Comic Review: Mighty Morphin Power Rangers Band 1

Mighty Morphin Power Rangers

Go, Go, Power Rangers!!! Ach ja… was war das für eine Schöne Zeit. Als ich noch ein Kind war, war ich ein riesiger Fan der Welten-Retter. Ihre Kämpfe waren einfach soo super Cool und von den Megazords will ich gar nicht erst anfangen. Gerade der erste Kinofilm war damals eine Wucht. Mein Favorit war, wie wohl auch bei so vielen anderen der Grüne Ranger Tommy Oliver.

Wenn man sich das ganze dann aber heute ansieht, naja … die 90er waren eine ganz besondere Zeit. Schlimmer wird das ganze dann nur noch, wenn man sich bewusst macht, wie schlecht Saban da an der japanischen Vorlage geklaut hat. Ganze Kampfszenen wurden einfach aus dem japanischen geklaut. Das wird vor allem dann lustig wenn die amerikanischen Akteure sich auf ner offenen Wiese befinden und die Kämpfe dann plötzlich mitten in der Stadt sind. Dass dort überall japanische Schriftzeichen sind, lasse ich unkommentiert. Aber das dürfte wohl ein Thema für einen anderen Blogeintrag sein ;)

Denn Saban hat Mitte dises Jahre auch mal gezeigt, dass sie mehr beherrschen als copy & paste in Zusammenhang mit miserablen Schnitten. Leider kam ich noch nicht dazu den Film zu sehen, habe aber von einigen Freunden und Bekannten gehört das es ganz lustig sein soll. Um den Film noch etwas besser zu Promoten hat Panini sich auch dazu entschlossen die aktuell laufende Comic-Serie hierzulande zu veröffentlichen. Der erste Band trägt auch schon den äußerst interessanten Titel „Der Grüne Ranger – Das erste Jahr“. Wenn das nicht interessant wird, weiß ich auch nicht. Vielen Dank an Panini die uns diesen Band zur Verfügung gestellt haben und viel Spaß bei meiner Review.

Mighty Morphin Power Rangers

Der Grüne Ranger war schon immer etwas ganz besonderes. Während die „normalen“ Ranger alle fein säuberlich von Zordon und Alpha ausgewählt wurden, war dies bei Tommy nicht der Fall. Er wurde von der bösartigen Rita Repulsa entführt und einer Gehirnwäsche unterzogen. Im Zuge dessen, gab sie ihm die Grüne Powermünze und machte ihn so zum Grünen Ranger. Als selbiger kämpfte er erbittert gegen die anderen Ranger. Als er sie in der letzten Schlacht fast besiegt hatte, gelang es Jason, dem Roten Ranger, das Blatt zu wenden und Rita´s Kontrolle zu brechen.

Doch obwohl er jetzt auf der Seite der guten Kämpfte, war für Tommy keineswegs wieder der normale Alltag ein gekehrt. Immer wieder hat er Visionen von Rita, die ihm ins Gewissen redet. Dabei lässt sie auch keine Chance aus, ihn darauf hin zu weisen, dass er immer noch kein Teil der Gruppe ist.

Wobei wir beim nächsten Problem sind. Da die Power Ranger mittlerweile ein sehr eingespieltes Team waren, viel es den meisten äußert schwer den ehemaligen Feind jetzt in den eigenen Reien zu begrüßen. Gerade der schwarzen Ranger Zack, aber auch der eigentlichen Anführer Jason, ließen Tommy wiederholt, mal mehr mal weniger offensichtlich, ihre Abneigung bzw. ihr Misstrauen spüren.

Für Tommy bricht eine harte Zeit an, in der er neben seinen Visionen auch um das Vertrauen seiner vermeintlichen Kameraden kämpfen muss. Wird er es schaffen sie von seiner Aufrichtigkeit zu überzeugen?

Mighty Morphin Power Rangers

   

Was ich bei dem Comic schon mal direkt (positiv) vorweg nehmen möchte, ist die Tatsache, dass sich der Comic nicht wirklich an seiner trashigen Vorlage bedient hat. Was bedeutet das also? Wer den gewohnten Trash-Charme der Serie erwartet dürfte hier falsch sein. Ja es gibt Kämpfe und ja es gibt auch Zord-Action. Der Fokus der Comics liegt aber ganz klar auf den Charakteren und deren Miteinander bzw. deren Entwicklung.

Gerade im ersten Band liegt der Fokus hier natürlich sehr extrem auf Tommy Oliver. Denn wir springen in die Zeit unmittelbar nachdem er die Seiten gewechselt hat. Ich finde, dass der Comic die Situation von Tommy sehr schön umsetzt. Also „schön“, sagen wir mal eher realistisch. Man spürt seine Verzweiflung und seine Gewissensbisse förmlich. Er sucht seine Platz im Leben, seinen Platz in der Schule und natürlich vor allem seinen Platz im Team.

Doch die Fronten des Teams sind so verschanzt, das eigentlich nur Kimberly wirklich dazu bereit ist, ihn willkommen zu heißen. Zack versprüht förmlich das Misstrauen und auch Jason verhält sich als Anführer sehr distanziert. Währenddessen halten sich Trini und Billy relativ bedeckt und umschiffen das Thema eher. Das sich Tommy dabei selbst keinen Gefallen tut, seine Visionen mal an zu sprechen und sich lediglich komisch verhält, hilft natürlich auch nicht sonderlich.

Aber auch auf der Seite der Bösen durften wir wie schon in der Serie den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen werfen. Rita´s dunkle Pläne zu verfolgen machen durchaus Lust auf mehr. Ich habe mich gerade hier doch sehr nostalgisch gefühlt. Weil irgendwie ja absehbar war, wie die Kämpfe ausgehen. Doch gerade hier wusste der Comic doch zu überraschen, aber mehr sage ich dazu nicht. Gerade mit dem Ende des ersten Bandes hat Panini und natürlich der Comic selbst, bewiesen wann man am besten einen Cut macht um so die größte mögliche Spannung und neugier auf den nächsten Band zu gewährleisten.

Sehr gut hat mir hier natürlich auch die wiederholte einblende von Bulk und Skull gefallen. Die beiden Idioten, die es hier wohl zu einem Youtube(?) Kanal geschafft haben und ständig mit ihren Ranger News zugegen sind. Aber den beiden wird auch am Ende des Bandes noch eine kleine Side Story spendiert. Das diese sich zeichnerisch abhebt, fand ich gar nicht so schlimm. Da wurde dann auch noch mal der unterschiedliche Ton zwischen „Haupt-“ und „Neben-“Teil offensichtlich.

Um hier noch eine letzte Brücke zu schlagen, will ich die Zeichnungen noch mal ansprechen. Als ich den Comic das erste mal in der Hand hielt, war ich mir ehrlich gesagt etwas unsicher ob mir die Zeichnungen so wirklich gefallen wollen. Das Cover sieht Mega gut aus, aber die Zeichnungen darin eher weniger. Doch als ich den Comic dann anfing zu lesen, habe ich mich durch die spannende Story so schnell an die Zeichnungen gewöhnt, das sie mir eigentlich gar nicht mehr wirklich aufgefallen sind.

Mighty Morphin Power Rangers

Etwas gehyped durch den Film (den ich immer noch nicht gesehen habe) und des Mobile Games(das ich mittlerweile auch nicht mehr spiele), ging ich mit relativ nostalgischer Euphorie an den Comic heran. Ich kann an sich nicht sagen dass ich enttäuscht wurde, Ich muss sogar eher sagen, dass ich überrascht wurde. Ich hatte ein Trash-Feuerwerk in Comic-Form erwartet und habe stattdessen eine doch recht gut umgesetzte Story über die Selbstfindung bekommen.

Sehr überraschend und damit hatte ich ehrlich gesagt so gar nicht gerechnet. Ich denke ich kann den Comics all jenen empfehlen, die damals wie ich damit aufgewachsen sind und denen der ganze Trash heutzutage vielleicht eine Schippe zu viel ist. Damit geht der Comic andere Wege, bleibt aber seinen Wurzeln auf gewisse Weise treu und weiß doch zu überzeugen. Ich freue mich schon auf den 2. Band, den ich auch schon hier liegen habe ;)

Euer


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