Manga Review: Assassination Classroom

Am 11. November 2016 habe ich meine allererste Review geschrieben. Das war sogar noch bevor dieser Blog am 01. Dezember 2016 online ging. Nun, nach über einem Jahr habe ich den Entschluss gefasst, die Review nochmal ganz neu zu schreiben. Immerhin wird im April Assassination Classroom auch endlich in Deutschland abgeschlossen sein, von daher passt das doch sehr gut. Noch dazu wird es morgen eine Review von mir zu dem Assassination Classroom Character Book geben und übermorgen eine Review von Fuma zum Spin-Off Korosensei Quest Band 1. Als Zusatz werden wir ein altes Format von damals wieder hier auf dem Blog starten und euch am Sonntag den Mangaka Yusei Matsui in einem eigenen Beitrag näher vorstellen. Volle Dröhnung Assassination Classroom an diesem Wochenende (für alle, die nicht auch zur Leipziger Buchmesse fahren können)! Zu Recht, denn Assassination Classroom gehört nach wie vor zu unseren Lieblingsmangas. Ich habe mehrere Lieblinge, aber der ist wirklich weit vorne und sticht hervor.

Die Kunugigaoka Mittelschule ist eine ganz spezielle Eliteschule. Das Ziel ihrer besonderen Lernstruktur ist es, die zukünftige Elite Japans auszubilden. Hierzu kommt ein System zum Einsatz, dass es so, aus offensichtlichen Gründen, nirgendwo anders geben kann. Die Schule ist in einer strengen Hierarchisch aufgebaut, bei der die besten Schüler in de A Klassen kommen und die schlechtesten in die E Klasse. Es ist von der Schulleitung offiziell erlaubt und erwünscht, dass die Schüler der Klassen A-D auf der E Klasse herum hacken und diese gemobbt wird.

Mit diesem System erhofft man sich, de Schüler der “oberen” Klassen zu motivieren. Denn sobald die Noten abfallen oder man sich auf andere Art und Weise unbeliebt macht, wird man in die E Klasse versetzt. Während all die Jahre diese “End”-Klasse üblen Diskriminierungen ausgesetzt war, sollte sich im Abschlussjahr alles ändern. Denn ihnen wurde ein neuer Lehrer zugeteilt, mit dem sich auch der Lehrplan für die Schüler drastisch ändert.

Bei diesem Lehrer handelt es sich um ein gelbes Monster, dessen äußeres dem eines Oktopus ähnelt. Da es sich mit einer Geschwindigkeit von Mach 20 bewegen kann, ist es für das Militär der Welt unantastbar. Nachdem es vor kurzem bereits den halben Mond zerstört hat, verkündete es noch die Drohung, die Erde in einem Jahr zu zerstören. In seiner grenzenlosen Überheblichkeit ließ das Monster sich auf einen Deal mit der Regierung ein und wurde als Lehrer der Klasse E eingesetzt. Diese sollen innerhalb des verbliebenen Jahres nun versuchen ihren Lehrer  zu töte. Wird es den Schülern gelingen das Ende der Welt abzuwenden und somit endgültig ihren Status als Verlierer rein zu waschen?

    

Der erste Band erschien am 30. September 2014 in Deutschland bei Carlsen Manga. Auf Japanisch heißt der Manga nicht Assassination Classroom, sondern Ansatsu Kyoushitsu und stammt aus der Feder von Yusei Matsui. Der Manga ist mit 21 Bänden abgeschlossen. Carlsen Manga hat die Manga einzeln raus gemacht aber auch 3 Schuber. Beim ersten Schuber war sogar ein kleiner Pappaufsteller von Koro-Sensei dabei, fand ich richtig cool! Der Anime wurde in Deutschland von peppermint anime herausgebracht.

Am Anfang war ich gar nicht überzeugt von dem Manga. Fuma musste mich regelrecht überreden, ihn zu lesen. Der Manga wirkte irgendwie Anfangs so 08/15 und ich dachte, er wäre nix besonderes. Das stimmt so aber überhaupt nicht. Klar, aller Anfang ist schwer. Aber je weiter man liest umso mehr wird einem klar, dass jeder Schüler der Klasse E etwas ganz besonderes ist. Dazu erfährt man von jedem auch Hintergrundwissen, was ich auch sehr toll fand. Keine der wichtigen Personen wird benachteiligt und die Hintergründe werden richtig schön und mitreißend erzählt. Man bekommt eigentlich von jedem genug Informationen, um ihn oder sie gut verstehen und einschätzen zu können.

Anfangs hatte ich auch einfach die Sorge, dass es zu viele Charaktere sind. Es ist nun mal eine ganze Klasse im Vordergrund.  Ich dachte mir, dass das die Story nur kaputtmachen würde. Man kennt es – wenn in einem Manga zu viele Charaktere im Hauptcast sind, verliert man leicht den Überblick und bringt die Figuren schnell mal durcheinander. Aber bei den Charakteren hier war das wirklich kein Problem. Ihr Aussehen lässt sich gut unterscheiden und sie haben so unterschiedliche Eigenschaften, dass es nicht negativ rüber kommt. Mir sind auch einige richtig ans Herz gewachsen, allen voran natürlich der Lehrer Koro-Sensei und Nagisa, der in meinen Augen der Hauptcharakter des Manga ist. Bei den Fans des Mangas gab es hier und da Diskussionen darüber, wer denn eigentlich der Hauptcharakter des Werkes ist.

Koro-Sensei ist ein sehr interessantes und geheimnisvolles Wesen. Natürlich erfährt man im Manga auch, warum er wie ein Monster aussieht und warum er so schnell ist. Das spannendste an der Story, für mich als Leser, ist das Wechselbad der Gefühle, in das man beim Lesen eintaucht. Deshalb hat mich der Manga auch anfangs nicht richtig packen können. Es entwickelt sich erst mit der Zeit. Die Schüler mögen Koro-Sensei immer mehr, weil sie mit ihm viel Zeit verbringen und er ihnen sehr viel beibringt. Genauso wird auch der Leser an die Hand genommen, was ich wirklich schön fand.

Da Koro-Sensei so schnell ist, erstellt er u. a. auch individuelle Tests, die auf jede Person zugeschnitten sind. Und trotz allem müssen die Schüler ihn von Seiten der Regierung töten. Ich fand dieses Konstrukt beim Lesen immer sehr spannend und dieser Nervenkitzel bringt einen auch ab einem bestimmten Punkt automatisch dazu, unbedingt weiter lesen zu wollen!

Bezüglich des Zeichenstils und dem Werdegang vom Mangaka habe ich einen eigenen Blogeintrag über ihn verfasst. Es lohnt sich, ihn zu lesen, wenn dieser Herr euer Interesse geweckt hat. Mein Interesse an ihm ist auf jeden Fall groß und ich hoffe sehr, dass von ihm in Zukunft noch weitere Mangas nach Deutschland kommen werden!

   

Wie Mia schon so treffend schreibt, war ich von Beginn an Feuer und Flamme für den Manga. Seit dem ersten Kapitel war ich dabei und habe ihn dann auch relativ zeitnah zum tatsächlichen Ende abgeschlossen.  Ich kann nur immer wieder sagen, dass kaum ein Manga in letzter Zeit mich so sehr mitgerissen hat. Sowohl was die Unterhaltung wie auch die gut erzählte Story angeht. Den der Fokus der Serie liegt auf der gesamten Klasse.

Selbstverständlich gibt es mit Charakteren wie Nagisa, Kagome, und Karma, eine Hand voll Schüler die etwas “wichtiger” sind als andere und somit mehr im Fokus stehen. Der Mangaka hat aber einen grandiosen Weg gefunden uns nach und nach, Kapitel für Kapitel immer wieder einen anderen Schüler vorzustellen und diese Kapitel auch wunderbar natürlich in den Storyfluss eingebettet. Klar gab es hier und da einzelne Kapitel die eben einen stärkeren Comedy Fokus hatten und recht allein stehend waren. Diese dienten aber dann meist auch zur Vorstellung eines Charakters/dessen Eigenheit die für spätere Storys/Arks genutzt wurden.

Ebenso weiß der Manga es eine grandiose Spannungskurve auf zu bauen, sodass sich manche Ark´s absolut herausragend anfühlen, ohne das sie grundsätzlich das Rad neu erfinden. Aber auch so gab es immer mal wieder den ein oder anderen Aha-Effekt oder eine unvorhersehbare Wendung die zu begeistern oder Schockieren wusste. Dazu gibt es wie oben schon geschrieben einen absolut sympathischen großen Cast bei dem nur die wenigsten Schüler tatsächlich nicht sooo sympathisch waren.

Assasination Classroom gehört meiner Meinung nach zu den Besten Manga die dieses Jahrzehnt hervorgebracht hat. Nicht nur dass, er gehört auch zu den besten Serien die bisher im Jump waren und ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der das ganze so sieht. Wer diesen Manga also bisher nicht gelesen hat, der hat ganz dringenden Nachholbedarf und in meinen Augen auch eine kleine Pflicht, denn die Reihe gehört in meinen Augen zu den absoluten Must-Read-Manga, die jeder gelesen haben sollte.

Vor allem begeistert mich an dem Manga die Grundthematik. Wieso unterrichtet ein Monster, das die Welt zerstören möchte, eine Klasse? Und wieso wollen ihn seine Schüler umbringen? Tja, das und noch viel mehr müsst ihr schon selbst im Manga nachlesen. Ich kann den Manga jedem nur wärmstens ans Herz legen, der Action mag. Außerdem ist der Manga auch sehr spannend und abwechslungsreich! Als Sahnehäubchen oben drauf ist der Manga auch sehr witzig. So viel Situationskomik die über die Zeit entsteht, es ist einfach herrlich. Absolute Höchstwertung von mir und ja, ich habe bereits alle 187 Kapitel gelesen, alle auf Englisch. Ich war vom ersten Kapitel an dabei und bereue rein gar nichts! Außerdem kaufen wir uns die Mangas auch nach und nach auf Deutsch, weil wir einen so tollen Manga einfach unbedingt im Regal stehen haben müssen. 10/10 Stücke Kreide

Eure


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1 Antwort

  1. Shirisu sagt:

    Ich hab schon öfters davon gelesen und überlegt, ob ich den auch mal lesen soll hmmmm.
    Kommt mal auf meine Liste.. :D
    Danke für das Review dazu! :)

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