Manga Review: Infection Band 1

Infection

Wir befinden uns in einer grandiosen Zeit für Apokalypse- bzw. Zombie-Fans wie mich. Das Thema gehört dank des großen Erfolges von The Walking Dead wohl zu einem der beliebtesten. Das Ganze reicht von den unzähligen TV Serien (Fear the Walking Dead, iZombie, Helix) über Filme (World War Z, Maze Runner, I am a Hero) bis hin zum notorischen Zombie-Modus in Spielen wie Call of Duty oder dem kommenden DLC zu Assassins Creed Origin „Der Fluch des Pharaos“.

Als ich also vor einem dreiviertel Jahr auf Infection gestoßen bin war ich direkt Feuer und Flamme. Eine Zombie-Serie, die wie Highschool of the Dead, das Ganze Thema noch mit Fanservice ausschmückt. Der Manga kommt aber auch mal mit etwas anderen Zombies daher, was ich durchaus interessant fand. Ich habe mich so unglaublich über Egmont´s Ankündigung ihn zu uns zu bringen gefreut. Noch dazu waren sie dann auch noch so freundlich und haben uns den 1. Band zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. Hier also meine Review dazu.

Infection

© 2016 Tooru Oikawa, Kodansha Ltd.

Der Oberschüler Haruki Amamiya aus dem 2. Jahr befindet sich gerade in der Blüte seiner Jugend. Zusammen mit seinen Freunden hat er eine grandiose Zeit, während diese Pläne schmieden, ihn endlich mit seiner Langzeitflamme Satsuki zusammen zu bringen. Da Satsuki dieses Jahr endlich auch auf deren Oberschule geht, haben Haruki´s Freunde einen genialen Plan gefasst.

Sie wollen die beiden über den Schultag hinweg, im Geräteschuppen einsperren und sie erst bei Schulschluss raus lassen. Bis dahin erhoffen sie sich, das Haruki ihr endlich seine Liebe gestanden hat und die beiden zusammen sind. Der Plan wird auch just in die Tat umgesetzt und seine Freunde schleifen ihn zum Schuppen. Da sich bereits jemand darin befindet, schmeißen sie ihn dazu und sperren ab.

Sehr schnell muss Haruki feststellen, dass es sich keineswegs um seine Satsuki handelt. Mit ihm zusammen eingesperrt, wurde die Schülerin aus dem 3. Jahr Kirara Isonami. Nachdem Haruki das Missverständnis aufgeklärt und sich wiederholt entschuldigt hat, beschäftigen sich die beiden bis zum Abend, doch seine Freunde scheinen ihn vergessen zu haben.

Als auch nach 3 Tagen keiner vorbei kommt, um sie aus dem Schuppen heraus zu lassen, stoßen sie bei einem Handgemenge unverhofft auf ein kleines verdecktes Fenster und befreien sich selbst. Doch schnell stellen sie fest, das es kein böser Wille seiner Freunde war, sondern dass der Ausnahmezustand ausgebrochen ist.

Überall sind so genannte Träger aufgetaucht, die sich auf alles Stürzen was sie sehen. Die beiden sind also vom Regen in die Traufe geraten und ein spannender Kampf ums überleben beginnt….

Infection

© 2016 Tooru Oikawa, Kodansha Ltd.

   

Was mir vorweg an dem Manga oder eher an der Gesamtstory schon so gut gefällt, ist das leichte abheben von der Grundthematik. Die Serie heißt schon „Infection“ weil es eben um eine Infektion geht. Dazu gesellt sich dann natürlich noch der ausweichende Begriff, der “Träger” statt der Zombies. Denn in gewissem Maße sind sie genau das. Träger der Infektion und eben Träger von Maden-ähnlichen Lebewesen, die ja ganz offensichtlich ein Teil der „Krankheit“ sind.

Selbstverständlich werden aber auch altbekannte Regeln des Ganzen gehalten. Die Träger sind grundsätzlich dumm und nur daran interessiert zu fressen und sich dadurch zu vermehren. Sie haben keine übernatürliche Stärke und sind nicht gerade schnell. Sie sehen und hören nicht aktiv, sondern reagieren auf unbekannte Art auf andere Lebewesen. Dabei reicht ein Biss von ihnen und man stirbt meist innerhalb eines Tages.

Wem das zu eintönig ist, dem gebe ich den kleinen „Spoiler“-Rat, dass ihr euch nur gedulden müsst. Denn ab dem 3 oder 4 Band geht der Manga was das Thema angeht auch ein paar eigene Wege. Mehr will ich dazu aber nicht sagen, ich will ja hier keine Spannung vorweg nehmen. Denn grundsätzlich handelt es sich hier, um eine typische, aber gut erzählte Zombie-Story. Mit viel Spannung, viel Nervenkitzel und selbst verständlich vielen Toten.

Gerade die 2. Hälfte des ersten Bandes, hat hier schon hervorragend gezeigt, was die Story hier so drauf hat. Es war wirklich spannend Kaori´s Überlebenskampf zu verfolgen. Dass aber auch hier genug Blut geflossen ist, hat schon gezeigt, dass der Mangaka sich hier nicht zurück nehmen wird. Was mir selber aber an sich auch gut gefallen hat, war der Mix aus Blut und Fanservice.

Puh… wie fange ich hier an? Fanservice ist so ein Thema für sich. Manch einer mag es, manch einer mag es nicht. Ich zähle mich da eher zu jenen, die es mögen. Aber auch ich habe meine Grenzen. Highschool of the Dead mochte ich tatsächlich der Story wegen, nicht des Fanservice wegen. Denn den fand ich dort schon sehr sehr Grenzwertig. Wenn ich da an die ganzen Gurken und Melonen denke….

Auch Infection wiederum spielt hier mit offenen Karten. Ständig sieht man einen Slip oder einen BH. Die Krönung des Ganzen dürfte da ja immer noch Kirara sein. Das Mädel, dass beim ersten Träger-Angriff ihren Rock verliert und den Rest der Zeit nur noch im sexy Slip durch die Gegend läuft. Warum auch nicht? Schließlich ist es ja ein modisches No-Go in einer Extremsituation wie dieser eine Jogginghose an zu ziehen, oder? (ihrer Meinung nach)

Die Charaktere sind grundsätzlich alle ansprechend gestaltet und man will wissen wie es wohl weiter geht und wen es wohl als nächstes erwischen wird. Auch wenn Haruki aktuell noch eher wie ein Weichei wirkt, merkt man doch sehr schnell, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Das ihn das langfristig wohl in die ein oder andere schlimme Situation bringen wird und den ein oder anderen Kopf fordert ist damit quasi schon vorprogrammiert.

Hier bin ich vor allem mal gespannt, wie lange solch ein Gutmensch in solch einer Situation braucht, um daran zu zerbrechen. Spannend bleibt es alle mal. Mit Yu Kamishiro haben sie mit der letzten Seite ja bereits einen weiteren Protagonisten eingeführt, der auf den ersten Blick schon mal unheimlich cool wirkt. Ich kann den 2. Band also kaum erwarten, dieser erscheint im Januar 2018.

Infection

© 2016 Tooru Oikawa, Kodansha Ltd.

    

 Alsoo. Ich war sehr interessiert an diesem Manga, weil Fuma von ihm so geschwärmt hat. Und ich bin auch weitestgehend von der Story sehr begeistert. Ich mag Zombies mindestens genauso wie Fuma und freue mich immer über neue Serien, die eine Zombie-Geschichte mal anders erzählen. Auch bin ich ein Fan davon, wenn jemand die Zombies an sich verändert und nicht nur diese “Standard”-Eigenschaften benutzt, die es in den meisten Zombie Filmen gibt. Ich habe mich zuerst auch gefragt, ob man diese erkrankten Menschen hier tatsächlich als Zombies bezeichnen kann, bin aber zum Entschluss gekommen, dass das defintiv die passenste Beschreibung ist.

Ich fand es auch wunderbar wie man an dieses Thema heranführt und wie die Charaktere vorstellt und eingeführt wurden. Es war zu jedem Zeitpunkt interessant und an vielen Punkten auch sehr spannend oder erschreckend. Also genau das, was ich von einer Zombie Serie erwarte. Die Charaktere sind auch nicht alle irgendwelche Weicheier, sondern lernen schnell mit dieser neuen Situation zu Recht zu kommen.

Das ist ein bisschen wie bei Walking Dead, da wir als Leser aufgrund der Story nicht sofort beim Ausbruch mit dabei sind sondern erst ein paar Tage später, wenn die Leute schon an Tote Menschen gewöhnt sind. Und es ist auch sehr interessant, dass man zuerst einmal nicht genau weiß, was mit den Menschen eigentlich los ist, wie viel Zeit bleibt bis sie sterben falls sie gebissen werden und warum manche Menschen trotzdem sterben und nicht zu Zombies werden.

Und jetzt kommen bei zwei großen “aber”. Fuma hat das Thema Fanservice ja schon angesprochen. Ich bin zwar ein Mädel, hab aber prinzipiell nichts gegen anzügliche Bilder von Charakteren oder gegen Aufreizende Artworks. Allerdings finde ich diesen Band viel zu überladen damit. Da sind auch die Kapitelbilder mit äußerst anzüglichen Bildern bestückt (ich wollte ursprünglich ein Foto davon machen, da aber hier auch jüngere Leser sind war mir das dann doch zu unangenehm).

Die Mädels sind nie nackt, tragen aber halt aufreizende und sexy Unterwäsche, das kann man nicht anders sagen. Der Manga hat also definitiv das Genre Ecchi. Wer darauf steht ist hier also definitiv richtig. Vor allem, weil der Zeichenstil in meinen Augen verdammt gut ist! Der Mangaka kann die Charaktere wirklich wunderschön zeichnen und ihnen einen tollen Ausdruck verleihen, egal in welcher Situation. Ich mag das sehr und über den Fanservice kann ich da auch an manchen Stellen wo es mir zu viel ist hinwegsehen.

Und jetzt kommt der Punkt an dem Manga, den ich gar nicht mag und, der es mir eiskalt über den Rücken laufen lässt: die Maden. Wer Infiziert ist und definitiv ein Zombie geworden ist, der hat in den Augen und im Mund diese Dinger, die aussehen wie diese Insekten. Ich kann nicht mal das Wort nochmal schreiben, weil ich definitiv eine Phobie bei diesen Dingern habe. Und das geht bei mir so weit, dass ich nicht nur Angst habe, wenn ich sie in Echt sehe, sondern mir auch übel wird, wenn ich sie in Filmen oder Videos sehe.

Hier im Manga geht das grad noch so, weil sie sich nicht bewegen. Ich konnte beim Lesen also darüber hinwegsehen, weil mich die Story und die Charaktere bis zu diesem Zeitpunkt wo die Dinger auftauchten schon zu sehr gefesselt hat. Dennoch musste ich die Panels wo diese Dinger zu sehen waren quasi überspringen und mit den Augen schnell zum nächsten Panel springen. Fand ich sehr scahde, da mir wie gesagt der Zeichenstil so gut gefällt. Aber wegen dieser Phobie fängt mein Körper total an zu kribbeln wenn ich die Dinger auch nur sehe oder an sie Denke, das ist einfach unangenehm und unschön. Ich hab auch extra drauf geachtet, dass hier bei den Fotos kein Bild dabei ist wo in Nahaufnahme das Gesicht eines Infizierten gezeigt wird…

Beim ersten Band ist in der Erstauflage auch ein Extra dabei: eine Hand voll von ca. 3 cm großen Maden. Sie sind in einem Neongelb und sehen eigentlich ganz cool aus. Ich kann sie aber nicht aus der kleinen Tüte nehmen, in der sie beim Band dabei lagen, da hab ich zu viel Ekel davor. Letztes hat unser Kumpel die kleine Tüte auf unserem Couchtisch gesehen, mir das vor die Nase gehalten und gefragt was das ist. Ihr hättet mal sehen müssen, wie schnell ich aufgesprungen bin vor Panik, vor allem, weil ich im ersten Moment eben nicht dran gedacht habe, dass die aus Plastik und viel zu groß sind! Nunja, das Extra werd ich wohl irgendwo verstauen, wo sowas nicht nochmal passieren kann. Eigentlich sind die ja echt ganz cool und bestimmt auch für Fotos sehr nice, aber allein der Anblick… Urgh.

Alsooo bis auf die zwei Punkte gefällt mir der Manga richtig gut. Und trotzdem freue ich mich sehr auf die weiteren Bände! Die Story ist eben so gut und die Charaktere so sympatisch und geheimnisvoll, dass ich darüber hinwegsehen kann und das soll schon was heißen.

Infection

© 2016 Tooru Oikawa, Kodansha Ltd.

Ich bin sooooo mega glücklich diesen Manga in unserer Sammlung zu wissen. Noch dazu freue mich sooo unglaublich darüber, dass Egmont ihn nicht nur hier veröffentlicht, sondern ihn uns auch zur Verfügung gestellt hat. Wenigstens kommt der 2. Band bereits im Januar raus. Ich kann die Serie also absolut jedem Zombie-Fan empfehlen und auch all denen, die mal einen etwas neuen Wind in dem Genre verspüren wollen. Die Serie erfindet das Rad nicht neu, treibt es aber mit einer unglaublich interessanten Story und liebevollen Charakteren an.

Euer


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4 Antworten

  1. Shirisu sagt:

    Das sieht Highschool of the Dead aber verdammt ähnlich…. :D
    Aber an sich klingts auch nach einem Manga, der mir gefallen könnte – muss ich mal auf meine Liste packen :3

    Wieder ein sehr schönes Review – danke dafür! :)

    • Fuma sagt:

      Hahaha ja da hast du recht und das hatte ich ja auch schon rein geschrieben. Der Vorteil hier dürfte aber sein das Infection irgendwann a) sein Ende findet (und das ist kein böser Galgenhumor gegenüber dem verstorbenen Daisku Sato) und b) durch den wöchentlichen Release erscheint es deutlich schneller als HotD ursprünglich erschien.
      Wie geschrieben gehört der Manga zu meinen aktuellen Lieblingen und ich kann ihn nur empfehlen.
      Danke für dein Feedback!!

      • Shirisu sagt:

        Ja, das hatte ich auch gelesen – wollte nur sagen, dass ich genau den selben Gedanken eben hatte! :D Oh, na das wär ja auch ein Argument. Ist nur noch die Frage, wie viele Bände es insgesamt werden.. xD der Platz ist so begrenzt bei uns – selbst für Comics wirds jetzt schwer! D:

  1. 23. März 2018

    […] Besuch in unserem Comicbuchladen durfte natürlich nicht leer ausgehen. Selbstverständlich gab es Infection 2 und die nächsten beiden Danmachi Bände…. Ich muss mich endlich dazu durchringen den […]

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