Spiel Review: Ni no Kuni – Der Fluch der Weißen Königin

Ni No Kuni

Heute, am 23. März 2018, ist der Nachfolger von Ni No Kuni erschienen: Ni No Kuni 2: Schicksal eines Königreichs. Das nehmen wir als Anlass, um endlich eine Review zu schreiben, die wir schon lange vor uns her schieben. Die Review soll euch zeigen, wie Teil 1 war. Ihr könnt nämlich Teil 2 auch ohne Vorwissen spielen.

In meinen Augen ist und bleibt Ni No Kuni eines der besten Spiele, die ich je gespielt habe. Es ist zwar kein perfektes Spiel, da es viele Ecken und Kanten hat und auch einiges an Kritik einstecken musste. Jedoch gibt es in meinen Augen sowieso nicht das perfekte Spiel, hieran hatte ich aber unfassbar viel Spaß und das ist letztendlich das, was zählt. Am 15. Dezember 2013 hatte ich mir die Platin für dieses tolle Spiel geholt, das war mir sehr wichtig.

Vom Gesamtergebnis her ist es ein wundervolles und Detailverliebtes Spiel. Das komplette Design, sprich das Charakter-Design, Monster-Design, Story-Design und Welten-Design sind unfassbar schön. Wer aber hier einen actiongelandenen First Person Shooter sucht, ist absolut fehl am Platz. Wer ein wunderschönes, ruhiges Rollenspiel möchte, dem kann ich Ni No Kuni einfach nur wärmstens ans Herz legen.

Ni No Kuni

Im ersten Teil von Ni No Kuni, erschienen am 01. Februar 2013, geht es um den jungen Oliver. Er ist ein ganz normaler Junge und macht sich auf den Weg in eine Parallelwelt, um ein Zauberer zu werden. Er möchte somit seine Mutter von den Toten zurückbringen. Die Reise ist beschwerlich, jedoch findet er viele neue Freunde und macht Bekanntschaft mit den vielen unterschiedlichen Geschöpfen der neuen Welt auf. Er tritt mit ihnen gegen andere Kreaturen an und kämpft gegen gewaltige Gegner. Eine herzerwärmende Geschichte.

Ni No Kuni

    

Es handelt sich hierbei um ein Rollenspiel der Extraklasse. Kein Wunder, immerhin entstammt es aus der Schmiede zweier legendärer Studios. Ni No Kuni ist das Produkt von dem berühmten LEVEL-5 Videospielstudio und eines der berühmtesten Weltklasse-Animationsstudios Studio Ghibli. Die Musik ist beigesteuert worden von Joe Hisaishi, der bereits Komponist der Musik für viele Ghibli-Filme war. Das Ergebnis braucht sich wirklich nicht zu verstecken, Fuma nennt es nicht umsonst ein Meisterwerk vor dem Herrn.

Der Spieler schlüpft direkt zu Beginn in die Rolle des jungen Olivers und taucht ein in ein magisches Universum. Hier gibt es eine fantastische Umgebung und wunderschöne Landschaften zu bestaunen, aber auch liebevoll eingerichtete Städte und Charaktere findet man. Das Spiel zeichnet sich zudem dadurch aus, dass es teilweise so wirkt, als ob man einen Animationsfilm in einem Videospiel schaut bzw. betritt.

Es vereint die besten Eigenschaften eines Rollenspiels: eine Offene Welt, Kopfgeldjagd nach Monstern, das Sammeln von Zutaten für die Alchemie, eine Schatzjagd nach den überall unsichtbar auf der Weltkarte versteckten Schätzen, ein taktisches aber leicht zu handhabendes Kampfsystem, unfassbar viele Nebenaufgaben, Minispiele, Boni und vieles mehr. Hier gibt es ständig etwas neues zu entdecken und dadurch wird das Spiel lange Zeit nicht langweilig. Die animeähnlichen Zwischensequenzen sind nur das i-Tüpfelchen auf diesem wundervollen Eisbecher. Für die Überwachung der Storyboards und die Zwischensequenzen zeichnet sich Yoshiyuki Momose verantwortlich. Er hat viel dazu beigetragen, die Geschichte des Spiels so wundervoll zu erzählen.

Das was Fuma mit dem Meisterwerk sagt, kann ich wirklich nur bejahen. Ich selbst habe von LEVEL-5 nur wenige Spiele gespielt. ein gutes Beispiel ist jedoch Yo-kai Watch. Das Spiel hat mich von dem Studio begeistert, wodurch ich Level 5 äußerst Positiv im Kopf habe. Bei der Besetzung hinter Ni No Kuni war aber einfach klar, dass das Spiel ein Hammer werden musste!

Die Story mag sehr einfach gestickt sein. Sie ist sehr gradlinig und in keinster Weise kompliziert, dennoch hat sie auf den Spieler eine große Wirkung. Man wird so in das Spiel hinein gesogen. Ich bin zwar recht nah am Wasser gebaut aber trotzdem braucht es was, damit ich bei Spielen anfange zu weinen und Ni No Kuni hat es geschafft, das hätte ich echt nicht für möglich gehalten.

Der Spieler kann durch die offene Welt völlig frei entscheiden, ob er sich eher auf die Story konzentriert oder die Story bei den vielen Nebenquests sogar eher zur Nebensache wird. Es gibt so viel zu entdecken und zu machen, dass man sich oft gar nicht entscheiden kann. Das wichtigste ist aber, dass es mir zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde. Wenn ich auf eine Aufgabe keine Lust mehr hatte, habe ich mich einfach einer anderen gewidmet und habe somit Unmengen an Stunden in dieses Spiel rein gesteckt. Und ich bereue nichts!

Selbstverständlich gibt es wie in jedem guten Spiel auch Seiten oder Quests, die man nicht mag. Die gab es natürlich auch hier. Was ich jedoch als nervig empfinde, kann für jemand anderen durchaus auch interessant oder herausfordernd sein. Dementsprechend würde ich sagen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Ein weiterer großer Pluspunkt des Spiels sind die Vertrauten. Das sind die Monster, gegen die man kämpft. Man kann sie jedoch auch fangen und sie kämpfen lassen. Das erinnert zwar stark an Pokémon, jedoch ist die Art des kämpfens ganz anders und man pflegt seine Vertrauen auch ganz anders. Ich persönlich habe meine Vertrauen meistens nach dem Aussehen ausgewählt. Es gibt wirklich süße, aber auch hässliche oder gespenstische. Hier ist auch für jeden Geschmack etwas dabei möchte ich meinen. Die Wesen zu fangen und zu entwickeln ist definitiv auch eine große Herausforderung, wo auch durchaus Adrenalin hochkommt.

Man hat viele Möglichkeiten um sich fort zu bewegen. Am Anfang ist das noch recht mühsam. Das bessert sich jedoch, sobald man die Auftragskarten für das schnelle Gehen voll hat und den Reisezauber besitzt. Dann gibt es aber auch noch Transportmittel, wie ein Auto oder einen fliegenden Drachen, mit dem man auch auf Vorsprünge oder zu Höhlen kommt.

Es gibt auch viele Zaubersprüche die man lernen und einsetzen kann. So kann man beispielsweise in einem Gebiet voller Giftpfützen den Schwebezauber einsetzen und schwebt einfach darüber. Das weckt wirklich große Begeisterung und Motivation beim Spielen! Diese Funktion wurde auf jeden Fall sehr gut eingesetzt und eingebaut.

Einer der Kritikpunkte an dem Spiel sind jedoch die Rezepte. Die machen Spaß und sind wirklich toll, jedoch muss man die Rezepte sammeln durch Missionen oder Gespräche mit NPCs. Man kann auch selbst Rezepte “herausfinden”, diese tragen sich jedoch nicht in das eigene Buch ein. Das ist etwas schade und nimmt einem die Freude am Experimentieren, jedoch ist es auch eine Form von Herausforderung, dass man alle Rezepte irgendwo finden muss.

Das Spiel ist in meinen Augen sowohl für Casual Gamer, als auch für Fortgeschrittene. Und ich finde es ist völlig egal, ob man noch jung ist oder schon erwachsen. Für jede Generation ist im Spiel was interessantes dabei. Vor allem der Ghibli-Bonus hat mir viel Freude bereitet. Außerdem isnd in meinen Augen die Trophäen eher für die Harcore-Gamer, statt für die Gelegenheitsspieler.  Ich liebe Trophäen und hole sie echt gerne. Bei Ni No Kuni wollte ich unbedingt die Platin haben, also hab ich mich richtig ins Zeug gelegt. Ehrlich, einfach war es nicht und hat viel Zeit in Anspruch genommen. Also wurde mit den Trophäen meiner Meinung nach ein guter Anreiz für die ältere Generation geboten, daher sehe ich es als absoluten Geniestreich an, mehrere Generationen mit einem Spiel glücklich zu machen.

Ni No Kuni

   

Als ich Ni No Kuni vor gut 5 Jahren gespielt habe, habe ich es geliebt. Es ist ein absolut grandioses Spiel, welches gute alte Rollenspielkunst mit faszinierendem Ghibli Storytelling verbindet. Auch heute würde ich es immer noch jedem ohne einen großes Nachdenken empfehlen. Allerdings hat es das Spiel beim Kampf um die Platin geschafft, mir einen bitteren Beigeschmack zu hinterlassen, weswegen ich jetzt nicht mehr so ganz unvoreingenommen darüber schreiben kann.

Denn für eine der Trophys muss man seine Alchemie maxen und dafür braucht man ein seltenes Item mit einer krass schlechten Droprate…. zumindest bei mir. Mia hatte es nach 3 Stunden, ich auch nach 15 Stunden grinding nicht. Als ich es vor etwas über einem Jahr rein legte und noch mal 3 Stunden investiert habe, hatte ich es dann…. dann aber auch keine Lust mehr auf das Spiel. Somit verbleibe ich mit einer Hand voll Zitaten meiner damaligen Review von einem Forum, dass es nicht mehr gibt…

Es ist wahrlich ein Meisterwerk vor dem Herrn und das sag ich nicht nur weil ich sowohl Level 5 wie auch das international bekannte Studio Ghibli mag. Nein dieses Duo hat es wirklich geschafft, all die Punkte und Aspekte die sowohl mich wie auch viele andere Spieler damals überhaupt auf Rollenspiele geeicht hat, in die Moderne Zeit zu bringen.

Ob man sich jetzt mit Nebenaufgaben beschäftigt, auf die Kopfgeldjagd nach Monstern geht, Zutaten für die Alchemie sammelt oder auf Schatzjagd nach den überall unsichtbar auf der Weltkarte versteckten Schätzen geht. Das Spiel weiß seine Spieler zu beschäftigen, nicht zuletzt durch die Vielzahl vorhandener Vertrauter die alle entdeckt werden wollen.

Hier übrigens noch den kleinen Hinweis das die Amazon-Vorbesteller gegenüber den normalen Spielern einen unglaublich gemeinen Vorteil haben…. nämlich Greifchen. Ein im Verhältnis zu den restlichen Vertrauten ziemlich unausgeglichener und starker Geselle. Allein die Vielzahl an Vertrauten und noch offenen Möglichkeiten wie das Casino, die Arena und die Alchemie werden mich auch wohl noch eine Weile beschäftigt halten bis das nächste Spiel raus kommt.

Ni No Kuni

Ich hatte definitiv meinen Spaß an dem Spiel. Und zwar an dem Spiel als Gesamtwerk. Die Story war absolut in Ordnung und hat auch Spaß gemacht, jedoch waren die anderen Punkte des Spiels für mich ebenfalls ein wichtiger Teil. Die Story ist nun mal sehr einfach gestrickt, damit auch Kinder sie leicht verstehen können. Gegen Ende ist es auch eher Fleißarbeit, weil man viel hin und her reisen muss. Jedoch gibt es wie bereits geschrieben auch viele anspruchsvollere Aspekte und Aufgaben, die das Spiel wundervoll ergänzen.

Ich kann es wirklich groß und klein nur wärmstens ans Herz legen und bekomme beim Schreiben selbst Lust es wieder einzulegen, auch noch nach so vielen Jahren! Es kommt selten vor, dass ich ein so “altes” Spiel rezensiere, weil wir uns Mühe dabei geben, dass die Erinnerungen für Rezensionen möglichst frisch sind. Jedoch viel es mir hier überhaupt nicht schwer, weil ich einfach so viele Stunden damit verbracht habe und die Erinnerungen noch richtig frisch sind. Außerdem hatte ich damals als ich es gespielt hatte bereits eine Review hierzu verfasst, an der ich mich jetzt entlanggehangelt habe.

Übrigens war die Wizard’s Edition des Spiels wirklich eine Wucht und ich bin auch heute noch froh, dass wir sie uns damals gegönnt haben. Das Plüschtier von Tröpfchen schläft auch heute noch in unserem Bett und der gebundene magische Begleiter war wirklich eine wundervolle Idee und super, um während des Spiels hinein zu sehen!

 

Eure


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