[Gastbeitrag] Manga Review: Blue Friend

Blue Friend

Hallo ich bin Giira. Ich bin seit vielen Jahren Bloggerin. Vor etwas über einen Jahr habe ich meinen neuen Blog bloggingnerdy eröffnet in dem ich hauptsächlich über Anime, Manga und Comics schreibe. Meist konzentriere ich mich dabei darauf was ich gerade so gesehen und/oder gelesen habe. Daher behandeln die Beiträge nicht nur Neuerscheinungen sondern auch alt bekannte Manga & Co, sowie Conventionberichte, Filmreviews und Feedbacks zu Serien kommen regelmäßig ins Programm.

Ich freue mich, dass mir Mia und Fuma die Möglichkeit geben euch heute eine Review zu präsentieren zu einem kleinen Insidertipp aus dem Bereich Manga, welcher bei Tokyopop erschienen ist.

Blue Friend erzählt die Geschichte der beiden Schülerinnen Ayumu und Misuzu. Misuzu ein ruhiges Mädchen muss den Hass und Neid der anderen Schülerinnen über sich ergehen lassen. Dies beruht auf dessen Einversucht, da Misuzu einen ungewollt hohen Erfolg bei den männlichen Schülern hat. Das Misuzu auf Grund eines dramatischen Ereignisses in ihrer Vergangenheit kein Interesse an Männern hat und daher jedes Liebesgeständnis abblitzen lässt, spielt für die anderen Schülerinnen keine Rolle. Ayumu ist das absolute Gegenteil von Misuzu. Durch ihre kumpelhafte Art ist sie bei allen sehr beliebt. Bei allen außer den Jungs.

Die zwei Schülerinnen könnten unterschiedlicher kaum sein und doch Freunden sie sich mit der Zeit mehr und mehr an. Sehr zum Ärger der übrigen Schülerinnen, welche Ayumu immer wieder vor Misuzu warnen.

Ayumu muss sich mit der Zeit eingestehen das auch sie sich vor Misuzu fürchtet. Sie versucht diese Furcht zu verbergen da ihr auf der anderen Seite die zerbrechliche Schülerinnen sehr ans Herz gewachsen ist. Erst als diese Ayumu als alleiniges Eigentum betrachtet droht das Band zu zerreissen. Doch das Band der Freundschaft welches sie geknüpft haben ist stark. Doch ob es die beiden wirklich zusammen halten wird?
Als die berüchtigte Schulschwänzerin und Mitschülerin von Miszuz seit Grundschultagen, Satsuki wieder zur Schule kommt droht Miszusu’s dunkle Vergangenheit ans Tageslicht zu rücken.

Eine schöne und zugleich traurige Geschichte zwischen zwei Mädchen, welche unterschiedlicher kaum sein könnten beginnt.

Mit Blue Friend erzählt Mangaka “Fumi Eban” eine schöne und zugleich traurige Geschichte rund um das Thema Freundschaft. Durch die vielen Ereignisse innerhalb dieser eigentlich recht kurzen Geschichte schafft es Fumi Eban einige wichtige Themen zu behandeln welche die Seele eines Menschen schaden können. Dabei bleibt aber stehts das Hauptthema der Geschichte “Freundschaft” im Vordergrund.

Blue Friends wird dadurch zu einer durchgehend unterhaltsame Geschichte, bei der die Lesezeit wie im Flug vergeht. Die Geschichte zeigt unverblümt wie das Leben mit einen spielen kann. Reist einen als Leser dadurch unvermeidlich mit hinein in das Gefühlschaos der beiden Protagonistinnen. Diese machen im Verlauf der kurzen Geschichte ( 2 Bände ) eine enorme Charakterentwicklung durch. Während Misuzu lernt aus sich heraus zu kommen und dadurch über sich selbst hinaus zu wachsen, muss Ayumu lernen das nicht jeder Mensch immer gleich so ist wie er auf den ersten Blick zu sein scheint. Wir sehen meist nur eine Fassade, welche ein Mensch von sich aufbaut. Doch was sich im Inneren verbirgt ist meist etwas ganz anderes.

In kleinen Kolumnen richtet Mangaka “Fumi Eban” immer wieder das Wort an ihre Leser. Erzählt wie sie auf die Idee “Blue Friends” kam und berichtet ein wenig aus ihrem Leben. Dabei nimmt sie sich und alles um sich herum mit etwas Humor auf die Schippe. Dies macht den Mangaka nur um so sympathischer. Durch die Kolumne erweckt es den Anschein als ob Fumi Eban sonst keine so ernsten Geschichten schreibt. Daher ruht wahrscheinlich auch der etwas später erschienene dritte Band von “Blue Friends”. Die dort veröffentlichte Geschichte hat nichts mehr mit Ayumu und Misuzu zu tuen. Sie ist nicht so ernst wie die erste Story und beinhaltet zudem zwei ganz andere Protagonistinnen, welche durch ihr Verhalten immer wieder einen Schmunzler beim Leser heraus locken.

Doch auch wenn Geschichten wie die von Ayumu und Misuzu nicht das Fachgebiet von Fumi Eban sind merkt man wie viel Herz sie in die Geschichte gesteckt hat. Damit meine ich nicht nur den Verlauf der Geschichte, sondern auch die wunderschönen Zeichnungen. Ein Manga lebt von seinen Zeichnungen, den der Text alleine schafft es meist nicht die Emotionen der Figuren alleine herüber zu bringen. Um so wichtiger sind diese daher auch für Geschichten wie “Blue Friend”.

Ob irgendwann noch ein vierter Band mit einer neuen Geschichte erscheinen wird ist nicht bekannt. Wundern würde es mich aber nicht, vorallem da Fumi Eban in einer Kolumne erwähnt das sie gerne eine Geschichte über eine der Figuren aus dem dritten Band schreiben möchte. Sollte dies irgendwann geschehen rechne ich erneut mit einen One Shot, wie Band 3.

Lange habe ich daher darüber nachgedacht warum Fumi Eban eine andere Geschichte unter dem selben Titel heraus gebracht hat. Dabei bin ich zu der Schlussfolgerung gekommen, dass sie wahrscheinlich den Lesern von Blue Friend zeigen wollte das sie auch andere Geschichten schreiben kann. Natürlich könnte der Grund auch ein anderer sein, bedenkt man die Ähnlichkeit der Protagonisten des dritten Bandes Ao mit Ayumu und Kanako mit Misuzu. Die Ähnlichkeit ruht jedoch nur auf der Optik nicht auf den Charakter der Figuren. Der dritte Band wirkt dadurch ein wenig wie eine Parallelwelt in der die Rollen vertauscht sind. Ao, welche zwar aussieht wie Ayumu ist hier eher die zurückhaltende Person. Sie ist eine einzelgängerin, welche durch ihre direkte Art nicht gut bei den anderen Mitschülern ankomment. Kanako dagegen ist ein sehr offener Mensch, der sich nichts lieber wünscht als Freunde zu finden. Dies führt dazu das einige der Mitschüler ihre liebenswerte naive Art für sich ausnutzen. 

Es ist wirklich irritierend wenn man die Geschichten kurz hinter einander weg liest, daher rate ich euch nehmt euch nach Band eins und zwei eine kleine Pause, bevor ihr euch den dritten Band zu Gemüte führt. Falls ihr nach meiner kleinen Review plant die Geschichte zu lesen.

Ich für meine Teil finde, dass Blue Friend eine schöne wenn auch traurige Geschichte ist mit der man dem Alltag gut entfliehen kann. Man vergisst seine Sorgen, wenn man Misuzu und Ayumu begleitet, dessen Sorgen mindestens genau so schwer wiegen. Blue Friends zeigt unverblümt wie das Leben mit einem spielen kann. Auch wenn die Geschichte immer wieder sehr traurige Passagen hat folgt danach ein Teil in denen es wieder rosig voran geht, die Freundschaft der zwei Protagonistinnen sich festigt und die Liebe sich entfaltet. Ein auf und ab der Gefühle, welches harmonisch auf einander abgestimmt ist.

Leider hat die Reihe nie die Aufmerksamkeit bekommen, welche sie meiner Meinung nach verdient hat. Daher bezeichne ich ihn immer gerne als Insider Tipp. Es ist zwar nicht der beste Romance/Slice of Life Manga den ich gelesen habe und doch empfehle ich ihn immer wieder gerne. Zumindest die ersten beiden Bände mit der Geschichte rund um Ayumu und Misuzu. Der dritte Band mit der One-Shot Story hat mich nicht wirklich umgehauen. Er ist zwar auch ganz unterhaltsam, vorallem da er mit wesentlich mehr Witz geschrieben ist, doch kommt er meiner Meinung nach qualitativ nicht an die Geschichte der ersten beiden Bände heran. Insgesamt möchte ich den Manga 8 von 10 Punkten geben. 


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Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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