Manga Review: Mob Psycho 100 Band 1

Mob Psycho 100

Nachdem ich zum ersten Mal durch One Punch Man in Kontakt mit dem Mangaka “One” gekommen bin, hat mich auch sehr interessiert, wie ich sein weiteres Werk Mob Psycho 100 finde. Wie man in meiner Review zu One Punch Man Band 1 und Band 2 nachlesen kann, war es ein schwerer Start und erst am Ende von Band 2 konnte der Manga so richtig Interesse bei mir wecken. Ich danke Carlsen Manga, dass sie uns den ersten Band von Mob Psycho 100 zur Verfügung gestellt haben, damit ich dieser Frage auf den Grund gehen konnte. 

Mob Psycho 100

Der Protagonist von Mob Psycho 100 heißt Shigeo Kageyama, wird von allen aber nur Mob genannt. Im Grunde ist er einfach nur ein seltsamer und schüchterner Teenager… Könnte man meinen, jedoch steckt noch viel mehr hinter ihm. Er hat nämlich übersinnliche Fähigkeiten. Ein Stadtbekannter Trickbetrü… ähh, natürlich Exorzist, macht sich die Fähigkeiten von Mob zu nutze. Er gaukelt ihm vor, dass er selbst ein mächtiger Exorzist ist und viel größere übernatürliche Kräfte hat als Mob. Deshalb überlässt er Mob nach eigener Aussage nur die “schwächeren” Geister und Erscheinungen. Mob merkt dabei nicht, wie er ausgenutzt wird und obendrauf bekommt er für seine Dienste als Praktikant nur eine lächerlichen Stundenlohn gezahlt. Eigentlich möchte er ja nur ein ganz normaler Schüler sein, jedoch passiert etwas schlimmes, wenn sein Emo-Meter die “100%” erreicht.

Mob Psycho 100

    

Carlsen Manga hat sich hierbei was lustiges überlegt. Es ist garantiert kein Zufall, dass jeder Band von Mob Psycho 100 genau 6,66€ kostet. Das stellt einen witzigen Bezug zum Manga her, weil es hier ja viel um Geister und Übernatürliches geht. Finde ich eine schöne Marketing-Strategie und hat mich schmunzeln lassen. Bisher sind zwei Bände von Mob Psycho 100 bei Carlsen Manga erschienen. Der dritte Band wird ab dem 20.03. im Handel stehen.

Die Geschichte des Mangas klingt erstmal nach nichts besonderem und sehr spartanisch. Der Mangaka setzt bei dieser Story auf Witz und Satire ohne eine tiefgründige Story. Ist absolut in Ordnung, hat nur leider nicht meinen Geschmack getroffen. Auch die Charaktere, allen voran Mob, sind mir in Band zu oberflächlich. Man erfährt zwar schon einiges über Mob, aber am Ende des Bandes ist er immer noch ein eher komischer und mysteriöser Teenager, über den man nur wenig erfahren hat. An und für sich passt das sehr gut zum Setting, alleridngs hat der Mangaka zwischendrin versucht Mob tiefgründigere Beweggründe im Bezug auf ein Mädchen zu geben, was ich dann wiederum als völlig deplatziert empfand.

Ich vertrete die Meinung, dass es nicht vom Zeichenstil abhängt, ob man gefallen an einem Manga finden kann oder nicht. Es hängt alles zusammen: Story, Charaktere, Artwork. Daher habe ich mich an diesen Manga herangetraut, obwohl mir der Zeichenstil nicht sehr gut gefällt. Es hat sich aber leider herausgestellt, dass mich der Zeichenstil wirklich so sehr stört, dass ich mich durch den Band durchquälen musste. Dazu kommt aber, dass mir weder die Charaktere zusagen, noch die Story an sich. 

Einige meiner Lieblingsmangas haben keinen soo tollen Zeichenstil, dafür aber eine herausragende Story. Hier fehlt mir einfach dieses gewisse etwas, dass mich über den Stil hinwegsehen lässt. Bei einigen Panels habe ich mich wirklich dabei ertappt, wie ich dachte, “ey, das kann sogar ich besser zeichnen” und ich kann wirklich nicht sehr gut zeichnen… Ich bin grad doch sehr froh, dass der Mangaka One nicht auch One Punch Man selbst gezeichnet hat bzw. für die Veröffentlichung als Mangas der Zeichner Yusuke Murata verantwortlich war. Manchmal konnte ich die Charaktere halt auch so gar nicht auseinanderhalten, weil sie so ähnlich gezeichnet wurden.

Mob Psycho 100

Ich werde den Manga noch nicht komplett abschreiben. Denn mein Interesse hat er irgendwie doch entwickeln können. Da der Zeichenstil zumindest auf Bildern etwas ordentlicher aussieht im Anime ist das vielleicht auch eher was für mich. Generell würde ich aber sagen, dass man sich Mob Psycho 100 ruhig mal anschauen kann. Vor allem, wenn man One Punch Man mochte, weil der Humor sehr ähnlich gehalten ist. Wer auf Übernatürliches und besondere Kräfte steht ist hier sowieso richtig. Vom Genre her ist es eine gute Mischung aus Action, Comedy und Supernatural. Man sollte den Manga nur nicht zu ernst nehmen, da er sich offensichtlich auch selbst kaum ernst nimmt. Ich bin gespannt, ob mich die Story irgendwann in der Zukunft noch überzeugen kann, so wie es bei One Punch Man auch schon der Fall war.

Eure


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3 Antworten

  1. hellspawn2501 sagt:

    Da kann ich vollends verstehen, wenn der Zeichenstil des Webmanga abschreckt, den man hier veröffentlichte. Das witzige ist ja, das One Punch Man eigentlich genau so aussieht. Was wir aufgrund der tollen Zeichnungen so lobend erwähnen ist ja das Remake des Orginals. ^^

    • Mia sagt:

      One ist denke ich wirklich jemand, der einfach etwas Zeit braucht um bei einem Werk in Fahrt zu kommen und er ist halt eher derjenige, der ne Geschichte schreibt, als sie Zeichnen zu können. Ich gönne ihm seinen Erfolg, jedoch bin ich wirklich unfassbar froh, dass One Punch Man jemand anderes gezeichnet hat. Kam das nicht so gut in dem Beitrag rüber? :) Habe versucht das so einzubauen bzw. zu schreiben, dass One eben nicht so toll in seinen Webcomics zeichnet, dafür aber viele von seinen Werken begeistert sind ^^ Nunja, mal schauen, ob ich noch wärmer werden kann mit Ones Werken oder ob das einfach nichts für mich ist ^^

      • hellspawn2501 sagt:

        Doch doch, das kam schon sehr gut rüber, das du darüber froh bist. ^^ Ich bezweifel auch irgendwie das die Mangafassung von One Punch Man so ein großer Erfolg gewesen wäre, wenn man dort auch einfach den Webcomic veröffentlicht hätte, wie eben hier. Wer weiß ob es dann auch den Anime gegeben hätte, der das Ganze eh noch in der Bekanntheit wahnsinnig puschte.

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