Anime Review: Magi – Adventure of Sinbad

Vor einigen Jahren, als ich mal wieder auf der Suche nach einem neuen Manga für unterwegs war, stieß ich auf Magi. Schon nach kurzer Zeit war ich Feuer und Flamme für die Reihe. Allerdings gab es einen Charakter der es mir unglaublich angetan hatte, der aber schlicht weg viel zu kurz kam. Der großartige Sinbad, mächtiger Eroberer vieler Dungeons. Ich war von dem Mix aus seiner Heldenhaften Präsenz und seinem Idiotischen Charakter einfach nur geflashed.

Einige Zeit später erhielt Magi eine (meiner Meinung nach) eher mittelmäßige Adaption. Auch wenn mein geliebter Sinbad auch dort seinen Auftritt hatte, wollte ich einfach mehr sehen. Wie es schien stand ich mit meiner Meinung nicht alleine da. Denn die Reihe veröffentlichte eine Spin-off Serie die sich nur Sinbad´s Abenteuern widmete.

Wie es der Lauf der Dinge ist, erhalten erfolgreiche Manga auch irgendwann eine Adaption. Umso mehr freute ich mich dann natürlich, dass diese Serie auch nach einer Weile ihren Weg zu Netflix gefunden hatte. Dennoch dauerte es bis vor kurzem, bis wir die Serie endlich mal sehen konnten und man war ich großartig unterhalten.

Als ein kleinen Jungen im Kriegsstaat Parthevia geboren wird, geht ein Aufschrei durch die Welt. Allerorts treten die Ruhk, magische Wesen in Form von Schmetterlingen, in Erscheinung und läuten damit ein neues Zeitalter ein. Doch das Schicksal des Jungen ist in seiner Kindheit mit viel Leid geprägt. Sein Vater, ein Kriegsveteran, wird schon früh im neu gegründeten Neu Parthevia als Deserteur angeklagt und gerichtet. Für die beiden Hinterbliebenen führt dies natürlich zu einem deutlich schwereren und entbehrlichen Lebensstil.

Als einige Zeit später ein Dungeon erscheint, ist die Armee von Neu Parthevia stark bemüht, dessen Schätze zu bergen. Doch sie scheitern und bezahlen einen hohen Blutzoll für die vergeblichen Versuche. Erst dem jungen Sinbad gelingt es, den Dungeon zu erobern und einen Pakt mit dem Dschinn zu schließen.

Im Anschluss an den eroberten Dungeon, macht sich der vom Schicksal geliebte Junge auf den Weg, die Welt zu erkunden. Doch dies ist nicht sein einziges Ziel. Er möchte viele Kulturen kennen lernen und letztendlich einen eigenen Staat errichten, in dem es keine Diskriminierung gibt und in dem alle glücklich sein können. So beginnt das spannende Abenteuer des Dungeon Eroberers Sinbad und seiner Gefährten.

   

Wie sehr habe ich mich auf diese Serie gefreut und sie jedes mal angefunkelt wenn wir gerade zufällig beim durchforsten von Netflix darauf gestoßen sind. Vor kurzem habe ich dann endlich Nägel bei die Köpfe gemacht und wir haben die Serie gesehen und wie oben bereits geschrieben, ich habe es nicht bereut. Denn eine der stärken dieses Anime ist vor allem, dass er eigentlich keine bzw. recht wenige Schwächen hat.

Das ist natürlich alles Ansichts- und Geschmacks-Sache, allerdings bin ich davon überzeugt, dass es der Anime sehr gut schafft, einen sehr stabilen Erzählfluss zu gewährleisten. Wer mich kennt und hin und wieder meine Beiträge ließt, der weiß, dass das einer der wichtigsten Kritikpunkte ist. Ich finde es schrecklich wenn eine Serie oder ein Film an diversen Stellen seine Tiefen hat. Eine wirklich gute Serie schafft es durchgängig zu unterhalten.

Magi: Adventures of Sinbad gehört meiner Meinung eben zu genau diesen Serien. Obwohl es ja ein klein wenig im wiederholenden Rhythmus abläuft, wirkt das hier aber gar nicht so unpassend. Schließlich ist Sinbad ein Abenteurer und ich muss ehrlich gesagt sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat, wie die Story strukturiert war. Das ganze hat mich nämlich ein wenig an ältere JRPG´s erinnert.

Dort war es ja auch vollkommen normal, dass man von Stadt/Land zu Stadt/Land reist, dort ein Problem löst und letztendlich dafür mit einem neuen Gruppenmitglied belohnt wurde. Vielleicht hat die Serie genau da auch den ein oder anderen heimlichen Pluspunkt bei mir gesammelt. Aber hey, letztendlich hat doch jeder seine Vorlieben oder?

Neben den sehr gut erzählten Abenteuern der Serie rechne ich ihr aber sehr hoch an, das wir nicht nur einen Charakterlich wachsenden Sinbad gezeigt bekommen, sondern auch einen visuell wachsenden. Ich mag so etwas sehr. Das binden einen als Zuschauer umso mehr an die Charaktere. Auch einer der Gründe warum BoF 3 immer eins meiner Lieblings RPG bleiben wird. Wo wir aber auch schon bei einem weiteren sehr guten Punkt des Anime wären, den Charakteren.

Denn obwohl das wichtigste an einer Serie eine gute Story ist, kann diese mit ihren Charakteren Leben oder Fallen. Gerade mit Sinbad hat die Serie aber einen der stärksten und sympathischsten Hauptcharaktere zu bieten, die mir bisher so unter gekommen sind. Seine Trottelhaftigkeit wiegt er dicke mit Verantwortungsbewusstsein und wahrem Führungstalent auf. Ich mag ihn einfach weil er dass perfekte Sinnbild eines Anführers und (JRPG)Helden ist.

Jedoch ist er nicht der einzige sympathische Charakter. Auch Ja´far der ihn ja bereits seit nahezu Beginn der Reise verfolgt/begleitet, hat mit seiner kleinen Charakter-Ark zu überzeugen gewusst. Ich fand seinen „Seiten-wechsel“ einfach so gut erklärt und dargestellt. Hinahoho´s Ark war auch sehr überzeugend und hat mir sehr gut gefallen. Lediglich Mystras hat mir jetzt nicht so gut gefallen. Sowohl charakterlich, als auch von seiner kleinen Ark, aber in welcher Serie gefallen einem schon alle Charaktere?

Dazu bietet die Welt von Sinbad ein unglaubliche Szenerie. Durch seinen Status als Abenteurer und Händler bekommen wir natürlich auch allerhand zu sehen. Dabei unterscheiden sich die Gegenden so grundsätzlich, dass ich mich schon fast im kommenden Story-Verlauf fürchte, nicht mehr so sehr von neuen Ländern beeindruckt zu sein. Dafür müsste es aber auch endlich mal eine zweite Staffel geben….

Auch die Kämpfe waren sehr schön und überschaubar animiert. Das hat mir sehr gut gefallen. Vor allem natürlich auch der Einsatz der Dschinn-Gefäße war eine absolute Augenweide. Das beste waren hier natürlich vor allem Sinbad´s herum geprotze wie stark er doch tatsächlich ist. Ach ja waren Helden müssen ja schließlich immer noch eine Schippe drauf packen!!

    

Ich war ja von Magi: The Labyrinth of Magic schon sehr begeistert. Der Anime nimmt einen richtig mit ins Geschehen und verzaubert einen in diese Welt. Ich fand damals Sinbad schon geil. Seine eigene Geschichte zu sehen und zu verfolgen war aber nochmal ein ganzes Stück cooler! Der Sinbad Anime hat mir noch besser gefallen. Ich kann Fuma bei seinen Ausführungen wirklich nur zustimmen. Sinbad als Hauptcharaktere ist so dermaßen stark, man muss ihn einfach mögen! Vor allem ist es toll, dass er hier nicht so “over the top” dargestellt wird wie in Magi, sondern man wirklich von Anfang an mit seiner Geburt dabei ist und seine Schwierigkeiten sieht und wie er daran wächst. Richtig toll gemacht und eine wunderbare Ergänzung des Universums! Ich habe soo Lust bekommen, den Magi Manga endlich mal zu lesen.

Mit seinen sehr kurzen 12 Folgen, war die Serie leider viel zu schnell abgeschlossen. Ich warte also sehnlichst auf eine zweite Staffel!! Netflix, do your thing!! Für all jene unter euch, die Lust auf eine gute Abenteuer Serie haben, ist Magi: Adventures of Sinbad genau das richtige. Die Serie ist ohne jeden Zweifel weiter zu empfehlen und ein absolut spaßiges Abenteuer. Von mir gibt es a dieser Stelle 9 von 10 abenteuerlich geschlossenen Handelsverträgen.

Euer


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1 Antwort

  1. speckolga sagt:

    Oh ja, endlich habt ihr ihn auch geschaut! Als ich damals den Anime von Magi zu Ende geschaut habe, ging es bei mir direkt mit Sinbad weiter und ich war vollkommen begeistert! Magi hatte ja leider schon ein paar Tiefpunkte und auch wenn ich den Anime geliebt habe, war ich erst bei Sins Story so richtig Hin und Weg! Danach habe ich dann den Manga angefangen und ich wünsche mir so, so sehr, dass auch das Sinbad Spin Off in Mangaform zu uns kommt! Der Anime war wirklich viel zu kurz, ich hätte noch sehr gern mehr gesehen!

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