Manga Review: Real Account Band 1

Real Account

Da ist der Manga endlich – Real Account Band 1. Er ist seit dem 11. Januar 2018 im Handel und erschienen bei Tokyopop. Ich habe mich bereits sehr auf den Manga gefreut. Vor ziemlich genau 4 Jahren ist der Manga in Japan erschienen und ich habe in die ersten paar Kapitel bereits vor einiger Zeit reingeschnuppert. Obwohl ich auch gerne mal englische Mangas lese, finde ich es doch wesentlich angenehmer, auf Deutsch zu lesen. Meine Hoffnung wurde nicht enttäuscht, ich bin froh über die Veröffentlichung in Deutschland. In Japan sind bereits 18 Bände des Mangas erschienen und er läuft immernoch. Scheint also gut zu laufen. Ob ich dieser Aussage zustimmen kann, könnt ihr hier nachlesen.

Der Oberschüler Ataru Kashiwagi ist ein ganz normaler Junge. Auf der sozialen Plattform Real Account (vergleichbar mit Twitter) tauscht sich gerne mit seinen vielen Freunden aus. Jedoch nur im Netzwerk und nicht im realen Leben. Eines Tages wird er jedoch zusammen mit 10.000 weiteren Usern in das Netzwerk hineingesaugt und diese virtuelle Welt wird nun zu ihrer Realität. Es werden Spiele gespielt, jedoch enden diese mit einem waschechten “Game Over”. Wer verliert stirbt und mit demjenigen alle seine Follower. Wie soll Ataru das nur überstehen und werden seine Follower zu ihm halten?

Real Account

    

Also ich persönlich kann mich mit Ataru recht gut identifizieren. Er ist ebenfalls bei Real Account, einem Social Media Netzwerk in Japan, angemeldet. Seine Klassenkameraden sollen das aber nicht wissen. Er hat keine Freunde im sogenannten Real Life, dafür aber Tausende im Netzwerk. Er kommuniziert mit vielen von ihnen und bezeichnet sie als seine Freunde. In der Realität ist allerdings der einzige wichtige Kontakt seine Schwester. Er isst jeden Abend mit ihr zusammen, seitdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Real Account ist das Produkt daraus, dass es mittlerweile zu viele verschiedene Social Network Services gab. Sie wurden alle zu RA. Hier kann man zugreifen auf sein Profil, Twiit (Hommage an Twitter), seinen eigenen Blog und eingehende Nachrichten, sowie Spiele spielen und einen Community Bereich gibt es auch.

Eines Tages kommt ein unvorhergesehenes Ereignis: der Geist von 10.000 Real Account Nutzern wurde in das Netzwerk gesaugt. Ihre Körper bleiben komatös in der Realität. Während Atarus Schwester Yuri völlig aufgelöst ist muss Ataru mit ansehen, wie sich das Maskottchen Mable vorstellt und direkt auch schon sein erstes Opfer präsentiert. Um zu zeigen, wie ernst die Situation ist und, dass es hier um Leben und Tod geht, beendet er das Leben einer der User, während alle mit ansehen müssen, wie nicht nur sein virtueller Körper blutüberströhmt wird, sondern auch sein Realer Körper außerhalb von Real Account.

Das war aber noch nicht alles, was Mable verrät. Der getötete User hatte 520 Follower. Diese sind mit seinem Tod ebenfalls gestorben. Nach dieser eindrucksvollen Demonstration teilt er allen Teilnehmern mit, dass alles was in Real Account geschieht an die Außenwelt in Echtzeit übertragen wird. Er verrät außerdem , dass alle 10.000 Personen hier aus bestimmten Gründen und bestimmten Anlässen versammelt sind. Ohne Umschweife startet Mable auch schon das erste Spiel. Ein Real-Follwer-Check. Innerhalb von 3 Minuten haben alle Nutzer in Japan die Möglichkeit, den Teilnehmenden Spielern zu entfolgen. Unter den Umständen, dass man als Follower ebenfalls stirbt, wenn der User stirbt, kann man sich das Ergebnis schon denken.

So viel zum äußerst blutigen ersten Kapitel von Real Account. Mehr möchte ich auch gar nicht großartig verraten. Es ist schöner, die Ereignisse selbst zu verfolgen. Bei wem jedoch dieser Anfang Interesse geweckt hat, sollte sich ernsthaft überlegen den Manga zu kaufen. Ich persönlich bin wirklich glücklich über die Veröffentlichung in Deutschland. Tokyopop hat sich bei der Aufmachung große Mühe gegeben. Im ersten Band ist in der Erstauflage sogar ein Sticker dabei. Er sieht genau so aus, wie auf dem Handy, das Ataru auf  dem Cover von Band 1 zeigt. Auf jeden Fall ein cooles und passendes Gimmick. Auch bei der Übersetzung hat sich Tokyopop große Mühe gegeben. Selbst die kleinsten Sprechblasen werden übersetzt und erklärt.

Real Account

Ich persönlich bin auch äußerst glücklich, dass der Manga von Shizumu Watanabe gezeichnet wird. Ich liebe seine Zeichnungen sehr! In Deutschland ist neben Real Account bisher erst ein Manga von ihm erschienen, so weit ich weiß. Dabei handelt es sich um My Girlfriend is a Fiction, erschienen bei Egmont Manga und mit vier Bänden abgeschlossen. Den Manga mag ich ebenfalls sehr gerne und die Zeichnungen von dem Mann tragen stark dazu bei! Aber auch der Autor Okusho weiß, was er tut. Der Manga ist unfassbar spannend und beim Lesen habe ich einen angenehmen Nervenkitzel gespührt. Wer wird als nächstes sterben? Welches Spiel kommt in der nächsten Runde? Und wie geht es mit dem Cliffhanger aus Band 1 weiter? Fragen über Fragen.

Diese Art, wie der Manga die Genre Comedy, Drama, Horror und Shounen miteinander verbindet ist wirklich gut gemacht. Der Band konnte mich von vorne bis hinten in seinen Band ziehen und ich bin jetzt schon unheimlich gespannt auf die nächsten Bände. Die große Frage, die ich mir vor allem stelle: wie schaffen die zwei Männer es, aus der Story 18+ Bände zu machen? Ich wills wissen! Finde es auf jeden Fall richtig cool, dass die beiden schon so lange an einem Social Media Manga arbeiten und selbst auch Aktiv auf Social Media bzw. Twitter sind. Außerdem haben auch beide eigene Blogs und gerade der vom Zeichner ist unfassbar interessant, weil er auch Schritt für Schritt Zeichnungen seiner aktuellen Werke präsentiert. Finde ich richtig toll. Ist zwar alles auf Japanisch aber mit Übersetzern versteht man recht viel. Für Real Account wurde kürzlich sogar eine Live-Action Adaption angekündigt!

Der Manga konnte sowohl mich, als auch viele meiner Twitter Follower in seinen Bann ziehen. Bisher habe ich kaum Kritik über den Manga gelesen und bisher waren alle außer einen die ich kenne von dem Manga mindestens so begeistert wie ich. Gerade, wenn man selbst viel in Social Media unterwegs ist, kann man sich denke ich sehr gut in die Charakter hineinversetzen. Die drei Spiele bzw. Aufgaben des ersten Bandes haben mir jedenfalls sehr gut gefallen und ich hoffe auf noch mehr so gut durchdachte Storys. Außerdem finde ich auch die Charaktere ansprechend und man merkt schon, dass bisher noch viele Geheimnisse und Unklarheiten in der Luft liegen, die sich hoffentlich mit dem Voranschreiten der Story klären. Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Eindruck des ersten bandes und der Hintergründe von Real Account bieten.

Eure


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3 Antworten

  1. Hotaru sagt:

    Ich habe den Manga neulich auch erstmals gelesen und da ich “Play or die!”-Stories gerne mag, da sie zum Mitdenken einlädt, hat mir die Geschichte auch gut gefallen.

  2. weltwindblog sagt:

    Die Story erinnert mehr als nur ein bisschen an SAO. Ich werde ihn wohl nicht lesen, da ich noch genug ungelesene Mangas habe…

  3. paufisblog sagt:

    Schöner Beitrag, ich werde noch weiterlesen weil mich der Soziale Medien Ansatz interesiert und ich den Zeichner mag.

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