[Gastbeitrag] Spiel Review: Secret of Mana

Hi, ich bin Martin aka MacFracerEX und bin größtenteils auf Twitter (@MacFracerEXUS) unterwegs. Ich lese gerne Manga, schaue gerne Animes und zocke natürlich gerne. Nebenbei bin ich auch noch Hobbyläufer aber das soll heute hier nicht das Thema sein.

Ich werde euch heute ein Review zu eines meiner Lieblings Spiele der 16-Bit Ära präsentieren von dem ein Remake in diesem Frühjahr erschienen ist. Dieses Spiel ist ein Japanisches Action Adventure mit RPG-Elementen das damals auf dem Super Nintendo erschienen ist und bot einen Multiplayer bei dem man mit einem Multi-Tap bis zu 3-Spielern zocken konnte, was für damalige Verhältnisse echt selten war. Zudem kam das Spiel damals in einer schicken Big-Box daher inklusive Spieleberater… den man natürlich nur wegen der Bilder bestaunt hat… he he he.

Ihr seid Randi und wollt mit anderen Kindern einen Wasserfall überqueren. Ihr fallt den Wasserfall hinunter und findet einen Stein, in dem ein Schwert steckt, das Mana-Schwert. Unwissend zieht Randi es heraus, bricht damit das Mana-Siegel und überall tauchen Monster auf. Daraufhin wird Randi aus dem Dorf verbannt und geht auf eine Reise um das Siegel des Mana-Schwert wieder herzustellen um die Welt zu retten. Auf eurer Reise werdet ihr neue Mitstreiter finden um im Kampf gegen das Böse bestehen zu können.

Da ich das Original kenne und es auch ausgiebig mit meinem Bruder gespielt habe und es damals echt genial fand, kommt die Neuauflage leider nicht ganz so gut gut weg und das aus diversen Gründen und Entscheidungen die bei dem Remake getroffen wurden. Ich kann mit der Grafik leben, ich finde sie auch eigentlich echt passend dennoch finde das noch ein bisschen mehr liebe zum Detail dem Spiel gut getan hätte, z.B. bei Dialogen haben die Charaktere nur flache Textur auf dem Gesicht die sich in den Cutscence auch nicht ändern, was teilweise echt komisch rüber kommt. Bei einem Bild-Szenen wechsel bleibt ihr gefühlt mitten im Bild stehen was echt unschön anzusehen ist, man hätte hier die Charaktere wie im Original aus dem Bildschirm laufen lassen können. Die KI wurde nicht wirklich verbessert da sie immer noch überall hängen bleiben was man aber diesmal Frust freier lösen kann indem man einfach einmal das Ring-Menü öffnet und wieder schließt, dann werden deine KI-Kameraden einfach zu dir gebeamt. Der neue Soundtrack ist leider einfach, bis auf ein paar ausnahmen, lieblos und mit generischen transportiert worden. Zum teil finde ich sogar das sich manche Stücke nicht im Ansatz so anhören wie aus dem Original… aber zum Glück kann man auf den Original Soundtrack umstellen was das Spiel um einiges erträglicher macht. Des weiteren kann man das Spiel auch immer noch bis zu 3-Spielern gleichzeitig spielen im Couch Ko-op, leider haben sie keine Online Multiplayer hinzugefügt was mir einfach nicht in den Kopf will weil es doch in der heutigen zeit so sinnig gewesen wäre.

Das Kampfsystem ist immer noch das alte wenn auch ein bissel angestaubt aber nicht unspielbar. Nach einer Attacke muss euer Charakter sich erst wieder erholen um einen neuen kraftvollen schlag ausführen zu können, solltet ihr während der Cool down phase angreifen macht ihr weniger schaden als sonst könnt damit aber die Gegner in Schach halten damit was in manchen momenten echt hilfreich sein kann weil ein anderer Charakter seine Magie dann einsetzten kann. Leider kommt mir das beschwören von Magie heute aber echt krampfig vor wohingegen man sich zwar Shortcuts auf die Schultertasten legen kann, leider aber nur auf die vorderen R1 und L1 Tasten… warum man hier nicht alle vier Schultertasten belegbar gemacht hat ist auch hier mir ein Rätsel. Um eure Charaktere aufzuleveln müsst ihr Monster besiegen, bei Waffen und Magie sieht das ein bisschen anders aus. Hier braucht ihr sogenannte Waffen-Orbs und Magie-Siegel die ihr im laufe des Spiels findet, je nachdem wie viele ihr für die jeweilige Waffe oder Magie habt könnt ihr euer Waffen/Magie Level steigern aber damit das passiert müsst ihr die Waffe oder Magie auch benutzen weil, nur wenn ihr sie benutzt steigt das Level auch, was bei Magie ein bisschen frustrierend sein kann, weil ihr entweder ins Hotel oder Walnuss verbrauchen müsst um euer Mana wieder aufzufüllen. Auch bei der Lokalisation hat man Änderungen vorgenommen, z.B. kann man seine Charakter nicht mehr frei benennen, jetzt heißt ihr einfach „Randi“ oder ein „Pogopuschel“ ist jetzt ein „Mümler“. Um euren Spielfortschritt zu speichern müsst ihr im Hotel übernachten, neu ist hier, dass die drei Hauptcharaktere immer noch ein kleines Schwätzchen halten was aber auf langer Sicht bisschen nervt, weil sich die Dialoge schnell wiederholen und man sie nicht einfach überspringen kann. Was ganz nett ist, ist, dass die ganzen Cutscence und Hotel Dialoge wahlweise auf Englisch oder Japanisch vertont sind.

Leider hat mich das Remake schon enttäuscht, es hängt an so vielen stellen das es die kleinen Verbesserungen nicht wett machen können. Klar kann ich nicht verneinen das ich da vielleicht nicht ganz subjektiv dran gehe aber ich finde es hat sich halt auch mit dem Original zu messen und das spiel lebt für viele halt in meinen Augen von der Nostalgie.

Manche Details habe ich hier nicht angesprochen da es noch einiges zu kritisieren gäbe in meinen Augen. Retro-Fans werden sich an vielen sachen stören, weil sie das Original kennen und diejenigen die es zum ersten Mal spielen werden es als eines von vielen RPG Action-Adventures empfinden die heutzutage erscheinen. Bei der Lokalisation finde ich es echt schade das man so viel geändert hat gerade bei den Gegner Namen, ein „Pogopuschel“ ist halt für mich nicht dasselbe als wie ein „Mümler“.

Was ich aber auch sagen muss, aus heutiger Sicht lockt die Geschichte auch nicht mehr jeden hinter dem Ofen hervor, weil sie nun mal sehr einfach gestrickt ist und man heutzutage besseres gewohnt ist. Aber auch wenn ich viel zu kritisieren habe muss man sagen, das es im Multiplayer seinen reiz hat und mit dem Original Soundtrack bleibt ein Stück Nostalgie-Charme ja erhalten. 6 von 10 Mana-Schwertern.


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Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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