Light Novel Review: Death March to the Parallel World Rhapsody Band 1

Ich glaube ich habe in den diversen Buch und Light Novel Beiträgen schon oft erwähnt wie gerne ich lese. Seit Accel World habe ich aber richtig Feuer gefangen was Light Novels angeht. In dieser Season läuft ja die Serie „Deatch March to the Parallel World“, welches Mia in ihrer Gruppe hat. Da jener gute Freund von mir, von dem ich die meisten meiner LN Empfehlungen habe, mir von Death March abgeraten hat, war ich natürlich neugierig.

Es ist jetzt natürlich nicht so, als hätte ich mir Band 1 nur aus Prinzip haben wollen, um ihm zu beweisen das er unrecht hat. Eigentlich ist es eher so das ich den Anime eigentlich recht gut fand und wissen wollte, ob die LN denn tatsächlich so viel schlechter ist. Also obsiegte meine Neugier über den Verstand und ich bestellte mir den ersten Band bei Amazon.

Ein dieser Stelle eine kleine Entschuldigung an Slime, das ich die ganze Zeit so vor mir her schiebe…, du kommst auch noch dran bevor der Anime startet!! *hust* Ich lasse hier mal ganz außen vor das ich Shield Hero auch vorgezogen habe ^^“ *hust* Naja zurück zum Thema, ich habe Band 1 nach relativ kurzer Zeit beenden können und wünsche euch viel Spaß mit meiner Review….

Ichirou Suzuki ist ein leidenschaftlicher Programmierer. Da die Spielfirma für die er arbeitet aktuell unmittelbar vor mehreren Veröffentlichungen steht, ist der Druck dort natürlich sehr hoch. Vor allem da seine Kollegen leider nicht so pflichtbewusst sind wie er. Also legt er einen „Death March“ hin, Schlaf wird ja schließlich gänzlich überbewertet und Ichirou ist solche 30 Stunden Tage ja ohnehin gewohnt.

Nachdem er also die Nacht weitestgehend durch gearbeitet hat und seine Aufgaben erfüllt hat, legt er sich erschöpft unter seinem Tisch schlafen. Während seine Gedanken sich immer noch um seine Projekte drehen, döst er langsam ins Land der Träume über. Dort erwacht er im Körper seines Avatar „Satou“, in einer unwirklichen Fantasywelt.

Da er vor seinem Gesicht ein Display sieht, hält er es zu Beginn noch für einen abgefahren Traum. Dazu kommt, das die Welt in der er sich befindet, scheinbar ein Mix seiner beiden Projekte zu sein scheint. Als plötzlich eine ganze Horde Echsenmenschen auf ihn zustürmt, aktiviert er die 3 mächtigen Meteorschauer, die ihm zur Verfügung stehen und vernichtet alles im Umkreis.

Als sich der Staub legt, ist Satous Level auf 300 angestiegen und er macht sich auf, diese neue Welt zu erkunden. Um nicht allzu auffällig zu sein, gibt er sich als schwacher Händler aus. Doch es stellt sich die Frage, ob ihm diese Scharade glücken wird oder er doch unweigerlich zum Legendären Helden bestimmt ist…..

   

Jener oben erwähnter Freund hatte mir die Reihe mit der Aussage abgeraten, dass sie zu stark in langweiliges und schlechtes Slice of Life verkommen würde. Jetzt nach dem ersten Band muss ich grundsätzlich sagen, dass er nicht unbedingt unrecht damit hatte. Andererseits liegt er aber falsch damit das es schlechtes Slice of Life ist. Denn obwohl mir hier und da ein wenig Action gefehlt hat und teilweise auch die dargestellte Action ein wenig unspektakulär war, hatte ich dennoch meine Spaß beim Lesen.

Vorweg möchte ich schon mal sagen das ich Satou als Charakter nicht mag. Was ein wenig blöd ist, da er ja schließlich der Hauptcharakter ist. Wobei ich glaube ich muss die Aussage etwas korrigieren, denn ich habe per se nichts gegen ihn, sondern eher etwas gegen seine Handlungen oder eher seine Entscheidungen.

Fangen wir doch mal bei Problem Nr. 1 an: Ich verstehe ja das er ein Mitdreißiger ist und damit einhergehend eher auf reifere Damen steht. Ebenfalls kann ich nachvollziehen, dass er (theoretisch) sich bewusst gegen jüngere Damen entscheidet, er will ja nicht als Pedo durch gehen. Aber mal ganz ehrlich, er steckt im „Körper“ eines 15 Jährigen, welches Problem gibt es da mit „gleichaltrigen“ zu Flirten?

Plus eventuell eben noch mehr, es weiß ja schließlich niemand wie alt er ist und das es evtl. verwerflich ist. *Seufz* Ich verstehe echt nicht, warum er es nicht einfach genießen kann und so ein Aufruhr (zumindest in seinen Gedanken) darüber macht. Soll er diese Gelegenheit die sich ihm bietet doch nutzen und noch mal als Weiberheld die Runden machen!! Ich sehe da echt kein Problem.

Mein 2. Problem ist die Sache rund um seine Identität/seiner Kräfte. Ich kann irgendwie ja nachvollziehen das er nicht unbedingt auffallen will. Davon mal abgesehen weiß ich nicht, ob ich mich als Level 300 Charakter outen würde, da bin ich voll auf seiner Seite. Aber er sträubt sich ja mit allem was er hat dagegen auch nur irgend etwas von seiner Stärke zu zeigen. Mann kann das ganze ja auch total Organisch machen.

In diesem Band gab es ja mit dem Labyrinth auch quasi sowas wie den ersten (ein wenig) abenteuerlichen Dungeon. Dort hätte er doch auf ganz natürlichem Weg „stärker“ werden können ohne das er in Erklärungsnot geraten wäre. Aber Nein… was macht er stattdessen? Seine Sklaven sind Level 13 und er setzt sein sichtbares Level gerade mal auf Stufe 10. Warum will er nicht der Held sein, für den er bestimmt ist?

Zur kurzen Erklärung, wenn man wie er wohl Zugriff auf den „Programmcode“ hat kann man sein Level und seine Titel frei wählen die andere Leute sehen können (oder auch nicht) ich bin mir da allgemein etwas unsicher. Er Ist verhältnismäßig OP und kann relativ viel und lernt so ziemlich alles. Gerade nach dem Anime habe ich hier ein paar Spider-Vibes bekomme, aber ich habe mich getäuscht.

Die LN ist deutlich unspektakulärer als es bei Spider der Fall war. Dort hatte sie in den meisten Fällen ja nur „sinnvolles“ gelernt. Er lernt ja Skills für alles. Vom Feilschen übers Kidnappen bis hin zum Pokerface. Nahezu alles was er macht lässt ihn einen neun Skill lernen. Das ist grundsätzlich ja nichts schlechtes, aber manchmal wirkt es so… überflüssig.

Da frage ich mich wirklich was sich der Autor sich dabei wohl gedacht hat? Aber was solls, neue Skills lernen ist immer ne nette Sache. Denn auf der anderen Seite finde ich die beschriebene Welt und das System in dem die Story spielt in der Tat spannend und sie macht durchaus Lust auf mehr. Ich meckere hier eigentlich nur so viel, weil die Serie grundsätzlich ein riesiges Potenzial hat, es aber teils unnötig verschießt.

Denn auf der anderen Seite der Medaille befindet sich der gute Schreibstil. Obwohl ich das meiste durch den Anime schon kannte, hat sich das gelesene immer noch recht frisch angefühlt und mich zu keiner Zeit gelangweilt. Der zusätzliche Informationsgehalt den mir die Light Novel bot, hat mich absolut für die Handlungen von Satou entschädigt.

Ich hoffe doch wirklich das unser Hero-san auch im 2. Band endlich mal einen großen Schritt in die Richtung macht. Den Titel des Helden hat er ja immerhin am Ende des Bandes einkassiert. Wäre ja eine Verschwendung sich ewig als Händler (ohne eine Ahnung vom Fach zu haben) auszugeben. Vielleicht schafft er es ja durch Pokerface und seine Verhandlungs-Skills Leute davon zu überzeugen das er Händler ist. Wie war dass, wo kein Richter, da kein Henker?

Ansonsten ist Death March eigentlich eine relativ „normale“ 0815 Fantasy Welt. Es gibt Menschen, Elfen, Tier-Menschen und noch vieles mehr. Dazu kommt noch eine gehörige Portion Magie und ein relativ starker Hauptcharakter, der mit seinen Fähigkeiten, stetig die Story voran treibt. Schade nur, dass er sein eigenes Licht so unter den Scheffel stellt.

Übrigens bemitleide ich ab jetzt jeden Isekai Helden/Heldin wenn er in einer Welt ohne Badewanne oder Onsen landet. Der arme Satou ist daran ja fast zerbrochen, dass er sich draußen im freien Baden und Waschen musste. Ich meine ich kann mir da auch besseres vorstellen, aber der Herr ist echt schon extrem pingelig.

Auch wenn ich viel Gemeckert habe, bin ich dennoch überzeugt das es eine gute Light Novel gibt, dies es zu lesen lohnt. Selbstverständlich gibt es bessere Isekai-Storys, dass steht außer frage. Wer aber durch den Anime Lust auf die Vorlage bekommen hat, kann beherzt zugreifen. Der Anime gehört zu den guten Adaptionen, während die LN eigentlich nur an bekannten Szenen ausbaut und sie ausschmückt.

Ich freue mich also jetzt schon auf den 2. Band und bin mal gespannt, was dort wohl noch so auf Satou und seine Gefährten zukommen wird. An sich kann es ja nur lustig werden, schließlich sind ihm ja quasi kaum Grenzen gesetzt. Wenn er es denn nur wollte….

Euer


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