Manga Review: Innocent Gangster

Innocent Gangster

Vor ein paar Tagen, um genau zu sein am 01. Februar 2018, ist der Manga “Innocent Gangster” oder wie er im Original heißt “Gokudou Naive” bei Egmont Manga erschienen. Es handelt sich hierbei um einen Einzelband mit dem Genre Boys Love. Ich persönlich habe mit Boys Love bisher noch keinerlei Erfahrungen gemacht, wollte es aber trotzdem mal, probieren. Immerhin wird es schon seinen Grund haben, warum so viele Mädels und Frauen auf Boys Love abfahren, oder?

Ich kann den Grund auch nach diesem Band nicht verstehen, allerdings denke ich auch, dass es nicht der Beste Manga war, um mit dem Genre zu beginnen. Genau das wurde mir aber auch von jemandem schon bestätigt, die viel Boys Love liest. Das Genre ist nunmal wie Girls Love eher speziell für die entsprechende Zielgruppe gemacht und behandelt auch Themen, die in Romance Mangas selten auftauchen. Wenn man noch dazu wie ich sogar bei Romance Mangas sehr wählerisch ist, bleibt wohl nur, einfach mal auszuprobieren, ob der Manga einem zusagt. Warum das bei mir nicht der Fall war erfahrt ihr hier.

Ich bedanke mich an dieser Stelle sehr herzlich bei Egmont, dass ihr mir den Band als Rezensionsexemplar zu Verfügung gestellt habt, um mich mal in einen Bereich zu wagen, den ich bisher noch nicht betreten habe.

Der Manga beginnt mit dem Zitat “Je stärker und härter ein Mann auf den ersten Blick erscheint, desto sensibler und verletzlicher ist er in Wirklichkeit”. Es passt perfekt zum Hauptcharakter Takuma Kanzaki. Er ist ein waschechter Mafiagangster und unfassbar unbeholfen, wenn es um jemanden geht, in den er sich verknallt hat. Durch eine Schicksalhafte Begegnung fängt er an für einen Bento-Verkäufer Gefühle zu entwickeln. Aufgrund seiner Schüchternheit gesteht er es ihm aber nicht. Ob er sich jemals dazu durchringen kann?

    

Mir hat der Manga nicht gut gefallen. Woran genau es letztendlich lag ist fraglich, am schwächsten finde ich jedoch die Story und die Charaktere. Wenn es da bei einem Einzelband nicht funkt, muss man sich durch den Manga quälen. Leider war es hier der Fall. Zudem denke ich auch, dass ich einfach die falsche Zielgruppe bin. Es war ein Versuch, ob mir ein Manga gefällt, der vom Genre her nicht zu meinen Vorlieben passt.

Das war zum einen mein erster Boys Love Manga und zum anderen bin ich äußerst wählerisch bei Romance Mangas. Es war also fast schon zum Scheitern verurteilt, probieren wollte ich es aber dennoch gerne. Wenn man nicht ab und zu mal in andere Genre reinschnuppert, kann man ja auch den eigenen Horizont nicht erweitern! Ich habe mittlerweile auch einige Romance Mangas gefunden, die mir gefallen. Hätte ich die Mangas nicht ausprobiert, wären mir also einige schöne Geschichten durch die Lappen gegangen.

Ich gebe mir Mühe so ausführlich wie möglich zu erklären, was genau mir an dem Band nicht gefallen hat. Ich bin mir in erster Linie aber ziemlich sicher, dass Romance- & Boys-Love-Fans hier durchaus ihren Spaß dran haben werden. Viele schauen bei Mangas auf das Artwork, ob ihnen der Zeichenstil zusagt und entscheiden danach, ob sie sich einen Manga zulegen. Das mache ich auch ab und zu, weshalb mir auch dieser Manga ins Auge gesprungen ist. Die Zeichnungen an sich finde ich nämlich sehr schön. Jedoch konnte mich die Story zu keinem Zeitpunkt so richtig abholen.

Die Beschreibung des Mangas sagte zwar schon aus, dass der Yakuza-Gangster hier sehr unbeholfen ist wenn es um die Liebe geht. Diesen Fakt hat die Mangaka wunderbar eingebaut, der Typ ist wirklich ein Hoffnungsloser Fall. Er kann seinem Schwarm nicht einmal in die Augen sehen oder ihn berühren, ohne rot zu werden. Generell habe ich mit dieser Charaktereigenschaft kein Problem, hier hat es mich jedoch von Anfang an unheimlich genervt. Er hat sich vor einigen Jahren in den schmächtigen Bento-Laden-Besitzer Yuzuru Nishino verliebt. Seit einiger Zeit geht er täglich in den Bento-Laden und bestellt etwas. Er kann nicht mal sein Menü richtig bestellen, ohne stottern zu müssen. Für manch einen mag das eine süße Eigenschaft sein, mich hat es jedoch einfach genervt.

Was mich auch so genervt hat war die Schicksalhafte Begegnung der beiden und, dass man als Leser beim ersten Anblick der beiden gemerkt hat, dass es knistert. Und dann verbringt man 6 Kapitel in 194 Seiten damit den beiden zuzugucken, wie sie entweder aneinander vorbei reden oder durch diese oder jene Geschehnisse vergessen den anderen etwas wichtiges zu fragen. Dadurch hat es sich für mich einfach sehr stark danach angefühlt, als ob die Geschichte nur in kleinen Mini-Schritten vorwärts geht, das mag ich nunmal einfach nicht. Mir gehts dabei auch überhaupt nicht darum, dass die beiden Männer sind, damit hatte ich absolut kein Problem. Die Punkte hätten mich genauso auch bei zwei Mädchen oder einem Mädchen und einem Jungen genervt.

Die beiden Charaktere waren mir auch leider nicht sympatisch. Auch habe ich ihre Beweggründe nur sehr schwer verstehen können, was es für mich unterm Strich einfach schwer gemacht hat, der Geschichte zu folgen und ihnen zuzugucken. Auch die Actionreicheren Szenen mit den Yakuza haben mir kaum zugesagt, wobei das wohl eher am Rest der Story lag.

Wenn man keine Probleme mit den Punkten hat, die mir missfallen sind, dann ist der Manga ja vielleicht etwas für euch. Wenn einem die Geschichte gefällt ist es auch schön, dass er mit fast 200 Seiten sehr lang und ausführlich für einen One Shot ist. Ich weiß leider nicht mehr wie lange ich an dem Band gesessen hatte, aber im Gegensatz zu dem, was ich sonst so lese, war schon viel Text vorhanden. Als Romance Story war es einfach nicht die richtige Geschichte für mich, wer aber Yakuza und gegensätzliche Charaktere mag, der wird hier denke ich seine Freude haben.

Ich wünsche jedem der sich den Manga holt auf jeden Fall viel Spaß dabei herauszufinden, ob die beiden trotz Schwierigkeiten wegen der unterschiedlichen Herkunft und der verschiedenen Charaktereigenschaften zueinander finden. Jedoch solltet ihr bedenken, dass der Manga nicht ohne Grund in die Kategorie Erotik fällt und von Egmont als 18+ empfohlen wird. Was das betrifft waren allerdings nicht viele Seiten betroffen. Auf diesen hat sich die Mangaka zwar völlig ausgelebt, aber ansonsten steht die Gefühlsmäßige Beziehung der beiden Hauptcharaktere im Vordergrund.

Eure


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1 Antwort

  1. Shirisu sagt:

    BL ist so gaaaar nicht mein Ding – leider greif ich oft danach, weil das Cover (meist der Rücken) vielversprechend aussieht oder klingt und dann bäm, BL! xDD

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