Anime Review: Usagi Drop Volume 1

Als ich vor etwas über 6 Jahren noch am Flughafen gearbeitet habe und mit Bus und Bahn täglich mehrere Stunden unterwegs war, begann ich irgendwann die Zeit äußerst sinnvoll zu nutzen. Ich nahm meinen Laptop mit und schaute unterwegs Anime. Bei mindestens 3 Std. Fahrtzeit pro Tag kann man so einige Serien relativ schnell abschließen. Ich glaube in der Fall 2011 bzw. Winter 2011/2012 Season habe ich die komplette Season gesehen mit der tollen Funktion für doppelte Geschwindigkeit xD

Neben R-15 und Yosuga no Sora, die sich ja aus offensichtlichen Gründen in mein Gedächtnis gebrannt haben, gehörte auch Usagi Drop zu jenen Serien. Dieser allerdings erst, als er vollständig war. Das dauerte dann aber auch nur 2 Tage bis er durch war xD Somit habe ich mich über die Ankündigung, dass es die Serie zu uns schafft unglaublich gefreut. Ursprünglich haben wir die erste Volume noch gesehen, um diesen Beitrag vor der LBM/MCC zu veröffentlichen… aber was soll ich sagen, wie das Leben so spielt.

Somit bedanke ich mich an dieser Stelle bei den großartigen Leuten von Animoon Publishing bedanken die uns die erste Volume zur Verfügung gestellt haben und wünsche euch viel Spaß mit meiner Review.

Der 30 jährige Daikichi ist ein alleinstehender Mann, der sein Leben voll und ganz der Arbeit widmet. Als er eines Tages erfährt das sein Opa verstorben ist, macht er sich direkt auf den Weg um an dessen Begräbnis teil zu haben. Während der Zeremonie fällt ihm auch immer wieder ein kleines Mädchen ins Auge, dass von den anderen Familienmitgliedern gemieden wird.

Als er kurz darauf erfährt was es mit der Kleinen auf sich hat, empfindet er großes Mitleid für sie. Denn bei ihr handelt es sich um die uneheliche Tochter seines Großvaters. Da man in Japan bekanntlich relativ stolz ist und die Familienmitglieder die Mutter des Mädchens in der Verantwortung sieht, will sich keiner um sie kümmern.

Bis auf Daikichi, der sich dazu entschließt, die Kleine bei sich aufzunehmen. Doch schneller als er sich versieht muss er feststellen, dass ihm gar nicht so recht bewusst war, worauf er sich da eigentlich eingelassen hat. So beginnt also sein neues abenteuerliches Leben als alleinerziehender Vater…

   

Ich habe ja in diversen anderen Reviews bereits meine Liebe zu Slice of Life Anime groß und breit verkündet. Ich mag es einfach wenn Serien auch mal das „normale“ Leben darstellen ohne zu sehr in eine andere Richtung ab zu driften. Ja ich schaue auf euch 08/15 School Life/Comedy Anime die ihr jede Season überflutet. Das ist meist dann erfrischend. Hat man ja gerade letzte Season mit Yuru Camp und A Place Further than the Universe gesehen.

Somit schaffte es Usagi Drop damals wie auch heute bereits in kürzester Zeit mein Herz für sich zu gewinnen. Die Geschichte rund um den alleinerziehenden Vater Daikichi, der gar nicht so recht weiß worauf er sich da eingelassen hat und dem kleinen Mädchen, welches eigentlich seine Tante ist, dass bereits in früher Kindheit solch Leid erfahren muss. Wie es sich wohl anfühlt seine eigene Tante aufzuziehen?

Es ist wirklich amüsant Daikichi dabei zu beobachten, wie sein ganzen Leben von heute auf Morgen auf den Kopf gestellt zu sehen. Er tut mir einerseits da auch wirklich Leid, andererseits hätte es ihm auch klar sein können, dass man nicht mal eben so auf ein kleines Kind aufpassen kann. Das eigene Leben nimmt da zwangsläufig schaden. Das wird auch mir und Mia irgendwann noch mal bevorstehen und jeder der denkt, es wäre ein Kinderspiel, der täuscht sich da massiv.

Aber auch bei der kleinen süßen Rin macht es einfach nur Spaß sie zu beobachten. Sie tut mir ja schon Leid, wenn ich da an all die Schicksalsschläge denke. Eine Mutter die nichts mit einem zu tun haben will, der Vater, der eigentlich ihr Opa sein könnte und dann stirbt, und um das Konstrukt perfekt zu machen, auch noch die Familie von der man abgelehnt wird. Ich denke es ist offensichtlich das Daikichi das beste ist, was ihr passieren konnte.

Dabei ist es interessant zu sehen, wie sehr sich doch das Leben dieser beiden unterscheidet und vor allem welch großen Einfluss solch ein Elterndasein vor allem auch auf die japanische Arbeitswelt hat. Hierzulande ist das ganze ja relativ verbreitet oder auch normal. Dort kommt die Elternschaft ja schon fast mit der Zwangsdegradierung gleich. Andererseits ist das wiederum verständlich. Schließlich sind die Erwartungen hier ja enorm und wer nicht mit dem Strom schwimmt und sich nicht komplett für die Firma auf opfert hat eben den Buhmann gezogen.

Seine Familie war zu Beginn aber auch solch ein Buch mit 7 Siegeln für mich. Die Kleine kann doch nichts für die Taten ihrer Eltern, warum sie also dafür bestrafen? Gerade Daikichi´s Schwester hat mich da sehr genervt. Umso schöner fand ich es dann wiederum, dass seine Eltern die kleine dann doch noch so herzlich aufgenommen haben. Macht ja auch keinen Sinn, Rin wegen irgendwas zu verteufeln.

    

Der Anime ist richtig schön. Ich bin ebenfalls ein großer Slice of Life Fan. Es gibt auch genug schmarrn in dem Genre, meistens suchen wir uns aber was gutes raus. Über die Veröffentlichung von Usagi Drop in Deutschland habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind – oder wie eine kleine Rin. Da Fuma den Anime ja ohne mich gesehen hat, hat er ihn mir natürlich empfohlen. Zeitlich gesehen hatte ich nur leider keinen guten Zeitpunkt erwischt, nur vier Folgen angesehen und Schwupp – schon sind ca. 7 Jahre um. Es ist interessant, wie lange es gedauert hat, bis er hier erschien und sich jemand rangetraut hat. Aber umso mehr liebe ich Animoon für diesen Schritt. Es ist toll, dass ich den Anime nun gucken kann und natürlich auch mit einer tollen deutschen Synchronisation. Der Anime ist richtig süß und ich freue mich schon auf die nächsten Folgen!

Usagi Drop ist eine unglaubliche Perle und ich kann den Anime eigentlich gar nicht genug loben. Das Setting und die Charaktere sind einfach wunderschön und liebevoll und man will einfach wissen wie es den beiden denn so ergeht. Für mich gehört Usagi Drop zu den besten Slice of Life Serien die ich bisher so gesehen habe.

Vergleichbar dürfte die Serie wohl mit Serien wie Papa no Iukoto & Sweets and Lightning sein. Wer also schon Spaß daran oder allgemein an guten SoL Serien hat, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen! Usagi Drop erzählt eine wunderschöne Geschichte über das Leben und all die Klippen die es als Team munter zu umfahren gilt.

Euer


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