Manga Review: Green Worldz Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Heute gibts von uns eine Review zu einem tollen Manga. Green Worldz ist von Manga Cult und bisher noch nicht im Handel erhältlich. Der offizielle Release ist erst am 11. April 2018, auf der Leipziger Buchmesse hatte der Verlag den Manga aber schon dabei. Die liebe Neele hat uns für euch auch direkt den Manga mitgegeben, vielen herzlichen Dank dafür.

Ich war sehr interessiert an dem Manga, weil er von der Beschreibung und vom Setting her genau meinem Geschmack entspringt. Und ich war wirklich froh und überrascht, dass das auch tatsächlich der Fall war. Ich kann einfach keiner guten Endzeit-Thematik widerstehen und freue mich auf spannende Umsetzungen. Hinzu kommt hier eine große Portion Mystery und natürlich Action. Alles in allem eine richtig tolle Mischung!

Stell dir folgendes Szenario vor. Du fährst wie der junge Akira gerade mit der U-Bahn in Tokio, als plötzlich ein Stomausfall alles verdunkelt. Es bricht ein regelrechtes Chaos aus. Wieder an der Oberfläche angekommen musst du feststellen, dass die ganze Stadt mit Pflanzen bedeckt ist. Es sind aber keine normalen Pflanzen – es sind eklig aussehende Pflanzenwesen, die Menschen jagen und fressen. Was macht man also, wenn man nur ein kleiner Mensch ist gegen solche Pflanzen, die die Weltherrschaft an sich reißen wollen?

   

Der Band geht direkt spannend los und verliert keine Zeit! Wir sehen, wie es in den Nachrichten um das Thema Begrünung geht. Im Hintergrund sehen wir Tokio im Jahre 20XX, auf allen Häuserdächern und in den Straßen sieht man viel Grünzeug und Bäume. Es wird dazu gesagt, dass durch die Erderwärmung heutzutage ein Achtel von Tokio unter Wasser steht. Überall auf der Welt soll dies ebenfalls so sein. Wir erfahren, warum genau Akira nach Tokio gekommen ist und sehen ihn am Bahnhof Tokio von der Bahn in die U-Bahn einsteigen. Plötzlich gibt es einen Stromausfall, alles ist dunkel und die U-Bahn stoppt.

Die Leute fangen langsam an durchzudrehen und die Beamten zu bedrängen. Es wird eine Evakuierung aus dem Zug bis zum nächsten Bahnsteig vorgenommen. Angekommen an der Gokokuji Station sieht Akira mehrere verstörte Menschen, die von der Oberfläche nach unten gestürmt sind. Um dem auf den Grund zu gehen stürmt er hinaus und ist schockiert. ALLES ist voller Pflanzen! Sogar einige Menschen – sie sind nur noch an der Form zu erkennen. Und er wird auch direkt Zeuge davon, wie eine der riesigen Pflanzen diese Menschen einen nach dem anderen frisst.

Das wars auch schon mit dem ersten der zwölf enthaltenen Kapiteln. Ich war direkt am Anfang schon richtig gepackt und mitgenommen. Der Band ist halt auch mal wieder richtig schön was für meine eigentlichen Genre Vorlieben. Ich probiere es ja auch hier und da mal mit Romance Titeln, aber grad wenn ich wieder mal sowas in der Hand habe merke ich einfach, wie gut ich das finde spannende Storys zu lesen. Ich muss aber direkt dazu sagen, dass das Blut hier schon reichlich spritzt, mir gefällts aber.

Von der Thematik her erinnert mich der Manga an Cage of Eden, was ich sehr positiv finde. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich hier positiv überrascht wurde, ich hätte nicht damit gerechnet, dass er mich so abholt. Zumindest von der Story her, denn mit den Charakteren konnte ich noch nicht richtig warm werden. Das kann aber durchaus auch an dem Timeskip liegen der im Manga vorkommt. Wir haben hier quasi eine ähnliche Ausgangssituation wie bei The Walking Dead und werden erst so richtig nach einem Timeskip in die Story mitgenommen. Das macht es irgendwie aber auch spannender und positiv mysteriös. Wobei sowieso die ganze Sache mega mysteriös ist! Es weiß halt keiner was hier abgeht und ich hoffe sehr, dass wir das noch erfahren.

Was ich auch noch sehr positiv betonen muss, ist, dass der Manga in Tokio spielt. Da ich ein Fan von Japan bin kommen mir daher beim Lesen die ein oder anderen Bahnhöfe bekannt vor, was ich richtig angenehm beim Lesen finde. Der Manga wird angepriesen für Fans von Attack on Titan und Tokyo Ghoul. Bei Tokyo Ghoul kann ich nichts dazu sagen, aber bei Attack on Titan muss ich Recht geben. Er erinnert schon daran, vor allem eben, weil mit Blut nicht gegeizt wird und jeder Charakter praktisch in jedem Moment sterben könnte. Vor allem trifft der Vergleich zu, wenn man sich mal das Riesenbaby auf dem Cover anschaut, was hier im Manga seinen Auftritt hat. Gruseliges Ding!

Der ein oder andere wird vielleicht abgeschreckt sein durch den Preis von 10€. Allerdings muss ich wirklich sagen, dass der Preis gerechtfertigt ist. Er umfasst 192 Seiten, was nicht gerade wenig ist, außerdem ist er im Großformat. Der Einband ist hochwertig und aus sehr dickem Papier, was ich gut finde. Was mich an dem Manga jedoch mehrfach gestört hat, war, dass man durch die Beschaffenheit der Zeichnungen erkennt, wo überall im japanischen die Farbseiten waren. Ich finde es schade, dass diese nicht farbig sind, sondern ebenfalls Schwarz/Weiß. Da sich das jedoch auch auf den Preis ausgewirkt hätte und es sich hierbei um einen sehr neuen Mangaverlag handelt, kann ich die Entscheidung jedoch durchaus verstehen.

Eine Leseprobe könnt ihr hier finden.

   

Als ich den Titel im Programm von Manga Cult erspähte, war mein Interesse direkt geweckt. Musste ich bei dem Cover doch an die späteren Kapitel von Infection denken. Auch die etwas andere Thematik mit Pflanzenmonstern fand ich interessant und ein Protagonist mit ner Kettensäge… das kann doch nur gut gehen. Lediglich der Vergleich zu Attack on Titan missfiel mir etwas, da ich die parallelen nicht sehen konnte.

Nach nur wenigen Seiten hatte die Serie mich aber schnell überzeugt und machte absolut Lust auf mehr. Ich muss zwar sagen, dass mir der Hauptcharakter aufgrund seiner Art nicht so super gefällt, dafür haben wir mit Pinguin-Sensei ja immerhin einen Richtig coolen Kämpfer. Ich kann es nur noch mal sagen, WTF?! ist diese Kettensäge cool und genauso cool schwingt er das Ding auch in diesem ersten Band! Hier bleibt letztendlich eigentlich nur abzuwarten, ob der Manga es denn auch weiterhin schafft eine gute Story zu erzählen.

Der erste Band macht jedenfalls einen echt guten Job eine spannende Geschichte mit coolen Charakteren zu präsentieren. Die Actionsequenzen sind alle sehr überschaubar und mein einziges Manko liegt an diesen Charakter-Designs. Ich hoffe doch, dass die Story von jetzt an nur noch cooler wird und freue mich jetzt schon auf die nächsten Bände!! Für mich zielt der Manga genau ins Schwarze und ich kann ihn wärmstens empfehlen.

Das Genre Survival Horror erfüllt der Mangaka wirklich vorzüglich und ich wurde so gut unterhalten, dass ich mich unheimlich auf den zweiten Band freue! Ganz hinten im Band sind bereits die nächsten vier Bände abgedruckt und planmäßig erscheinen alle noch in 2018 und im zweimonatigen Rhythmus, das freut mich sehr. Der Manga ist mit insgesamt 8 Bänden abgeschlossen und ich bin Manga Cult wirklich dankbar, dass sie den Manga nach Deutschland bringen. Ich hatte nämlich bisher noch nichts von ihm gehört.

Eure


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Letterheart – Green Worldz Band 1 und 2


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

3 Antworten

  1. Super Review :D Ich hatte den Manga auf der LBM zwar schon mal in der Hand, aber erstmal nicht mehr Beachtung geschenkt, da ein paar andere Sachen Vorrang hatten. Klingt auf jeden Fall sehr interessant und spannend. Ich mag so Survival Horror Manga *_* Irgendwie erinnert mich das auch etwas an “König der Dornen” :’D Versuche mich mal an dem Gewinnspiel und vielleicht hab ich ja Glück, ansonsten wird er später noch gekauft :)

  2. speckolga sagt:

    Danke für die super Review! Ich war noch etwas skeptisch und sowieso pleite auf der LBM als ich den Manga sah. Was ihr darüber schreibt, klingt aber schon sehr interessant. Ich bin bei Endzeit-Storys eher von der skeptischen Sorte, weil es da schon Vieles gibt. Pflanzen finde ich aber genrell eine interessante Sache in dem Zusammenhang! Mal schauen, vielleicht habe ich ja Glück und gewinne, ansonsten muss der Manga noch etwas warten, bis ich ihn mir mal anschaue ^_^

  1. 21. Juli 2018

    […] REZENSIERT VON:  House of Animanga  |  DeepGround  |  Splash […]

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