Anime Review: Toradora Volume 2

Toradora

Wie ich euch in meiner Review zu Volume 1 von Toradora bereits vorgeschwärmt habe, bin ich sehr glücklich darüber, dass Animoon Publishing endlich einen meiner Lieblingsanimes nach Deutschland gebracht hat. Der Anime scheint hierzulande auch sehr gut von den Fans angenommen zu werden, was mich natürlich auch sehr freut. Es wurde wirklich Zeit, dass Deutschland mit dem Mini-Tiger beglückt wird! Und auch Volume 2 kommt wieder mit tollen Extras in der Verpackung. Folge 1 könnt ihr euch übrigens auf Anime on Demand anschauen. Hier in meiner Review geht es jetzt aber um Folge 6-10. Vielen Dank an Animoon an dieser Stelle für die Unterstützung mit dem Rezensionsexemplar.

Der Schüler Ryuuji Takasu ist wahrscheinlich einer der nettesten, die seine Klasse zu bieten hat. Außenstehende sehen dies aber anders, da er von seinem Vater einen sehr finsteren Blick vererbt bekommt hat. Aus diesem Grund ist der an seiner Schule als Schlägertyp bekannt und hat nur wenige Freunde. Einzig seine Klassenkameradin Taiga Aisaka lässt sich von seinem äußeren nicht beeindrucken. Die ganze Geschichte kommt ins Rollen, als die beiden entdecken, dass sie sogar direkt nebeneinander wohnen und in den jeweils besten Freund des anderen verliebt sind. Mögen die Missverständnisse beginnen.

   

Auf Volume 2 sind die nächsten 5 Folgen des insgesamt 25-teiligen Anime. Der Volume liegt ein tolles XXL Poster von Taiga und zwei Magnete enthalten. Man merkt, dass sich Animoon bei der Veröffentlichung viel Liebe in ihre Produkte steckt, was als Fan natürlich sehr schön ist. Wie bereits bei Volume 1 beschrieben ist der Anime eigentlich nichts für mich von seiner Art her. Aber die Charaktere wissen hier definitiv zu bezaubern und lassen einem quasi keine andere Wahl, als sie zu mögen. In Volume 2 geht das ganze noch mal tiefer, da wir die Charaktere generell alle etwas besser kennenlernen dürfen und die Folgen nicht mehr so oberflächlich sind.

Noch dazu kam ein neuer Charakter in das bestehende Quartett dazu. Sie heißt Ami und ist ein richtiges Biest. Nach außen hin gibt sie allerdings nur ihre Fassade preis, nach der sie ein Engel sein muss. Dünn, wunderhübsch und ein Model – der Neid der anderen Charaktere ist vorprogrammiert und auch Taiga hat mit ihr zu kämpfen. Sogar im wahrsten Sinne des Wortes, die beiden treten gemeinsam bei einem Schwimmduell gegeneinander an. In dieser Volume passiert einiges, Ami wird etabliert und wir können diesmal auch noch besser hinter ihre Fassade schauen. Außerdem geht es um die ganz normalen Probleme in der Highschool: Schwimmunterricht, Eifersucht, Sommerferien, ein Besuch am Strand, die Erkundung einer Höhle und Feuerwerk. Insgesamt eine schöne Mischung.

Selbstverständlich dürfen auch bei Toradora solche obligatorischen Schwimmbad und Strand Folgen nicht fehlen. Es sind eben genau diese Ereignisse, die oft in Animes auftauchen, weil man dadurch die Charaktere sehr gut kennen lernen kann. Da es bei diesem Anime nur nebensächlich um die Story geht und hauptsächlich um die Charaktere darf das einfach nicht fehlen. Jedoch finde ich diese Ereignisse hier nicht langweilig oder nervig, da man hier eben schöne Momente zu zweit einbauen kann, ohne, dass es komisch wirkt. So konnte Ryuji einige Zeit mehr mit Minorin verbringen und Taiga konnte mehr mit Kitamura machen. Das ist ja eigentlich auch ihr Ziel. Jedoch kommen auch weitere Gefühle zum Vorschein, wie die langsam keimende, unübersehbare Liebe zwischen Taiga und Ryuji (auch, wenn sie es abstreiten) und Ami hegt auch Gefühle, anscheinend auch für Ryuji?!

Ich habe hier auch richtig mit Taiga mitgefühlt. Immerhin will man in der Schule beim Schwimmunterricht ja keine blöße zeigen. Da stößt es Taiga selbstverständlich auch schlecht auf, dass Ami so eine große Oberweite hat, während Taiga so Flach ist, dass sie nicht mal ihren neuen Badeanzug ausfüllen kann. Doch Ryuji erkennt das Problem und bleibt die Nacht für Taiga auf, um ihr zu helfen. Ich finde es so toll, wie er sich um Taiga kümmert.

Ich empfand es am Anfang eher so, dass er sie als kleine Schwester sieht, die man beschützen und behüten muss, langsam aber sicher merkt man aber, dass da mehr zu sein scheint. Da die Charaktere aber nunmal selbst nicht genau wissen, was sie eigentlich wollen oder wohin mit ihren Gefühlen, entsteht durchaus eine gewisse Spannung beim Zuschauer. Und das, obwohl es hier hauptsächlich um Slice of Life geht – finde ich super! Das ist genau das, was mir bei vielen anderen Romance Animes fehlt, diese Spannung, diese unsichtbare und wachsende Zuneigung zueinander.

Das hier dargestellte Liebeschaos ist mindestens so chaotisch wie Taigas Haushalt. Das schönste an Toradora ist für mich, dass ich immer wieder zum lachen gebracht werde. Die hier dargestellte Komik ist einfach grandios und die Synchronsprecher bringen ihre Charaktere so verdammt gut rüber. Ich liebe ja viele deutsche Synchronstimmen aber hier wurde wirklich eine unheimlich schöne Mischung geschaffen. Die Sprecher können die Gefühle ihrer Charaktere richtig gut rüberbringen und haben Spaß an der Arbeit. Das hat man vor allem auch an den Extra Clips gemerkt, die bei Volume 1 und Volume 2 dabei sind. Dort gibt es kurze Interviews mit den Synchronsprechern, wo sie sich und ihre Arbeit kurz darstellen und teilweise auch etwas zu ihren Rollen sagen. Man merkt, dass sie allesamt Spaß bei ihrer Arbeit hatten und ich finde, das spürt man in dem Anime auch. Animoon und das Synchronstudio haben hier wirklich eine Überragende Leistung gebracht.

Außerdem haben wir uns nun auch die ersten beiden Specials von “Toradora!: SOS!” angeschaut. Insgesamt gibt es vier Folgen dieser 5 Minütigen Specials, auf jeder Volume kommt also eine Folge und auf der letzten Volume wird die OVA zu sehen sein. Ich persönlich finde SOS sehr konfus und seltsam, mag mir nicht so recht gefallen. Da es aber nur 5 Minuten pro Folge sind, kann man sich das trotzdem anschauen, ein paar mal musste ich zumindest lachen. Wenn auch, weil es einfach so durcheinander ist und dadurch die Szenen so absurd wirken, dass man einfach lachen muss. Was ich hier als positiv anmerken muss: die Specials sind deutsch vertont, was bei solchen zusätzlichen Folgen hier in Deutschland keine Selbstverständlichkeit ist!

Ich kann Anime-Liebhabern der Genre Slice of Life und Romance diesen Anime nur erneut wärmstens ans Herz legen. Die Charaktere ziehen einen in ihren Bann und trotz der leichten Unterhaltung fiebert man mit den Charakteren mit und feuert sie insgeheim an. Der Anime zeigt Entwicklung, nicht zu schnell und nicht zu langsam. Versüßt wird Toradora noch mit einer wunderschönen Synchronisation und einer tollen Verpackung. Ich bin sehr begeistert und ich hoffe, dass noch mehr Anime Fans auf diesen Anime aufmerksam werden!

Die zweite Volume erschien am 28. Juli 2017 im Handel.

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Eure

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