Manga Review: Aposimz Band 1

Vor etwas über einem Monat bin ich auf das aktuelle Programm von Cross Cult/Manga Cult gestoßen. Sowohl Green Worldz, wie auch Aposimz erweckten beide mein interesse. Auf der LBM/MCC wurde uns dann freundlicherweise bereits der 1. Band von Green Worldz zur Verfügung gestellt und wir durften auch ein kleines Gewinnspiel veranstallten. Die Review von Mia könnt ihr hier lesen.

Green Worldz hat mir bereits unheimlich gut gefallen und so war ich umso erfreuter, als vor ein paar Tagen dann plötzlich auch Aposimz in der Post lag. So unerwartet wie das kam, freute ich mich umso mehr und habe den Band dann auch recht schnell durch gehabt. Somit ein großes Dankeschön an Cross Cult/Manga Cult für das bereitstellen des Bandes und hiermit viel Spaß bei meiner kleinen Review dazu.

Vor 500 Jahren verloren die Menschen des künstlichen Planeten Aposimz den Krieg gegen den Kern und waren fortan gezwungen auf der eiskalten Oberfläche des Planeten zu leben. Sie verschanzten sich in alten Ruinen in der oberen Hülle und kämpften so Tag ein und Tag aus mit den unmenschlichen Bedingungen der Oberfläche. Doch neben dem Problem der Lebenserhaltung, werden sie von einer Krankheit geplagt, die infizierte nach kurzer Zeit in Puppen (Cyborgs) verwandelt. Daneben hat auch der Kern, die komplette Auslöschung der Menschheit nicht aufgegeben und jagt sie unaufhörlich mit seinen Normpuppen.

In dieser unerbittlichen Welt findet sich Esró mit seinen Freunden nur unter Aufbringung aller Kräfte zurecht. Bei einem Beutezug treffen sie auf den Automaton Titania. Mit einer Waffe zur Vernichtung des Imperiums und einen Code zur Erschaffung von Nornpuppen, setzte das Imperium alles daran sie wieder zu fassen.

Im Zuge dessen, vernichteten sie Esrós Dorf und er war, halb-tot dazu gezwungen seinen Körper mithilfe des Code´s zu einer Normpuppe zu transformieren. Zusammen mit Titania machte er sich nun auf, Rache für sein gefallenes Dorf zu nehmen und dem Imperium ein für alle Mal ein Ende zu setzen.

   

Als ich die ersten paar Seiten gelesen hatte, keimte in mir der verdacht auf, den Zeichenstil bereits irgendwoher zu kennen. Nachdem ich dann die ersten beiden Kapitel gelesen hatte und mir langsam ein Gedanke aufgekommen war, wollte ich mich natürlich von dessen Richtigkeit überzeugen. Wie sich herausstellte, lag ich genau richtig. Aposimz ist vom selben Mangaka wie auch Blame und Knight of Sidonia. Wobei ich ja lediglich zweiteres gelesen habe. Allerdings stelle ich mir da ja jetzt schon die Frage, ob diese Serie wohl auch im selben Universum spielt…. womöglich. Der Mann liebt einfach düstere Weltuntergangsszenarin.

Ich kanns ihm ja nicht verdenken, da ich sie auch mag und wenn man eben gut darin ist, dystopische Welten zu kreieren, warum sollte er Highschool-RomCom machen? Allerdings muss ich gerade bei Aposimz ja noch mal etwas beim Zeichenstil meckern. Nicht das er schlecht wäre oder so. Aber es gibt teilweise Seiten oder Panels, die wirken wie ein Storyboard und keineswegs wie ein vollwertiger, fertiger Manga. Vermutlich soll das ganze als Stilmittel für das Schneetreiben auf der Oberfläche dienen. Gerade dort kommen diese Seiten/Panel auch am häufigsten vor.

Dafür sind die Kämpfe wiederum überschaubar. Naja sofern man das so nennen kann, wenn eigentlich nahezu jeder Charakter den man sieht auf brutalste Art und Weise sein Ende findet. Typisch Nihei halt bei dem ein Menschenleben kaum etwas zählt. Ob er wohl ein Misanthrop ist? Würde ja durchaus Sinn machen xD Aber ich will hier ja keine Vermutungen/Verleumdungen in den Raum stellen! Denn die Kämpfe sehen aufgrund ihrer Schlichtheit beeindruckend aus!!

Die Story selbst, hat dieses mal in meinen Augen sehr große „Königsweg“ Anleihen. Esro will Rache nehmen und muss dafür natürlich ganz viel kämpfen. Der einzige Weg stärker zu werden ist andere Normpuppen zu töten und deren Plazenta aufzunehmen. Ja ihr lest hier richtig, ich habe mich nicht verschrieben. Esró nimmt die Plazenta seiner Gegner auf um stärker zu werden. Tut euch selbst den gleichen Gefallen wie ich, denkt nicht näher darüber nach.

Davon ganz abgesehen macht der Manga ansonsten so ziemlich alles richtig. Der Fokus liegt auf Esró und seinem Automaton Titania und ihrem Rache-Feldzug. Dabei unterscheiden sich ihre Grundziele zwar (er will Rache und sie das Imperium aufhalten), aber der Weg ist der selbe. Ansonsten ist er eigentlich der „typische“ gutmütige Protagonist, der Ungerechtigkeit nicht mit ansehen kann und dafür auch den Kampfvorteil opfert. Immer diese emotionalen Charaktere….

Ich bin mit recht hohen Erwartungen an den Manga heran getreten und diese wurden in meinen Augen auch vollstens erfüllt. Ich kann mich also keineswegs beschweren. Das das ganze dann wiederum von einem Mangaka war, an dessen anderen Werken ich auch schon gefallen gefunden habe war dann wohl eine Win-Win Situation. Ich kann den Band auf jeden Fall bedenkenlos weiter empfehlen.

Wer also bereits Spaß an den anderen Nihei-Serien hatte, wird sich hier wieder absolut wohl fühlen. Was Nicht-Kenner betrifft, dürften all jene, die ein Interesse an einem guten Dystopie-/Science Fiction-Setting haben, hier auch ihren Spaß haben. Die Serie ist auf jeden Fall lesenswert und ich erwarte schon jetzt voller Spannung den 2. Band und bin gespannt wie sich die Story wohl noch so entwickeln wird!

Euer


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1 Antwort

  1. speckolga sagt:

    Ich habe ja schon etwas mit dem Manga geliebäugelt, weil mich eigl auch Blame interessiert, mich aber der “veraltete” Zeichenstil etwas abschreckt. Als ich dann deinen Satz gelesen habe, dass der Manga zum Teil unfertig wie ein Storyboard wirkt…. Alles klar, dann kann ich den ja erst recht nicht lesen :D Vllt sollte ich dann doch einfach mal Blame lesen, da ich da zumindest weiß, dass die Story viel kann. Ich tue mich ja immer schwer über einen weniger guten Zeichenstil hinwegzusehen und wenn es dann noch ein Genre (Sci-Fi) ist, was ich nicht so mag, wird es noch schwieriger.

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