Light Novel Review: The Rising of the Shield Hero Band 1

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Hier geht es zu unserer Review zu Band 1 des Mangas

Bereits vor einer ganzen Weile hatte ich eine Review zum 1. Band der Manga-Adaption dieser Light Novel geschrieben. Damals war ich unglaublich davon begeistert und erwähnte bereits, dass ich selbige immer noch hier liegen habe und einfach nicht die Zeit und die Lust gefunden habe, sie zu lesen. Vor ein paar Wochen in einer anbandelung von Motivation, kam ich nun auch endlich dazu sie zu lesen und habe sie auch in wenige Tagen verschlungen.

Damit möchte ich mich in aller erster Linie mal bei meinem guten Freund Darkblade, der mir diesen Band ja bereits vor einer ganzen Weile geschenkt hatte, bedanken und mich entschuldigen das ich fast 2 Jahre gebraucht habe um ihn endlich zu lesen. Es tut mir so leid!! Denn verdient hatte die Novel das sicherlich nicht. Denn wem schon der Manga gefallen hat, der wird die Light Novel lieben. Somit also viel Spaß mit meinem Review zum ersten Band der Light Novel.

Der Otaku Naofumi hat mal wieder sein ganzes Taschengeld für sein Hobby ausgegeben. Also bleibt ihm für neuen Manga-Nachschub lediglich die örtliche Bücherei übrig. Als er gerade gefunden hat wonach er gesucht hat, fällt ihm ein mysteriöses Fantasybuch auf den Kopf. Darin geht es um 4 Legendäre Helden, die dazu bestimmt sind das Königreich zu retten. Beim durchblättern wird Naofumi plötzlich bewusstlos. Er wacht als einer der 4 Helden, als der Held des Schildes, in genau jener Welt wieder auf.

Doch der Schildheld genießt einen äußerst schlechten Ruf und schnell findet sich Naofumi alleinstehend, vor der unlösbaren Aufgabe. Als sich wenigstens ein Gruppenmitglied findet ist er direkt optimistisch. Doch bereits am selben Abend, wird er von ihr all seiner Habseligkeiten beraubt und mit einem schweren Rufmord zurückgelassen. Eine schwere Zeit steht dem geächteten und unbeliebten jungen Mann aus einer anderen Welt bevor. Wie wird Naofumi mit dem Verrat umgehen und wird er seine vorherbestimmte Aufgabe erledigen können oder als Level 1 Held bereits der ersten Monsterwelle anheim fallen?

   

Das Isekai-Setting genießt ja leider einen viel zu schlechten Ruf, den ich immer noch nicht nachvollziehen kann. Das Setting ist großartig und viele der Geschichten sind super. Viele Isekai Storys haben mir überhaupt erst gezeigt, dass es keine Story gibt, die zu absurd ist um sie zu erzählen. Ein wenig erinnert mich das ja an meine Großmutter, die mir damals als Kind immer Geschichten erzählt hat.

Aber schweife ab, denn es geht hier ja um den legendären Shield Hero. Den Helden, den das Schicksal mit einem Schild ausgerüstet hat um die Wellenangriffe des Chaos abzuwehren. Zusammen mit seinen 3 „Waffenbrüdern“, dem Sword Hero, dem Spear Hero und dem Bow Hero. Nur zusammen wird es den 4 legendären Helden möglich sein das Chaos zu bezwingen und der Welt erneut Frieden zu schenken. Sollten sie es schaffen, würden auch die Helden einen Weg zurück in ihre Heimat finden…

So schön könnte das ganze theoretisch sein, wäre da nicht der Charakter und die Erfahrung der 4 Helden. Schnell finden die 4 heraus, dass sie wohl alle aus Japan stammen und so etwas gemeinsam haben. Allerdings wird schnell klar, das es wohl nicht das selbe Japan ist, sondern das es sich wohl um verschiedenen Parallelwelten handelt, die sich lediglich sehr ähneln. Dabei stellten die 4 sehr schnell fest, dass die Welt in die sie gerufen wurden, sich unheimlich stark wie ein Videospiel anfühlt.

Während es aber für den Shield Hero Naofumi keinem Spiel ähnelte dass er kennt, hatten die anderen 3 Helden, bereits ein sehr ähnliches Spiel gespielt. Daher haben die 3 natürlich eine grobe Ahnung was ihnen bevor steht und schon den ein oder anderen Kniff parat, denn sie aber nicht bereit sind mit Naofumi zu teilen. Denn alle 3 teilen das Wissen, dass man sich auf den Shield Hero nicht sonderlich verlassen kann, da er lediglich zu Beginn recht stark ist, aber schnell jeglichen Nutzen verliert.

Nicht nur das Naofumi somit direkt Isoliert wird, auch der König und der Hofstaat stehen ihm von Anfang an eher negativ gegenüber. Kurz darauf wird er von seiner einzigen verbündeten beraubt und muss sich als letzte alternative eine Sklavin kaufen um vielleicht doch noch irgendetwas zu reißen. Wie auch im Manga hat mir das ganze Setting unglaublich gut gefallen. Die harte Mobbing-Thematik ist unglaublich gut umgesetzt und man bekommt richtiges Mitleid mit Naofumi.

Dabei sind seine Handlungen absolut nachvollziehbar und man beginnt als Leser recht schnell sich für eine der beiden Seiten zu entscheiden. Denn die ach so großen Helden sind lediglich auf ihr Wohl bedacht, während sich Naofumi als Held des kleinen Mannes einen Namen macht. Zumindest im Finale des ersten Bandes. Bis zu diesem Punkt finde ich es auch unglaublich gut visualisiert, wie sehr auch die eigene Isolation auf den Schildhelden wirkt.

Die Narben an seiner Seele sind mehr als offensichtlich, da er nicht mal merkt, wie sich seine Umwelt verändert. Gerade hier habe ich mich ja ein wenig an A Silent Voice erinnert gefühlt. Wie krass man sich selbst doch abschotten kann, um bloß nicht verletzt zu werden. So lebt unser Held in seiner eigenen kleinen Welt und erst durch das beherzte Handeln im Finale des Bandes schafft er es heraus zu brechen. Dabei bin ich aber schon etwas skeptisch, ob es den wirklich sein musste erneut diesen Vertrag zu schließen.

Die Light Novel macht schreiberisch auch einiges her, gerade was die Action-Szenen angeht. Denn sie sind sowohl sachlich wie auch spannend erzählt und das ganze Level-up Gaming-System der Welt macht absolut Lust auf mehr. Auch die allgemeine zwischenmenschliche Ebene hat mir sehr gut gefallen, wenn auch der Fokus natürlich ganz klar auf Naofumi und Raphalia und ihrer Beziehung liegt.

Dabei erzählt die Light Novel natürlich einiges mehr als es der Manga macht. Was aber an sich schon klar ist, schließlich hat ma im Manga lediglich ein begrenztes Zeitfenster um die Leute zu fangen und zum Lesen zu animieren. Sie mit Details „langweilen“ geht da einfach nicht. Das muss man eben hinnehmen. Wobei ich halt gerade jetzt auch sagen muss, dass mir das ganze Innenleben von Naofumi unglaublich gut gefallen hat und jetzt im Manga fehlt. Schließlich definiert dass den Charakter und während ich im Manga teilweise einfach nur Mitleid hatte, habe ich in der Light Novel absolut mitfühlen können.

Abschließend kann ich wohl nur sagen, das Shield Hero direkt nach Spider auf Platz 2 meiner Lieblings Light Novels hausiert. (Danmachi hat wohl nur verloren weil die Erinnerung zu sehr entschwunden ist.) Wer also bereits Spaß an dem Manga hatte und der englischen Sprache mächtig ist, der sollte sich die Light Novel definitiv zulegen, da sie einen unglaublich guten Job macht! (Zumindest einen besseren als der Manga und ich will eigentlich nicht auf dem guten Manga rum hacken.)

Die Light Novel erzählt eine spannende Isekai-Story mit einem äußert ungewöhnlichen Helden und traut sich auch immer wieder die gewohnten und etablierten Wege zu verlassen um eine durchweg spannende Story zu erzählen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was mich wohl mit dem 2. Band erwartet und ob es Naofumi und Raphtalia letztendlich doch noch schaffen den Ruf des Schildhelden ein für alle Mal zu bereinigen.

Euer


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