Light Novel Review: So I’m a Spider, So What? Band 1

So I'm a Spider, So What?

In letzter Zeit habe ich eine unglaubliche Vorliebe zu Light Novel entwickelt. Nachdem ich dieses Jahr also schon mit No Game No Life 1 und Accel World Band 1 und Accel World Band 2 jeweils auch einen Beitrag hier verfasst habe, werden auch in Zukunft noch die ein oder andere Light Novel folgen. Auch heute will ich mich einer Light Novel widmen, deren Veröffentlichung ich schon seit Monaten erwartete.

Wer den Titel jetzt liest, wird sich sicherlich fragen, warum man den auf solch eine Light Novel wartet. Die meisten werden sicherlich aus Arachnophobie oder aufgrund von Vorurteilen gegenüber Spinnen den Beitrag vermutlich eh nie lesen. Was eigentlich unglaublich schade ist. Ich selbst bin Anfang des Jahres oder eher Ende letzten Jahres online über den Manga gestolpert. Ein Freund hatte mir ein paar Wochen zuvor bereits von der Light Novel erzählt und ich fand es damals so herrlich absurd. Als ich also zufällig den Manga entdeckte, musste ich einfach rein lesen. Seitdem verfolge ich den Manga auch fleißig ;).

Die Review zum 1. Band des Manga, der übrigens auch auf Englisch erscheinen wird, kommt bald auch noch, sobald ich ihn hier zu Hause stehen habe. Somit präsentiere ich euch heute die wundersame Geschichte des Mädchens das plötzlich verstarb und als Spinne in einer Neuen Welt wieder geboren wurde…

In einer fernen Welt will das Duell zwischen dem Legendären Helden und dem Dämonen Lord kein Ende nehmen. Während des Kampfes wird ein enormer Raum-Zeit Zauber abgefeuert und verirrt sich in ein gewisses Klassenzimmer. Dort explodiert er und reißt alle Anwesenden in den Tot. Doch dank göttlicher Fügung werden die Seelen der verstorbenen in eine andere Welt gerissen und dort Wiedergeboren.

Eine der Schülerinnen die von der Attacke getroffen wurde, bekam die Explosion nicht mal wirklich mit. Die durch gezockte Nacht in Kombination mit der extrem langweiligen Klassischen Japanisch Stunde verleitete sie dazu, ein Nickerchen zu halten. Als sie erwachte konnte sie nichts sehen und war nicht in der Lage zu sprechen. Vollkommene Finsternis hüllte sie ein. Als sie ihre Arme ausstreckte konnte sie eine Wand ertasten.

Mit aller Kraft kämpfte sie sich aus der Finsternis empor. Ihre Hand durchbrach die vermeintliche Wand und ein großer Riss bildete sich. Licht flutete ihr Sichtfeld. Mit aller Kraft befreite sie sich aus dem Gefängnis. Ein Blick in ihre Umgebung ließ ihr Schauer über den Rücken laufen. Soweit ihr Blickfeld reichte, war sie von riesigen Spinnen, Eierschalen und unausgebrüteten Eiern umgeben. Bisher hatte sie noch keine der anwesenden Spinnen bemerkt, waren sie doch viel zu sehr damit beschäftigt ihre Geschwister zu fressen.

Erst jetzt bemerkte sie, das ihr Gefängnis ebenfalls ein Ei war. Als nächstes lies sie den Blick an sich herab gleiten und musste feststellen, das auch sie eine Spinne war. Verwirrt und voller Panik als nächstes auf der Speisekarte ihrer vermeintlichen Geschwister zu landen ergriff sie die Flucht. Ein spannender Kampf um ihr Überleben beginnt…

   

Wer nach dem Inhalt vom Setting noch nicht abgeschreckt ist, der sollte sich eigentlich direkt den ersten Band bestellen. Und hiermit endet meine Review…. Spaß am Rande. Ja ich weiß, das Setting der Story könnte eigentlich nicht absurder sein…. Ein Mädel stirbt und wird in einer anderen Welt als Spinne wieder geboren. Ich versuche mir gar nicht erst vor zu stellen, wie hierzu wohl die Redaktionsmeeting´s aussahen.

Redakteur: „Hey lass doch mal von dem Standard Wiedergeburt Story´s etwas abweichen und lass deinen Charakter als Tier oder als Monster zurück kommen!“

Schreiber: „Glaubst du wirklich das will jemand lesen? Und wenn ja, als was für ein Tier? Ein Hund? Oder ne Katze?“

Redakteur: „Nein nichts so simples, hm… lass mich überlegen. Tiere sind zu normal, als Monster wäre gut. Aber auch nicht so was wie ein Slime. Das ist auch viel zu 08/15. Wie wäre es mit was ekligem, sowas wie einer Spinne!“

Schreiber: „Ne Spinne?! Echt jetzt? Kein Mensch mag Spinnen. Da kann ichs ja gleich sein lassen.“

Redakteur: „Ach was!! Glaub an das Unmögliche und um es noch etwas einzigartiger zu machen, nehmen wir ein Mädchen und keinen Jungen! Ich sag´s dir, das ist DIE Story des Jahrhunderts! Wenn nicht gar des Jahrtausends!!“

Schreiber: „Oh Mann…. Mir bleibt doch jetzt eh nichts anderes mehr übrig…“

So in der Art muss es wohl gewesen sein. Aber was soll ich sagen, es funktioniert. Ich glaube es ist (für mich) die bisher mit Abstand beste „Neue Welt/Andere Welt“ Story die ich bisher gesehen habe. Klar es gibt viele gute und mittelmäßige aber auch schlechte. Zu meinen aktuellen Favoriten gehören wohl „So I´m a Spider, so what?“, „Saga of Tanya the Evil“ und „In another World with my Smartphone“. Ich habe aber vor noch eine ganze Menge davon zu konsumieren und der Light Novel Markt macht mir das ja relativ einfach ;)

Aber ich will ja die LN bewerben und nicht so viel um den heißen Brei reden ^^ Wer oben genau gelesen hat, dem wird auch aufgefallen sein, dass ich sie extra nicht benannt habe. Das liegt aber keines wegs daran, das ich mich nicht erinnere oder es etwa verheimlichen will. Nur wird ihr Name nie so wirklich explizit genannt. MAL listet sie auch als „Kumoko“ ich glaube damit werde ich jetzt auch erst mal aushalten. Es ist aber an sich auch gar nicht nötig, das wir für sie einen Namen haben.

Denn wir dürfen ja nicht vergessen, sie ist ein Monster und die haben selten Namen. Wie aber auch oben bereits geschrieben, ist sie ja eine Spinne und die sind jetzt nicht so gesprächig. Hier kommt aber auch eine kleine Besonderheit der LN zur Geltung. Denn durch die Ich-Perspektive von Kumoko liest sich das Buch wie ein Tagebuch. Wir wissen und sehen an sich nur dass, was sie auch weiß, sieht, hört. Wer jetzt aber denkt, es könnte langweilig werden weil sie so schweigsam ist, der täuscht.

Sie ist ein Idiot. Ein riesiger Idiot. Ein liebenswerter Idiot, aber eben ein vollkommener Idiot. Sie unterhält uns das ganze Buch über herrlich mit Monologen. Plänen, Wünschen oder Ängsten. Ganz wie in einem Tagebuch, sind wir Mittendrin statt nur dabei. Und man, wird die schnell Übermütig und leichtsinnig. Kaum gelingt ihr was, neigt sie dazu sich in Sicherheit zu wiegen und wird unvorsichtig. Das macht sie aber unglaublich Sympathisch und ich muss sagen, seit der LN und dem Manga sehe ich Spinnen mit ganz anderen Augen.

Aber auch die Welt in die sie wieder geboren wurde, ist einfach nur cool. Es ist vom Grundaufbau eine 08/15 Fantasy Welt. Mit Monstern, Magie und Dungeons. Doch es ist keine normale Fantasy Welt. Um das ganze noch etwas cooler zu machen, ist die Welt wie in einem Videospiel. Einem Rollenspiel um genau zu sein. Jeder hat gewisse Werte, die durch Training und Erfahrungspunkte verbessert werden können. Durchs töten von Monstern wiederum kann man dann auch auf leveln.

Daneben gibt es natürlich auch eine Unzahl von Skills die man Lernen kann und natürlich auch unzählige Titel zu erringen. Jene Skills oder Fertigkeiten wiederum kann man durch wiederholte Anwendung auch hoch leveln um sie so ebenfalls zu stärken. Selbst verständlich kann man auch Skillpunkte ausgeben um diese Fähigkeiten zu Leveln oder gar neue zu ergattern.

Allerdings kann man auch „Glück“ haben und Skills so lernen. Man lernt sie beispielsweise wenn man sich verbrennt oder schneidet. Ist der Schaden groß genug erhält man den „Feuerresistent Lvl 1“- oder den „Schmerzresistenz Lvl 1“- Skill, oder aber levelt den bstehenden Skill auf. Allerdings kann man auch durch diverse Titel Skills bekommen. Ist ein Skill auf dem Maximal Level 10 kann er sich unter Umständen auch weiter entwickeln.

Aber ich gehe zu tief in die Materie. Ich denke ich habe jetzt aber einen Eindruck von dem echt coolen System abgegeben. Neben ihrer Storyline haben wir auch eine Hand voll Sonderkapitel. Kurze 3-10 Seiten Kapitel die Kumoko´s Kapitel unterbrechen. Die Hauptrolle dort nimmt ebenfalls ein wiedergeborener Schüler ein. Dieser hatte aber das Glück als Mensch geboren zu werden. Seine Kapitel finde ich sehr interessant, weil sie sich hin und wieder auch auf ihre Kapitel beziehen.

Bevor das ganze jetzt zu lang wird, will ich noch auf eine letzte Sache ein gehen. In vielen „Neue Welt/Andere Welt“ Geschichten sind die Hauptcharakter ja häufig relativ OP mache mehr, manche weniger. Auch Kumoko ist verhältnismäßig OP. So viele Spinnen, mit dem taktischen Verständnis eines Menschen gibt es in der Natur ja nun doch nicht. Allerdings muss ich hier gleichzeitig auch dazu sagen, dass sie keineswegs unbeschadet durch das Buch geht.

Durch ihre Leichtsinnigkeit gerät sie oft in unheimlich brenzlige Situationen, die auch mir als Leser alles ab verlangen. Zu spannend sind die Kämpfe und man hofft immer auf einen neuen Skill oder ein Level up dass sie stärker macht. Und doch schwebt das Damoklesschwert konstant über ihr. An jeder Ecke lauert der Tod und sie rennt munter drauf los.

In den ersten Bänden ist es immer unheimlich leicht darüber zu schwärmen. Nichts desto trotz, macht es mir I´m a Spider so unglaublich einfach. Die LN ist sooo gut, dass ich sie absolut jedem empfehlen will. Lest sie. Die Welt ist super. Kumoko ist super sympathisch und das Tagebuch Format macht das Lesen so einfach. Ich kann den 2. Band gar nicht abwarten. Wenn man mich also nach ner LN fragt, die ich empfehlen würde, wäre So I’m a Spider, So What? definitiv auf Platz 1!!

Euer


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1 Antwort

  1. hellspawn2501 sagt:

    Hmmmmm, in einen Punkt muß ich dir ja völlig widersprechen was die Light Novel angeht. Es ist nicht das die Story klasse ist und vor allem flüssig geschrieben. Ich les jetzt nicht so oft englische Bücher, aber eine andere Light Novel Reihe die ich konsumiere, liest sich um einiges sperriger, weshalb ich dachte es liegt an der Sprache, wohingegen sich hier ein sehr guter Lesefluss einstellt.
    Das Erfahrungssystem finde ich auch nicht übel. Etwas ungewohnt so etwas außerhalb von virtuellen Welten zu erleben, aber es gibt so wenigstens einen guten Blick auf die Kraftverhältnisse der Lebewesen in der Welt ab.
    Auch das man zwischen Kumokos und den Kapiteln des Prinzen hin und her switcht ist eine gute Erzählweise. Während Kumokos Kapitel sich mit dem überleben im Dungeon beschäftigen, erfährt man durch den Prinzen wie es um die Welt drumherum bestellt ist.
    Wo ich dir aber wiederspreche ist das Kumoko sich leichtsinnig benimmt oder übermütig. Ich finde für jemanden der so ins kalte Wasser geschmissen wurde wie sie, machen ihre Entscheidungen zum allergrößten Teil viel Sinn. Sie ist jemand der in einen Game unfreiwillig das Tutorial übersprungen hat und nun alles in Kleinstarbeit rausfinden muß. Das man dafür auch mal was riskieren muß ist da schon logisch.
    Aber wo ich dir wieder zustimme ist das der titel tatsächlich ohne Bedenken weiter empfohlen werden kann, wenn man nicht grad Angst vor Spinnen hat. Bin auch schon gespannt auf Band 2.

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