Manga Review: Last Exit Love

Last Exit Love

Gestern ist der fünfte und somit letze Band von der aktuellsten Liebesgeschichte von Mayu Sakai in Deutschland erschienen. Mayu Sakai ist für mich meine Queen of Shojo, daher lese ich auch heute ihre Werke noch sehr gerne. Der Zeichenstil von ihr ist der absolute Hammer. Obwohl man gerade in diesem Werk merkt, dass ihr es nicht so gut liegt verschiedene Mädchen zu zeichnen. Der erste Band von Last Exit Love kam im November 2016. Mitte letzten Jahres habe ich die Neugierde auf das Werk dann nicht mehr unterdrücken können. Im Juni habe ich Band 1-3 gelesen und direkt bei Erscheinen im Oktober dann Band 4. Ich war jetzt doch sehr erleichtert, endlich Band 5 in den Händen zu halten und die Geschichte beendet zu wissen.

Last Exit Love

Subaru ist das kleine Küken in der Familie. Mit ihren jungen 15 Jahren ist sie die Jüngste in der Familie. Ihre beiden Brüder zeigen sich stehts von ihrer besten Seite und bemuttern Subaru ganz schön. Eigentlich reicht ihr das schon an Problemen mit Jungs und dann taucht auch noch dieser Arata in ihrem Leben auf. Er ist ein Unruhestifter und stehts der Mittelpunkt. In ihren Augen wirkt Arata wie ein Außerirdischer, aber was steckt wirklich hinter dieser stehts albernen Fassade?

Last Exit Love

    

Für mich war es völlig egal, worum es in dem Manga geht. Hauptsache was neues von Mayu Sakai! Seit 2015 hat sie sich diesem Werk, auf japanisch heißt der Manga “Kimi to Dake wa Koi ni Ochinai”, gewidmet. Seit Oktober 2017 wurde ihr neustes Werk in Japan veröffentlicht, dabei handelt es sich um “Ultramarin Reflection” bzw. “Gunjou Reflection”. Ohne jetzt gemein sein zu wollen würde ich mir aber wünschen, dass der Manga dann wieder besser wird als Last Exit Love. Der Manga war an und für sich nicht schlecht, allerdings gefiel mir die Thematik nicht so gut.

Allein von den Charakteren her haben sie mich nicht so gut überzeugen können wie z. B. bei ihrem Werk Sugar Soldier. Es wollte einfach nicht so recht Funken. Mayu Sakai ist zwar verdammt gut darin die Liebe zwischen Charakteren darzustellen, allerdings kamen bei mir in diesem Werk viel weniger Gefühle hoch als bei ihren Vorgängern. Das fand ich echt schade und hat mich dazu gebracht, dass ich mich gefühlmäßig nicht gänzlich dem Manga hingeben konnte. Dazu kommt dann natürlich auch noch die schwierige Thematik. Die Protagonistin Subaru sitzt sinnbildlich zwischen zwei Stühlen – auf der einen Seite ihr Klassenkamerad, für den sie keine Gefühle haben möchte und auf der anderen Seite ihre zwei überführsorglichen großen Brüder.

Wenn man den japanischen Titel des Mangas übersetzt, bedeutet es soviel wie “You’re the last one I fall in love with!”. Das steht ja auch auf jedem der deutschen Cover in kleiner, schwarzer Schrift drauf. Dennoch kann ich nachvollziehen, warum lieber ein kürzerer und griffigere Titel für die Veröffentlichung in Deutschland genommen wurde. Dennoch trifft der originale Titel den Nagel einfach auf den Kopf. Es ist nicht so schön jemandem dabei zuzusehen, wie sie versucht keine Gefühle zu entwickeln. Ich persönlich mag es lieber den Charakteren beim glücklich sein zuzugucken, statt mit ansehen zu müssen, wie sie sich von Band zu Band mehr und mehr quälen, weil immer mehr Gefühle mit ins Spiel kommen.

Last Exit Love

Ich fand es auch sehr schade, dass es wenig Charakterentwicklung in diesen Bänden gab. Die Story hat sich manchmal sehr stockend angefühlt, es waren keine großen Wendungen in Sicht und es plätscherte eher vor sich hin. Ein ruhiger Manga ist zwar auch ganz gut zum Lesen, dadurch lässt sich aber kaum Spannung aufbauen oder der Wunsch, dass man unbedingt jetzt sofort den nächsten Band lesen muss. Beim fünften Band kam bei mir auch leider kaum Vorfreude auf, weil ich mir dann doch irgendwie dachte “Okay, ein Band noch, das zieh ich durch”. Generell fand ich die Reihe also leider eher ernüchternd.

Die wunderbaren Zeichnungen von Mayu Sakai helfen einem aber dann doch sehr. Es ist nur etwas schwer, wenn, so wie in diesem Fall, die Hauptcharakterin genauso aussieht wie eine Klassenkameradin des eigenen Bruders. Vor allem in Band 5, wenn zwischen den Bänden etwas Zeit gelegen hat, fiel es mir sehr schwer, die beiden nicht miteinander zu verwechseln. Dasselbe problem hatte die Mangaka in meinen Augen schon bei Sugar Soldier, da sah Makoto ihrer Schwester auch unfassbar ähnlich. Klar, dort war es Story bedingt und hier auch, dennoch wären es schöner, wenn die Charaktere nicht so verdammt ähnlich aussehen würden.

Die schönste Botschaft des Mangas ist jedoch, dass man auch eine Familie sein kann, ohne, dass man miteinander Verwandt ist. Genauso können auch Freunde zur Familie werden, wenn man sich danach fühlt. Jedoch sollte man auch Rücksicht auf die Gefühle der anderen nehmen. Vom Grundgedanken her wurde das sehr gut in dem Manga umgesetzt.

Last Exit Love

Enttäuscht hat mich der Manga nicht, aber zufrieden gestellt hat er mich auch nicht. Ein Pluspunkt ist auf jeden Fall die Optik, die Minuspunkte häufen sich allerdings in Punkten wie den Charakteren, der Story und der eher stillstehenden Entwicklung von beidem. Trotz allem bin ich aber trotzdem froh, den Manga gelesen zu haben, Mayu Sakai ist bei mir einfach ein Pflichtprogramm. Daher würde ich den Manga eher jemandem empfehlen, der ihre Werke und ihren Zeichenstil sowieso schon mag. Als Einstiegsmanga für die Werke von Mayu Sakai empfehle ich aber dann doch lieber Sugar Soldier. Alles in allem bekommt der Manga von mir 5 von 10 Familienbande.

Eure


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2 Antworten

  1. Shirisu sagt:

    Ich mag Mayu Sakai eigentlich auch recht gern, wenn ich jetzt auch noch nicht so viele Manga von ihr hab ^^
    Bei dem hab ich auch länger überlegt, ob ich ihn mir mitnehme oder nicht hmm.
    Aber vielleicht besorg ich mir sonst erstmal anderen Lesestoff von ihr ;)
    (aktuell hab ich Merry Bad End & Rockin’ Heaven von ihr ^^)

  1. 23. März 2018

    […] der letzte Band der Reihe ist konnte ich einfach nicht widerstehen und habe auch direkt gestern die Review zu dem Manga dazu geschrieben. Bei Attack on Titan konnte ich auch nicht widerstehen. Ich stand vor der Frage, […]

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