Spiel Review: Marvel’s Guardians of the Galaxy – The Telltale Series

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

Bereits seit der The Walking Dead-Reihe bin ich, wie so viele andere auch, ein großer Fan der Telltale Spiele. Dabei haben die Spiele natürlich sowohl Höhen wie auch Tiefen, gerade was die Programmierung angeht. Wenn ich mich da an die sehr gute 1. Staffel von Batman zurück erinnere, die technisch selbst ein dreiviertel Jahr nach Release unterste Schublade war… Nichts desto trotz freue ich mich natürlich über jeden weiteren Titel des Studios und bin gespannt welches Abenteuer mich wohl erwartet.

So stand es auch um das Abenteuer der Guardians of the Galaxy, zu dessen erster Episode ich ja damals bei Release sogar eine Review geschrieben hatte. Leider verlor ich es dann zeitbedingt aus den Augen und schaffte es erst im letzten Urlaub es endlich zu beenden. Somit wünsche ich euch viel Spaß zu meiner Review von Marvel’s Guardians of the Galaxy: The Telltale Series.

Ein neues Abenteuer für die Guardians steht an, als die Gruppe plötzlich einen Hilferuf vom Nova Corps erhält. Diese erbittet Unterstützung gegen den Erzfeind der Guardians Thanos, da er sich gerade auf dem Weg zu einer alten Ruine befindet, um das dort liegende Artefakt zu rauben. Nach kurzer Diskussion was denn für Star Lord und Co. dafür herausspringt, machen sie sich die fünf auf den Weg.

Doch leider kommen sie zu spät, Thanos hat bereits alle anwesenden Nova Corps Mitglieder erledigt und will sich jetzt das Artefakt, die Schmiede des Schicksals, aneignen. Peter und seine Freunde eilen dem Titanen hinterher und stellen ihn in der Ruine zur Finalen Schlacht. Nach einem schweren Kampf schaffen sie es wieder erwarten den Titan zu töten.

Doch dieser Sieg kommt mit einem bitteren Beigeschmack, denn nun da der Kleber der sie so lange zusammen gehalten hat nicht mehr hält droht die Gruppe zu zerbrechen. Wird es Peter gelingen seine neue Familie zusammen zu halten oder gehen am Ende doch alle ihren eigenen Weg?

   

Da es nun ein gutes Jahr her ist das ich die erste Episode gespielt hatte, beschloss ich diese noch mal zu wiederholen. Für mich fühlte es sich einfach Falsch an, die Konsequenzen oder Entscheidungen fort zu führen, an die ich mich jetzt nicht mehr erinnere. Ist ja schließlich nicht das reale Leben was?^^ Da meine Erinnerung aber an den Kernpunkten recht gut war, konnte ich diese erste Episode in deutlich kürzerer Zeit als damals beenden. Geschadet hat es nicht, da ich so perfekt die letzten 5 Urlaubstage für jeweils eine Episode nutzen konnte 😉

Somit komme ich erst mal zu dem Punkt den ich oft gehört und gelesen habe, nämlich der geänderte Grafikstil. Ich bin auch ein großer Freund des Cellshading-Design und freue mich immer wieder über neue Spiele mit diesem look. Gerade bei diesen „Comic-Adaptionen“ finde ich die Entscheidung von Telltale jenen Stil zu verwenden absolut grandios, da es der Immersion absolut zuträglich ist. Somit verstehe ich eigentlich nicht so recht, was sie dazu getrieben hat, gerade bei ihrem ersten Marvel Game solch einen Umschwung ein zu läuten.

Für mich selbst war das aber nichts schlimmes, denn spätestens ab der 2. Episode hatte ich mich so sehr daran gewöhnt, das es mir gar nicht mehr so recht auffiel. Lediglich das Design (oder eher das Gesicht) von Peter Quill, wollte mir einfach nicht gefallen. Ansonsten hat die Grafik aber recht gut zum rasanten Abenteuer gepasst und ich muss sagen, dass mir der Grafikwechsel lieber ist, als das technische Debakel von Batman. Hier konnte ich immerhin alle Quicktime-Events(QTE) durchführen und war nicht von komischen Frame-rate-drops zum Tode verurteilt.

Wo wir allerdings bei einem kleinen Punkt wären, der mich wiederum gestört hat. Teilweise habe ich QTE tatsächlich verkackt, ohne das es tatsächlich Konsequenzen hatte. Da habe ich mir wirklich die Frage gestellt, ob es denn dann überhaupt Sinn macht, selbige zu befolgen, wenn lediglich eine Hand voll tatsächlich relevant sind. Dafür gab es aber auch ein oder 2 die so dämlich waren, dass sie mich wiederholt in den Tod getrieben haben. Gerade ein gewisses Event in Episode 4, bei dem ich mich an etwas festhalten muss, während sich die Kamera dreht und das Zielen echt schwer ist, war echt uncool.

Das 4. Kapitel so kurz vor Ende bot auch einen unglaublich gut platzierten Cliffhanger, der mich mit meinem Spielweg etwas ins grübeln gebracht hat. Denn seit The Walking Dead konnte man durch die Crowd-Funktion ja sehen, wie viele der Spieler deinen Weg gewählt haben. Auch bei den Guardians gab es nach jeder Episode für die Entscheidungen die dazu passenden Vergleiche. Allerdings hatte ich am Ende von Episode 4 scheinbar einen Weg gewählt, den bisher kein anderer Spiele oder zumindest sehr wenige gewählt haben (oder es war ein Fehler, was seltsam wäre, da alle anderen funktioniert haben). Ich war sehr amüsiert über diesen kuriosen Weg 😉

Die Story selbst war durchaus spannend und motivierend. Das Rätsel um die Schmiede und vor allem auch das Thema Familie stand ganz groß im Vordergrund. Auch das Erzähltempo war relativ flot und die Tatsache das Thanos bereits direkt am Anfang stirbt, machte Hala zu einem guten und nachvollziehbaren Bösewicht. Wenn auch ich nicht so recht verstehe, warum die Kree einen russischen Akzent haben…^^“

Mein persönliches Problem bestand eher darin, mich entscheiden zu müssen ob ich „typisch“ Star-Lord gegen meine eigene Logik handele und somit Charakter treu handele oder eher rationale Entscheidungen treffe. Ich habe mich für die rationalen entschieden, vielleicht habe ich ja daher diese 0% Sync bekommen? Gerade was das Thema Schicksalsschmiede angeht, muss ich ja gestehen, dass ich letztendlich gewürfelt habe, weil ich mich nicht entscheiden konnte xD

Nach nur 5 Folgen war das Abenteuer im Weltall wieder vorbei und ich saß hier köstlich amüsiert. Ja das Spiel mag seine schwächen haben und nicht perfekt sein, aber muss man das den wirklich erwarten? Es gibt schließlich auch gute Filme die das Rad nicht neu erfinden aber gut unterhalten. Die Telltale-Formel hat bei mir jedenfalls genau ins Schwarze getroffen und ich würde mich auch über ein erneutes Abenteuer mit den Wächtern der Galaxie freuen.

Wer sich also immer noch überlegt ob er das Spiel tatsächlich holen soll, der kann beherzt zugreifen. Denn das Spiel macht eigentlich einen recht guten Job was das einfassen der bekannten und beliebten Charaktere angeht. Von Peters Möchte-gern Charme bis hin zu Drax eindimensionalen Denkmustern ist alles vorhanden. Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und habe das Spiel mit meiner 73. Platin abgeschlossen. Von mir bekommt das Spiel 7 von 10 galaktischen Abenteuerfamilien.

Euer


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