Manga Review: Rock – The clockwork world Band 1

The clockwork world

Als vor kurzem wieder Nachschub bei unserem Mangaladen ankam, viel mir auf dem Tisch mit Neuheiten sofort der Manga “Rock – The clockwork world” ins Auge. Das Cover ist wunderschön, sehr detailliert und sieht nach einem typischen Shounen aus. Aber ist es das auch tatsächlich? Dank Carlsen Manga konnte ich mir den Manga lesen und genauer ansehen, vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

The clockwork world

Wir befinden uns in der Stadt Ticktack im Lande Kotasu. Hier herrscht Spielzeugproduktionsverbot. Das gefällt vor allem Rock nicht, er ist eine mechanischen Puppe und stellt eigentlich Spielzeug her. Dank des Verbots muss er sich damit begnügen, Geräte zu reparieren. Durch ein Ereignis mit dem Uhrenturm der Stadt hat er endlich die Gelegenheit, zu zeigen was er kann und dabei Fragmente für sein Herz einzusammeln, in Form von starken Gefühlen von Menschen.

The clockwork world

    

Ich muss gestehen, dass ich anfangs skeptisch war, was den Manga betrifft. Lobend muss ich aber auf jeden Fall den tollen Zeichenstil erwähnen. Sehr Shounen typisch, nicht zu unübersichtlich und klar verständliche Linien. Gefällt mir sehr gut. Rock zieht zwar hier und da ein komisches Gesicht, gehört aber einfach zu seinem Charakter.

Die Charaktere an sich finde ich alle sehr toll. Rock ist super sympathisch und ob menschlich oder nicht, er hat Ziele und Wünsche und setzt diese auch durch. Nicht mal seine engsten Freunde in der Stadt wissen, dass er eigentlich ein Spielzeug ist. Dadurch, dass ein wichtiger Charakter durchdreht gerät allerdings alles etwas aus dem Gleichgewicht. Er entpuppt sich als jemand anderes. Rock muss die Bedrohung erst aufhalten, in dem er gegen ihn kämpft. Und dann geht es darum, Ersatzteile für den Uhrentum zu besorgen. Dazu muss Rock die Stadtmauern verlassen, was bisher eher selten vorkam.

Man merkt ihm schon an, dass er etwas weltfremd ist, dafür ist er aber wahnsinnig feinfühlig und versteht sehr schnell. Auf seiner kleinen Reise außerhalb des Dorfes lernt er Nana kennen. Er weckt in ihr ein starkes Gefühl der Entschlossenheit, wodurch er seinem Ziel ein Herz zu erhalten näher kommt.

Mir fällt es etwas schwer diese Review zu schreiben, da der Manga leider in meinen Augen ein Problem hat. In meinen Augen hat der Mangaka versucht zu viel hineinzustecken. Dadurch wirkt der Manga unheimlich wirr und in meinem Kopf ist ein durcheinander, wenn ich an den Manga denke. Das hier ist das zweite Werk vom Mangaka Hidekazu Gomi. Das ist wohl auch einer der Gründe, wieso der Manga nur drei Bände hat.

Die Story an sich und die Charaktere sind dem Genre Shounen wirklich äußerst treu und auf den Leib geschneidert. Jedoch erscheint es wirklich eher so, als ob der Mangaka zu viel in zu wenig Zeit rein quetschen. Alle Infos die er in den Manga reinbaut haben mich teilweise überfordert. Man bekommt zu Beginn nur kurz Zeit, um sich überhaupt in diese Welt hier einzufinden. Man lernt ein paar Charaktere kennen und schon beginnt die Action. Da hatte mir dann auch der Bezug zur Stadt gefehlt, als diese dann auch schon in Gefahr geriet. Und kaum kam man damit zu Recht, hat Rock auch schon die Stadt verlassen. Dann bekommt er plötzlich in einem Gasthaus eine Menge Informationen.

Da geht es dann um die Volljährigkeitszeremonie. Diese ist dazu da, dass die Anwärter bei ihrer Volljährigkeit ein Bisu fangen, um richtige Negar zu werden. Da Rock nicht weiß, was ein Negar ist, wird er aufgeklärt und erfährt auch direkt von den Kumoru, die Spielzeugkomponenten herstellen. Das waren mir ehrlich gesagt viel zu viele Informationen auf zu kleinem Raum, ich habe nahezu nichts verstanden und musste diese Passage mehrfach lesen.

The clockwork world

Mir gefällt das Setting sehr, die Story ist an und für sich auch sehr interessant. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und die Zeichnungen sind richtig schön! Es hapert hier in meinen Augen wirklich einfach an der Umsetzung. Das Setting ist eigentlich dafür ausgelegt, über einen langen Zeitraum zu unterhalten, da der Mangaka für seine Story aber nur drei Bände bekommen hat, muss er es halt irgendwie halbwegs sinnig reinpacken. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass man den Manga nicht lesen muss. Wenn man allerdings Shounen mag und mal eine unverbrauchte Story lesen möchte, der ist hier genau richtig. Daher freue ich mich auch schon auf die nächsten beiden Bände und hoffe auch, dass der Mangaka es in diesen Bänden besser hinbekommt, den Leser mehr an die Hand zu nehmen.

Eure


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