[Gastbeitrag] Manga Review: Sora Log

Sora Log

Hallöchen, heute kapert eine Sirene die Seite von Mia und Fuma! Ich bin BlueSiren, mein richtiger Name lautet Babsi, ich bin 23, studiere Psychologie. Nebenbei betreibe ich einen Youtube Kanal und einen Buchblog, außerdem twittere ich sehr aktiv. Da ich mit Sailor Moon, Inuyasha, One Piece und Detektiv Conan groß geworden bin, schlägt mein Herz schon lange für Anime und Manga.

Sora Log

Danke an Mia und Fuma, dass ich heute hier einen Beitrag mit euch teilen darf. Eigentlich bin ich ein absoluter Fantasy-, Grusel und Mystery-Fan aber heute habe ich einen romantischen Titel für euch.

Es geht um die vierteilige Manga-Reihe „Sora Log“ von Kaco Mitsuki, die 2011 bei Egmont Manga erschienen ist. Erstmals wurde die Serie 2008 im Magazin Bestucomi veröffentlicht, indem auch Dengeki Daisy erschienen ist.

Sora Log

Die Schülerin Hikaru ist Mitglied im Astronomie Club ihrer Schule und liebt es, den Himmel und die Sterne zu beobachten. Eines nachts wird sie vom Anblick des funkelnden Nachthimmels so gerührt, dass ein paar Tränchen fließen. Da sie nicht aufpasst, wohin sie läuft, stößt sie mit Minato zusammen – einem Jungen aus ihrer Schule mit weiß gebleichten Haaren und finsterem Gesichtsausdruck. Und auch seine Augen sind ganz feucht. Die beiden versprechen sich, niemanden etwas von den Tränen des anderen zu erzählen.

Aber Hikaru kann Minato einfach nicht vergessen, zumal er ein Glöckchen bei sich trug, dessen Klang ihr irgendwie bekannt vorkommt. Sie setzt sich in den Kopf, entgegen der Warnungen ihrer Freunde und ihres beschützerischen Bruder Kuma, mehr über den mysteriösen Jungen herauszufinden. Ihr älterer Bruder Kuma versucht jedoch, die Beziehung der beiden zu sabotieren, denn es scheint etwas schlimmes in Hikarus Kindheit passiert zu sein, mit dem Minato zu tun haben könnte.

Sora Log

Zuerst möchte ich positiv anmerken, dass diese Romance Reihe in vier Bänden abgeschlossen ist. Somit ein kurzer Lesegenuß perfekt für zwischendurch, kein hin- und her über zehn Bände bis überhaupt etwas ansatzweise romantisches passiert.

Die Hauptcharaktere Hikaru Minami und Minato Asou sind beide unfassbar sympathisch. Hikaru ist ein aufgewecktes, vielinteressiertes Mädchen und hebt sich damit positiv von einigen Stereotypen Romance Manga Kolleginnen ab. Sie ist weder Streberin, noch Mauerblümchen und auch kein Idol oder versucht cooler zu werden. Zwar ist sie sofort nach dem ersten Treffen an Minato interessiert, aber es wirkt nicht unglaubwürdig und die Entwicklung ihrer Gefühle ist glaubhaft.

Minato ist verschlossen, geheimnisvoll und ziemlich cool. Aber er hat einen schlechten Ruf, was er jedoch geflissentlich ignoriert. Natürlich verbirgt sich hinter seiner harten Schale aber auch ein weicher Kern, denn er hilft sofort, wenn Not am Mann ist – z.B. als Hikaru in der Schule ausrutscht und sich den Fuß verletzt. Zuerst scheint es, als habe er kein Interesse an einer Freundin, aber Hikarus liebevolle, hartnäckige Art beginnt sein Herz zu schmelzen.

Der Fokus der Geschichte liegt auf diesen beiden Charakteren und der Entwicklung ihrer Beziehung, dennoch sollte man Hikarus älteren Bruder Kuma auch nennen. Er ist um Hikarus Wohlergehen besorgt, spielt sich als ihr Beschützer und Hüter auf und ist der klassische „Onii-chan“. Dass Hikaru seine bestimmende Art bisweilen auf die Nerven geht, gibt sie ihm aber auch deutlich zu verstehen. Dadurch wirkte auch die geschwisterliche Beziehung glaubhaft, denn normalerweise zanken Geschwister auch ab und an mal. Kuma ist jedoch absolut gegen die sich anbahnende Beziehung zwischen Hikaru und Minato. Zuerst denken wir als Leser auch, dass er einfach nur wegen Minatos schlechten Ruf besorgt ist, aber mit der Zeit erfahren wir, dass wohl etwas schlimmes in Hikarus und Kumas Kindheit passiert ist. Könnte Minato etwas damit zu tun haben?

Eine Komplizin findet Kuma in Minatos Schwägerin, die ebenfalls ihre eigenen Gründe hat, um gegen die Beziehung der beiden zu sein. Was ist in Hikarus Vergangenheit vorgefallen und welches Geheimnis verbirgt Minato? Sind sie sich früher schon einmal begegnet?

Während die Liebe zwischen den beiden wächst, kommen immer mehr Fragen auf. Die Mangaka versteht es brilliant, das Gleichgewicht zwischen niedlichen Szenen und aufrichtigen Gesprächen und zwischen düsteren, fragenaufwerfenden Punkten zu halten.

Über das Ende möchte ich hier nicht mehr verraten, ob es für die beiden gut ausgeht oder nicht, müsst ihr selbst lesen. Mir hat der Ausgang jedoch gut gefallen.

Ich fand außerdem toll, dass die Charaktere sich realistisch verhalten, dass die Komik nicht ins Lächerliche abdriftet. Die Beziehung der beiden Protagonisten ist auch ausgewogen, es gibt keine negativen Beziehungsmuster, keinen Zwang. Minato geht sehr vorsichtig mit Hikaru um und auch Hikaru tastet sich behutsam an Minato heran. Viele Details, Metaphern und die Geschichte machen diesen Romance Manga definitiv einzigartig. Außerdem lernt man zusätzlich etwas über Astronomie, denn die Sterne und der Himmel spielen auch immer wieder eine Rolle und ermöglichen wunderschöne Metaphern.

Ein weiteres Plus ist für mich der Zeichenstil – klare Linien, schöne Figuren und Hintergründe. Minato sieht absolut cool aus und Hikaru ist unfassbar niedlich. Die kleinen Mimik-Unterschieden kommen auch fabelhaft rüber, die Panels sind nicht überladen und die Qualität ist über alle vier Bände hinweg sehr gut.

Ich habe alle vier Bände am Stück verschlungen und zwischendurch hatte ich ein dämliches Grinsen im Gesicht, da die Geschichte so bezaubernd und warmherzig ist.

Sora Log

Für alle, die klischeehafte Romanzen und Charaktere satt haben, die nicht zehn Bände warten wollen, bis das Pärchen mal Händchen hält und alle, die sich von einer geheimnisvollen und niedlichen Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des winterlichen Sternenhimmels verzaubern lassen wollen, ist „Sora Log“ von Kaco Mitsuki genau der richtige Manga. Am Ende von Band 4 ist auch noch eine Mini-Bonus-Geschichte enthalten. Ich liebe solche Extras.

Mir hat Sora Log unglaublich gut gefallen und ich möchte definitiv weitere Manga dieser Künstlerin lesen, denn sowohl ihr Erzählstil als auch ihre Zeichnungen sind wunderschön. Romantik, Geheimnisse, ein bisschen Drama und Gefahr. Wenn dann noch die Charaktere glaubwürdig und sympathisch sind, bleiben bei mir eigentlich kaum noch Wünsche offen. Minimale Abzüge gibt es für ein paar wenige Klischees, die aber nicht weiter ins Gewicht fallen. Mich hat die Liebesgeschichte von Hikaru und Minato berührt und einfach nur glücklich gemacht. Von mir erhält der Manga deshalb 4,5 Seesterne oder nach Mias und Fumas System 8 von 10 Punkten.


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Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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1 Antwort

  1. speckolga sagt:

    Ein super guter Beitrag! Bei mir ist es schon sehr lange her, dass ich den Manga gelesen habe und ich muss ehrlich sagen: Mir ist er gar nicht im Gedächtnis geblieben. Die groben Züge weiß ich noch und dass mir persönlich der Zeichenstil gar nicht gefallen hat. Ich muss aber auch sagen, dass deine Review, liebe BlueSiren mich dazu bewegt, ihn vielleicht doch nochmal in die Hand zu nehmen! Auch wenn mir der Stil trotzdem nicht gefällt, möchte ich jetzt irgendwie doch nochmal wissen, wie es endet! Danke auf jeden Fall für diesen supertollen ersten Gastbeitrag!

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