Film Review: Greatest Showman

Greatest Showman

Obwohl mich die gefühlt ewige Wartezeit vor den einzelnen Filmen meist sehr nervt, sind die Trailer ab und zu doch ein kleiner Lichtblick. Denn hier entdeckt man hier und da auch mal einen Trailer den man ansonsten vielleicht nie gesehen hätte. So verhielt es sich auch mit The Greatest Showman. Denn ehrlich gesagt, habe ich von dem Film nichts mit bekommen, bis ich während Mord im Orient Express, zum ersten Mal den Trailer sah.

Auch wenn der Trailer nicht gerade darauf hinwies das es sich um ein Musical handelt, so wusste ich doch, das ich ihn unbedingt sehen will. Erst unmittelbar vor dem Film wurde mir von meinem besten Freund Chris gesagt, dass es sich dabei um ein Musical handelt. Nicht das mich das von irgend etwas abgehalten hätte. Denn ich mag Musicals bei vielen Serien gehört die notorische Musical Folge zu meinen Favoriten (z.B. Buffy oder Scrubs).

Das einzige Problem, dass ich nach dieser Info im Kopf hatte, war das mein Freund und Auszubildender Till der mit im Film war, diesen eventuell nicht mögen könnte. Das ganze wurde dann noch schlimmer als quasi der komplette Anfang nur auf Gesang bestand. Da ich den Film aber unglaublich genoss, muss ich gestehen, dass mir das nach kurzer Zeit ziemlich egal war. Somit also viel Spaß mit meiner Review…

Greatest Showman

© 2017 Twentieth Century Fox

P.T. Barnum wuchs als Sohn eines armen Schneiders auf. Bei einem wohlhabenden Auftraggeber seines Vaters, lernt er dessen Tochter Charity kennen. Die beiden Kinder verlieben sich, sehr zum Verdruss des Vaters, ineinander. Um dies zu unterbinden, schickt der Vater Charity auf ein Mädcheninternat. Die beiden bleiben durch fleißiges Briefe schreiben im Kontakt.

Doch als P.T.´s Vater stirbt, endet er ohne jegliche Perspektive und Alternative als Straßenkind. Da der Junge sich mit diesem Leben aber nicht zufrieden geben will, ergreift er die Chance und beginnt eine mehrjährige Beschäftigung, als Schienenbauer für die Zuggesellschaft.

P.T. Kehrt als gemachter Mann zurück in das Haus von Charity. Dort überlässt ihr Vater sie nur unter Protest dem Schneider-Sohn. Schwört ihm allerdings, das die Tochter ohnehin nicht glücklich wird und irgendwann heim kehrt. Aber das Pärchen lässt sich von diesen Worten nicht unter kriegen und bringt schon bald 2 Kinder zur Welt.

Um seine Familie zu ernähren, verdient Barnum sein Geld als Buchhalter. Bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem die Schiffe seiner Firma im Indischen Ozean versinken und selbige somit Bankrott ist. Erneut steht er etwas perspektivlos auf der Straße. Als er durch die Stadt schlendert, entdeckt er das geschlossene Amerikanische Museum für Kuriositäten. Ein Hort gefüllt mit Wachsfiguren und anderen Kuriositäten.

Einem Geistesblitz folgend, nimmt er einen Kredit auf und restauriert das Museum. Doch um noch besser davon leben zu können, beschließt er sein Programm aus zu bauen. Er heuert eine Vielzahl von ungewöhnlichen Menschen an, die ansonsten von der Gesellschaft verstoßen wurden. Er bietet ihnen ein Zuhause und erschafft ein Showprogramm, das dank grandioser Mundpropaganda schnell erfolgreich wird. Doch die „Freak Show“ findet auch schnell ihre Gegenbewegung. Nun liegt es an P.T. Auch dem letzten Ungläubigen zu beweisen, das Unterhaltung keinen Regeln unterliegt.

Greatest Showman

© 2017 Twentieth Century Fox

   

Wie oben schon geschrieben bin ich ein Fan von Musicals … sofern sie gut sind und am besten noch eine halbwegs interessante Story erzählen. Selbst verständlich habe ich auch Highschool Musical und Camp Rock gesehen. Dass das ganze dann natürlich noch mit Hugh Jackman in der Hauptrolle ist, gibt dem Film noch weitere Pluspunkte. Ich weiß zwar das er auch bereits in Les Miserable gespielt und gesungen hatte, war aber dennoch erstaunt das er so gut singen kann.

Letzteren Film werde ich auch erst beim verlieren einer Wette ansehen. Französische Revolution ist jetzt nicht Grad so mein Favorisiertes Thema, welches ich gesungen hören möchte.

Dafür ist dieser Film bereits von der ersten Minute ein absoluter Gute-Laune-Film. Ich weiß schon jetzt, dass es wohl nicht das letzte mal wahr, das ich ihn gesehen habe. Die Lieder sind echt super und vor allem, ganz schöne Ohrwürmer. Ich glaube am ehesten kann man denn Film hier als moderne Ikarus Parabel bezeichnen. Aber darauf gehe ich gleich noch mal ein.

Denn gerade am Anfang spaßten Chris und Ich ein wenig über den Song „A Million Dreams“ der gerade am Anfang sehr dominant war. Ich denke hier kann man schon fast ein Trinkspiel draus machen xD Aber das würde sich lediglich zu beginn lohnen, danach wird es gemischter. Ich hatte persönlich aber auch das Gefühl, das viele der Lieder deutlich natürlicher Teil des Storyflusses waren, als es mir damals bei High School Musical vorkam.

Die Lieder waren aber auch ein grandioser Höhepunkt, sodass ich bei einigen auch wirkliche Gänsehaut hatte. Vor allem natürlich der Song, der von Loren Allred gesungen wird „Never Enough“. Ich muss gestehen, dass ich mich da etwas wie Hugh Jackman´s Charakter P.T. Barnum gefühlt habe.

Aber auch andere Lieder sind grandios wie etwa „The Other Side“. Allein diese grandiose Choreographie, vor allem von dem Kellner. Dazu kommt natürlich auch das Preis gekrönte „This is Me“. Da gerade dieses Lied auch die Essenz des Filmes mit verkörpert. Lediglich das Duett von Zac Efron und Zendaya hat mir so gar nicht gefallen. Somit musste ich einfach zwangsläufig den halben Film über grinsen.

Kommen wir also wieder ein wenig zurück zu meinem vorherigen Aussage, das der Film eine moderne Ikarus Parabel. Denn den Trailer Cuttern muss ich hier ein großes Lob aussprechen. Der Trailer lässt den Film eigentlich in eine ganz andere Richtung gehen und somit war ich tatsächlich überrascht im Kino.

Denn unser Lieber Träumer Barnum ist in diesem Film der Ikarus. Seine Idee mit dem „Abschaum“ der Gesellschaft eine Familie zu schaffen und Geld zu machen ist grandios. Eine Win-Win Situation für alle Seiten. Dazu eigentlich auch noch eine kleine Sozialkritik, dass es grundsätzlich egal ist, wer oder was du bist, solange du deinen Platz gefunden hast. Somit ist der Fall des Visionärs der seine eigenen Worte verleumdet umso schlimmer. Aber ich will hier nicht weiter Spoilern.

Abschließend bleibt wohl nur zu sagen, dass der Film gerade mit jener Sozialkritik eigentlich sogar relativ mutig ist. Ja es gibt andere Filme und auch Musical´s die das bereits gemacht haben. Ich persönlich finde aber das Greatest Showman hier einen besseren Job macht.

Nehmen wir das oben genannte High School Musical als Beispiel. Es geht zwar auch darum das es egal ist Wer oder Was du bist. Allerdings finde ich, geht es mehr darum das Außenseiter oder uncoole Kid´s auch Cool sein oder dazu gehören können. Hier geht es wie gesagt mehr darum seinen Platz in der Welt zu finden und Leute die dich akzeptieren so wie du bist.

Greatest Showman

© 2017 Twentieth Century Fox

    

Ich bin hin und weg. Dieser Film hat mich entführt, entführt in eine andere Welt. Eine Welt voller Gefühle und Musik. Dieser Film hat es geschafft, mich davon zu überzeugen, ihn zu lieben. Das können nur wenige Filme in diesem Ausmaß und das hat mich positiv überrascht. So oft habe ich mich beim ansehen selbst erwischt, wie ich vor Freude gelacht habe ohne es zu merken. Und genau das meine ich mit entführt.

Noch dazu gibt es hier eine wundervolle und mitreißende Story und Charaktere die von sich aus Strahlen. Dazu noch diese atemberaubenden Songs! Ich höre sie seit dem Film so oft, immer und immer wieder. Und sie werden nicht langweilig – im Gegenteil. Sie werden mit der Zeit besser habe ich das Gefühl, weil man immer vertrauter mit dem Text und der Musik wird. Ist ein sehr schönes Erlebnis. Der Film hat mich so glücklich gemacht, dass ich ihn unbedingt wieder ansehen möchte.

Ganz große Empfehlung für Musical Fans! Aber auch für Liebhaber von Filmen mit viel Gefühl, die zum lachen und weinen einladen. Ich habe selten so viel Gänsehaut und Tränen der Rührung in einem Film gehabt. Ganz großes Kino!

Greatest Showman

© 2017 Twentieth Century Fox

Somit gibt es eigentlich auch sehr wenig, dass ich selbst an dem Film zu bemängeln habe. Ich wurde grandios unterhalten und hatte meinen Spaß. Wer also Musical´s mag, sollte sich den Film definitiv ansehen. Er bietet aber auch eine Super Story und grandiose Gefühle. Ich kann the Greatest Showman also nur wärmstens Empfehlen und er bekommt von mir 9 von 10 grandiosen Showprogrammen.

Euer


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1 Antwort

  1. hellspawn2501 sagt:

    Nur mit sehr viel Glück und völlig außer Atem (“Danke” dafür an die REVG und Deutsche Bahn, die wohl noch nie was von Fahrplänemn hörten) bin ich heute noch in die Vorstellung gekommen. Hat sich das Abhetzen gelohnt? Definitiv!
    Es ist etwas passiert, was wirklich nur sehr sehr selten vorkommt. Ich bemerkte gar nicht das schon 105 Minuten vorbei waren. Selbst bei sehr guten Filmen, behalte ich oft mein Zeitgefühl einigermaßen, aber Greatest Showman hat mich mit seinen Musicaleinlagen und der ansprechenden Optik in eben diesen, so sehr in den Bann gezogen, das ich mich wunderte plötzlich am Ende des Filmes angelangt zu sein, obwohl gefühlsmäßig höchstens knapp über eine Stunde verging. Das der film einen so in seinen Bann schlägt will schon was heißen.
    Dem Vergleich mit der modernen Ikarussaga kann ich übrigens nur zustimmen. Und ja, auch ich wurde vom trailer getäuscht. Aber auch von der Handlung bezüglich der Richtung in der sich die Story letztendlich entwickeln würde. Beide Male aber im positiven Sinne. Das soll also jetzt keine Kritik sein.
    Wie schon gesagt, waren die Songs einfach so mitreissend das man alles um sich herum vergaß. Allein “A million dreams” hat das Zeug zum zweiten “Let it go” zu werden. Interessant war, das da wirklich kein Song bei war, der mir musikalisch nicht gefiel. Und das obwohl mein Musikgeschmack in eine sonst ganz andere Richtung geht. Und dazu die perfekte Coreografie in den Musicalszenen. Allein schon dafür wird der Film sich später auf BD oder Amazon Video geholt.
    Kann mich den beiden nur anschliessen, wer Musicals mag, der sollte definitiv reingehen. Und wer wenig Berührungspunkte mit eben jenen hatte, dem bietet sich hier die perfekte Chance sich von Musicals überzeugen zu lassen.

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