[Gastbeitrag] Spiel Review: Yomawari – Midnight Shadows

Yomawari - Midnight Shadows

Ja, wie alle anderen Posts diesen Dezember ist auch dieser Post ein Gast-Post von diversen anderen Schreibern, Bloggern und dergleichen. Daher erstmal ein paar einleitende Worte zu meiner Person, bevor ich in das Review starte. Ich bin Mathias, vielleicht ein Stück (ein winziges?) bekannter als mmandrakep von Shimapan-Channel, auch wenn wir nicht gerade so eine Riesengroße Leserzahl haben sind wir doch schon seit bald 6 Jahren am Markt, auch wenn das nur die Zeit ist in der wir aktiv den Blog betreiben. Selbst beschäftigen mit Animes, Mangas und Games tue ich mich seit…frühester Kindheit eigentlich. Selbst wenn zwischen der Zeit wo ich im Fernsehen damals Card Captor Sakura und Hamtaro gesehen habe und der Zeit wo ich wieder aktiv angefangen habe Animes zu suchen und dann mit Steins;Gate komplett in dieser Eigenart des Fandoms (Otaku/Geek/Weeabo, wie man es auch nennen will) gelandet bin. Seitdem ist meine Sammlung an geschauten Animes, Mangas die ich besitze, Figuren und seit einiger Zeit auch Novels (manchmal reichen Animes einfach nicht mehr) immer stetig gewachsen.

Aber genug von mir, gehen wir über in das worauf alle gewartet haben (oder wieso sonst sollte man den Beitrag überhaupt anklicken?). Um das ganze gleich zu erwähnen, ich habe die PS-Vita Variante gespielt, so wie auch den Vorgänger.

Yomawari: Midnight Shadows – nimm ein Spiel, mach alles mehr und besser und nenn es Sequel.

Nachdem ich letztes Jahr schon den ersten Teil in kurzer Zeit durchgespielt habe und tatsächlich ein Jahr darauf das Sequel nicht nur in Japan, sondern auch direkt bei uns gelandet ist, musste ich es natürlich auch spielen und in dem Zusammenhang auch gleich reviewen. Im Zuge dessen danke ich auch dem HouseOfAnimanga-Team für die Gelegenheit, diesen Post als Gast-Review zu verfassen und somit auch ein bisschen Networking zu betreiben.

Wer Yomawari: Night Alone kennt, dem spare ich das lange und breite Lesen eines Reviews hier in ein, zwei mehr oder minder kurzen Sätzen.
Yomawari: Midnight Shadows ist im Endeffekt so als hätte jemand Night Alone genommen und nach dem Ende vom Spiel gefragt „Ja, aber was ist danach passiert?“. So ist Midnight Shadows ein direktes Sequel, das tatsächlich sogar nur einen Tag nach dem Ende des letzten Teils passiert ist, mit mehr Gameplayelementen, Yuurei und Yokai als zuvor.

Die Karte ist komplett neu, mit neuen Orten und Gebäuden, aber auch die Karte des letzten Teils hat es in dieses Spiel geschafft. Auch wenn man dort etwas weniger freiwillig landet und bis zum Endgame nicht viel Möglichkeit hat zu erkunden.

Yomawari: Midnight Shadows spielt in der Nachbarstadt des Vorgängers, in der Nacht des Sommerfestes. Yui und Haru, gute Freunde seit längerem, erklimmen gemeinsam den Berg der Stadt um sich die Feuerwerke des Fests anzusehen. Dabei kommen sie ins Gespräch darüber das Haru in Kürze wegziehen wird, was Yui natürlich traurig macht. Soweit, so typisches Anime-gehabe. Aber auch Tage später hat Haru Yui nicht mehr gesehen. Also macht sie sich auf in die Nacht um ihre Freundin wieder zu finden. Hierbei trifft sie auf keine neuen Freunde, nur Geister und Dämonen, die auf ihr Leben aus sind. Wird sie Yui wieder finden? Oder auf ein ganz anderes Geheimnis stoßen? All das findet man im Laufe des Spiels heraus.

Wie schon der erste Teil ist auch der Nachfolger sehr auf Erkundung und dem richtigen Umgehen von gewissen Situationen ausgelegt. Jeder Geist ist mehr oder weniger gefährlich, und herauszufinden wie man mit jedem einzelnen umzugehen hat gehört zum Erkunden genauso dazu wie überhaupt den richtigen Weg zum Ziel zu finden.

Auch hat man wieder ein riesiges Sammelsurium an Gegenständen, die sich mit der Zeit im Inventar wie auch in der Inventur des eigenen Zimmers ansammeln. Hierbei sind sehr viele dieser Items komplett optional und nur als Belohnung fürs Erkunden anzusehen, wobei gewisse dieser optionalen Items (vor allem Scraps und Notes) auch helfen die Story wirklich zu verstehen. Die wichtigsten dieser storyrelevanten Items werden einem sowieso in die Hand gedrückt, ob man will oder nicht.

Wie im letzten Teil Yui von Mr. Yomawari, wird auch in diesem Teil Haru von einem wiederkehrenden Geist geplagt. Anders als Yomawari jedoch ist er nicht den Großteil des Spiels ein passiver Geist, sondern versucht ganz aktiv Haru um einen Kopf kürzer zu machen. Damit ist er aber auch nicht der einzige.
Viele der Geister aus Yomawari: Night Alone kehren in diesem Spiel zurück und haben auch dasselbe Verhalten. Sprich wer den ersten Teil schon gespielt hat und sich daran erinnert wie man mit vielen Geistern umgehen muss wird es in diesem Spiel auch viel einfacher haben sich durch die nächtlichen Straßen zu schleichen. Allerdings gibt es auch eine ganze Tasche voll neuer Geister und auch ein paar neue Items die Haru zur Ablenkung verwenden kann. Hierzu zählen der Papierflieger und auch das Glühwürmchen, die sich aber auch nur gegen gewisse Geister als effektiv erweisen. Auch hier hat man wieder jede Menge probieren, bis man wirklich mehr oder weniger „gefahrlos“ durch die Stadt kommt. Bis man wieder vergisst das in dieser Straße ja dieser Geist vom Haus fällt oder rennt zufälligerweise in den Geist rein weil er sich vor einen hin teleportiert … und schon ist der bekannte blutige Game Over Screen wieder da.

Mr Kototwari und Haru in einem “Face-Off”. Meistens findet man einen mehr oder weniger einfachen Weg den Geist kurzfristig von einem abzulenken. Zumindest bis man beim nächsten Story-Hauptziel angelangt ist und ihm wieder über den Weg läuft.

Dieser Game Over Screen ist diesmal aber viel weniger bedrohend als im letzten Spiel. Wo man letztes Mal noch wirklich den kompletten Fortschritt verloren hatte, behält man diesmal alle gesammelten Items und Events die auf halbem Wege unterbrochen wurden (wie eine Spendenbox in die man 15 Münzen werfen musste) bleiben auch wie sie sind. Um den Fortschritt allerdings permanent zu machen muss man wieder bei den bekannten Statuen speichern.
Auch kann Midnight Shadows mit zwei neuen Gameplay-Elementen Punkten, wo eines davon allerdings doch recht wenig verwendet wurde. Damit meine ich folgendes: Man kann Items, die für den Fortschritt notwendig sind aber zu groß für Harus (trotzdem sehr riesigen) Tasche sind wie Holzplattformen oder Kisten durch die Gegend heben oder schieben. Im Laufe des Spiels ist dies aber (in storyrelevanten Umgebungen) nur 2-3-mal wirklich verwendet worden. Im optionalen Content passiert das zwar ein paarmal öfter, aber auch nur wirklich seltenst.
das zweite neue Gameplay-Element finde ich da doch um einiges besser implementiert. Im Laufe des Spiels findet man immer wieder „Schutzsiegel“, die einem einen passiven Boost geben. Sei es nun 15 statt 10 Steinen tragen zu können, etwas mehr Ausdauer zu haben oder andere kleine Dinge, sie helfen wirklich ziemlich beim Erkunden oder dem Triggern von Events die man für optionale Items benötigt.

Manche der neuen Geister lassen sich ganz leicht umgehen wenn man die Umgebung genau beobachtet. Oft hängt irgendwo ein Zettel der einem sagt was man bloß nicht tun sollte.

Bevor wir nun langsam zum Ende des Reviews übergehen noch kurz etwas zum Sounddesign. Dieses lässt einen wieder einen Ticken zu tief in das Spiel eintauchen und ist meiner Meinung nach zu 80% für die Spannung und teilweise auch für die Schrecken des Spiels zuständig. Wer Yomawari ohne Ton spielt verpasst vieles, sei es der dumpfe BGM oder wie exzellent Harus Schritte auf verschiedenen Untergründen klingen (dummer Grund, aber es macht wirklich viel aus einen Schritt auf einem Metallgitter zu hören wenn man auch mal auf ein Metallgitter steigt, und nicht weiter das dumpfe Klocken von Beton), und auch viele Geister kündigen sich durch ein Geräusch an, wegen dem man dann doch ausweichen oder reagieren kann.

Yomawari: Midnight Shadows ist wie sein Vorgänger ein exzellenten Horrorspiel, zumindest wenn man genug von dem Gorefest hat das viele Horrorspiele mittlerweile glauben sein zu müssen. Das Spiel punktet was Atmosphäre, Story und generell das Feeling angeht, komplett alleine als Grundschulkind durch eine verlassene Stadt zu laufen, auch wenn unsere Städte normalerweise nicht mit mörderischen Geistern befüllt sind. Und Leuten die auf so etwas stehen kann ich auch dieses Spiel auf der Konsole ihrer Wahl (PSVita oder PS4) empfehlen.

Normalerweise bin ich nicht so für Zahlenwertungen, weil sie doch viel versimpeln, aber es ist verlangt, also muss ich aufgrund des einen oder anderen Crash auf der PSVita und ein paar frustrierenden Stellen bei Bossen dem Spiel eine 7,5/10 geben.

Und damit verabschiede ich mich mit einem Bild des letzten Bosses. 


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Yomawari: Midnight Shadows / 深夜廻
Yomawari: Midnight Shadows / 深夜廻
Entwickler: Nippon Ichi Software, Inc.
Preis: 29,99 €

Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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1 Antwort

  1. Martin B sagt:

    Fand das spiel bis zu nem bestimmten punkt echt unterhaltsam aber so ungefähr im letzten drittel wird es teilweise recht kryptisch finde ich… selbst wo ich fast alle hinweise und zettel hatte finde ich die Story undurchsichtig. Gerade der Endscreen war so… „meint ihr das im ernst?!“

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