[Gastbeitrag] Film Review: Coco

Hallo liebe HouseofAnimanga-Leser, ich freue mich einen Beitrag für euch schreiben zu dürfen.

Mein Name ist Jule und ich schreibe seit Oktober 2017 auf meinem Blog f0xworldblog über Manga, Games, Japan und manchmal auch über Anime. Seit Anfang April habe ich nun auch einen Zweitblog auf dem ich zukünftig über verschiedene Filme (wie beispielsweise Disneyfilme), Serien und andere Themen die mich außerhalb des Hauptblogs noch beschäftigen, schreiben.

Disneyfilme schaue ich schon seit ich mich erinnern kann. Alles hat mit König der Löwen, Arielle und Mulan angefangen. Das ganze hat sich zu einer kleinen Sammelsucht entwickelt und heute möchte ich euch von meiner neusten Errungenschaft berichten: Coco!

Als ich letztens im Media Markt nach einer neuen DVD stöberte, fiel mir bei den Neuheiten gleich Coco auf. Da mich die Thematik des Filmes sehr ansprach und ich Disneyfilme sammel, musste dieser Film natürlich mit. Am selben Abend habe ich ihn mit meinem Verlobten angesehen und wir fanden ihn prima. Nebenbei wurde der Film im Rahmen der Oscarverleihung 2018 als bester Animationsfilm und das Filmlied ,,Remember me“ zum besten Filmsong ausgezeichnet – zurecht!

Für Miguel ist Musik das wichtigste im Leben. Er wär gerne ein großer Künstler wie sein Vater. Wäre da nur nicht seine Familie. Diese hat vor einigen Generationen die Musik aus dem Leben verbannt. Durch eine kleine Tat landet Miguel im Land der Toten. Um von dort wieder nach Hause zu kommen braucht er den Segen seiner Familie. Nun beginnt die abenteuerliche Suche nach seinem Idol. Begleitet von dem Hund Dante und seinem neuen Freund Hector findet er immer mehr Geheimnisse über seine Familie heraus.

Ich persönliche finde den Film disneytypisch sehr gelungen. Es fängt schon mit dem Cover an – Die Hauptfiguren sind schön in Szene gesetzt und man sieht beide Seiten des dort dargestellten Lebens. Am Anfang des Films wird man auch ohne Vorwissen mit dem Fest ,,Dia de los Muertos“ konfrontiert. Das wichtigste wird durch die Handlungen und Gespräche in der Familie ersichtlich.

,,Dia de los Muertos“ ist übersetzt der Tag der Toten, ein mexikanischer Feiertag. Hier wird traditionell an die Verstorbenen gedacht, indem so genannte Ofrendas (Totenaltare oder Gabentische) aufgestellt werden. Auf diesen sind dann verschiedene Gaben wie Speisen, Getränke, Blumen und persönliche Gegenstände der Verstorbenen. Der Volksglauben besagt, dass die Toten in der Zeit vom 31.10 – 2.11 zurück kommen um die Familie zu besuchen. Wohnungen und Friedhöfe werden mit bunten Todessymbolen geschmückt. Das ganze wird dann mit Tanz, Musik und gutem Essen gefeiert.

Miguels Familie hat sich nach einem Vorfall mit dem Vater seiner Uroma von der Musik abgewandt und der Schuhmacherei gewidmet. Die lebende Familie besteht aus Mutter, Vater, Geschwister, seiner Oma und seiner Uroma Coco und dem Straßenhund Dante. Dante begleitet ihn auch in das Reich der Toten indem Miguel unter anderem die Mutter von Coco sowie das hilfsbereite Skelett Hector trifft. Die Welt der Toten unterscheidet sich hauptsächlich durch seine Bewohner sowie den schönen kräftig, leuchtenden Farben von dem Reich der Lebenden. Aber auch hier gibt es einiges zu entdecken wie beispielsweise die wundervolle Umsetzung des Feiertages. Dante ist in diesem Film der Sidekick und macht so manche Szenen lustiger. Aber auch ohne den Sidekick gibt es genug Stellen zum Lachen und schmunzeln wie beispielsweise die Zentrale vor der Brücke, bei der die Verstorbenen gescannt werden um zu überprüfen wo ihre Bilder stehen, empfand ich als sehr genial.

An Tiefe hat mir die Ururoma und die Wendung des Films sehr gefallen. Besonders gut fand ich die rebellische Art von Miguel. Obwohl alle ihn von der Musik und seinem Großvater fern halten wollten, hat er sich trotzdem für seine Interessen und Wünsche eingesetzt. Der Film ist gut ausgeglichen und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Anfangs überzeugt der Film mit der Kultur und den Charakteren. Lustige Stellen findet man überall im Film und gegen Ende kommt nochmal richtig Action und Familienzusammenhalt auf. Der Film ist genau richtig und meiner Meinung nach für die ganze Familie geeignet.

Was ich kurz noch zu Disneyfilmen allgemein sagen möchte: Ich schaue gerne Disney, weil hier sehr gut ein Gefühl dafür wie es in einer anderen Kultur zugeht oder zugehen könnte übermittelt wird.

   

Vorweg muss ich sagen, das Disney hier mit Abstand die schlechteste Werbekampagne abgeliefert, die ich seit langem gesehen habe. Das ging von den (in meinen Augen) ungünstig geschnittenen Trailern über die Plakate bis zur Werbung. Von der Kampagne her hatte ich eigentlich ein halbes Walking Dead mit Musik erwartet. Eben, dass die Toten (oder zumindest der eine Tote) die Menschenwelt bereist und in Schrecken versetzt. Das fand ich jetzt nicht so super spannend und auch der Hund Dante war nun nicht so ganz meins. Weder in der Kampagne noch im tatsächlichen Film.

Im Endeffekt bot Pixar hier aber einen komplett anderen Film als es mich die Kampagne hat glauben lassen und das hat mich nicht nur gefreut, sondern mir auch sehr gut gefallen!! Allerdings denke ich das der Film bei Disney besser aufgehoben gewesen wäre. Also als Disney-Film nicht als Disney-Pixar-Film der hat so viel Mehr Musical Potenzial als jetzt Beispielsweise Vaina. Nicht das es dort nicht auch gut gewesen wäre…. ach ihr versteht schon worauf ich hinaus will … oder?

Ebenso hat er mir durchaus Lust gemacht, da ganze Sache rund um den Tag der Toten etwas näher in Augenschein zu nehmen. Der Mexikanische Totenkult ist nämlich eigentlich jetzt auch nicht so tief in meinem Interessenfeld verankert. Der Film hat mir seinen Charakteren und einer durchgängig spannenden Story auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht und ich kann ihn auch nur wärmstens empfehlen!

   

Da wir den Film am Freitag angesehen haben, möchten wir auch gerne noch ein paar Worte dazu verlieren. Mir erging es wie Fuma, durch den Trailer, die Plakate und die Werbung über den Film habe ich ein völlig anderes Bild davon bekommen. Eigentlich hätte ich den Film nie gekauft, aber unser Kumpel hat ihn für 0,99€ bei dem Amazon Filmabend gekauft und wir haben ihn deshalb zusammen angesehen. Eigentlich finde ich die Mexikanischen Bräuche auch nicht so interessant, aber der Film hat das wirklich wunderbar vorgestellt und hat somit sogar mein Interesse geweckt, mehr zu erfahren. Hier wurde sich wirklich viele, viele Gedanken über den Film gemacht und sogar ein richtig guter Plot-Twist eingebaut. Mir erging es wie Jule, am Ende musste ich einfach weinen, es ging nicht anders. So ein wundrschöner Film für groß und klein – ich bin super froh, dass wir ihn angesehen haben!

Gegen Ende bekommt die Geschichte noch so richtig Würze durch den überraschenden Plottwist. Ich dachte eigentlich, das ich weiß was komme, aber damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Das Ende des Film ist wunderschön und sehr berührend, ich musste weinen.

Ich bin sehr froh mir diesen Film gekauft zu haben. Mit meiner restlichen Familie wurde er auch bereits geschaut und die Meinungen waren eindeutig: Dieser Film ist für die ganze Familie. Von Anfang an spürt man hier Lebendigkeit. 10 von 10 Totenköpfe.

 


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Diese Rezension spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors wider und nicht die von House of Animanga.

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