Anime Movie Review: Detektiv Conan – 1. Film: Der tickende Wolkenkratzer

Detektiv Conan – 1. Film: Der tickende Wolkenkratzer

Wie die Meisten von euch wissen, versuchen wir mit unserem Blog immer euch möglichst hohe Qualität zu bieten. Dazu gehört in unseren Augen sowohl möglichst aktuelle Werke vorzustellen, genauso aber auch alte Werke. Daher haben wir uns überlegt, dass wir euch nach und nach Reviews zu den einzelnen Detektiv Conan Filmen präsentieren. Die Review zum 21. Film und die Review vom Detektiv Conan Special “Das verschwinden des Conan Edogawas” gibt es hier ja schon und die sollen immerhin nicht alleine bleiben. Wir hoffen, dass ihr diese Idee gut findet und freuen uns selbstverständlich auf Kommentare, ob ihr unsere Meinungen zu den Filmen teilen könnt oder sogar ganz anderer Meinung seid. Den Anfang mache ich mit dem ersten Detektiv Conan Film. 

Detektiv Conan 1. Film

Wer kennt die Geschichte des Oberschülers Shinichi Kudo nicht: er hat Männer in Schwarz in einem Vergnügungspark dabei beobachtet, wie sie einen verdächtigen Aktivität nachgegangen sind. Er wurde jedoch erwischt und ihm wurde ein mysteriöses Gift eingeflößt. Da das Gift noch in einem Versuchsstadium war hat es nicht den gewünschten Effekt gehabt: statt ihn zu töten wurde Shinichi geschrumpft und agiert seitdem unter dem Decknamen Conan Edogawa als Grundschüler und Detektiv.

In diesem Film geht es darum, dass Shinichi Kudo Post von dem Architekten Teiji Moriya bekommt. Da Shinichi aus bekannten Gründen nicht selbst hingehen kann, gehen dafür Kogoro, Ran und Conan zu der Party. Schnell wird klar, dass hier jemand ein böses Spiel mit Shinichi treiben möchte, indem der Täter überall in der Stadt Bomben verteilt und Rätsel aufgibt. Da das allein noch nicht genug ist, gerät sogar Ran in ernste Gefahr, weil sie sich in einem Wolkenkratzer mit Shinichi treffen möchte, in dem eine Bombe versteckt sein soll.

Detektiv Conan 1. Film

    

Da ist er, der erste Film von Detektiv Conan. Ich habe mich gefreut, ihn nochmal zu sehen. Leider weiß ich nicht mehr, das wievielte Mal ich ihn jetzt gesehen habe… aber definitiv zu oft und doch nicht oft genug! Der Film unterscheidet sich kaum vom Anime selbst. Aber das ist absolut in Ordnung. Es ist wie eine lange Detektiv Conan Folge mit Spannung, Rätsel und einer guten Packung Humor. Es scheint noch nicht all zu lange her zu sein, dass Shinichi verschwunden ist. Er bekommt einen Brief von dem Architekten Teiji Moriya mit einer Einladung. Anscheinend leert Agasa regelmäßig den Briefkasten der Kudos, die nehmen ihm wohnen. Zwischen der Fanpost an seinen Vater findet Conan dann den Brief. Da er natürlich nicht hingehen kann, bittet er mit der Stimme von Shinichi darum, dass Ran, Kogoro und Conan zu der Party gehen.

In dem Film spielt die Architektur eine große Rolle. Besonders die Symmetrie. Ich finde dieses Stilmittel unfassbar gut gelungen. Dies zieht sich nämlich durch den ganzen Film. Es gibt ja nun schon über 20 Filme, wobei man nicht bei jedem Detektiv Conan Film oder Fall mitraten kann. Manchmal bekommt man nicht alle Informationen, auf die auch Conan zurückgreift. Hier in diesem Fall kann man aber wunderbar mitraten, weshalb ich dazu auch nichts sagen werde.

Ein Unterschied im Gegensatz zu den meisten anderen Filmen gibt es hier kein Rätsel von Professor Agasa. Dafür gibt es aber ein Rätsel von Teiji Moriya, wobei man das wohl nur erraten kann, wenn man entsprechende Kenntnisse hat was Japan angeht. Es gibt hier im Film sogar am Anfang die Lösung eines Falls in einer Villa. Sogar zu diesem Vorfall wird im Film selbst bezug genommen. Daher kann man hier wirklich wunderbar auf Details und Kleinigkeiten achten. Und den meisten fällt das meiste wohl nicht beim ersten Mal ansehen auf. Das ist einer der Gründe, wieso ich finde, dass man den Film getrost mehrfach ansehen kann.

In dem Film wird mal wieder sehr klar, wie Vergesslich Shinichi bei Dingen ist, für die er keine brennende Leidenschaft aufbringt. So vergisst er es beispielsweise, dass alle Anrufe, die in seinem Haus eingehen, direkt an Professor Agasa weitergeleitet werden. Das hat sich eher angefühlt, als hätte man für das Publikum nochmal betont, jedoch ist das sehr unglücklich gelöst worden. Außerdem vergisst Shinichi seinen eigenen Geburtstag. Dafür erinnert er sich aber noch genau, dass Sherlock Holmes am 4. Mai mit Professor Moriarty den Reichenbach Wasserfall hinabgefallen ist. Da merkt man eben, dass er auf solche persönlichen Sachen wenig Wert legt. Aber so ist er halt.

In dem Film geht es außerdem heiß her, Shinichi hat es mit einem Bombenleger zu tun. Und was für einer. Er schreckt nicht davor zurück die Bomben dort zu platzieren, wo Passanten sind. Ein sehr gefährlicher Gegner, den man nicht unterschätzen sollte. Den Mittelteil des Films mit den Zügen fand ich persönlich am Besten. Megure erzählt auch noch von einem Fall, den Shinichi mit einem Bürgermeister in seiner Anwesenheit gelöst hatte. Fans kommen hier in dem Film auf ihre Kosten.

Außerdem finde ich ein besonderes Element in dem Film besonders schön: Die Legende des roten Fadens. Wenn ein Mann und eine Frau füreinander bestimmt sind, sind die seit ihrer Geburt durch einen roten Faden am kleinen Finger miteinander verbunden. So heißt es in einer Japanischen Legende mit chinesischen Wurzeln. In Japan ist diese Legende besonders beliebt und wird sehr gerne in Animes und Mangas verwendet. Daher werden viele Anime- und Manga-Fans diese Legende auch kennen. Das Element wurde in Geschichten wie Ranma 1/2, Sailor Moon, Inu Yasha Naruto und sogar Your Name verwendet.

Detektiv Conan 1. Film

Der Film ist gut. Für den ersten Detektiv Conan Film ist es absolut in Ordnung, weil die Qualität dieselbe ist, wie in der Detektiv Conan Serie zu diesem Zeitpunkt. Wir haben die DVD angesehen und ich muss schon sagen, dass die Qualität nicht sehr gut ist. Die Bildqualität war damals eben noch schlechter im Gegensatz zu heute. Das darf man dabei nicht vergessen und man sollte den Film deshalb nicht abweisen. Was man jedoch kritisieren kann ist, dass sich der Film anfühlt wie eine lange Conan Folge, aber nicht wie ein Film. Es fehlt das Besondere, dass Kinofilme an sich haben. Das war in meinen Augen bei den ersten Filmen tatsächlich ein Problem, bei den späteren Filmen hat sich das geändert.

Aber abgesehen davon ist der Film für Fans ein absolutes Muss. Eine tolle Geschichte, schöne Spannung und der altbekannte Detektiv Conan Humor. Die deutsche Synchronisation ist wie immer 1A. Wir haben die DVD mit eigenem Schuber, bei der auch ein Booklet dabei ist. Bei Anime Filmen ist es selten, dass so tolle Booklets dabei sind. Man bekommt hier auf 15 Seiten die Story und Anfänge von Detektiv Conan noch einmal erklärt, sowie alle Charaktere. Besonders für Neueinsteiger ist das wirklich eine schöne Sache. Außerdem gibt es noch 2 Seiten mit “Zusätzliche Infos zu japanischen Besonderheiten”. Dort werden fünf Begrifflichkeiten innerhalb des Films erklärt, die in Japan sehr bekannt sind, außerhalb jedoch kaum. Diesen Zusatz finde ich echt toll und wurde mit viel Mühe gemacht. Sowas mag ich! Von mir bekommt der Film 7 von 10 Bomben.

Eure


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1 Antwort

  1. Shirisu sagt:

    Der Film ist schon etwas länger her bei mir, aber ich mochte ihn recht gern :D

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