Film Review: Fack ju Göhte 3

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 4 Minuten.

Deutsche Filme sind ja immer so eine Sache… Entweder man mag sie, oder man hasst sie ist hier wohl die Devise. Und selbiges gilt für den Schauspieler Elyas M’Barek. Ich habe bisher nur Leute kennengelernt, die ihn entweder gehasst oder gemocht haben. Bei mir trifft wohl letzteres eher zu und bei deutschen Filmen kommt es ganz drauf an. Der gute Herr hier hat zumindest bewiesen, dass er weiß, was er vor der Kamera tut und eines kann er ganz besonders gut: Unterhalten! Wir danken an dieser Stelle Constantin Film sehr herzlich für das Rezensionsexemplar zum dritten Film.

Copyright: Constantin. All rights reserved.

Wer nach Fack ju Göhte 2 gedacht hat, Zeki bekommt die Kurve und sein Leben in den Griff, lag falsch. Mit Lisi hat er sich getrennt, da sie nach England gezogen ist. Er ist immer noch (illegal) Lehrer an der Goethe-Gesamtschule und versucht nun, die Klasse 11b auf das Abitur und das Leben vorzubereiten. Das ist jedoch leichter gesagt als getan bei diesem Haufen. Der Lehrer ist mit der Klasse zu einem Berufswahltest des Berufsinformationszentrums gegangen, diese haben dort jedoch in ihren Augen nur miese Empfehlungen bekommen. Die Motivation der kompletten Klasse sinkt ins Bodenlose.

Zu allem Übel kommt auch noch ein Inspektor an der Schule vorbei und prüft, ob hier auch alles mit rechten Dingen zugeht. Da er die Schule in absolut miserablen Zustand findet, droht er, die Schule zu schließen, wenn sich die Verhältnisse nicht bessern. Die Schule versucht nun mit vereinten Kräften, sich von ihrer besten Seite zu zeigen – und vor allem Zekis Klasse, da die Schüler der 11. einen Leistungstest absolvieren müssen. Sollte Zeki es nicht schaffen, seine Klasse bis dahin genug zu motivieren und dafür zu sorgen, dass sie den Test bestehen, droht die Rektorin damit, Zekis dunkle Vergangenheit der Polizei zu verraten.

Copyright: Constantin. All rights reserved.

   

Ich kann nicht behaupten, dass ich die Fack ju Göhte-Trilogie nicht mag. Im Gegenteil, ich finde die drei Filme sehr witzig. Da kann man nach einem anstrengenden Arbeitstag gut einfach mal abschalten und sich berieseln lassen. Oben drauf gibt es noch sympathische Charaktere und viel Humor und Charme. Und genau das macht in meinen Augen die Filme aus. Hier geht es nicht darum, einen innovativen Plot oder faszinierend geschriebene Charaktere zu präsentieren, sondern einfach eine solide Story zu erzählen, die zusätzliche Lehrreiche Inhalte vermittelt. Und ich finde, genau das machen die Filme.

Man darf die Filme auf keinen Fall zu ernst nehmen. Ich verstehe sie definitiv als Kritik an der Gesellschaft. Wie oft denkt man sich heutzutage “Wow, was ist nur mit der Jugend los? Wir sind alle verloren”. Und genau das nimmt der Film als Aufhänger. Wir haben hier eine Gruppe von Teenagern, die allesamt dumm sind. Und mehr in der Gettho-Sprache sprechen, als richtiges Deutsch. Genau das spiegelt aber eben einen Teil der heutigen Jugend wider.

Genauso geht es hier aber zwischen den ganzen witzigen Szenen auch etwas ernster zu. In diesem Film hatte ich sogar das Gefühl, dass viel mehr ernstere Themen behandelt wurden, dafür aber auch die lustigen Szenen intensiver waren. U. a. wurden in diesem Film die Themen Mobbing, Selbstmord, den Umgang mit Social Media und Häusliche Gewalt. Und ich fand es wirklich gut, wie mit den Themen umgegangen wurde. Es wurde hier nichts ins lächerliche gezogen, wie der Film durch seine Vorgänger vielleicht vermuten lässt.

Ebenso wurden die Kinder langsam aber behütet an die Arbeitswelt herangeführt. Ich bin der Meinung, dass der Film also gerade für Jugendliche einen guten Einblick in die Welt der Erwachsenen zeigt. Im ersten Film ging es tatsächlich eher nur lustig zu, im zweiten zwar schon etwas mehr ernste Thematik, aber dennoch hatte ich nicht damit gerechnet, hier so viel ernstes zu finden. Aber es war gut gemacht, es wirkte nicht deplatziert oder zu viel und die Botschaften waren schön.

Copyright: Constantin. All rights reserved.

Ich hatte mit einem unnötigen dritten Teil der Reihe gerechnet, auf den man auch gut verzichten könnte. Stattdessen hat der Film in meinen Augen gezeigt, was die Reihe und die Geschichte noch in sich hat und einen runden Abschluss geschaffen. So waren die positiven Elemente vom ersten Film dabei, aber auch einiges neu und besser. Ich habe mich sehr gut unterhalten und kann den Film wirklich nur empfehlen, wenn man mit einem solchen Setting leben kann.

Jedoch sollte man schon alle drei Filme gesehen haben, damit für einen selbst eine runde Sache daraus wird. Der dritte Film ist so gemacht, dass er voraussetzt, dass man die Ereignisse aus Teil 1 und Teil 2 noch im Kopf hat. Alles in allem bin ich aber dennoch froh, dass die Trilogie nun vorbei ist, weil mir auf Dauer solche Filme dann doch zu anstrengend sind, mit dem Fäkalhumor hier und da und dem Ghetto Deutsch.

Von mir bekommt der Film 6 von 10 Prüfungen, die auf das Leben vorbereiten. Plusplunkte für die ernsten Thematiken und die glaubwürdigen Charaktere, Minuspunkte für u. a. fremdschämende Szenen mit Zäpfchen und lächerliche Szenen mit Cyber-Sex.

Eure


*

*Diese Links führt direkt zu Amazon. Wir nehmen am Amazon Partnerprogramm teil. Für dich bedeutet das, wir erhalten für über diesen Link gekaufte Produkte eine Provision, es entstehen aber keine Mehrkosten für dich.

Unterstütze uns durch das Teilen dieses Beitrags.
Loading Likes...

Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere