Manga Review: Your Name. Band 2

Uff, Leute, die Zeit vergeht viel, viel zu schnell. Fühlt sich irgendwie falsch an. Und wo läuft die Zeit auch nicht so, wie man es auf den ersten Blick vielleicht denkt? Genau, bei Your Name. Nachdem wir jetzt zweimal diesen atemberaubenden Film (der Hype darum ist absolut berechtigt, siehe hier!) gesehen haben, lese ich natürlich auch den Manga weiter. Im Februar ist ja nun auch der dritte und letzte Band erschienen. Also wollen wir doch mal schauen, ob es sich lohnt den Manga weiter zu lesen und ob es Unterschiede zum Film gibt. Wie immer: ohne Spoiler.

Mitsuha ist ein typisches Dorfkind. Sie hasst die Einöde und wünscht sich nichts mehr als ihr endlich zu entfliehen und nach Tokio aus zu wandern. Um ihre Lage noch zu verschlimmern ist ihr Vater der Bürgermeister und lässt keine Gelegenheit aus sie zu Maßregeln. Da sich ihr Vater nach dem Ableben ihrer Mutter vom familiären Schreinbetrieb losgesagt hat, lebt sie zusammen mit ihrer Schwester bei ihrer Großmutter.

Taki wiederum ist ein typisches Tokioter Stadtkind. Meist verbringt er seine Tage entweder mit seinen Freunden und hat Spaß oder verdient sich in seinem Kellner Job ein wenig Geld. Dort arbeitet auch sein großer Schwarm Miki. Doch bisher hatte er sich nicht getraut ihr seine Gefühle zu gestehen.

Doch die Welt der beiden wird plötzlich auf den Kopf gestellt, als sie eines morgens im Körper des jeweils anderen erwachen. Obwohl sie zu Beginn die Situation noch nicht so recht verstehen, fangen sie schon bald an die Situation zu genießen, ein anderes Leben zu führen. Da sie lediglich für einen Tag tauschen, beginnen sie sich gegenseitig Tagebucheinträge zu hinterlassen.

Während die beiden sich gerade an ihr neues Leben gewöhnen, entwickeln sich so langsam Gefühle auf beiden Seiten. Doch in der Zwischenzeit nähert sich ein Komet der Erde, der ihr Leben erneut komplett verändern wird…

    

So sehr ich auch das Cover von Band 1 gelobt habe, umso unzufriedener bin ich mit dem zweiten Band. Ich meine ja, es zeigt die beiden in einer passenden Umgebung. Aber wenn man mal alle drei Bände nebeneinander hält, passen der erste und der dritte total gut zusammen, der zweite jedoch so gar nicht. Dennoch ist es aber an sich ganz hübsch gemacht, gerade auch mit zarten Regenbogen in der Ecke. Außerdem, was die Cover noch sehr gut ausdrücken: in Band 2 geht es um Taki. Wir folgen ihm, Mitsuha ist erstmal außen vor. Also so ziemlich wie auf dem Coverartwork.

Die Farbseite im Band ist auch echt schön. Natürlich nicht so schön wie im ersten Band, aber sobald Farbe im Spiel ist sieht es einfach gut aus. Den Zeichenstil fand ich nämlich auch im zweiten Band wieder wunderschön! Meiner Meinung nach habe ich schon ein paar Stellen gesehen, wo man etwas sauberer hätte zeichnen können, dennoch finde ich es aber ein absolut passender Stil. Da wurde wirklich die richtige Person für den Job rausgesucht!

Jetzt wo es länger her ist, dass ich den Film gesehen habe, ist es schwer, sich durch den Manga wie beim Film zu fühlen. Der Anime gibt einem durch den Ton und die Stimmen eben doch mehr, als wenn man einen Manga liest. Man kann zwar den Soundtrack dazu anmachen, aber an der richtigen Stelle das richtige Lied auszuwählen ist eher schwer. Was das angeht kommt der Manga also nicht an den Film heran.

Dennoch ist es aber schön, sich den Film dadurch wieder ins Gedächtnis zu rufen. Oder natürlich, falls man den Film noch nicht kennt, einen Eindruck davon zu bekommen oder generell die Story zu erleben. In diesem zweiten Band geht es wie bereits erwähnt um Taki. Er hat Erinnerungen an Mitsuha, kann sie aber nicht richtig deuten. Er schwankt… Jetzt wo er nicht mehr Mitsuha die Körper tauscht, zweifelt er an sich. Hat sie wirklich existiert? Oder waren das alles nur Träumereien? Was sind das dann aber für Bilder, die er im Kopf hat? Was ist das für ein Ort, den er nicht aufhören kann zu zeichnen? Also macht er sich auf den Weg, den Ort zu suchen, wo Mitsuha zu wohnen scheint.

Bei diesen Szenen hatte ich etwas Sorge im Manga, weil ich gedacht hätte, dass die Szenen vielleicht zu langweilig sind. Aber obwohl ich die Story kannte, war es für mich dennoch interessant. Das geht wirklich nur, wenn man einen guten Manga vor sich liegen hat. Davon bin ich überzeugt. Der Manga schafft es einfach richtig gut, mich in eine melancholische Stimmung zu versetzen. Und das passt eben genau zu dem Storyabschnitt. Takis Alleingang wird auch tatsächlich komplett mit Band 2 abgedeckt und es war nicht eine Sekunde langweilig. Ich hatte auch mehrfach Herzklopfen und Gänsehaut, vor allem bei einer Doppelseite wo man nur schwarz gesehen hat. Ich bin wirklich sehr begeistert über die Umsetzung.

Eure


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