Anime Movie Review: Blame!

Blame!

Seit Mai 2017 kann der Anime Film “Blame” bei Netflix angesehen werden. Wir waren Neugierig, wie der Film so ist. Vor allem, weil ich zwar bisher schon viel über Blame gehört habe, aber nie dazu kam, irgendwas aus dem Universum zu sehen oder zu lesen. Ich war etwas skeptisch, da diese Adaption und das Drehbuch von dem Anime Studio “Polygon Picture” umgesetzt wurde. Das Studio ist bekannt von den anderen Netflix Animes Knights of Sidonia und Ajin, wobei mir die Anime Umsetzung von Ajin gar nicht gefallen hat. Sowohl von der Optik, als auch dem Gefühl beim ansehen, fand ich die paar Folgen die wir gesehen hatte nicht sehr angenehm. Aber ich wurde positiv überrascht von Blame.

In Blame geht es um eine Zukunft, indem sich der technische Fortschritt gegen die Menschheit gestellt hat und sie fast ausgerottet hat. Die Constructors sind eine Maschinenlebensform, die durch einen Virus außer Kontrolle geriet und damit begann, unaufhörlich Stadt- und Gebäudestrukturen zu errichten_ Außerdem begannen sie damit, die Menschen durch ein Verteidigungssystem zu jagen.

In mitten dieses Chaos lebt ein kleines Dorf. Zuru lebt mit ihren Freunden dort. Gemeinsam mit einer Gruppe ging sie außerhalb der schützenden Mauern des Dorfes und wurde leider von dem Verteigungssystem entdeckt, als sie dabei waren, Nahrung zu suchen. Der Wanderer Killy rettet die überlebenden von Zurus Gruppe und es entsteht die Hoffnung, die übriggebliebene Menschheit durch ihn zu retten.

    

Der Manga Blame! ist von Tsutomu Nihei. Der Manga hat schon einige Jahre auf dem Buckel, er erschien 1997 bis 2003 und wird dem Seinen Manga zugeordnet, spricht also überwiegend eine Erwachsene, männliche Leserschaft an. Die 10 Bände kamen sogar in Deutschland raus und wurden 2001 bis 2004 von Feest Comics veröffentlicht. Den Verlag gibt es heute schon nicht mehr. Doch der Manga Verlag MangaCult hat sich dem Projekt angenommen und veröffentlicht seit diesem Jahr eine Master Edition von dem Manga. Es wurde eine neue Übersetzung aufgesetzt und statt in 10 Bänden wird der Manga als Hardcover Version in 6 Bänden erscheinen.

Ich fand das Thema des Anime Films sehr interessant und wurde neugierig. Da er auf Netflix lief, haben wir ihn vor einigen Monaten angesehen und der Film wusste trotz seiner gewöhnungsbedürftigen Optik zu überzeugen. Ich war wie bereits geschrieben wirklich skeptisch wegen des Studios, diese Gedanken wurden aber recht schnell von der packenden Handlung verdrängt. Der Film beginnt nämlich schon sehr actionreich, bevor man überhaupt verstanden hat, was eigentlich los ist.

Die Szene mit Zuru und ihren Freunden beginnt direkt am Anfang, sie wagen sich ohne Erlaubnis außerhalb des Dorfes um Nahrung zu suchen. Das geht leider nicht so glatt wie sie es gedacht haben. Sie haben Verluste zu verzeichnen und werden letztendlich von dem Wanderer Killy gerettet. Er hat eine ganz eigene Aufgabe: Er sucht nach menschlichen Genen, die nicht von dem gefährlichen Virus befallen sind. Und das in dieser Welt, wo es fast nur noch Cyborgs und Mutanten gibt.

Diese Menschen haben das Netzwerkgen inne. Es ist wichtig, da mit ihnen die Verbindung zur Netzwerksphäre geschaffen werden kann. Es handelt sich dabei um ein globales Kommunikations- und Steuerungsmedium innerhalb der Megastuktur, die das Wissen der Menschheit speichert. Für Menschen ohne Netzwerkgen ist sie unerreichbar aufgrund einer brutalen Schutzwehr.

Dadurch trifft es sich sehr gut, dass Killy auf das Dorf von Zuru trifft. Die Menschen hier haben es nicht leicht, da sie permanent durch die Schutzwehr bedroht werden und um ihr Leben kämpfen müssen, außerdem wird die Nahrung langsam aber sicher knapp. Killy trifft auf seiner Reise auf viele dieser Menschengruppen, in diesem Film wird sich aber auf das besagte Dorf konzentriert.

Ich wünschte, ich hätte mich vor dem Film etwas mehr mit der Thematik und der Story beschäftigt, vielleicht hätte ich dann mehr verstanden. Völlig ohne Grundwissen war der Film leider sehr verwirrend und unverständlich. Trotzdem wollte ich wissen, wie es weiter geht. Der Film hat es geschafft, sowohl in der Optik zu trumpfen, als auch mit den Gefühlen der Zuschauer. Von lustigen Momenten, bis zu traurigen war wirklich alles dabei und mit Fortschreiten des Films wurde es auch einfacher, den Geschehnissen zu folgen und sie zu verstehen.

Solche Zukunft-Szenarien mag ich unheimlich gerne. Vor allem geht es bei solchen Umsetzungen von zukünftigen Ideen meist darum, dass die Menschen es durch die Technik besser haben und dadurch einen Mehrwert herstellen konnten. Hier ist ein seht gutes Beispiel, dass Technik genauso auch nach hinten losgehen kann und eine Gefahr für die Menschen werden könnte. Die Angst besteht ja im Bezug auf KIs immer, welcher Mensch möchte schon von einer Maschine übertrumpft werden, geschweige denn eingeschränkt werden. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Menschen in dem Dorf mit der Situation umgehen und nicht aufgeben.

   

Nachedem mein Azubi mich quasi zu tode gestresst hat, den Film endlich zu gucken, haben wir dass dann natürlich auch endlich gemacht. Grundsätzlich bin ich mir noch nicht so ganz im klaren, ob mir der Animationsstil mit dem Netflix an seinen Werken arbeitet gefallen will. Schlecht finde ich das ganze CGI ja nicht. So ganz glücklich bin ich aber auch nicht. Lobenswert wäre hier wohl zu sagen, das der Stil immerhin in das Scince Fiction setting hervorragend rein passt.

Die Story selbst von Blame kannte ich bisher nicht. Das düstere Setting hat mir dahingegen sehr gut gefallen. Daher werde ich auch Mia in naher Zeit noch zu Knights of Sidonia drängen. Was Killy angeht, kann ich nur sagen, dass er ein mega cooler Protagonist ist. Der Rest von Cast war zwar weitestgehend auch sympatisch, aber an sich konnte da ja niemand so gut glänzen wie er. Auch vom Storytelling weiß der Film ein konstant interessantes Niveau zu bieten und ist wirklich unterhaltsam. Mir hat der Film jedenfalls sehr gut gefallen und ich kann ihn bedenkenlos weiter empfehlen.

Es ist sehr schwer, den Film jemanden zu empfehlen. Ich denke, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich persönlich bin froh, dass ich den Film trotz meiner Skepsis angesehen habe, da mir sonst ein guter Film durch die Lappen gegangen wäre. Filme gehen ja eh immer, auch mal nach einem anstrengenden Arbeitstag. Es geht denke ich auch nicht so richtig um das verstehen, was dort abgeht, sondern eher um diese Welt, um dieses Konstrukt. Ich fand es unheimlich interessant und gegen Ende macht auch alles mehr Sinn. In dem Sinne: traut euch und ich gebe dem Film 7 von 10 überlebende Menschen.

Eure

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2 Antworten

  1. giira_ookami sagt:

    Die Werke von Tsutomu Nihei sind meistens beim ersten Lesen oder schauen sehr schwer zu verstehen, aber genau deswegen mag ich die Werke irgendwie. Sie werden dadurch nicht so schnell langweilig und dadurch das alle Werke in der selben Welt spielen durchlebt man einen gewissen Lernprozess beim lesen der verschiedenen Geschichten.
    Ich kann aber trotzdem nachvollziehen warum es schwer ist den Film weiter zu empfehlen, wobei auch ich ihn eigentlich hervorragend finde

    Übrigens ich habe euch für den Blogger Recognition Award nominiert . Hier der Link zu meinem Beitrag: https://bloggingnerdy.com/2017/11/17/blogger-recognition-award/

    • Ich finde das oft nicht verkehrt, wenn Werke mal etwas Anspruchsvoller oder tiefgründiger sind. Damit kommt halt nur nicht jeder klar :) Ich kann mir auch nen Film angucken, wenn er am Ende erst Sinn ergibt oder gar keinen Sinn ergibt aber sowas dann einer breiten Masse zu empfehlen ist schwer ;) Daher kommt halt drauf an, ob sich jemadn angesprochen fühlt oder nicht :D

      Vielen Dank :) Den Award haben wir kürzlich erst selbst gemacht aber trotzdem vielen Dank *-* <3

      Glg Mia

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