Anime Review: My Hero Academia Staffel 1

My Hero Academia

Wir verfolgen Boku no Hero Academia, oder My Hero Academia wie es hierzulande heißt, schon seit seiner Veröffentlichung im Weekly Shounen Jump, also seit Juli 2014. Wir waren uns damals schon sicher, dass der Manga “das nächste große Ding” wird. Irgendwie ist es das ja auch tatsächlich geworden. Der Manga ist sehr beliebt und erhält zu Recht hohe Bewertungen.

Fuma hat damals bis zu 45 Kapiteln gelesen, während ich vom Manga leider noch nicht so viel gelesen habe. Das warten auf das nächste Kapitel damals war mir immer zu anstrengend und irgendwann kam ich nicht mehr rein. Und dann wurde im August 2016 auch der deutsche Release von Carlsen Manga angekündigt. Ein paar Monate davor wurde der Anime in Japan angekündigt und ich denke jeder, der den Manga gelesen hat, wusste, dass da ein Anime kommen wird. Und den Anime haben wir jetzt auch endlich mal dank Anime on Demand gesehen. 

My Hero Academia spielt in einer Welt, in der die meisten Menschen mit Superkräften auf die Welt kommen, da sich die Menschheit dahingehend entwickeln konnte. Leider besitzt diese Fähigkeiten noch nicht jeder, sondern nur ca. 80% der Bevölkerung. Der Hauptcharakter Izuku Midoriya träumt seit er ein kleiner Junge ist davon, ebenfalls einmal Superkräfte zu besitzen und ein echter Held zu werden, wie sein Vorbild All Might.

Da sich die Fähigkeiten im Kindesalter noch entwickeln können, bestand solange noch Hoffnung, bis ein Arzt ihm und seiner Mutter mitteilte, dass er zu den 20% der Menschheit gehört, die keine Superkräfte besitzen. Midoriya findet sich über die Jahre zwar damit ab, gibt aber dennoch nicht auf. Er studiert die Superhelden, die in der Stadt rum laufen und Menschen retten oder Schurken dingfest machen. Er träumt auch weiterhin davon, dann er renommierten Heldenschule “Yuuei-High” angenommen zu werden. Durch den Mut von Midoriya wird sein Idol auf ihn aufmerksam und verkündet ihm, dass es doch eine Möglichkeit gibt, wie er noch zum Helden werden kann!

   

Als ich bei der deutschen Veröffentlichung erneut Band 1 gelesen habe, diesmal dann auf Deutsch, war ich wieder hin und weg. Die Story ist so verdammt gut, der ganze Aufbau und die Charaktere zeigen direkt zu Beginn schon ihre Stärken und es macht unheimlichen Spaß, Midoriya zuzusehen. Da ich leider Probleme damit habe, am Ball zu bleiben, wenn Monate zwischen den Veröffentlichungen von Manga Bänden liegt, konnte ich aber auch bei der deutschen Veröffentlichung des Mangas nicht dran bleiben. Der Manga hat eine wunderbare Athmosphäre, die einen total verzaubert und in diese Welt voller Superhelden zieht. Ich finde das richtig magisch und positiv.

Selbstverständlich hat mich interessiert, ob ich dieselben Gefühle beim Anime auch habe und, ob die Umsetzung gelungen ist. Und eines kann ich nach der ersten Staffel definitiv sagen: Ja, die Umsetzung ist definitiv gut gelungen. Der Anime ist richtig gut und hat sehr viel Potenzial, welches auch gut genutzt wird. Ich bin so froh, dass Deutschland auch verstanden hat, wie toll dieses Franchise wirklich ist und wie gut es noch werden kann. Die ersten beiden Staffeln können bei Anime on Demand auf japanisch mit deutschen Untertiteln angesehen werden. Der Anime erscheint dann auch im März 2018 endlich auf DVD und Blu-Ray von Kazé Anime. 

Ich finde definitiv, dass das Franchise mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Mir gefällt das Setting richtig gut. Es wird soweit ich weiß nie erwähnt, in welchem Jahr die Story spielt, also ist unklar, ob wir uns hier in einer weiterentwickelten Zukunft befinden oder es einen anderen Grund dafür gibt, dass die Menschen mit solchen besonderen Fähigkeiten geboren werden. Aber es ist unheimlich interessant und führt zu vielen Vor- und Nachteilen.

Die Fähigkeiten sind in der Regel vererbbar von den Eltern, manchmal werden die Kinder dabei aber auch übersprungen und müssen ihr Leben als “normalos” führen. Sie haben dadurch keinen großen Nachteil und können ihr Leben ganz normal führen. Aber für Midoriya, der seit er ein kleiner Junge ist davon träumt einmal ein Held zu werden, ist eine Welt zusammengebrochen, als er erfuhr, dass er keine Fähigkeiten entwickeln kann. 

Durch den Mut und das Durchhaltevermögen von Midoriya schafft er es dennoch an seine Wunsch-Highschool. Ihm dabei zuzusehen, wie er diesen Traum verwirklicht ist wahnsinnig. Letztendlich zeigt er, dass sich harte Mühe und ein Ziel vor Augen auszahlt. Dennoch merkt er schnell, dass er dank seinen noch nicht ausgereiften Fähigkeiten einige Probleme an der Schule bekommt. Immerhin wurde er nicht mit den Fähigkeiten geboren, seine Klassenkameraden konnten immerhin jahrelang ihre Fähigkeiten Kennenlernen und wissen damit umzugehen. 

Aber genau diese Schwierigkeiten werden so verdammt gut übermittelt, dass der Anime immer auf einem spannenden und mitreißenden Level bleibt. Ein bisschen meckern muss ich an dieser Stelle leider, da ich es etwas schade finde, dass im Anime nicht so gut auf die einzelnen Schüler eingegangen werden kann. Kein Wunder, wenn die erste Staffel nur 13 Folgen hat und man hier quasi 3 Arcs abdecken wollte. Dennoch ein bisschen schade, das hat Assassination Classroom dann doch besser hinbekommen. Allerdings weiß ich natürlich nicht, wie das im Manga ist, so weit habe ich nicht gelesen. 

Midoriya wächst einem sehr schnell ans Herz. Er ist ein wunderbarer Hauptcharakter und alles andere als Perfekt. Das finde ich aber toll, da man ihm so sehr gut bei seiner Entwicklung zusehen kann. Menschlich gesehen wächst er von Zeit zu Zeit immer mehr über sich hinaus. Er lernt auch besser mit seinen Fähigkeiten umzugehen. Es gibt aber auch ansonsten so ziemlich keinen Charakter, den ich gar nicht mag. Ich finde Ochako richtig süß und sehe ihr so gerne beim Kämpfen und rumalbern zu. Aber auch Tsuyu-Chan und Momo haben es mir sehr angetan. Bei den Jungs sind meine Favoriten definitiv Tenya und Shouto. Aber auch ansonsten sind richtig tolle Charaktere und Fähigkeiten in dieser Klasse. 

Ich war recht traurig, als die 13 Folgen dann auch schon rum waren. Es hat sich überhaupt nicht wie 13 Folgen angefühlt, weil die Folgen mit so mitgerissen und entführt haben in diese Heldenwelt. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass man den Titel mal nicht eingedeutscht hat. Boku no Hero Academia gefällt mir zwar besser als My Hero Academia ist auch nicht schlecht.

Ich habe richtig Lust auf die nächsten 25 Folgen in der zweiten Staffel bekommen und eine dritte Staffel wird es wohl auch geben. Und auch der Manga ist in Deutschland schon recht fortgeschritten, im Januar wird Band 10 erscheinen. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball bei diesem tollen Franchise. Was haltet ihr denn von der Welt und den Fähigkeiten? Von mir bekommt die erste Staffel vom Anime 8 von 10 Fähigkeiten.

Eure



*Dieser Link führt direkt zu Amazon. Wir nehmen am Amazon Partnerprogramm teil. Das bedeutet, wir erhalten für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision. Es entstehen keine Mehrkosten für dich.

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

4 Antworten

  1. speckshin sagt:

    Danke für die Review.
    Ich denke auch, dass BnHA wirklich gut ist. Kann man sehr schön mit Black Clover vergleichen finde ich. Beide Anime bedienen sich sehr vieler typischer “Shounen-Klischees”. HeroAca macht es aber durch die tole Erzählstruktur, die Charaktere und dem großen Cast viel besser.

    Nur mit einem Satz kann ich nicht übereinstimmen: “Ich finde definitiv, dass das Franchise mehr Aufmerksamkeit verdient hat” schreibst du.
    Mein Gefühl ist, dass man einer Serie kaum mehr Aufmerksamkeit schenken kann. Jedenfalls im Internet ist es ja schon sehr geyhped

    • Gerne und danke fürs lesen! :)
      Ja doch, der Vergleich mit Black Clover liegt auf der Hand finde ich. Generell sind diese Shounen Animes ja irgendwo alle gleich ;) Aber ich sehe es genauso, dass sich Boku no Hero Academia abheben kann von der breiten Masse :)

      Finde ich gut, dass du es so siehst, dass viel über den Anime gesprochen wird aber ich kriege NICHTS über den Anime mit, was ich unheimlich schade finde. Weder auf Twitter wird darüber was geschrieben in meiner Twitter-Blase und auch bei Facebook in solchen Anime Gruppe sehe ich nie, dass darüber gesprochen wird. Daher eben mein Wunsch, dass das Franchise mehr Aufmerksamkeit verdient hat. Vielleicht nicht so viel wie bei One Piece aber mehr als von Shounen die bisher noch nicht in Deutschland erschienen sind darf es schon sein ;)

      LG Mia

  2. speckolga sagt:

    Vielen Dank für diese Review! Du hast mich damit auf jeden Fall noch mehr bestätigt, dass ich diesen Anime schauen möchte! Habe ich schon länger auf meiner Liste, kam aber leider bisher nicht dazu. Da ich aber auch seit kurzem Anime on Demand habe, werde ich es als nächstes in Angriff nehmen! Und wer weiß, wenn es mir gefällt, dann hole ich mir auch die Home-Entertainment-Version, damit ich sie dann mit meinem Freund nochmal auf Deutsch schauen kann, da es sicherlich auch etwas für ihn sein wird!

    • Dankeschön für das lesen der Review *-* <3
      Das freut mich sehr, wenn ich dich weiter in die Richtung gebracht habe, dass du es jetzt noch mehr schauen magst ;) Wir kamen auch länger nun nicht dazu und haben die 13 Folgen an zwei Abenden mit einem Kumpel geguckt, das hat gut funktioniert ^^ Ich denke auch, dass wir uns die BDs holen werden, eben gerade wegen der deutschen Synchro. Aber ich finds toll, dass man bisher bei Anime on Demand schonmal schauen kann, ob der Anime an sich überhaupt was für einen ist – für so einen Fall ist das echt optimal! :D

      LG Mia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.