Serien Review: Jessica Jones Staffel 1

Jessica Jones

Marvel hat im Zeichen des Marvel Cinematic Universe (MCU) einige Serien auf Netflix veröffentlicht. Darunter auch Daredevil, Iron Fist, Luke Cage und natürlich Marvel Defenders. Die einzige Frau mit Superkräften unter den ganzen starken Männern der MCU-Serien ist Jessica Jones. Die braucht aber auch keinen Mann, denn sowohl ihr Wille, als auch ihr Körper sind unglaublich stark. Und das darf man ruhig wörtlich nehmen.

Sie ist mal eine etwas andere “Heldin”, statt einer fröhlichen Ausstrahlung wie beispielsweise Supergirl hat sie eher eine “Leck mich am Arsch” Einstellung und das passt auch einfach perfekt zu ihr. Da am 08. März 2018 die zweite Staffel bei Netflix läuft, nutze ich die Chance um euch mit meinem Beitrag auf den Geschmack zu bringen, die Vorfreude zu steigern oder euch Gewissheit zu geben, ob ihr euch die Serie ansehen solltet oder nicht.

 

Jessica Jones hat übermenschliche Kräfte. Sie geht damit jedoch nicht hausieren, sondern verdient ihr Geld mit einer anderen Eigenschaft: Sie hat eine Detektei namens Alias Investigations in einem heruntergekommenen Appartment. Ihre Bekannten und sogar ihre älteste Freundin hält sie stets auf Distanz und sie hat ein starkes Alkoholproblem. Eine typische Superheldin ist sie also trotz ihrer Kräfte nicht.

Sie wird eines Tages von Barbara und Bob Shlottman engagiert, deren verschwundene Tochter Hope ausfindig zu machen. Nachdem sie mit den Ermittlungen begonnen hat, muss sie leider feststellen, dass sie den Entführer kennt. Mehr als es ihr lieb ist. Hope ist in die Hände von Killgrave geraten. Er besitzt die Fähigkeit der Gedankenkontrolle und kann so jedem Menschen mit seinen Worten befehlen, was derjenige tun soll. Mit dieser dreckigen Fähigkeit hatte er auch Jessica über längere Zeit in seiner Gewalt. Sie konnte ihrem Peiniger entkommen, ist seitdem aber schwer traumatisiert.

    

Ich weiß, ich weiß. Nicht jeder steht auf Superhelden, ich jedoch sehr. Und ganz besonders auf Jessica Jones. Mit ihr wurde ein unfassbar guter Charakter erschaffen, den ich von Folge zu Folge mehr lieben gelernt habe. Besonders glücklich war ich schon bei der Veröffentlichung der Schauspielerin. Ich liebe Krysten Ritter. Sie ist eine richtig tolle Schauspielerin und kann in die verschiedensten Rollen schlüpfen. Ich fand sie schon Klasse in Don’t Trust the B—- in Apartment 23, Breaking Bad, Shopaholic, 27 Dresses und Gilmore Girls. Und auch die Rolle als Jessica Jones mit ihren vielen unterschiedlichen Gefühlen kann sie sehr gut rüberbringen. Ich kann mir in der Rolle niemanden vorstellen, der das besser hinbekommen hätte.

Netflix bezeichnet die Serie Jessica Jones als rau und aufregend. Da kann ich nur zustimmen. Genau das wurde in dieser Serie richtig gut dargestellt. Es gab Stellen die kaum auszuhalten und voller Spannung waren, genauso gab es aber auch ruhigere Passagen wo sich Jessica mit sich selbst beschäftigt hat. Die Serie ist mit ihren 13 Folgen unheimlich tiefgründig. Es ist definitiv Abwechslung geboten und auch Storymäßig wird nicht nur gerade heraus einem roten Faden gefolgt, sondern die Folgen haben unterschiedliche Schwerpunkte, je nach Fortschreiten der Story. Diese ganze Aufmachung hat mir von den oben erwähnten Marvel Serien bei Netflix am besten gefallen. Das Storytelling war gut, nicht zu langweilig, nicht zu actiongeladen – genau richtig eben.

Was den Bösewicht der Serie angeht… dem Kerl würde ich so gerne eine reinhauen und Jessica würde das auch nur zu gerne machen. Seine Fähigkeit ist unfassbar gefährlich und genau das wird in der Serie sehr gut rübergebracht. Ich konnte mit den Charakteren zu jedem Zeitpunkt gut mitfühlen und habe mich oft unfassbar hilflos gefühlt. Solche Gefühle rüber zu bringen kann nicht jede Serie, deshalb rechne ich das Jessica Jones hoch an. Mit Killgrave wurde wirklich ein äußerst nerviger Zeitgenosse erschaffen. Der Mann kann mit seinen Gedanken sehr viel Unheil anrichten und er verzehrt sich nach Jessica, weil sie bisher die einzige war, die sich seinen Kräften entziehen konnte, durch pure Willenskraft.

Das Katz und Maus Spiel zwischen Killgrave und Jessica ist wirklich interessant gestaltet. Ich habe die erste Staffel bereits zweimal gesehen und war beide Male wie gefesselt vor dem Bildschirm. Sogar meine Mama, die sich aus Serien nicht so viel macht, hat allein die Staffel zu Ende gesehen, nachdem ich bei ihr die ersten paar Folgen gesehen hatte. Allein durch das, was sie nebenbei mitbekommen hat, wurde sie überzeugt und schaut seitdem nach und nach auch die anderen Serien des MCU auf Netflix. Da sieht man mal, dass man der Serie ruhig eine Chance geben soll, auch wenn der ein oder andere vielleicht skeptisch ist.  

Chronologisch gesehen sollte man erst Daredevil Staffel 1 ansehen und als zweites direkt Jessica Jones. Fuma und ich hatten es nicht chronologisch gemacht und erst Jessica Jones geguckt, das ist aber durchaus auch ein sehr guter Einstieg in diese Reihe von Serien. Bevor man Luke Cage sieht sollte man allein vom Verständnis her unbedingt zuerst Jessica Jones geguckt haben, dann macht einiges über ihn mehr Sinn. Er spielt nämlich bei Jessica eine sehr große Rolle und gehört somit fast schon zum Hauptcast der Serie. Das fand ich aber auch durchaus interessant, immerhin hat er ähnliche Kräfte wie Jessica. So haben beide jemanden gefunden, der ihnen wenigstens ein bisschen ähnlich ist, in dieser Welt, wo man mit Superkräften nunmal als Außenseiter dasteht.

Ein paar weitere positive Aspekte an der Serie sind die Rückblenden. Sie wurden wirklich äußerst gut in die eingebaut. Man hatte selten das Gefühl, zu wenig zu wissen, es war aber dennoch interessant genug verschleiert, um am Ball bleiben zu wollen. Diese Mischung wurde sehr gut dargestellt und darüber bin ich sehr dankbar. Auch Killgrave als Charakter wurde vielschichtig eingesetzt, so hat man in einigen Momenten Furcht vor ihm und spürt Jessicas Angst förmlich. Auf der anderen Seite hat man dann aber auch mal Mitleid mit ihm, vor allem, wenn man erfährt, warum er so ist, wie er nunmal ist. Ich fand es interessant, dass solche Gefühle in mir geweckt wurden. Trish ist eine sehr gute und alte Freundin von Jessica, die ich zu Beginn überhaupt nicht mochte. Ich fand sie regelrecht nervig. Allerdings wurde sie so gut in die Serie eingebracht, dass ich irgendwann gar nicht anders konnte, als sie zu mögen. Wikrlich eine überraschende Wendung und ein positiver Aspekt der Serie.

Bei Luke ging es mir da leider anders, ihn konnte ich von Anfang an nicht leiden und das änderte sich auch nicht. Er hat mich in dieser Serie eher gestört, war aber für Jessica ein wichtiger Anker und Bestandteil. Seine Serie haben wir auch schon gesehen, da ich diese aber nicht mochte, habe ich es noch nicht geschafft eine Review darüber zu schreiben. Ansonsten fällt mir aber leider kaum etwas negatives über Jessica Jones ein. Außer vielleicht, dass ihr Arsch etwas zu oft in Szene gesetzt wurde. Enge Jeans und eine geschickt positionierte Kamera zeigte sie oft in tollen Posen. Ich habe einige Kritik darüber gelesen, ich persönlich fand das aber in der Serie gar nicht so schlimm.

Für mich war die Serie der perfekte Einstieg für Marvel Defenders. Ich mag Jessica sehr, die schauspielerische Leistung von ihr und ihren Kollegen war wirklich enorm gut und überzeugend. Jedem, der ins MCU einsteigen will, kann ich diese Serie nur wärmstens empfehlen. Es ist etwas düsterer als manch andere Superhelden Serie. Cinematisch gesehen hat jeder der MCU Netflix Helden eine eigene Farbe bekommen, die in der jeweiligen Serie in Szene gesetzt wurde. Jessica hat dabei ein dunles Lila bekommen, was man auch gut auf dem hier ausgewählten Cover sehen kann. Die Farbe passt sehr gut zu ihr und wurde auch perfekt in die Serie und die Bilder eingebaut. Ich bin mit dieser Serie wirklich sehr zufrieden und freue mich tierisch auf die zweite Staffel!

Eure


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