Anime Review: Himouto! Umaru-chan Staffel 1

Himouto Umaru Chan

Das Internet ist voll von ihr: ein kleines blondes Mädchen in einem orangenen Hamster-Umhang. Die Rede ist von Umaru-Chan. Ich wollte der Frage gerne auf den Grund gehen, warum sie im Internet so weit verbreitet ist und habe mir deshalb die erste Staffel auf Crunchyroll angesehen. Dabei widme ich mich auch der Frage, ob ich den Hype um sie als gerechtfertigt erachte oder nicht.

Taihei hat eine kleine Schwester. Sie heißt Umaru und wirkt in der Öffentlichkeit wie die perfekte Oberschülerin. Sie ist hübsch, klug und wird von allen beneidet. Er kennt jedoch die Wahrheit hinter dieser Fassette: zu Hause angekommen wirft sie ihre Klamotten in der Gegend rum, hüpft in ihren orangenen Hamster-Umhang und widmet sich ihrer Leidenschaft: faul sein. Dabei liebt sie es den ganzen Tag Games zu zocken, Mangas zu lesen oder Animes zu gucken. Immer dabei: die Chipstüte und die Colaflasche.

    

Wir hatten vor einer gefühlten Ewigkeit schonmal die erste Folge von Himouto! Umaru-chan gesehen. Fuma hat es aber nicht gefallen und mir auch nicht so wirklich, weshalb wir nie weitergesehen hatten. Da ich aber vor kurzem wegen meinen Weisheitszähnen an die Couch gefesselt war, habe ich mir gedacht, dann kann ich den Anime endlich komplett gucken und schaue danach noch einmal, wie ich über ihn denke.

Was mir nicht so gut gefallen hatte war, dass Umaru wirklich ätzend zu ihrem Bruder ist. Sie ist für Fremde Personen wirklich ein Engel und versucht sich keine blöße zu geben. Ihrem Bruder gegenüber ist sie aber wirklich unfassbar frech. Solange rum zu heulen, bis er raus geht und ihre Shounen Jump holt ist in meinen Augen kein toller Charakterzug. Im Gegenteil, ich mag ihren Bruder sehr und finde es nicht okay, wie sie sich ihm gegenüber verhält. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, was in der ersten Staffel alles passieren soll. Nunja, das waren Gründe, wieso ich eigentlich nicht weiterschauen wollte. Jedoch ist der Anime so beliebt, dass ich ihm noch eine Chance geben wollte.

Und zum Glück ist der Anime soo viel mehr, als nur eine “nervige, faule kleine Schwester”. Im Enteffekt bin ich also sehr froh, ihm trotz der ersten Folge noch eine Chance gegeben zu haben. Umaru ist mit ihrer Art wirklich schon sehr nervig. Aber auf der anderen Seite muss ich ganz ehrlich zugeben: sie ist genau so, wie ich gerne wäre. Ganz ehrlich, wer würde nicht jede freie Minute zu Hause in Games, Anime und Manga reinstecken wollen? Kein Haushalt, kein Essen kochen aber sich immer was wünschen, sich quasi um nichts kümmern müssen und auf die Hobbys konzentrieren. In dem Sinne lebt Umaru genau das zu Hause aus und dafür kann ihr keiner einen Vorwurf machen.

Ihr Bruder mag sie ja trotz allem sehr gerne, das merkt man immer wieder. Was ich jedoch etwas schade fand, ist die Tatsache, dass man nicht wirklich erzählt bekommen hat, warum sie nun bei ihrem Bruder wohnt. Mir wurde auch nicht bewusst, ob sie selbst etwas zum Haushalt beiträgt, finanziell gesehen. In dem Anime kam es stark so rüber, als würde ihr Bruder jeden Tag hart arbeiten und viele Überstunden machen, um die beiden über die Runden zu bringen. Da frage ich mich doch, was mit ihren Eltern ist. Eine Klassenkameradin hat ja mal das Gerücht angesprochen, dass ihr Vater Chef einer großen Firma ist. Sofern ich nicht unwissend weggepennt bin, wurde zu den Themen nichts genaues gesagt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass das in der zweiten Staffel vielleicht thematisiert wird.

Die Pluspunkte von diesem Anime sind aber in meinen Augen vor allem die liebevollen Nebencharaktere. Es hat so unfassbar viel Spaß gemacht allen zuzusehen. Die Nachbarin Ebina ist unfassbar süß, ich würde sie so gerne knuddeln. Ich fand es immer toll, wenn sie dabei war. Es war vor allem auch witzig, wie wenig sie sich auskannte, man denke an die Szene im Familienrestaurant mit ihren Nudeln und der Muschelschüssel. Besondrs süß ist aber Umaru, wenn sie versucht, nicht in den Umaru-Chan Modus zu gehen, wenn sie dabei ist. Die Fassade muss ja gewahrt werden.

Kirie mag ich auch sehr gerne. Sie ist mega schüchtern, mehr noch als Ebina. Sie wächst aber im laufe der Folgen immer mehr und entwickelt sich weiter, umso besser sie die anderen kennen lernt. Es ist so knuffig, dass sie Umaru-Chan für ihren Meister hält und die Geschichte mit der Umaru Schwester tatsächlich glaubt. In dem Zusammenhang fand ich vor allem die Strand-Folge sehr witzig und unerwartet. Ich musste vor allem so dermaßen lachen, als raus kam, dass sie als Klassenkameradin von Umaru und der Arbeitskollege Motoba tatsächlich Bruder und Schwester sind! In dem Anime hat anscheinend fast jeder einen Bruder oder eine Schwester.

Apropos Bruder, da gibts ja noch die durchgeknallte Tachibana. Ich mag sie gerne, vor allem, wenn sie gerade was mit UMR unternimmt, der Videospiel-Identität von Umaru. Nahezu alle Szenen in der Spielhalle waren der absolute Wahnsinn, ich musste so viel lachen. Oder wie sie beim Tennisspielen abgegangen ist und ihre Trennwand städig zu sehen war, richtig gut gemacht.

Rückblickend muss ich zugeben, dass der Anime mehr ist, als ich anfangs dachte. Umaru lebt eben genau das aus, was jeder faule Mensch mit tollen Hobbys gerne ausleben würde. Ich freue mich für sie und sie hat wirklich Glück mit den Charakteren um sie herum. Allesamt wirklich zauberhaupte Menschen. Ich schaue vor allem den beiden Geschwistern Umaru und Taihei unheimlich gerne zu, wie sie quatsch machen oder streiten.

Es wäre jetzt nicht schlimm gewesen, wenn ich den Anime nicht geschaut hätte, aber ich bin letzendlich dennoch froh darüber. Ob ich den Hype um sie nun nachvollziehen kann weiß ich ehrlich gesagt nicht. Sie verkörpert halt viel von dem, was man selbst gerne wäre. Daher eignet sie sich vorzüglich für Gifs oder Memes und daher kommt eben auch ihr Bekanntheitsgrad. Empfehlen würde ich ihn, wenn man Comedy mag und das Setting vielversprechend erscheint. Von mir bekommt der Anime eine solide Bewertung von 7 von 10 Chipstüten.

Eure


Crunchyroll

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