Anime Review: Akatsuki no Yona – Prinzessin der Morgendämmerung Volume 5

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Das war sie also. Die letzte Volume von Akatsuki no Yona. Eine zweite Staffel steht ja noch komplett in den Sternen und ich bräuchte auch ehrlich gesagt keine zweite Staffel, trotz des offenen Endes. Es ist definitiv kein schlechter Anime, er hat aber seine Schwächen und kommt auch nach 24 Folgen nicht darüber hinweg. Bei den anderen Volumes habe ich oftmals geschrieben habe “hoffentlich entwickelt es sich noch dahingehend” oder ähnliches. Bei der letzten Volume kann man das aber ganz vergessen. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an KSM Anime, dass sie uns auch die fünfte und letzte Volume zur Verfügung gestellt haben, damit wir das Abenteuer von Akatsuki no Yona – zumindest im Anime – beenden können.

©Mizuho Kusanagi, Hakusensha/Akatsukino Yona Production Committee

Prinzessin Yona und Jun gehen Undercover auf ein Schiff, um den Menschenhandel des Wiederlings Yan Kumji zu unterbinden. Auf einem anderen Schiff warten währenddessen die Piraten zusammen mit Hak und den anderen Drachen-Kriegern auf deren Zeichen. Es gilt, die Schwierigkeiten für das Ziel zu überwinden. Ob Sie letztendlich gewinnen, den grünen Drachen ins Team holen und den vierten Drachen finden können, bevor der Anime vorbei ist?

©Mizuho Kusanagi, Hakusensha/Akatsukino Yona Production Committee

    

In den letzten fünf Folgen hat Yona wenigstens mehr Chancen bekommen, um sich zu beweisen. Jedoch ist da leider nicht so viel dabei rumgekommen. Was ich unfassbar schade finde für die Entwicklung, die sie durchmacht. Sie durchläuft zwar mühevoll die Entwicklung, sie scheint sich aber kaum zu verändern. Was sich aber definitiv verändert hat: ihr Blick. Ihr Blick ist viel kälter und härter geworden als bisher. Und das Feuer brennt in ihren Augen, im wahrsten Sinne des Wortes. Was sich definitiv verändert bzw. weiterentwickelt hat, ist ihr Hass.

Ihr Hass auf Su-won steigert sich ins unermessliche. Ihr Hass ihm gegenüber war fast greifbar, sie hat so viele Gefühle in sich aufgestaut. Es tut eben wirklich sehr weh, wenn sich dein Kindheitsfreund als dein größter Feind herausstellt. Yona kämpft in dem Sinne eben nicht nur äußerlich mit ihren Worten und ihrem Bogen, sondern auch innerlich. Sie kämpft gegen die Ungerechtigkeit. Ihr Vater König Il hat sich zwar sehr viel Mühe dabei gegeben, sein Königreich zu regieren, jedoch hat er so vieles von seinem Palast aus nicht gesehen, was Yona erst jetzt bewusst wird. Die Armut, die im Land herrscht, ist wirklich nicht schön. Sie hat viel dazu gelernt.

Was sie jedoch in der ganzen Zeit jetzt nicht gelernt hat, sind die einfachsten Tätigkeiten wie kochen oder generell aufräumen. Das wäre auch etwas gewesen, was ich als Weiterentwicklung erwartet hätte. Stattdessen machen sich die Charaktere darüber lustig, dass sie sowas immer noch nicht kann. Sie ist eben unfassbar behütet aufgewachsen und musste keinen Finger rühren. Man merkt finde ich nicht richtig, dass sie sich vom Palast abgesetzt hat, sie hat ja die Jungs, die einiges an Hausarbeit für sie erledigen. Ich weiß, es ist ein Reverse-Harem und auch Jun, der kein Drache ist, muss eine Berechtigung haben. Aber ich finde, sowas gehört genauso dazu wie ihr Training mit dem Bogen.

Sie durfte ja nicht mal mit dem Schwert trainieren. Sie wird nicht immer behütet von den Drachen unterwegs sein! Man siehe die Szenen jetzt, wo sie unabhängig von der Gruppe undercover eine Aufgabe erledigen musste. Die Aufgabe hat sie zwar erledigt, in meinen Augen war da aber viel Spielraum um sie aufzuhalten, das hätte nur vom Plot her keinen Sinn gemacht. Dieser Plot-Schutz ist mir einfach zu hoch bei Yona. Mir fehlt einfach das Gefühl, dass man sie auch mal alleine lassen kann. Ich finde schon, dass sie das verdient hätte. Und das war es eben auch, was ich am Anfang von dem Anime erwartet habe.

Das sind alles so Punkte… wo ich den Anime zu einem gewissen Teil auch nicht ernst nehmen kann. Und deshalb muss ich leider sagen, dass mich die letzten beiden Volumes ziemlich gelangweilt haben. Es ist immer dasselbe, es sind immer dieselben Witze… Ich bin mir sicher, die Mangaka hat mehr drauf als das. Wie schon mehrfach erwähnt gebe ich trotz allem dem Manga natürlich eine Chance, vielleicht setzt er ja einige meiner Kritikpunkte besser um, das weiß ich erst, wenn ich es probiert habe. Generell möchte ich den Anime und das Universum um Yona echt gerne mögen, der Anime ließ mich nur nicht.

Da die Ark rund um den grünen Drachen nun sehr lang war, hatte ich mich gefragt, was denn mit dem dritten und letzten Drachen ist. Kommt er im Anime überhaupt noch vor? Wird er noch eine Rolle spielen? Und ich muss ganz ehrlich sagen. Ich bin unfassbar enttäuscht. Der weiße Drache hatte keine sehr lange Ark, der blaue und grüne Drache hatten dagegen eine sehr lange Ark. Und der letzte… Nunja, ich denke mal, das kam daher, dass die Zeit einfach ausgegangen ist für den Anime? Ich fand es nicht gut und eher sogar lächerlich. Außerdem endet der Anime auch völlig offen, was mir bei 24 Folgen oft nicht so zusagt. Immerhin wurde aber nicht mitten in einer Ark aufgehört, das muss man dem Anime zugute halten.

©Mizuho Kusanagi, Hakusensha/Akatsukino Yona Production Committee

Der Anime ist mir teilweise leider einfach zu langweilig und zu irrelevant. Es passiert kaum etwas, viele Szenen fühlen sich wie Kaugummi an. Ich hatte am Anfang noch große Hoffnung, dass Yona sich gut weiterentwickeln wird, was sich aber leider als kindliche Träumerei herausstellte. Es ist irgendwo verständlich, dass sie einige Zeit braucht um sich an die Veränderungen zu gewöhnen, jedoch war es mir persönlich einfach zu lang. Ein bisschen kommt auch hinzu, dass mir Reverse-Harem mit einer schwachen Hauptcharakterin oft einfach zu eintönig sind, was sich hier leider bewiesen hat.

Trotz meiner Kritik wurde ich aber gut unterhalten. Ich mag Hak sehr, sehr gerne und auch Jun ist echt süß, allein schon wegen den beiden möchte ich den Manga einfach gerne lesen. Ich möchte nämlich schon gerne wissen, wie es weitergeht und was die Charaktere noch zu bieten haben. Den Anime kann man denke ich gut Leuten empfehlen, die Reverse-Harem wegen den Yummy Boys mögen und die eher Wert auf die Charaktere legen, statt auf eine kontinuierlich voranschreitende Story. Ich bin aber froh, den Anime gesehen zu haben, auch wenn ich die Begeisterung von vielen nicht teilen kann. Der Anime bekommt von mir 6 von 10 Morgendämmerungen.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

1 Antwort

  1. speckolga sagt:

    Ich kann dir jetzt schon sagen, dass eigl alles, was du am Anime kritisierst, im Manga noch kommt. Man darf eben im Anime auch keine zu schnelle Entwicklung erwarten, da der Manga noch laufend ist und ich nicht weiß, wie weit er überhaupt war, als der Anime herauskam. Fakt ist, dass der Anime bis ungefähr Band 9 des Mangas geht und in Japan sind sie ja mittlerweile bei Band 25 und er ist noch nicht abgeschlossen. Ich mochte den Anime sehr und für mich war es auch kein Problem, dass in einigen Folgen mehr auf Humor als auf Entwicklung gesetzt wurde. Außerdem finde ich Yonas Entwicklung gravierend und logisch, dass sie, auch wenn sie nicht im Palast ist, trotzdem eine Prinzessin ist. Das bleibt halt. Ich fände es eher unlogisch, wenn sie auf der Reise zu schnell zu viel lernt. Für mich geht ihre Entwicklung eben eher in Richtung Herrscherin, als Hausfrau bzw. überhaupt Frau!
    Ich finde es aber auch sehr interessant, dass du den Anime so anders wahrnimmst und ich bin sehr gespannt, wie du den Manga finden wirst.

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