Film Review: Jumanji – Willkommen im Dschungel

Jumanji

Als ich irgendwann Mitte~Ende der 90er den ersten Jumanji Film mit Robin Williams sah, war ich hell auf begeistert. Ich erinnere mich noch jetzt daran wie die Trommelschläge mir gleichzeitig Angst machten und meine Neugier entfachten. Da ich zwar Regelmäßig mit meinen Großeltern Brettspiele spielte, hatte ich mir schon damals etwas mehr als nur „Mensch Ärger dich nicht“ bzw. das Leiter-Spiel gewünscht. Mit Jumanji solch ein anderes Spiel zu sehen, war damals ein Highlight.

Auch heute gehört der Film noch zu meinen Lieblings-Klassikern die ich immer wieder sehen kann. Da es mittlerweile ja zum Trend geworden ist, Fortsetzungen zu alten Blockbustern zu machen, bekam natürlich auch Jumanji eine spendiert. Während ich Online im Vorfeld viel Skepsis gelesen hatte, war ich eigentlich relativ guter Dinge… Der Film konnte wohl kaum schlechter werden als Zathura…

Da der Film nun schon eine Weile läuft, hatte ich ihn schon fast wieder abgeschrieben. Aber zum Glück war er diese Woche (also bis heute) der „Film der Woche“ im Cinestar und mein lieber Freund Chris hat noch mal gefragt. So sind wir also kurzer Hand heute ins Kino gegangen und ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt!

Als wir das Jumanji Spielbrett zum letzten mal gesehen hatten, hatten Alan und Sarah versucht es im Fluss für immer zu ertränken. Doch die Magie die Jumanji inne wohnt, war stärker als der Wunsch der beiden. Im letzten Shot des Filmes konnten wir sehen, das es erneut am Strand angespült wurde.

Dort wurde es dann im Jahr 1996 von einem Jungen aufgelesen, der es seinem Freund Alex mitbringt. Doch da dieser voll und ganz in seine Playstation 1 vertieft ist, hat er kein Interesse an alten Brettspielen. Jedoch wäre Jumanji nicht Jumanji, wenn es sich davon „besiegen“ lassen würde. Grünes Leuchten erfüllt mitten in der Nacht das Zimmer. Vom Trommelklang geweckt, findet Alex im inneren des Spieles ein Videospielmodul. Voller Neugier startet er das Spiel und verschwindet spurlos.

20 Jahre später müssen 4 Schüler, als Aufgabe ihres Nachsitzens, einen Klassenraum aufräumen, der im Laufe der Zeit zu einer Art Lager verkommen ist. Dort entdecken sie auch die Konsole von Alex, in der sich immer noch Jumanji befindet. Da keiner wirklich Lust zum aufräumen hat, wählen sich die vier jeweils einen Charakter aus und beginnen das Spiel. Als sie das Spiel Starten, werden sie plötzlich hinein gesaugt und finden sich in Form ihrer Avatare wieder. Ein Spiel auf Leben und Tod beginnt….

   

Wie in meiner Einleitung erwähnt, hatte der Film schon vorab unheimlich viel Skepsis erweckt. Das der Film dann auch nur mit gemischten Bewertungen aufgenommen wurde, hilft ihm auch nicht gerade. Das Ergebnis davon dürfte wohl die traurige Wahrheit sein, dass der Film wohl leider Vorurteils-bedingt, von viel zu wenig Leuten gesehen wird. Was gerade anhand der „Star“-Besetzung eigentlich echt traurig ist. Mit Dwayn „The Rock“ Johnson, Jack Black und Karen Gillan in den Hauptrollen kann doch eigentlich nichts schief gehen, oder?

Bekanntlich macht die Besetzung aber noch lange keinen guten Film aus. Es gab schon andere hochtrabende Filme mit Star-Besetzung die nichts waren. Gerade hier, finde ich aber das der Charme der Schauspieler den Charakteren definitiv noch mal unter die Arme greift. Ich meine wer will nicht einen Dwayn Johnson „Ich bin ein Nerd“ brüllen hören? XD Herrlich sag ich da nur, herrlich!

Was wohl vorweg noch mal zu sagen ist, sollte man den Film nicht unbedingt an seinen Trailern messen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass der Film hier ein wenig zu sehr als „Michael Bay´s Jumanji“ verkauft wird. Denn das ist er definitiv nicht! Er ist und hat so viel mehr zu bieten. Wie auch schon der erste Film, ist er ein gelungener Mix aus Action und Comedy. Das ganze wird dann noch garniert mit einer ordentlichen Portion Charakter Entwicklung.

Dabei hat die Übertragung in die Moderne hervorragend funktioniert. Dabei meine ich nicht nur der Wechsel vom Brettspiel zum Computerspiel. Auch der Humor und die Anspielungen sind Top modern. Zum Beispiel Bethany, deren Avatar von Jack Black gespielt wird. Als sie dann zwangsläufig pinkeln muss, ist sie absolut begeistert von ihrem männlichen Geschlechtsteil und will es bei Instagramm teilen, weil es eben so praktisch ist.

Mir hat aber der ganze Humor hier super gefallen. Sie haben sich natürlich auch die Vorteile von Videospielen zu nutzen gemacht. So hatten die 4 Schüler je 3 Leben. Damit konnten sie sowohl einen Sinn für Gefahr schaffen, wie auch ihre Charaktere mal sterben lassen. Oder es einfach für einen Scherz nutzen. Ich sag da nur Kuchen…. XD Das werdet ihr verstehen wenn ihr den Film gesehen habt.

Selbst verständlich durfte auch hier eine kleine Hommage an Robin Williams nicht fehlen. Denn wie auch sein Charakter Allen damals in Jumanji gestrandet war, ist auch dieses mal wieder jemand gestrandet. Bei Alex handelt es sich um jenen Jungen der Jumanji 1996 dazu gebracht hat zu „transformieren“. Die Hommage besteht letztendlich darin, das sich Alex während seiner „Gefangenschaft“ in Allens Hütte Einquartiert hatte.

Das einzige was mir hier eigentlich gefehlt hat, war der Jäger aus dem ersten Teil. Gerade er wäre meiner Meinung nach das perfekte Bindeglied gewesen. Aber für ihn gab es in Form von Russel Van Pelt ja einen gelungenen Ersatz. Wobei er meiner Meinung nach schon fast etwas zu OP war. Das ist aber Meckern auf ganz hohem Niveau.

    

Wow, ich hätte nicht gedacht, dass der Film so gut wird. Bei solchen Sequels – vor allem, wenn sie erst Jahre später kommen – ist wohl automatisch eine gewisse Skepsis vorhanden. Genauso darf man aber auch nicht vergessen, dass der Druck für das gesamte Team dadurch sowieso größer ist, als bei einer komplett neuen Story. Und ich muss ehrlich sagen, dem Film hat es nicht geschadet. Im Gegenteil. Ich hatte Null Erwartungen und wurde regelrecht geplättet von diesem Film.

Der Humor ist wirklich göttlich, ich musste so oft so herzlich lachen. Dazu war der Film eine wunderbare Unterhaltung. Die Schauspieler haben wirklich ihr Bestes gegeben. Nicht viele Schauspieler können ein blondes Mädchen so gut verkörpern wie Jack Black. Und auch die neue Story mit dem Videospiel-Setting hat hervorragend zur Grundthematik von Jumanji gepasst.

Man hat sich hier durchaus sehr an dem Vorgänger orientiert und die besten Sachen daraus genommen und sehr geschickt in den Film mit eingebaut. Die Story und der Ablauf sind nahezu identisch mit dem vorherigen Film, jedoch behält es hier dennoch seine eigene Note. Die Mischung ist sehr gut gelungen und man merkt einfach, dass dies hier für viele ein Herzensprojekt war. Man spürt einfach die Mühe aller beteiligten, was wirklich ein tolles Gefühl ist.

Lachen musste ich viel, weinen musste ich auch kurz. Und mein Bauch tat zwischenzeitlich auch weh vom lachen. Dabei war keiner der Lacher wirklich erzwungen und es wurde genau mein Humor getroffen. Zudem ist der Film absolut Zeitgemäß, baut die moderne Technik und Videospiel-Anspielungen wunderbar ein und wirkt dabei überhaupt nicht deplatziert. Vielleicht etwas zu viel Sony Produktplatzierung, aber man bekommt die Produkte auch nie wirklich ins Gesicht gedrückt sondern eher im Hintergrund, weshalb das absolut okay war.

Was viele übrigens nicht wissen: dieser Film ist nicht das einzige Sequel von dem grandiosen Film Jumanji von 1995. Im Jahr 2005 kam schon einmal ein Film heraus, der den Arbeitstitel “Jumanji 2” trug, letzendlich aber als “Zathura – Ein Abenteuer im Weltraum” veröffentlicht wurde. Wenn ich mir jetzt die beiden Sequels angucke, war Zathura jetzt kein schlechter Film, aber kann so gar nicht mit dem Vorgänger mithalten. Willkommen im Dschungel hat was das angeht schon einen besseren Job gemacht und ist somit ein Sequel, dass der Originalfilm definitiv verdient hat.

Mit hat der Film absolut gefallen. Er wusste durchgängig zu unterhalten und hatte erstaunlicherweise auch keinen down Punkt. Ich bin gut gelaunt aus dem Kino spaziert und kann mit Überzeugung sagen, das dies das Sequel ist, das Jumanji verdient hat.

Jedem Fan des ersten Teils lege ich diesen nur wärmstens ans Herz. Denn er ist in allen Punkten eine würdige Fortsetzungen. Von mir gibt es hier für einen gelungenen Kino-Abend 9 von 10 Dschungelabenteuern.

Euer


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5 Antworten

  1. Shirisu sagt:

    Ich bin immer noch sehr zwiegespalten – ich mag den alten Film furchtbar gern und finde es schade, dass (zumindest im Trailer) so vieles so extrem ins “Lächerliche” gezogen wird – schwer zu beschreiben.. ^^°

    Nachdem wir uns damals Baywatch auf Prime angeguckt haben und ihn so gut wie gar nicht witzig fanden und einfach nur “verschwendete Zeit” dafür aufgebracht haben – nunja, da hab ich schon etwas bammel, dass es hier auf das selbe rauskommt.. ^^°

    Aber freut mich, dass sich das bei euch anders geäußert hat.. ^^

    • Fuma sagt:

      Wie schon in der Review geschrieben, ist der Humor keineswegs zu Übertrieben, der Film erinnert eigentlich recht stark an den alten Teil. Aber das könnte jetzt auch persönliches Empfinden sein… wer weiß?

      Naja…. Baywatch…. hattest du nach den Trailern wirklich noch irgend welche Erwartung an den Film?^^

      • Shirisu sagt:

        Ich hab halt nicht erwartet dass er SO schlecht ist XDD

        • hellspawn2501 sagt:

          Hey, der Trailer zu Baywatch war irgendwie besser als der zu Jumanji. Aber mir ging es wie Shirisu, das mich der Trailer zu Jumanji regelrecht abschreckte den zu sehen. Hab ich aber heut doch gemacht und falls Shirisu ihn noch nicht gesehen hat, kann auch ich eine Empfehlung aussprechen ihn zu sehen. Er ist vielleicht nicht mehr ganz so charmant wie der Orginalfilm, aber man wird doch bestens unterhalten. Langweilig wird es nie und ich finde das die “Avatare” sehr gut die Rollen der Kids weiter spielen. Beim Humor muß ich den beiden sogar etwas wiedersprechen. Er sorgte stets für Schmunzler bei mir, aber nicht das nur am Stück gelacht wird. Das verbuche ich jetzt aber nicht unbedingt als Nachteil, weil sonst statt dem Abenteuerfaktor der Comedyanteil zu sehr überwogen hätte.

          • Shirisu sagt:

            Hey hellspawn, danke für deinen Kommi dazu! :)
            Vielleicht muss ich dem dann doch mal eine Chance geben – denke aber dann eher auf Amazon Prime :D

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