper von dem Protagonisten Nanashi. Zu Beginn der Story wird er von den gefährlichen Synthisters gefangen genommen und unfreiwillig auch in einen Vampir verwandelt. Glücklicherweise kommt uns die hübsche Shizuku Tokikaze zur Rettung. Sie ist Vampirjägerin und dank ihres Blutes können wir uns zurück in einen Menschen verwandeln. Shizuku finde ich als Hauptcharakterin unheimlich süß. Sie sieht mit ihren lila Haaren und ihrem weißen Kleid sehr kawaii aus.

Natürlich gibt es dann auch noch die süße kleine Schwester von euch, die darf ja in solchen Spielen nicht fehlen. Noch dazu ist sie ein Hikkikomori. Dann gibts noch die Kindheitsfreundin Tohko, die einen auf Tomboy macht, ebenfalls natürlich ein wichtiger Charakter der in dem Setting nicht fehlen darf. Dann gibt es noch die etwas ältere und strenge Bussinesslady Shion und um den Cast perfekt abzurunden gibt es auch noch das Idol Rin. Neben diesem Harem für den Hauptcharakter gibt es aber auch noch weitere Charaktere innerhalb der Story.

Das Spiel ist einfach das reinste Paradies für Otakus und Japanliebhaber. Im Spiel wurden 130 echte Shops aus Akibahara eingebaut, die dem Spiel das richtige feeling verleihen. Wir können alle möglichen Items kaufen, Maid Cafés besuchen, leckeres Essen zu uns nehmen, Spiele zocken oder einfach in der Arena unsere Fähigkeiten trainieren. In der Story selbst können wir das Aussehen des Hauptcharakters leider nicht ändern. Das bedeutet, bei den CGs (= Computer Graphic, bekannt aus Visual Novels) die man innerhalb des Spiels freischalten kann und sogar als Handy Hintergrundbild im Spiel verwenden kann, sehen wir immer gleich aus, ein Junge mit braunen Haaren.

Aber ansonsten können wir das Aussehen unseres Charakters ändern wie wir wollen. Man kann, wenn man die entsprechenden Items dafür gefunden oder gekauft hat, ganz einfach das Aussehen komplett ändern. Oberteil, Hose, Schuhe, Haare, Accessoires, ganz egal. Nachdem man es freigeschaltet hat kann man sogar so aussehen wie die wichtigsten NPCs. Und man kann sogar das Aussehen dieser NPCs ändern.

Akiba's Trip

Bezüglich der Platin war das Spiel absolut human. Ich kann mich an nichts schreckliches erinnern. Ungefähr 2/3 der Trophäen konnte ich innerhalb der ersten 2 Wochen holen, bis dann die “schwereren” dran waren. Viele der Trophäen bekommt man auch automatisch im Spielverlauf. Gute Beispiele dafür sind das Sammeln von 100 Unterhosen und das beenden von Sidequests oder das Leveln des eigenen Charakters. Dabei muss das Spiel auf mehreren Schwierigkeitsstufen durchgespielt werden (Gamer und Otaku Schwierigkeit) und dabei macht es Sinn, sich auch die persönlichen Enden der Hauptcharakterinnen zu holen.

Zwei der schwersten Trophäen waren für mich zum einen die Shopping-Trophäe. Dafür muss man in jedem Shop in Akibahara etwas kaufen. Alle zu finden ist schon eine kleine Herausforderung, weil es wie bereits geschrieben echt viele sind. Zum anderen fand ich die Combo-Trophäe auch sehr schwer. Man muss eben den Gegnern die Klamotten im wahrsten Sinne des Wortes vom Leib reißen im Kampf. Dafür muss man die Gegner erst schwächen um dann die einzelnen Kleidungsstücke an sich zu nehmen oder zu zerreißen. Wie in jedem guten JRPG kann man damit auch Combos machen. Und eine Combo mit 12 Artikeln ist echt anstrengend und schwer, da man eben enstprechend viele Gegner braucht und sie auch alle schwächen muss, aber nicht zu sehr, da sie sonst KO gehen, bevor du alle Klamotten einsammeln konntest.

Akiba's Trip

Die Szenen die in diesem Spiel entstehen wenn man den Gegnern die Klamotten vom Leibe reißt sind wirklich Gold Wert. Ich musste so viel lachen bei dem Spiel, da es sich vor allem auch kein Stück ernst nimmt. Merkt man schon an der Storybeschreibung. Und ich meine Hallo, wer hat sich nicht schon gewünscht hübschen Damen und Herren die Kleider vom Leibe zu reißen. Das Kampfsystem finde ich entsprechend auch sehr gut gemacht, braucht in meinen Augen aber etwas Übung am Anfang. Erschwerend kommt wie bereits angesprochen hinzu, dass die Gegner keine Lebensleisten haben, sondern man am Zustand ihrer Kleidung (bzw. der Farbe drumherum) sieht, wie geschwächt sie schon sind. Aber Achtung, die Gegner können genauso natürlich auch deine Kleidung zerstören! Für die eigene Kleidung gibt es aber drei Leisten, die dir anzeigen, wie viel “Leben” dein Headpiece, dein Oberteil und dein Unterteil noch haben. 

Wie ihr wisst liebe ich Visual Novels fast so sehr wie JRPGs und daher liebe ich es auch, wenn man in Rollenspielen als Hauptcharakter innerhalb der Story die Möglichkeit hat, Antworten auszuwählen. Dabei können wir hier immer aus drei Möglichkeiten wählen, die uns vorgegeben werden. Den Verlauf der Story können wir dadurch aber nicht großartig ändern, ich fand es trotzdem toll. Da hat man irgendwie das Gefühl, mehr dabei zu sein. Die Antworten sind dabei meist von ernst bis witzig gehalten.

Eins der coolsten Gimmiks in dem Spiel ist wohl mit Abstand das eigene Handy! Ja, wir haben als Hauptcharakter ein eigenes Handy, das sich als Spielmenü tarnt. Wir öffnen also das Menü bzw. klappen unser Handy auf und können dann sogar auch den Hintergrund des Handybildschirms ändern. Dort kann man nämlich die freigeschalteten GCs auswählen. Im Handy habt ihr dann die Möglichkeiten euren Status aufzurufen oder euch umzuziehen. Hier seht ihr aber auch eine Auflistung eurer Items , könnt Speichern oder Neu Laden und eine Funktion für die Hilfe gibt es auch. Dort werden die wichtigsten Bestandteile des Spiels zum nachlesen bereitgestellt, sobald ihr die verschiedenen Punkte freigeschaltet habt.

Akiba's Trip

Was ich auch sehr cool finde ist die E-Mail-Funktion! Im laufe der Story bekommt ihr hier und da E-Mails von den anderen Charakteren. Man kann zwar nicht antworten oder sowas, trotzdem ist es eine lustige Sache. Was mich auch echt begeistert hat ist die Funktion “Pitter”. Wenn ihr mich fragt ist das einfach ein leicht abgeändertes Twitter wo sich NPCs mit ihren Avataren und Nicknamen über verschiedene Themen austauschen. Man kann zwar nicht mit den Gesprächen agieren, dennoch ist es meistens sehr lustig und nebenbei erfährt man auch noch u. a. etwas über die Geschichte von Akibahara.

Als weitere Funktion gibt es auch die Kamera. Mit ihr kann man tolle Fotos schießen oder aber auch später die Scan-Funktion freischalten, damit erkennt man beim rumlaufen schon die Vampire und kann gegen sie kämpfen, bevor sie was anstellen können. Auch eine nützliche Funktion ist “TODO”, dort sieht man welche Aufgaben man als nächstes machen muss. Zu guter letzt gibt es noch Optionen, Aufzeichnungen, eine Encyclopedie, die man selbst  nach und nach freischalten muss, den Visual Editor und natürlich noch eine Karte von Akibahara und den wichtigsten Plätzen und Bereichen des Spiels.

Die Aufzeichnungen finde ich auch sehr interessant, dort hinterlegt das Spiel für dich als Spieler deine verschiedenen Statistiken. Hier kannst du einsehen wie viel Geld du insgesamt verdient und ausgegeben hast, siehst deine Spielzeit und kannst sogar auch sehen, wie viel Zeit du mit den einzelnen Protagonistinnen verbracht hast. Und selbstverständlich sieht man, wie viel Kleidungsstücke man den Gegnern entreißen konnte und noch vieles mehr.

Akiba's Trip

Das Spiel ist einfach genau das, was ich jahrelang gesucht habe. Ich liebe jedes einzelne Detail, die Story und die Charaktere. Was hier geschaffen wurde ist ein wahres Wunder. Ich hatte so viel Spaß bei diesem Spiel und konnte so viel lachen und mitfühlen, es war ein unheimlich schönes Gefühl und eine tolle Erfahrung. Wer mit dem Setting allein schon aber nichts anfangen kann, der wird mit dem Spiel wohl auch nicht glücklich werden.

Für mich ist es eben die perfekte Mischung aus Witz und Ernsthaftigkeit, die das Spiel zu etwas interessantem machen, wo man sich als Otaku einfach mal so richtig ausleben kann. Außerdem ist an Mädels für jeden Geschmack irgendwas dabei. Die Kindheitsfreundin hat mich am Anfang z. B. genervt, aber in ihrer Storyline habe ich sie dann doch lieben gelernt. Dass dieses Spiel es geschafft hat mich so vollkommen zu überzeugen und zu begeistern verdient einfach 10 von 10 Shops in Akibahara.

Eure

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