Anime Review: Magic Kaito 1412

Ich mag Kaito Kid sehr, sehr gerne. Conan mag ich aber trotzdem lieber und das konnte auch dieser Anime hier nicht ändern. Im Gegenteil, dieser Anime hat mir viel Spaß gemacht und Freude bereitet, genauso habe ich aber auch viele, viele Knackpunkte, die mir nicht gefallen haben. Bevor es zu Verwirrungen kommt: diese Review beschränkt sich auf den Anime Kaito Kid 1412, der in Deutschland bei peppermint anime erschienen ist und insgesamt 24 Folgen auf 4 Volumes umfasst. Es gibt von Kazé Deutschland noch einen kürzeren Anime, der komplett auf dem Manga basiert. Bei diesem Anime hier ist das nicht der Fall, hier wurde keine genaue Vorlage von dem Studio A-1 Pictures benutzt. An dieser Stelle sprechen wir ein großes Dankeschön an peppermint anime aus, dass sie uns alle vier Volumes als Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt haben.

Der Meisterdieb Kid ist nach acht Jahren wieder zurückgekehrt! Kaito Kuroba kann es kaum glauben und schwört, sich ihm in den Weg zu stellen. Er selbst ist schließlich auch Zauberer und ist sich sicher, dass seine Tricks genauso gut sind wie die von Kid. Plötzlich findet er sich jedoch in der Geheimkammer seines verstorbenen Vaters wieder. Es stellt sich heraus, dass er der legendäre Magier und Phantomdieb Kid war. Aber wer ist nun der mysteriöse Dieb in den Nachrichten? Kurzerhand entschließt sich Kaito, in das Outfit seines Vaters zu schlüpfen und sowohl diesem, als auch weiteren Geheimnissen auf die Spur zu gehen. Die wichtigste Frage bleibt jedoch vorerst offen: Was geschah seinem Vater vor 8 Jahren?

   

Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn Kaito in einer der Detektiv Conan Folgen oder Filmen auftaucht. Er ist einfach der Wahnsinn, super mysteriös, seine Zaubertricks lassen einen erstaunt zurück und zudem ist er auch noch lustig. In den Conan Folgen zeigen er stehts seine besten Seiten: er ist ein Meister der Verkleidungskunst und grandios, wenn es darum geht, sich Zahlen und Fakten zu merken. Ebenso ist er dafür bekannt, den Detektiven der Welt und der Polizei von Japan stehts ein Schnippchen zu schlagen und siegreich Edelsteine und andere wertvolle Dinge zu klauen.

Ja, es kann sein, dass ich Kaito Kid nach all den Jahren der Begeisterung idealisiert habe. Vielleicht trifft es mich gerade deshalb umso härter, dass Kaito Kid es in seinem eigenen Anime unfassbar schwer hat sich zu beweisen. Ich habe so viel hinterfragt in diesem Anime, dass ich mir dabei fast schon doof vorkam. Einige Sachen davon möchte ich mit euch teilen, jedoch möchte ich genauso aber auch auf die Sachen eingehen, die der Anime richtig gut macht. Alles in allem waren die 24 Folgen grandiose Unterhaltung und das ist am Ende ja auch das Ziel von einem Showmagier wie Kaito Kid.

Es war auf jeden Fall sehr schön mit anzusehen, wie Kaito hinter das Geheimnis kommt, dass sein eigener Vater Kid war. Diese Erkenntnis wird Kaito die ganze Zeit begleiten und sein Vater wird ihn durch Tonaufnahmen auf seiner Reise begleiten und ihm Tipps geben, die meistens in derselben Folge noch wahnsinnig wichtig sein werden. Man kennt das Phänomen ja, das ist auch vollkommen okay. Jedoch macht der Anime in meinen Augen dennoch einiges falsch. Die vielen CGI Szenen, die auch wirklich stark und unangenehm nach CGI aussehen lasse ich an dieser Stelle mal eher beiseite und konzentriere mich auf das Inhaltliche. Ansonsten sind die Animationen nämlich grandios! Man merkt, dass hier ein anderes Studio am Werk ist, da hier Conan & Co. Kaito in seiner Serie Besuche abstatten, diese aber nicht den typischen Detektiv Conan Look haben, den man nun mal kennt und gewohnt ist.

Kaito Kuroba ist von seiner Art her ein echter Pausenclown. Er liebt es anderen Streiche zu spielen und mit seinen Zaubertricks zum staunen zu bringen. Allen voran erfreut ihn das natürlich bei seiner Kindheitsfreundin Aoko. Die beiden sind nicht nur Nachbarn, ihr Vater ist sogar der Hauptkommissar in der Abteilung, die hinter Kid her ist und bei jeder neuen Ankündigung von Kid an Ort und Stelle ist. Wenn man zuvor immer dachte, Kid ist einfach nur unfassbar klug und kann sich immer neu durch die Situationen der Polizei durchmogeln, hat bestimmt nicht darüber nachgedacht, dass Kaito zuvor gewarnt werden könnte. Es ist unfassbar oft vorgekommen, dass Aokos Vater in ihrer Anwesenheit darüber gesprochen hat, welche Fallen sie Kid beim nächsten mal stellen und zufällig war meistens Kaito mit von der Partie.

Klar, wem fällt schon der unauffällige Teenager auf, der immer mit der Tochter des Kommissars rumhängt? Die Antwort ist: erschreckend wenig Leuten. Es ist wirklich krass, in dem Sinne hat Kaito Kid ja bis auf sein Monokel nicht einmal eine richtige Verkleidung, die sein Gesicht bedeckt. Und dennoch fällt einfach niemandem diese Ähnlichkeit zwischen den beiden auf! Ja es fällt nicht mal jemandem auf, dass Kaito Kid und Kaito Kuroba denselben Namen benutzen, obwohl der ja nun wirklich kein Allerweltsname ist. Aber man merkt immer mehr, dass es doch gar nicht so schwer zu sein scheint, hinter das Geheimnis zu kommen, hinter wem sich Kaito Kid verbirgt. In einer Folge auf einem Schulausflug geht es um eine Kostümshow und Kaito verkleidet sich eiskalt vor allen Augen dort als Kaito Kid! Nicht nur, dass es Conan in diversen Folgen selbstverständlich wie Schuppen von den Augen gefallen ist oder der Klassenkamerad und Meisterdetektiv von Kaito dahinter gekommen ist, dann weiß auch noch die Hexe aus Kaitos Klasse relativ schnell Bescheid.

Und ja, ihr habt richtig gelesen, die Hexe. Hand aufs Herz. Magie und Detektiv Conan sind einfach zwei Dinge, die passen nicht zusammen! Bei Conan wird alles, aber auch absolut alles, logisch begründet und so etwas wie Magie findet man hier einfach nicht. Und im selben Universum spielt eine Hexe mit, die Magie benutzen kann wie sie gerade lustig ist. Das ist mir sehr missfallen, weil es einfach überhaupt nicht zu dem Universum passt, so wie es dargestellt ist. Schlimm genug, dass Kaito ständig Zaubertricks anwendet, die allein schon wie Magie aussehen. Da werden ja wenigstens einige der Tricks logisch begründet, wenn das auch nicht für alle Tricks gilt. Wenn sich ein Gebäude so schnell bewegen kann, dass alle Tische und Stühle des Restaurants rumfliegen, dann wirkt das schon sehr deplatziert und nimmt mir den Spaß am gucken. Vielleicht bin ich da aber auch einfach nur zu engstirnig.

Was ich zum Schluss noch anprangern muss, ist die Entscheidung bezüglich Kaitos Stimme. Bei Detektiv Conan ist es immer so dargestellt, dass Kaito nicht nur perfekt die Maske einer anderen Person nachahmen kann, er kann auch noch perfekt die Stimme nachahmen. Und genau das hat mir in diesem Anime schmerzlich gefehlt! Kaito hat bis auf ein paar Ausnahmen, wo seine Verkleidung auf Conan getroffen ist, immer seine eigene Stimme behalten und nur etwas verstellt. Das hat ziemlich viel Zauber weggenommen! Immerhin waren genau das die tollen Momente bei Conan, wenn man als Zuschauer von Kaito hereingelegt wird und nicht gemerkt hat, dass er sich beispielsweise unter die Polizisten gemischt hat. Genau diese Überraschungsmomente waren dadurch nicht existent. Und das hat mich nicht nur einmal unfassbar traurig gemacht.

   

Da ich von uns beiden der größere Kaito Fan bin, hätte die Review eigentlich auch von mir kommen sollen. Leider war ich schon damals als die Serie im Airing lief bereits von den ersten Folgen so enttäuscht, das wir ihn damals nicht fortgesetzt haben. Selbstverständlich hat die Serie auch ihren Weg zu uns gefunden und wie Mia schon schrieb, haben wir sie von peppermint anime zur Verfügung gestellt bekommen. Mit deutscher Synchro wollte ich der Show nochmal eine Chance geben und ich muss ja gestehen, dass sie immerhin etwas besser wird.

Allerdings habe ich auch jetzt noch einige Probleme mit der Serie. Nr. 1 wäre wohl das leicht veränderte Charakterdesign. Das wäre ja per se nicht schlimm, aber mich nervt die ständig wechselnde Haarfarbe von Kaito. Dazu finde ich die größere Story, welche sich über die komplette Staffel zieht auch irgendwie ernüchternd. Man hat halt versucht dem ganzen einen Sinn zu geben, was irgendwie nicht so recht geklappt hat. Denn letztendlich sind am Ende mehr Fragen offen als am Anfang.

Ebenso fand ich die Änderung blöd, das Kaito nicht mehr die Stimmen der Personen angenommen hat, deren Maske er trug. Wir als Zuschauer wussten immer gleich wer er ist. Das hat dem ganzen irgendwie die Magie genommen. Echt schade, ist es doch genau dass, was mir den Charakter so schmackhaft gemacht hat. Naja was solls, wir haben ja noch die OVA Serie hier stehen, die wir bald sehen werden und auf die ich mich jetzt schon unglaublich freue ;) Bis dahin sage ich nur “See You Next Illusion!”

Generell macht der Anime keinen schlechten Job. Klar, es gab einige Folgen und Charaktere, die haben mir wirklich gar nicht gefallen, genauso gab es aber auch Folgen die mir wirklich sehr gut gefallen haben. Allen voran muss ich zugeben, dass die Folgen in denen Shinichi oder Conan dabei waren wirklich meine Highlights des Animes waren, aber auch deshalb, weil genau diese Folgen sehr gut durchdacht waren und Kaito immer wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde, ohne, dass dieser sofort ein neues Ass aus dem Ärmel gezogen hat.

Besonders schön fand ich jedoch Folgen mit Botschaft. Beispielsweise ging es in einer Folge um eine Person und Kaito hat wirklich gezeigt, was ihn ihm steckt und demjenigen am Ende ein schönes Happy End beschert. Genau sowas spricht mich an und sowas will ich sehen, kam hier aber leider einfach zu kurz.

Die Story des Animes, sprich der rote Faden, war leider eher schwach und konnte nicht überzeugen. Es wirkte aber auch nicht, als ob der Anime etwas anderes damit gewollt hätte. Es ist einfach nur schade, dass am Ende wirklich mehr Fragen offen sind als vorher und generell das Ende des Animes dadurch sehr unbefriedigend ist. Von mir bekommt der Anime trotz allem für seine gute Unterhaltung 6 von 10 Zaubertricks.

Eure


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