Spiel Review: Sword Art Online Fatal Bullet

Hier geht es zu unserem Unboxing der Collector’s Edition

Nachdem ich mich gestern ja schon dem grandiosen Ni No Kuni 2 gewidmet habe, soll auch das Spiel welches ich davor gezockt habe nicht leer ausgehen. Die rede ist natürlich von Sword Art Online Fatal Bullet. Das Unboxing der Collector´s Edition hatten wir euch ja bereits am Montag präsentiert. Die Geschichte zu der CE ist eigentlich recht lustig. Ursprünglich hatte ich mir die Box wegen den beiden Figuren bestellt. Nicht das ich sie unbedingt hätte haben wollen, mir ging es eher darum allgemein mal ein paar SAO Figuren zu haben. Ohne natürlich allzu viel Geld zu verbrennen.

Da ich leider eine etwas komplizierte Geschichte mit dem ersten Teil der Reihe auf der Vita habe, hat es bisher kein weiteres Spiel der Reihe mehr in meine Liste geschafft. Wir besitzen die meisten (oder all?) Teile zwar und ich habe auch vor sie zu spielen, aber keine Ahnung wann. Sie stehen nun nicht sooo hoch in meiner Prio Skala. Dafür hatte ich umso mehr Lust auf Fatal Bullet.

Nach den ersten eher mittelmäßigen Trailern hatte ich das Spiel schon als lieblos abgeschlagen. Umso überraschter war ich dann natürlich als ich das Spiel einlegte und es mir tatsächlich gefiel. Ich war schon immer mehr der Third-Person-Shooter Spieler, anstelle des First-Person-Shooter Spielers. So schaffte es das Spiel auch relativ schnell mir zu gefallen und heute präsentiere ich euch meine Review dazu, viel Spaß.

Als neuer Spieler findet sich unser (selbsterstellter) Hauptcharakter in der Welt von Gun Gale Online wieder. Neben dem offensichtlichen Plan ein Spiel zu Spielen, kommt allerdings eine weiter wichtiger Grund hinzu. Durch das Spiel trifft er(/oder sie) auf seine alte Kindheitsfreundin Kureha, die damals leider weg gezogen war. Um also endlich wieder Zeit zusammen zu verbringen lud die erfahrene GGO-Veteranin den Hauptcharakter also ein tolle Abenteuer zu erleben.

Da aktuell aufgrund eines großes Updates ein neuer Dungeon hinzugefügt wurde beschlossen sie zusammen in den Event-Dungeon gehen. Dort gelangt der Hauptcharakter durch eine Verkettung seltsamer Zufälle in einen geheimen Raum. In selbigen findet er eine äußerst seltene A.I. die unserem Hauptcharakter sogar noch eine bisher nicht implementierte Waffe in die Hand drückt.

Nun galt es für unseren Main so schnell es geht aufs Höchstlevel zu kommen, um zusammen mit den neu gefunden Freunden, zu denen auch Kirito und Crew gehören, den ominösen neuen Dungeon vor allen anderen Spielern zu meistern. Doch im Hintergrund bahnte sich durch Death Gun bereits eine weitere Gefahr am Horizont an…

   

Ich muss ja zugeben, dass ich zu Anfang etwas verwirrt war. 1.) fand ich es etwas absonderlich das man hier nicht als Kirito sondern Charakter X spielt. Ich weiß das sich viele Leute heutzutage einen Charakter-Editor wünschen(warum auch immer), aber wir wissen doch ohnehin alle das Kirito der Big Boss in SAO ist. Irgendwie hat es sich so falsch angefühlt, dass man eben NICHT als Kirito spielt, aber einen Charakter, dem Kirito´s Eigenheiten eingepflanzt wurden. Es ist sooo seltsam einen Kirito zu haben der sich dann unterordnet.

2.)Ich hab bis relativ am Ende nicht verstanden wo das Spiel Storytechnisch spielen soll. Das die Spiele ihre eigene Kontinuität haben ist mir ja klar. Schließlich war Shion schon seit ein paar Teilen dabei und die Reihe bezieht sich auch wiederholt auf vergangene Ereignisse. Erst als dann irgendwann mal Death Gun aufgetaucht ist, war mir klar, dass es wohl vor/während/nach den Ereignissen der Serie spielt.

Das Spiel hat im Kampf gegen Death Gun sogar einen Kirito-Modus der Parallel zur Haupthandlung spielt und sich ein wenig mit der Serienhandlung deckt. Irgendwie wollten sie es also auch noch einbringen;) Ich sag mal so. Ohne diese Ereignisse hätte ja doch etwas gefehlt. Allerdings werden sie, wie bereits geschrieben auch wirklich eher als Zusatz beigefügt.

Leider muss ich an dieser Stelle auch gestehen, dass die Story einer der größten Schwachpunkte des Spiels ist. Den wie gesagt dein Hauptcharakter ist quasi ein zweiter Kirito. Während man zu Beginn die ganze Zeit erzählt bekommt, was für ein Noob man doch sei und wie viel Glück man doch hätte, so ändert sich das erst etwa im letzten drittel des Spiels. Denn dann ist man plötzlich der große Checker und hat´s voll drauf, sodass selbst alle großen Legenden in deine Mannschaft(Gilde) wechseln. Selbst ein Herr Kirito.

Der einzige positive Punkt, den ich zur Story nennen kann, ist wohl jener, dass das Spiel es perfekt schafft die Atmosphäre eines MMO kurz vorm neuen Kontent-Patch ein zu fassen. Die Ungeduld der gelangweilten Spieler und natürlich auch die Hetzjagd um auf zu holen sind gut umgesetzt. Selbiges gilt natürlich für den Moment, in dem der Kontent online ist und alle versuchen ihn zu bezwingen. Lediglich die Server-Lags haben mir (nicht) gefehlt.

Dafür hatte ich unglaublichen Spaß an der Spielmechanik. Der Third-Person-Modus über den ich Anfangs so skeptisch war, schaffte es mich letztendlich zu überzeugen und ich hatte (und habe) unglaublichen Spaß daran. Das Automatische Anvisieren klappt meist recht gut und auch das automatische Nachladen macht das Spielgefühl angenehmer. Lediglich der Umgang mit dem Schwert war echt unsinnig programmiert. Wer schlägt denn bitte auf R2?

Ebenfalls schaltet man im Laufe seines Abenteuers auch noch zusätzliche Waffenmodi frei. So kann man die meisten Waffen letztendlich doppelt führen. Was gerade das ohnehin schon starke Sturmgewehr zur absoluten Top-Wahl macht. Wenigstens der Schwert & Pistole Modus macht das Schwert spielbar. Mit Viereck schlagen ist ja wenigstens normal!!

Neben der Story gibt es noch einiges zu entdecken. So kann man auf „Schatz-Jagd“ gehen oder eben auf „Kopfgeld-Jagd“ gehen. Die Kopfgelder gibt es in 2 Variationen. PVE und PVP. Also Pseudo-PVP. Aber es gibt selbstverständlich auch einen PVP Modus. Zu dem kann ich aber leider nichts sagen, da ich ihn bisher noch nicht getestet habe. Ich bin einfach kein großer PVP Spieler.

Neben der Story kreide ich dem Spiel aber auch dessen Spielwelt an. Natürlich befinden wir uns in einer harschen Welt, in der die Waffe das Gesetzt ist. Das heißt aber noch lange nicht, das die Entwickler dass ausnutzen sollten. So gibt es Teils riesige Areale in denen einfach mal nichts drin ist, außer den Mob-Gruppen die spawnen sobald man nahe genug dran ist. Das finde ich unglaublich schade. Da wurde durch große Areale eine falsche Größe vorgetäuscht. Schade eigentlich. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Neben den 6 (oder 7?) Waffengattungen die von der Pistole, über das Sturmgewehr bis hin zum Raketenwerfer reichen wird das Spiel auch durch Fähigkeiten erweitert. So kann man nach Level-ups Fähigkeiten Punkte frei schalten, die man dann investieren kann. Nutzt man eine Waffe oder einen Skill häufig steigt die Fähigkeit und neben der wachsenden Stärke kann man auch neue Fähigkeiten frei schalten.

Das ganze RPG System hat mir allgemein gut gefallen. Gegner geben Erfahrungspunkte und man levelt munter auf. Dazu findet man Loot auf Diablo Niveau, von dem man 90% eigentlich direkt wieder verkaufen kann. Ich war ja schon froh ein episches Schwert beim ersten Boss gedropt zu bekommen. Die Waffen kann man natürlich auch verstärken.

Dazu kommt deine A.I. die junge Dame oder den jungen Herrn, wie es einem beliebt, kann man im Charakter-Editor natürlich auch an die eigenen Wünsche anpassen. Dieser Levelt wie auch der Hauptcharakter auf und kann frei equipped werde. Die A.I. bildet in der Stadt auch so etwas wie deinen zentralen Port was div. Punkte wie Geldsparen usw. angeht.

Mir fehlt zwar aktuell noch das Wahre Ende, nach dem Ende welches ich aber gesehen habe, bin ich etwas ernüchtert. Das Spiel macht unglaublich viel Spaß, man merkt aber, dass das Team keine allzu große Erfahrung mit der Thematik (Shooter) hat. Schade eigentlich, es wäre doch so viel möglich. Vielleicht liegt es aber auch an den Strafen 1 Jahres Zyklen in denen die neuen Spiele erscheinen. Vielleicht würde auch hier mal ein Jahr Ruhe helfen?

Dabei ist das Spiel wirklich kein schlechtes. Es macht unheimlichen Spaß und weiß zum größten Teil auch wirklich zu überzeugen. Allerdings sind seine Makel, wie gesagt auch mehr als offensichtlich. Somit kann ich das Spiel denke ich jedem SAO Fan nahelegen. Allerdings empfehle ich den Fans das Spiel erst mal Probe zu spielen und zu schauen ob es wirklich was für einen ist.

Von mir gibt es an dieser Stelle 7 von 10 künstliche Intelligenzen.

Euer


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