Spiel Review: Ni No Kuni 2 – Schicksal eines Königreichs

Hier geht es zu unserem Unboxing der King’s Edition

Vor knapp 5 Jahren erschien Ni No Kuni und faszinierte mich von der ersten Minute an. Zum ersten Mal war es möglich mit einen Ghibli-Film nicht nur an zu sehen, sondern mehr oder weniger ein Teil davon zu werden. Lieder habe ich durch einen etwas… unangenehmen Grind für die Platin heute nicht mehr die besten Erinnerungen an das Spiel. Somit war ich ehrlich gesagt auch recht ungehyped was den 2. Teil und dessen Ankündigung anging. Ganz im Gegensatz zur lieben Mia der es ja schon fast unter den Fingern brannte.

Ich wiederum blieb relativ gelassen und schaute mir soweit auch nur den ersten Ankündigungstrailer an. Erst ein Artikel auf Kotaku cirka 1 Woche vor Release starte meine Euphorie und ich konnte den Release kaum erwarten. Dazu aber unten mehr. Wir haben uns natürlich auch die King´s Edition geholt, weil…. naja wir hatten die Collector´s Edition auch bei Teil 1…^^“ Das Unboxing und den Inhalt könnt ihr übrigens hier sehen.

Nun knapp 2 Wochen später habe ich das Spiel durch und kann sogar eine Platin vorweisen. Meine 70. um es noch mal etwas hervor zu heben. Ich kann hier nur schon so viel sagen, das Spiel hat die meisten Fehler seines Vorgängers ausgemerzt und ist wirklich an allen Enden gewachsen. Lange habe ich keine so hervorragende direkte Fortsetzung mehr gesehen. Viel Spaß nun also mit meiner Review.

Ni no Kuni™ II : REVENANT KINGDOM & ©LEVEL-5 Inc. All rights reserved.

Als sich Roland, der Präsident der Vereinigten Staaten, gerade auf dem Weg zu einem wichtigen Treffen befindet, sieht er im Augenwinkel seines Autofensters ein sich sehr schnell bewegendes Objekt. Selbiges bewegte sich unmittelbar Richtung Stadt und explodierte in einem hellen Lichtblitz. Die Druckwellen der Explosion erfassten auch die Fahrzeugkolonne des Präsidenten. Mit der Erkenntnis welches Unglück seine Welt heimsuchte, hatte er gerade den Tod akzeptiert, als er in ein helles Licht getaucht wurde und verschwindet.

Kurze Zeit später verschwand das Licht, in das er gehüllt war wieder und er war nicht nur am Leben, sondern sein Körper war auch erneut der eines jungen Mannes. Doch er hatte keine Zeit sich an die Umstände zu gewöhnen, denn er war vom Regen in die Traufe gelangt. In dem Schloss in dem er sich befand, wurde gerade ein Putsch durch geführt und wie durch Zufall traf er auf den jungen Prinzen Evan. Das Ziel dieses Putsches.

Roland schnappte sich den jungen Prinzen und zusammen flohen sie vor den Häschern die auf das Leben des Kindes aus wahren. Durch Roland´s Erfahrungen als Präsident, beschloss der Prinz nach kurzer Zeit ein neues Königreich zu gründen in dem jeder willkommen wäre. Egal welcher Abstammung er auch ist. Das Ziel der beiden war es fortan eine Friedliche Welt zu erschaffen, in der es nie wieder Konflikte geben solle. Doch der schändliche Hamnar hatte ganz andere Pläne. Wird es dem Duo und ihren Freunden gelingen das Königreich ihrer Träume zu errichten und am Ende eine friedlich vereinte Welt zu erschaffen…?

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Wie oben bereits geschrieben, war ich seit der Ankündigung eigentlich relativ unbegeistert. Klar habe ich mich gefreut erneut in die tolle Ghibli-inspirierte Welt ein zu tauchen und natürlich war ich auch froh, dass wir einen neuen Protagonisten bekommen haben. Aber irgendwie wollte das alles nicht reichen um mich zu überzeugen. Erst der oben angesprochene Kotaku Artikel, in dem gewisser maßen parallelen zu Suikoden gezogen wurden lies mich aufhorchen und mich in verzückende Ungeduld zu tauchen.

Da ich das Spiel nun schon durch und geplatint habe, kann ich wohl nur sagen, dass es diesem Vergleich sehr gerecht wird. Ni No Kuni 2 ist wohl der spirituelle Nachfolger der Suikoden Serie, die seit 2006 keinen weiteren Hauptteil mehr zu präsentieren hatte. Wer die Reihe kennt, dem fallen die Parallelen wie Schuppen von den Augen.

Um es kurz zusammen zu fassen:

– Bei den Suikoden Spielen handelt es sich um eine Reihe (sehr sehr guter) JRPG´s

– Es werden meistens Epische Geschichten erzählt die sich rund um Verrat und ähnliches drehen

– Ein Hauptfokus der Spiele ist das Schloss welches man bekommt und welches man im laufe der Zeit weiter ausbauen kann.

– Um das Schloss auszubauen, rekrutiert man allerhand NPC(108) auf der ganzen Welt, die allerhand Fähigkeiten, von neuen Geschäften, über neue Kampfcharaktere bis hin zu neuen Militäreinheiten, bieten.

– Einige der größeren Konflikte werden mithilfe von Militäreinheiten ausgefochten.

Ohne zu viel um den heißen Brei zu reden, Ni No Kuni ist genau das! Außer vielleicht das es keine Rundenbasierten Kämpfe gibt, sondern Echtzeit-Kämpfe. Naja und das man ein festes Kampfteam hat. Das ist aber nichts schlechtes!! Jeder Fan der Suikoden Reihe sehnt eine Fortsetzung herbei, die unter dem Schirmher Konami wohl nie kommen wird… so sad!

Aber Ni No Kuni 2 ist noch viel mehr als das. Denn obwohl die Story relativ kurz ist, weiß das Spiel einen Stundenlang in den Bann zu ziehen. Ständig denkt man sich. Ach komm, ich kille hier noch ein besessenes Monster oder mache da noch eine Nebenmissionen um jemand neues zu rekrutieren. Daneben gilt es natürlich auch ständig das Schloss weiter aus zu bauen, denn dieses wirkt sich direkt auf das Spielgeschehen aus.

Wer gute Ausrüstung oder Fähigkeiten haben will, kommt gar nicht drumherum dem Schloss seine Aufmerksamkeit zu schenken. Das sich Level 5 hier entschieden hat eine eigene Schlosswährung einzusetzen habe ich Anfangs noch etwas verflucht. Da der einzige Weg sie anzuhäufen jener ist, das Schloss weiter aus zu bauen und bekannter zu machen. Dann wird es nach und nach automatisch generiert. Gegen Mitte hat mir das System dann sehr gut gefallen.

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Auch die Kämpfe sind so viel angenehmer als im ersten Teil. Es gibt nichts besseres als ein aktiver Teil des Kampfes zu sein. Wer Spiele wie die „Tales of -“ Reihe kennt und mag, wird sich hier direkt hervorragend aufgehoben fühlen! Auch das man gleich mit 3 Waffen in den Kampf zieht, bringt ein gewisses Maß an Strategie mit sich.

Wo wir bei einer der kleinen Schwächen des Spiels wären. Die strategischen Militäreinsätze. Jene Gruppenkämpfe, die an ein sehr simplifiziertes „Total War“ erinnern. Grundsätzlich sind die Dinger nicht schlecht. Sie machen aber auch keinen allzu großen Spaß. Die meisten Kämpfe habe ich 10-15 Level unter der Level-Empfehlung gemacht und bin eigentlich nur an denen gescheitert bei denen ich NPC beschützen musste oder ähnliches.

Weiter geht’s mit etwas positivem. Die Welt motiviert so zum erkunden und abdriften. Überall gibt es etwas zu entdecken. Hier ein Schrein, dort ein Opferaltar für die kleinen Kampfhelfer und natürlich jede Menge Kisten. Dazu kommen die Traumportale (zufallsgenerierte Level die mit der Dauer schwerer werden) und besessene Monster (sehr Starke Monster, überall auf der Welt verstreut).

Es gibt also mehr als genug zu tun um seine Zeit von diesem Spiel absorbieren zu lassen. Lediglich die Hauptstory kam mit leider etwas kurz vor. Nach etwa 30 Std. soll man wohl durch sein, habe ich gehört/gelesen. Da ich ja überall abgedriftet bin, kann ich nur sagen das ich etwas länger gebraucht habe. Meine Spielzeit beläuft sich auf etwa ~75 Stunden. Obwohl mir die Story gefallen hat, muss ich hier aber sagen, dass Teil 1 hier wohl ganz leicht die Nase vorne hat.

Jede der 4 Städte wusste zwar eine spannende, ausgefallene Geschichte zu erzählen, aber mich persönlich, hat keine wirklich so sehr abgeholt. Lediglich ein Kapitel gegen Ende schaffte es, mich emotional etwas zu fesseln, da ich nicht glauben wollte was mir das Spiel dort zeigte. Um noch etwas kleines positives hierzu zu sagen, hat mich eine Offenbarung am Ende dann doch noch mal zum schmunzeln gebracht.

Auch die Hauptcharaktere haben mich hier deutlich mehr angesprochen als im ersten Teil. Weder Oliver noch die anderen beiden fand ich damals so toll und von Tröpfchen will ich gar nicht anfangen. Dafür wissen Roland, Evan und die anderen aber mir zu gefallen. Lediglich mit Zoran und Shanty bin ich nicht so konform gegangen. Dafür das sie seit Beginn dabei waren, fand ich sie etwas zu blass.

Mein Held ist und bleibt aber Roland. Der eigentliche Hauptcharakter dieses Spieles. Er war es auch, denn ich nahezu das komplette Spiel über gesteuert habe und wie oft hat man schon die Chance den Präsident der Vereinigten Staaten zu spielen?^^ Sowohl Suzie wie auch Cecilius brauchten auch jeweils etwas zur Story bei, wobei Shanty lediglich die damsel in distress (Jungfrau in Nöten) und Zoran der 08/15 Tank war. Somit ist 4 von 6 immer noch ne bessere Rate als 0 von 3… oder?^^“

Eigentlich bin ich jetzt an einem Punkt angekommen wo ich nicht mehr so recht weiß, was ich zu dem Spiel noch sagen soll. Vielleicht noch das ich ca. 75 Stunden für die Platin benötigt habe. Dazu habe ich mein Königreich auf der Maximalen Stufe und alles erforscht. Ich habe alle 175 Side-Quest absolviert und bin bei 59/60 besessenen Monstern. Grundsätzlich würde ich diese Platin wohl auch eher als leicht abtun (3/10).

Eine finale Sache fällt mir dann doch noch ein. Ich bin unheimlich gespannt auf die angekündigten DLC. Nicht nur das ich das verlangen habe, noch mal in diese Welt ein zu tauchen. Es gibt im Spiel auch einen Kontinent der unglaublich gut ausgearbeitet wurde, der Story und spielerisch aber nahezu gar nicht genutzt wird. Ich hoffe wirklich, das einer der beiden DLC sich um diesen Kontinent drehen wird.

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Ich glaube nun habe ich aber wirklich alles zu dem Spiel gesagt, was mir so eingefallen ist. Wenn man mich fragt, gehört Ni No Kuni 2 in jede vernünftige RPG Sammlung. Dazu ist es an sich für jeden zu empfehlen. Sowohl Core-Gamer wie auch Casual-Gamer werden sich hier wohl fühlen. Der 2. Teil dieser Reihe schafft es den ersten an nahezu allen Enden bei weitem zu überbieten. So sollte eine Fortsetzung sein! Da frage ich mich doch echt, ob all die Entwickler das einfach vergessen haben, oder ob es ihnen schlichtweg egal ist….

Ich hatte eine großartige Zeit dieses Spiel zu spielen und auch wenn ich nach 2 Woche schon wieder durch bin, war es jeden einzelnen Cent wert. Ich kann das Spiel nur jedem weiter empfehlen und es bekommt von mir verdiente 10 von 10 neue gegründete Königreiche!!

Euer


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5 Antworten

  1. Vincisblog sagt:

    Nachdem Lesen des Berichts war ich dann über die Wertung etwas überrascht. Die Kritik geht weg von “alles super”, die Wertung sagt dann aber aus “es könnte nicht besser sein”.

    Zum Spiel: ich behalte es im Auge und werde wohl bei einem Angebot mal zuschlagen.

    • Fuma sagt:

      Hey, findest du wirklich, das ich so große Kritik Punkte hatte? Habe ich mich so unglücklich ausgedrückt? Ich war eigentlich der Meinung das ich lediglich etwas an der Story bemängelt habe und da diese mir dennoch Gefallen hat fand ich es jetzt nicht soo dramatisch. Ich habe lediglich zwischen 9 und 10 gekämpft und da Mia Teil 1 als “Meisterwerk” bezeichnet hat, habe ich die 9 als krassen bruch empfunden, da das Spiel meiner Meinung nach ja besser ist als der Vorgänger.

      • Vincisblog sagt:

        Vom Text her hätte ich mit 7 oder 8 gerechnet. 10 ist für mich quasi gänzlich ohne negativer Kritik. Bewerten kann ich es nicht, da ich es nicht gespielt habe. Der Text suggeriert – wie gesagt – eine niedrigere Wertung.

        • Fuma sagt:

          Hm… Seltsam! Dabei dachte ich ich hätte meinen (sehr positiven) Emotionen zum Spiel, (dass ich kaum aus der Hand legen konnte) freien Lauf gelassen… Da muss ich doch glatt heut Abend selbst noch mal drüber lesen…

  2. Und wenn man mal die Fanboybrille abnimmt, bleibt ein relativ solides, Stellenweise gutes JRpg, mit einem zu hastigen Anfang (jedenfalls super 0815) , nicht immer nachvollziehbare Entscheidungen und fast schon Naiv-dummen Figuren. Die Story ist auch eher solala und letztlich totaler Humbug.
    Der größte Kritikpunkt, wurde aber nicht mal angekratzt. Das Spiel hat spielerisch absolut keinen Anspruch, zero. was bringen mir Verbesserungen und Co. wenn es so verdammt anspruchslos ist? Eben, nichts. Für Kacktrophäen eventuell zu gebrauchen, keine Ahnung. Jeder der aber schonmal ein anderes Rpg/Jrpg durchgespielt hat, wird hier so dermaßen unterfordert sein, dass einem spätestens dann auch auffallen wird, wie schlecht die Geschichte eigentlich ist (zieht gegen Ende etwas an) aber das ist nicht mal “leichte Kost”.

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