Serien Review: Willkommen in Gravity Falls Staffel 1 und 2

Vor Jahren hatte ich mal etwas über Gravity Falls gehört. Ich glaube es war zu der Zeit als ich mal wieder in Pangya reingeschaut hatte und nebenbei ein Video laufen hatte. Allerdings bin ich dem ganzen nie so recht nach gegangen, bis ich das Thema wieder vollkommen aus den Augen verloren hatte. Einen erneuten Anstoß hatte ich dann durch einen meiner Lieblings-Youtuber MatPat erhalten, der eine Spannende Film-Theory zum Ende der Serie gemacht hat.

Selbstverständlich habe ich damit nicht allzu viel anfangen können. Wie auch? Ich kannte die Serie über die er sprach ja nicht. Aber das Interesse bei all den Geheimnissen die die Serie umgaben und das perfekte Verschwörungsmaterial-Zeug, das mich immer köstlich amüsiert, war gegeben. Es war glaube ich Mittag März, als ich Mia endlich dazu überreden konnte, da Netflix die Serie ins Portfolio aufgenommen hatte. In unserem großen Mai Urlaub haben wir es dann auch endlich geschafft die Serie zu beenden und ich bin hellauf begeistert.

Die Zwillinge Dipper und Mabel werden von ihren Eltern in den Sommerferien zu ihrem seltsam Großonkel (sie nennen ihn Gronkel) Stan in das mysteriöse Hinterwäldler-Dorf Gravity Falls abgeschoben. Dieser betreibt dort ein Kuriositäten-Kabinett, die Mystery Shack, in der er herumreisenden Touristen mit schlechten Imitaten das Geld aus der Tasche zieht. Die Geschwister blicken voller Zweifel einem langweiligen und vor allem langen Sommer entgegen.

Allerdings wird ihnen schnell bewusst das Gravity Falls alles andere als ein langweiliges und normales Dörfchen ist. Allerhand mysteriöses geht dort vor sich und nicht einmal die Bewohner haben davon Kenntnis. Während Dipper ein mysteriöses Tagebuch mit einer Sechs-fingrigen Hand findet, datet Mabel auf der Suche nach einer wilden Sommerromanze den erstbesten Jungen.

Doch dieser ist keineswegs normal. Dank des Tagebuchs hält Dipper ihn zuerst für einen Zombie, doch er stellt sich schon sehr bald als eine Ansammlung von Gnomen heraus, die Mabel zu ihrer neuen Königen machen wollen. Während ihre Ferien hier schon einen wilden Anfang nahmen, sollte das ganze erst der Anfang eines abenteuerlichen Sommers werden, der sie am Ende sogar zum äußersten bringen würde….

   

Was als einfache Mystery-Serie beginnt, entwickelt sich im laufe der gesamten Show zu einem aberlustigen Abenteuer das unglaublich gut durchdacht ist und mit jeder Folge nur besser und spannender wird. Das ganze ist aber nicht nur dem sehr guten „Cast“ geschuldet, der eigentlich keinen unangenehmen Charakter beherbergt, sondern auch seinen witzigen und genialen Antagonisten, wie etwa der lebenden Pyramide Bill Cipher.

Aber fangen wir doch erst mal mit den der Struktur des ganzen an. Weitestgehend handelt es sich hier um eine Typische Monster of the Week-Serie. Jede Folge befassen sich Mabel und Dipper mit einem neuen Mysterium das Gravity Falls heimsucht. Dabei sind die Abenteuer unheimlich abwechslungsreich und die Wiederholungen sehr überschaubar bleiben. Klar gibt es den ein oder anderen wiederkehrenden „Bösewicht“ wie etwa Bill Cipher oder etwa Gideon. Meistens wird das Problem aber noch in der selben Folge gelöst.

Dabei gibt es sowohl mysteriöses wie auch absurdes zu sehen. Von Gnomen, über Zombies, bis hin zu rachsüchtigen Geistern ist einfach alles dabei was das Mystery-Herz begehrt. Hin und wieder wird es aber auch etwas seltsam, wenn Dipper mit einem Kopierer eine Horde Dippers herstellt um doch noch Wendy´s Herz zu gewinnen. Für Abwechslung und gute Unterhaltung sorgt die Serie also reichlich ;)

Neben der guten Story gesellen sich wie oben bereits erwähnt großartige Charaktere, denen wir auf ihren Abenteuern folgen dürfen. Ganz vorne natürlich Mabel und Dipper, die beiden Hauptcharaktere. Während meine Vorliebe hier ganz klar für Dipper schlägt, ist es Mabel für die Mia´s Herz schlägt. Ich mag Dipper einfach wegen seinem unermüdlichen Forscherdrang. Um seine Ziele zu erreichen ist er bereit alles zu opfern und zu riskieren. Außer natürlich seine Schwester braucht ihn, dann lässt er alles stehen und liegen und ist sogar bereit jeglichen erreichten Fortschritt zu opfern.

Im Umkehrschluss haben wir natürlich seine Schwester Mabel. Ein quirliges drolliges Mädel, das ihr Herz auf der Zunge trägt und die wohl absurdesten Pullover ever trägt. Sie fungiert als emotionaler Gegenpol von Dipper. Sobald sie etwas sieht das sie haben will, ist sie bereit alles dafür zu opfern, selbst die Träume ihres Bruders. Genau da liegt aber leider der Punkt weswegen ich sie nicht so gut leiden kann. Zu oft muss Dipper den Preis für sie bezahlen, während sie die komplette Serie über nicht einmal selbst für ihre Fehltritte gerade steht.

Aber es gibt ja noch ein paar andere großartige und amüsante Charaktere, die die Serie abrunden. Ganz voran natürlich ihr Großonkel bzw. Gronkel Stan. Ein in die Jahre gekommener Halsabschneider, dessen einziges Ziel es zu sein scheint den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dabei erinnert er leicht an eine etwas bösere Variante eines Dagobert Duck. Mit ihm steht und fällt auch eins der größten Mysterien die die Serie mit sich bringt.

Dazu gesellen sich dann noch seine beiden Mitarbeiter Wendy und Soos. Während erstere vorrangig als Dippers love interest fungiert und häufig als der coole Teenager daherkommt, zu dem die beiden aufblicken, ist Soos das genaue Gegenteil. Von seiner Art her erinnert er wohl am ehesten an Charaktere wie etwa Patrick Star. Er ist also ein sympathischer Idiot mit einem großen Herz.

   

Ich ärgere mich sehr. Ich wollte Gravity Falls nicht sehen. Mittlerweile bin ich einfach nur froh, dass Fuma sich durchgesetzt hatte. Ich dachte, es wäre eine Serie á la Rick und Morty oder Family Guy, die leider so gar nicht meinen Lachnerv treffen. Aber völlig falsch gedacht. Die Serie ist wirklich der Hammer, mit einem haufen liebenswürdigen Charakteren und einer unfassbar tollen Story, mit der alles möglich zu sein scheint. Die Serie geht mehrfach einen ganz anderen Weg, als ich es vermutet hätte und weiß damit sehr zu überraschen.

Wie Fuma schon richtig geschrieben hat mag ich Mabel sehr. Ja, sie hat ihre Schattenseiten, aber hat die nicht jeder Mensch? Mehr noch als diese Schattenseiten tritt sowieso ihre absolute Verrücktheit in den Vordergrund. Dass sie diese Verrücktheit auslebt und nicht versteckt mag ich besonders an ihr. Dipper mag ich aber auch sehr, für genau die Punkte die Fuma angesprochen hat. Vor allem aber für seinen Forscherdrang und seine Hilfsbereitschaft. Ich bin untröstlich, dass das Abenteuer der Zwillinge und ihren Freunden schon nach 2 Staffeln vorbei ist. Mir ist es aber lieber, wenn eine Serie an ihrem Höhepunkt aufhört, statt unnötig in die Länge gezogen zu werden.

Wer sich jetzt also immer noch fragt ob er oder sie mal reinschauen sollte, dem kann ich das ganze nur empfehlen. Es ist eine absolut witzige und spannende Serie die sich mehr als einmal nicht so recht ernst nimmt und eigentlich keine Disney Serie ist (obwohl sie dort lief). Die Story ist mit den 2 Staffeln komplett abgeschlossen und bedarf auch keiner Fortsetzung (auch wenn man sie sich wünscht nach der letzten Folge ;) )

Mich hat die Serie auf jeden Fall mehr als köstlich unterhalten und ich bin mir auch sicher, dass es nicht das letzte Mal sein wird, das wir hier mal die ein oder andere Folge wiederholen werden. Von mir gibt es hier 9 von 10 kuriosen Sommerferien-Abenteuern.

Euer


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