[Gastbeitrag] Serien Review: Pushing Daisies

Pushing Daisies

Hai! Mein Name ist Anna, ich bin derzeit 25 Jahre alt und wohne im hohen Norden Deutschlands: Kiel. Meine Leidenschaft zu Anime & Manga begann schon früh vor allem mit Digimon, Pokémon, DoReMi und Dragonball! Letzterer war auch mein erster Manga, da ich unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte zu Ende geht, kaufte ich mir nämlich die letzten Bände der Reihe. Außer ein paar Bände Detektiv Conan war mein Ausflug in die Welt der Manga dann allerdings vorerst beendet, zwar habe ich weiterhin Anime geschaut, die im Fernsehen liefen (wie Jeanne die Kamikaze Diebin & Pretty Cure z.B.), jedoch außer Fanart und Artwork zu diversen (mir auch unbekannten) Serien nichts weiter in die Richtung konsumiert. Games hingegen habe ich seit Pokémon Rot zu meinem ca. 10. (?) Geburtstag durchgängig gespielt. Dabei liegt bis heute mein Fokus auf Rollenspielen (ich liebe derzeit Horizon Zero Dawn, The Witcher 3 und Skyrim ist meine große Liebe für immer) & JRPGs (Final Fantasy, Kingdom Hearts, Atelier, Sword of Mana, Golden Sun und viele mehr), allerdings zocke ich mich sonst auch quer durch alle Genres wie Jump & Run, Simulationen (Harvest Moon!) Action, Visual Novel & Telltale Games (Life is strange <3) und sogar Shooter (Borderlands, The Last of Us). Horror-Spiele sind für mich immer wieder interessant, aber leider muss ich immer wieder feststellen, dass ich nach diesen ein paar Nächte nicht schlafen kann…

Meine Rückkehr in die Welt der Anime & Manga habe ich meinem Freund zu verdanken, mit dem ich nun schon 8 Jahre zusammen bin und zwar hat er mir K-On! empfohlen, was bis heute einer meiner Lieblings-Anime geworden ist. Danach musste ich wohl nachholen, was mir all die Jahre dazwischen entgangen ist und derzeit besitze ich eine stolze Sammlung von um die 2000 Manga (von Klassikern bis hin zu den Neuerscheinungen der Verlage) und schaue fast täglich Anime über Crunchyroll, Netflix oder Amazon Prime.

Generell bin ich aber eher diejenige, die, wenn sie gefragt wird “Kennst du den Anime XYZ?”, antwortet: “Nein, aber den Manga habe ich gelesen!”

Seit über einem Jahr betreibe ich meinen Blog AnnaNoManga und bin sehr aktiv auf Twitter geworden. Generell geht es auf meinem Blog sonst nur um Manga, Anime, Games und Japan-relevante Themen, für meinen Gastbeitrag bei House Of Animanga habe ich mir jedoch mal etwas anderes ausgesucht, da mir die Serie persönlich sehr am Herzen liegt und generell eher als Underdog behandelt wird.

Pushing Daisies wurde erstmals 2008 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und hat mich persönlich aufgrund der Idee, Besetzung und dem Musical-Charakter der Show total angesprochen, da ich derzeit einem Musical-Hype verfallen war. Doch auch nun nach fast 10 Jahren (und mittlerweile abgeflachtem Hype meinereits) bin ich der Meinung, dass diese Serie, die leider eher wenig bekannt ist, absolut eine Chance verdient hat, wenn man mit ein bisschen makaberem Humor, Krimi, Romantik und ein paar Gesangseinlagen etwas anfangen kann.

Pushing Daisies

© Warner Bros. Entertainment Inc.

Ned ist nicht nur Kuchenbäcker, sondern zusammen mit seinem Freund, dem Detektiv Emerson, Kriminalermittler. Allerdings nicht auf die herkömmliche Art, denn Ned kann Tote zum Leben erwecken und was ist einfacher, als die Leiche selbst nach dem Mörder zu befragen? Neds Fähigkeit ist jedoch an zwei Bedingungen geknüpft: Berührt er den ehemals Toten erneut, stirbt dieser wieder und dann für immer. Bleibt der lebende Tote jedoch länger als eine Minute am Leben, muss etwas anderes, gleichwertiges dafür sterben. Im Prinzip eine Regel, die ganz einfach zu befolgen ist: Leiche wiederbeleben, befragen und dann vor Ablauf einer Minute durch eine kleine Berührung wieder zurück ins ewige Himmelreich schicken.

Nicht ganz so einfach ist es jedoch, als Ned seine Jugendliebe Charlotte (genannt Chuck) auf dem Totenbett sieht, er erweckt sie zum Leben und entscheidet sich dafür, dass es so bleiben soll, doch darf er sie nie wieder berühren, da sie sonst für immer von ihm gehen würde…

Pushing Daisies

© Warner Bros. Entertainment Inc.

Bei Pushing Daisies wird der Zuschauer mittels eines Erzählers durch die Handlung gelenkt und allein dieser Mann, der großartig synchronisiert ist, macht die Serie zu etwas besonderem. Ohne zu offensichtlich zu sein, streut er Witze ein, macht aber auch die Story und die Charaktere schon vorab absolut sympathisch. Um gleich auf letztere zurückzukommen: Jeder Schauspieler ist ein absoluter Volltreffer für seine Rolle!

Kleiner Exkurs: Ich habe die Serie damals aufgrund der Besetzung gesehen, da Kristin Chenoweth, die die Nachbarin Olive spielt, die ebenfalls in Ned verliebt ist, eine meiner absoluten Lieblings-Musicaldarstellerinnen war/ist, musste dann aber feststellen, dass ich jeden einzelnen Darsteller grandios fand (und finde!). Das Interessante und auch Geniale daran: Damals war keiner der Schauspieler wirklich berühmt und das hat sie mir darüber hinaus sehr sympathisch gemacht, denn ich bin jemand, den es eher abschreckt, wenn in Filmen/Serien nur große Akteure mit Rang und Namen zu sehen sind, auch unbekannte Schauspieler haben (meist sogar noch mehr) Potential! Lee Pace, der Schauspieler, der Ned verkörpert, ist seitdem aber sogar als Thranduil in Der Hobbit aufgetaucht, was mich sehr überrascht hat… aber zurück zu Pushing Daisies!

Pushing Daisies

© Warner Bros. Entertainment Inc.

Die Schauspieler verkörpern jeden Charakter derart glaubhaft, als wäre es ihre eigene Geschichte und dementsprechend einfach ist es, mit allen mitzufühlen, auch wenn jeder auf seine Art etwas schräg zu sein scheint, das aber von der Serie auch absolut so gewollt ist. Das macht aber auch jeden Charakter so einzigartig und gestaltet alle kunterbunt; ganz im Gegensatz zu vielen derzeit laufenden Serien, in denen jeder so austauschbar erscheint. Die Figuren in Pushing Daisies erscheinen wie Märchenfiguren, aber wirken gleichzeitig so echt, ein Paradoxon, das nur diese Serie schafft.

Dieses “Buntsein” zieht sich weiterhin durch die gesamte Serie, alle Sets und auch die Nebencharaktere sind derartig liebevoll ausgearbeitet, wie es heutzutage selten der Fall ist. Die Settings der Morde sind abgedreht wie genial, die Auflösung erinnert oft an komplizierte Detektiv Conan Manier, jedoch mit wesentlich mehr Witz und Charme.

Ein weiterer einzigartiger Teil an Pushing Daisies ist die Musik, für Muscialliebhaber sowieso ein Grund, diese Serie unbedingt zu schauen, für Musicalhasser trotzdem kein Grund, keinen Blick hineinzuwerfen, denn die Gesangseinlagen sind nicht wie etwa bei Disney-Filmen alle paar Szenen, sondern wirklich selten eingestreut; geschätzt vielleicht eine in drei Folgen. Nichtsdestotrotz fügen sie sich in die Handlung gut ein, haben Witz und auch der Soundtrack abseits der Gesänge ist wirklich hörenswert und untermalt die märchenhafte Stimmung der Serie.

Pushing Daisies

© Warner Bros. Entertainment Inc.

Alles in allem ist Pushing Daisies ein modernes Märchen mit charmanten Charakteren, abgedrehter Story & Sets, grandioser Musik und tollen Effekten. Einerseits hat die Geschichte auch etwas trauriges, melancholisches, auf der anderen Seite ist sie aber herzerwärmend schön und wird durch die lebendigen, echten Charaktere wunderbar abgerundet. Ein Blick hinein lohnt sich wirklich für jeden, denn meiner Meinung nach lässt sich nach der ersten Folge schon feststellen, ob man die Serie mag oder nicht (obwohl einige der besten Fälle erst in Staffel 2 vorkommen). Von mir gibt es an dieser Stelle jedoch 10/10 Totoros oder kuchenbackenden Ermittlern.


*Dieser Link führt direkt zu Amazon. Wir nehmen am Amazon Partnerprogramm teil. Für dich bedeutet das, wir erhalten für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision, es entstehen aber keine Mehrkosten für dich.


Kostenpflichtig Staffel 1 bei Amazon Prime ansehen


Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

1 Antwort

  1. Shirisu sagt:

    Hab schon öfters was dazu gelesen, aber ich glaub, das ist nicht so ganz was für mich..
    Aber dennoch ein schönes Review! :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere