Anime Review: Toradora Volume 4

Toradora

Wie ich euch in meiner Review zu Volume 1, Volume 2 und Volume 3 bereits ausführlich vorgeschwärmt habe, bin ich sehr glücklich darüber, dass Animoon Publishing endlich einen meiner Lieblingsanimes nach Deutschland gebracht hat. Der Anime scheint hierzulande auch sehr gut von den Fans angenommen zu werden, was mich natürlich auch sehr freut. Es wurde wirklich Zeit, dass Deutschland mit dem Mini-Tiger beglückt wird!

Und auch Volume 4 kommt wieder mit tollen Extras in der Verpackung: das Steelbook kommt mit transparenter PET O-Card, einem exklusiven Mini-Aufsteller von Ryuuji und einem Magnet-Sammelbutton. Folge 1-19 könnt ihr euch übrigens auf Anime on Demand anschauen. Hier in meiner Review geht es jetzt aber um Folge 16-20. Vielen Dank an Animoon an dieser Stelle für die Unterstützung mit dem Rezensionsexemplar.

Toradora

© Yuyuko Takemiya/ASCII MEDIA WORKS/TORADORA Product Committee

Der Schüler Ryuuji Takasu ist wahrscheinlich einer der nettesten, die seine Klasse zu bieten hat. Außenstehende sehen dies aber anders, da er von seinem Vater einen sehr finsteren Blick vererbt bekommt hat. Aus diesem Grund ist der an seiner Schule als Schlägertyp bekannt und hat nur wenige Freunde. Einzig seine Klassenkameradin Taiga Aisaka lässt sich von seinem äußeren nicht beeindrucken. Die ganze Geschichte kommt ins Rollen, als die beiden entdecken, dass sie sogar direkt nebeneinander wohnen und in den jeweils besten Freund des anderen verliebt sind. Mögen die Missverständnisse beginnen.

Toradora

© Yuyuko Takemiya/ASCII MEDIA WORKS/TORADORA Product Committee

    

Es weihnachtet sehr. Taiga ist ja ein Energiebündel. Außerdem explodiert sie auch sehr schnell, sie ist eben ein sehr aufbrausender Charakter. Allerdings steht Weihnachten vor der Tür. Dafür hat sie sich vorgenommen, ein ganz liebes Mädchen zu sein. Man bekommt in diesen Folgen also eine sehr veränderte Taiga. Was das angeht bin ich etwas zwiegespalten, ich liebe ihre aufbrausende Art. Auf der anderen Seite ist es aber auch unfassbar süß, wie sehr sie sich bemüht hat. Sie glaubt an den Weihnachtsmann und lässt sich davon auch nicht mal durch Ryuuji Skepsis davon abbringen.

Nachdem die letzten fünf Episoden auf Volume 3 schon sehr emotional waren, ging es hier ebenfalls sehr emotional weiter. Ich muss auch gestehen, dass ich den Anime zwar ja schon kenne, aber mich gar nicht mehr richtig daran erinnern kann, wie er ausgeht. Das finde ich aber gar nicht mal so schlimm, so kann ich trotzdem noch mitfiebern. Hatte den damals halt auf Japanisch gesehen, das ist schon ne Weile her. Jedenfalls merkt man hier schon, dass es wirklich langsam aufs Ende zu geht und mich würde es nicht wundern, wenn hier schon einige ein Taschentusch gebraucht haben.

In Toradora geht es eben wirklich einfach um die Blütezeit der Jugend. Und was kennt man als Jugendlicher am wenigsten? Sich selbst und seine Gefühle. Und genau das kommt gerade in diesen Folgen richtig gut heraus. Anfang der Volume hat ja Kitamura schon seine Liebesprobleme gezeigt, weil seine abgebetete das Land verlassen hat. Bisher hatte sich auch weder was an Taigas Gefühle für ihn, noch an Ryuujis Gefühlen für Minori etwas geändert. Jedoch sind die Gefühle hier definitiv am brodeln. Manchmal reagiert der Körper halt ganz anders, als man manchmal denkt. So merkt der ein oder andere Charakter eben an den eigenen Reaktionen, was sie eigentlich wirklich fühlen. Ohne, dass sie es selbst bemerkt haben!

Toradora

© Yuyuko Takemiya/ASCII MEDIA WORKS/TORADORA Product Committee

Das interessante ist, dass hier in den Folgen die Gefühle fast nie laut ausgesprochen werden. Es ist alles eher unterdrückt und eher unterschwellig. Wir zwei als Zuschauer merken aber, wer wie fühlt und das oft auch, bevor sie es selbst wissen. Es gibt hier auf jeden Fall viele trauige Szenen, was mich auch unheimlich bewegt hat. Das zeigt aber auch die Stärken des Animes. Die Szenen berühren einen wirklich sehr.

Der einzige, der anscheinend absolut gar nichts checkt ist der liebe Ryuuji… Ihr kennt das ja bestimmt auch, wenn ihr gescheite männliche Hauptcharaktere habt, die an einem bestimmten Punkt der Story sowas wie “Plot-Dummheit” entwickeln. Das finde ich sehr schade, weil ich eigentlich mehr Vertrauen in Ryuuji hatte. Aber gut, sei es drum. Hier checkt halt wirklich keiner so richtig seine Gefühle und jeder verletzt jeden. Dennoch macht es trotzdem noch Spaß zuzugucken. Man ist halt mittlerweile emotional mit den Charakteren verbunden, das schafft auch nicht jeder Anime.

Von der Story her ist hier aber nicht allzu viel passiert. Dafür wird es wohl spannend weiter gehen, als nächstes kommt nämlich ein Schulausflug und wie wir aus verschiedenen Anime wissen, passiert da immer irgendwas. Ist ja dann auch die letzte Volume, da bin ich eh schon super gespannt drauf. Ich bin aber ehrlich gesagt jetzt schon traurig, dass der Anime fast vorbei ist… Aber, was man hier wirklich sehr stark gemerkt hat: viele der Charaktere haben versucht ihre Gefühle so zu unterdrücken, dass sie teilweise seeehr Random agiert haben. Das war ein gefühltes riesiges Chaos in den Folgen, vor allem wenn mehrere Charaktere vor der Linse waren z. B. in der Klasse. Es war nicht unangenehm, allerdings hat man es einfach sehr stark gemerkt. Da waren schon ein paar “out of character” Situationen dabei.

Toradora

© Yuyuko Takemiya/ASCII MEDIA WORKS/TORADORA Product Committee

In der letzten Volume hatte ich noch gelobt, dass der Anime die Brücke zwischen Romantic und Comedy sehr gut hinbekommt. Hier hat man aber eher weniger mitbekommen, dass es ein RomCom Anime ist. Die Comedy ging hier sehr unter, es waren eher einige schöne Szenen, bei denen man mal schmunzeln musste. Doch so herzlich wie Ami habe ich hier nicht lachen können. War halt doch eher traurig und emotional, gehört aber einfach zu dem Anime. Es geht eben um die Jugend und die Liebe, da gibt es eben nicht immer nur rosige Zeiten. Vor allem bei der traurigen Ausgangssituation, dass die Hauptcharaktere auf den jeweiligen besten Freund stehen. Nun gut, schauen wir in der nächsten Volume dann mal, ob es ein Happy End geben wir oder nicht.

Eure


Zum Shop von Animoon Publishing

 

Toradora

Toradora! – Vol. 4 Limited Steelbook Edition (mit Mini-Aufsteller von Ryuuji und Magnet-Sammelbutton)

Toradora

Toradora! – Vol. 4 – Standard Edition, Erscheinungsdatum: 23. März 2018

 


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