Light Novel Review: Accel World Band 2

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Accel World

Als ich diese Woche meine Theoretische Prüfung zum Ausbilder bestritt, erwähnte die IHK-Dame das wir doch bitte alle elektronischen Geräte wie etwa Smartphone, Smartwatch oder auch Google Glasses ausmachen sollten. Gerade letzteres, ließ mich unfreiwillig an Accel World denken und nahm mir somit einen Teil meiner Anspannung. Denn am Wochenende davor hatte ich erst den 2. Band der Light Novel-Reihe abgeschlossen. Somit präsentiere ich euch heute meine kleine Review zum 2. Band. Viel Spaß…

Seit Haruyuki, in den Ereignissen des 1. Bandes, von seiner Elder und Legionsmeisterin Kuroyukihime in die beschleunigte Welt eingeführt wurde, ist viel passiert. Nach einigen erfolgreichen Kämpfen gegen Ash Roller und seinen Besten Freund Takumu alias Cyan Pile, erweckte Haruyuki eine bisher unbekannte Kraft. Er erlernte die Fähigkeit zu fliegen. In einem Spannenden Kampf gegen Takumu, denn er letztendlich für sich entscheiden konnte, wurde er zu einer kleinen Berühmtheit.

Zusammen mit Takumu und Kuroyukihime gründete er die Schwarze Legion Nega Nebulus erneut und bereits in kürzester Zeit konnten sie das Gebiet in dem auch ihre Schule liegt, Suginami für ihre Legion erobern. Dort haben sie aktuell ihre Zelte auf geschlagen und verteidigen das Gebiet fleißig. Doch obwohl Haruyuki anfangs mit seiner Fähigkeit zu Fliegen nahezu unbesiegbar schien, kamen die ersten bereits nach kürzester Zeit hinter seine Schwäche.

Denn gegen Fernkampfwaffen hatte Haruyuki relativ wenig entgegen zu setzen. Da sich die Schwäche relativ schnell herum sprach, nahm der Gebietszuwachs von Nega Nebulus ein schnelles Ende. Aber auch in der Gebietsverteidigungskämpfen müssen Takumu und Kuroyukihime die Patzer von Haruyuki kompensieren.

Erneut von tiefen Zweifeln und Unsicherheit geprägt, wirft sich Haruyuki in ein unmenschliches Training, bei dem er versucht, ankommenden Kugeln auszuweichen. Wird es Haruyuki gelingen, zu alter stärke zurück zu finden und vor allem auch endlich seiner Schwäche Herr zu werden…

   

Ich muss ehrlich sagen, dass ich über den Anfang des zweiten Bandes sogar etwas verwundert war. Denn nach den Ereignissen des ersten Bandes, hatte ich eigentlich erwartet, das Haruyuki fortan etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen würde. Ich meine es ist ja nicht so, als könnte ich ihn nicht verstehen. Wer zum Hoffnungsschimmer wird, trägt immer auch eine schwere Bürde. Umso härter muss es dann wohl sein, wenn man selbst dann auch noch zur Belastung für die anderen wird.

Gerade als Japaner ist dass wohl eins der schlimmsten Schicksale die dich befallen könnten. Deren Gesellschaft wird ja schon davon geprägt, keine Belastung für andere zu sein. Allerdings halte ich Haruyuki´s Entschluss, mit dem Problem alleine Fertig werden zu wollen, für Unsinn. Klar sein „Training“ ist per se ja keine schlechte Idee, größere Erfolge würde er dennoch feiern, wenn er zum Beispiel mit Takumu arbeiten würde. Auch die Sache mit den Schmerzen halte ich irgendwie ein bisschen für Fragwürdig.

Zur Erklärung: Um seine Schwäche zu überkommen, hat Haruyuki ein kleines Programm geschrieben. Dabei befindet er sich mit einer Pistole in einem Raum. Irgendwann, zu einem ihm unbekannten Zeitpunkt, schießt die Waffe und er muss versuchen aus zu weichen. Um ihn nebenbei auch noch etwas für sein Versagen zu strafen und sich gleichzeitig noch etwas an die Schmerzen zu gewöhnen, hat der die Schmerzblocker seines Neurolinkers deaktiviert.

Mal ehrlich, wie kann man das jemals für eine gute Idee halten? Naja egal, immerhin versucht er ja seine schwäche zu überkommen. Aber die Serie fokussierte sich bisher ja allgemein ein Stück weit mit dem Thema Schwächen überkommen. Das wurde gerade in diesem Band noch mal deutlich. Das ganze gilt aber selbst verständlich auch nicht nur für Haruyuki. Denn auch die anderen Protagonisten haben hier einiges zu tun.

Ob es jetzt Kuroyukihime ist, die in diesem Band noch mal direkt mit ihrem Verrat konfrontiert wird oder aber die neu eingeführte Niko-Chan. Die als Leiterin der Roten Legion damit zu kämpfen hat, dass einer ihrer Untergeben von einem verfluchten Ausrüstungsgegenstand besessen ist und infolge dessen gerade in der beschleunigten Welt etwas Amok läuft. Aber genug hier, was den Story Inhalt angeht.

Denn ich will ja nicht unbedingt Spoilern, also letzten kleinen Wink, will ich noch sagen, dass es mich freut, dass nun wohl auch nach und nach alle Legionsmeister auftauchen. Immerhin ist es ja gerade für später wichtig, dass wir wissen, wenn es für Haruyuki und Kuroyukihime zu besiegen gilt. Die Kämpfe in diesem Band, waren meiner Meinung nach sogar noch eine Nummer spektakulärer als im ersten Band. Naja okay…. der erste musste sich ja schließlich auch ein Stück weit dem Aufbau widmen…

Nichts desto trotz, jagte ihr wieder mal eine spannende Info der nächsten und ein spannender Kampf dem nächsten. Bisher macht unser lieber Reki Kawahara also zumindest schreiberisch alles richtig. Mir hat auch sehr gefallen, dass Haruyuki immer noch weit vom OP sein entfernt ist. Allerdings hoffe ich dann doch, dass er im 3. Band vielleicht etwas selbstbewusster ist. Irgendwann muss sich doch jeder mal etwas entwickeln oder?

Aber auch an Neuheiten wusste der Band das Universum gut zu erweitern. So gab es etwas mehr Einblick in das Gilden/Legions-System, die Beziehungen zwischen Elter-Kind wurde herauskristallisiert und auch das Offene Schlachtfeld war ne coole Neuerung. Ob wohl nur ich am Ende an Alfheim Online denken musste?

Mit den fein gestreuten Hinweisen was uns in Zukunft wohl noch so erwartet, sehe ich schon mit großer Vorfreude gen 3. Band. Ob Chiyuri wohl tatsächlich das Zeug zum Burst Linker hat? Wird es am Ende den tatsächlich zum großen Kampf der Level 9er kommen oder werden es viele kleine Schlachten? Und vor allem hat Nega Nebulus vielleicht seinen ersten Verbündeten gefunden? All das und noch so viel mehr macht mir schon fast den Mund wässrig!!

Der zweite Band war noch eine Nummer besser als der erste und wusste an den richtigen Stellen Spannung auf zu bauen. Ich bin echt gespannt was der 3. Band so auf Lager hat!!

Euer


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3 Antworten

  1. Shirisu sagt:

    Der spricht mich ja auch an.. hmm.. 😀
    Wenn ich mal wieder mehr Platz hab, dann darf der vielleicht auch einziehen bei mir 😉

  2. hellspawn2501 sagt:

    Der zweite Band war tatsächlich noch um einiges spektakulärer als der erste. Da bin ich sogar jetzt etwas neugierig darauf, wie der Anime die Actionszenen umgesetzt hat. Der autor schaffte es jedenfalls die perfekt zu Papier zu bringen.
    Das Haruyuki hier einen Rückschritt in Sachen Selbstvertrauen macht halte ich sogar für sehr realistisch. Wer vorher an einen solchen Mangel an selbstvertrauen litt, wird zwar, sobald er es gefunden hat, auf andere selbstsicherer wirken, doch steht das ganze dann auf extrem wackeligen Beinen.
    Niko als neuen Charakter fand ich ganz gut. Besonders im Zusammenspiel mit Kuroyukihime. Die darf gern nochmal in einen Band die Nebenrolle spielen.

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