Serien Review: Timeless Staffel 1

Im Urlaub sind wir über die Serie Timeless gestoßen. Wir hatten keinerlei Erwartungen an die Serie, weil wir noch nie etwas von ihr gehört hatten. Und, kennt ihr das, wenn ihr so was “neues” entdeckt und es euch absolut umhaut? Genau so war es bei uns und Timeless. Wir hatten gerade “The Rain” auf Netflix fertig geschaut und waren davon am Ende so dermaßen genervt und unzufrieden damit, dass wir direkt was neues, besseres gebraucht hatten. Es ist nicht so, dass wir auf Netflix zu wenig zu gucken hätten, aber man hat ja auch nicht immer Lust auf die Sachen, die man schon angefangen hat. Und so hat uns Netflix dann durch seine Vorschläge auf Timeless gebracht. Und ich bin unfassbar dankbar dafür.

Lucy Preston ist Geschichtsprofessorin, Wyatt Logan ist ein begnadeter Soldat und Rufus Carlin ist was Technik angeht ein bewiesener Fachmann. Die drei bekommen aus heiterem Himmel einen geheimen und wichtigen Auftrag: die Regierung hat vernab der Öffentlichkeit eine Zeitmaschine gebaut und diese wurde von einem Terroristen entwendet.

Der Ex-NSA-Agent Garcia Flynn ist der Schuldige, wegen dem Lucy, Wyatt und Rufus nun mit einem Prototyp einer zweiten Zeitmaschine hinter ihm her reisen müssen. Ihre Aufgabe ist dabei, zu verhindern, dass er die Geschichte ändert. Doch genau das ist sein Ziel: die vereinigten Staaten tiefgreifend in der Vergangenheit zu verändern, damit er in eine bessere Gegenwart kann.

Es ist gar nicht so einfach, jemanden durch die Zeit zu verfolgen. Als die erste Reise zu einer Veränderungen bei der Landung der Hindenburg führt und im Anschluss in der Realität die Schwester von Lucy nie existiert hat und ihre Mutter wieder gesund ist, wird die Sache für sie persönlich.

   

Ja, ich muss zugeben, Abigail Spencer, die Lucy spielt, war eines der Gründe, wieso wir die Serie letztendlich angefangen haben. Wir kannten sie bisher nur als Dana Scott aus Suits, aber da sie echt hübsch ist und eine gute Schauspielerin, konnten wir das einfach nicht ignorieren. Der größere Grund, war jedoch, dass in der Beschreibung der Serie etwas von Zeitreise stand. Wer uns kennt, dürfte langsam aber sicher wissen, dass wir Zeitreisen als Thema wahnsinnig toll finden!

Und ich bin wirklich unfassbar froh, dass wir hier eine wunderbare Umsetzung zum Thema Zeitreisen aufgetischt bekommen haben. Es war von Anfang an gut durchdacht und hat eine Menge Spaß gemacht. Ohne großartiges Vorwissen haben wir uns berieseln lassen. Eigentlich wollten wir nur eine Serie, die wir nebenbei laufen lassen können, während wir beide Spiele ohne Story zockten. Jedoch war Timeless dafür sehr ungeeignet und ich erwischte mich wahnsinnig oft dabei, dass ich eher der Serie folgte, als meinem Spiel. Daher wurde die Serie auch schnell unsere Binge-Serie, da wir die Staffel ziemlich schnell durchgesuchtet haben – kein Wunder.

Die Story ist mindestens genauso gut wie die durchdachten Charaktere und das komplette Konstrukt, was wir hier aufgebaut bekommen. Eine Zeitreiseserie macht nur dann viel Spaß, wenn sie gut durchdacht ist und wenig Logikfehler aufweist. Man merkt hier auch sehr schnell, dass sich die Änderungen in der Vergangenheit direkt auf die Gegenwart auswirken und auch nicht einfach Rückgängig gemacht werden können. Diese Endgültigkeit der Ereignisse macht die ganze Geschichte also nochmal ein ganzes Stück spannender. Dazu kommt ein Bösewicht, den man an manchen Stellen besser nachvollziehen kann, als “die gute Seite”. Alles in allem eine wahnsinnig interessante Mischung, die einen dazu bringt, unbedingt weiter gucken zu wollen.

Die erste Reise in die Vergangenheit passiert sehr plötzlich und kaum einer kann sich richtig darauf vorbereiten. Es geht zur Landung der Hindenburg. Das große Problem ist jedoch, wie soll man jemanden an etwas hindern, wenn man nicht einmal weiß, was genau er vor hat? Natürlich wird durch seine Taten direkt auch schon zum ersten Mal die Geschichte geändert. Als Lucy wieder in die Gegenwart kommt, muss sie jedoch etwas schreckliches feststellen: Die Veränderung war so gravierend, dass sich Lucys Mutter und ihr Vater nie kennengelernt haben. Dadurch hat die Mutter nie das Rauchen angefangen, bekam dadurch nie Lungenkrebs und ist kerngesund. Sie kann sich jedoch auch nicht mehr an die Schwester von Lucy erinnern, denn diese hat in diesem Szenario nie existiert. Für Lucy, die sich durch die Zeiteise an die “richtige Gegenwart” erinnern kann, bricht eine Welt zusammen und die ganze Sache wird für sie persönlich.

Das interessante hier ist, dass kein Mensch zweimal in einer Zeit existieren kann. Das wurde getestet und es zerfetzt die Körper regelrecht. Das bedeutet, dass man bei einem Fehler in der Reise in die Vergangenheit nicht einfach nochmal zurück kann. Die Taten sind endgültig und verändern zwangsläufig auch die Realität. Daher passiert es auch immer wieder, dass nach einer Reise in die Vergangenheit die Regierung und die drei in einem Zeitungsartikel von früher auf die Erwähnung von ihnen stoßen. Das lustige dabei ist, dass sich die drei meistens abgewandelte Formen von existierenden Persönlichkeiten nimmt, so stellt sich Lucy z. B. einmal als Juliet Shakesman vor.

Die Mischung aus den drei Hauptcharakteren ist wirklich fantastisch. Die Zeitmaschine kann nur maximal drei Personen tragen. Es ist essenziell wichtig, dass genau diese drei die vielen Reisen in den 16 Folgen antreten um Flynn zu folgen. Sie erfahren nämlich meistens nur, wo und in welcher Zeit die Zeitmaschine landen wird. Lucy als Geschichtsprofessorin muss dann überlegen, zu wem er wohl geht und so müssen sie versuchen, ihm zuvor zu kommen. Wyatt als Soldat übernimmt dabei dann die Rolle des Bodyguard, da er von den dreien am Besten kämpfen kann und mit Waffen umzugehen weiß. Rufus als Techniker ist der Pilot der Zeitmaschine. Wird diese falsch bedient, könnten alle Insassen sterben, daher ist er als Fachmann hier der richtige. Auf ihn und seinen Intellekt kann man bei den Reisen also nicht verzichten. Das Problem ist jedoch, dass er dunkelhäutig ist. Wer in Geschichte gut aufgepasst hat, weiß, dass diese oftmals keine schöne Zeit in der Vergangenheit hatten und so muss er beispielsweise das ein oder andere mal auch einen Sklaven spielen, um zu verschleiern, dass die drei aus der Zukunft kommen. Aus diesem Grund ziehen sie auch immer Klamotten an, die der Zeit entsprechen in die sie reisen. Man merkt also, dass die Serie zwar auch auf Konfrontation ausgelegt ist, trotzdem aber sehr Intelligent und gut durchdacht vorgeht.

   

Wie Mia ja schon oben schreibt, sind wir große Fan´s von Zeitreise-Storylines. Leider sind diese aber doch meist eher Rar gesäht und manche verstricken sich dann leider doch in eigenen Widersprüchen. Timeless wiederum macht wirklich einen guten Job und lebt auch sehr gut die Konsequenzen der veränderten Vergangenheit aus. Wie Mia ja bereits schreibt, ist eben nicht mal eben die Vergangenheit gerade gezogen wenn etwas schief gelaufen ist. Solche Konsequenzen finde ich unglaublich gut und wichtig, da sie ein gewisses Drama Potenzial bergen und vor allem auch den Handlungen der Charaktere noch ein wenig mehr Relevanz geben.

Dabei kommen wir an die unterschiedlichsten bekannten und unbekannten Orte. Vom Absturz der Hindenburg, über Ford Alamo bis hin zum realen Lone Ranger ist alles dabei. So macht (seichter) Geschichtsunterricht Spaß. Aber auch die Charaktere wissen zu überzeugen. Während mir Lucy ja hin und wieder doch etwas auf den Sack ging, war vor allem der Bösewicht Garcia Flynn ein absolutes Highlight der Serie. Ich finde es einfach unglaublich super, wenn man selbst als Zuschauer sich die Frage stellt, ob der Böse den tatsächlich sooo Böse ist. Dabei steht natürlich komplett außer Frage das seine Handlungen für sich Sprechen. Allerdings ist seine Begründung absolut nachvollziehbar.

Wer also Lust auf eine wirklich gute Zeitreise-Geschichte mit spannender Story, guten Charakteren und einem nachvollziehbaren Bösewicht hat, der ist hier genau richtig. Die Serie ist definitiv empfehlenswert und ich freue mich jetzt schon unglaublich auf die 2. Staffel. Hoffentlich lässt Netflix hier nicht allzu lange auf sich warten.

Ich bin zufrieden und glücklich mit der ersten Staffel gewesen. Sie hatte natürlich auch Ecken und Kanten und auch ein paar Hänger zwischendrin, dennoch gehen die Ereignisse tief und der rote Faden bekommt mit fortlaufen der Story immer mehr an Bedeutung. Ich war wirklich traurig, als die 16 Folgen der ersten Staffel vorbei waren. Bei einer kurzen Recherche stellte ich fest, dass aufgrund der Zuschauerzahlen eigentlich keine zweite Staffel kommen sollte. Das wäre aber wirklich fatal, vor allem, weil die Staffel zwar den ein oder anderen Strang schließt, aber ansonsten sehr offen endet. Aktuell läuft jedoch bei NBC schon die zweite Staffel, der Sender hat sich dazu bereit erklärt. Die zweite Staffel wird voraussichtlich nur aus 10 Episoden bestehen, soll dafür aber auch ein rundes Ende hervorbringen. Ich bin super gespannt und gebe Staffel 1 eine Bewertung von 8 von 10 einschneidenden Ereignissen und spreche für die Serie eine fette Empfehlung aus, vor allem wenn man das Thema Zeitreise mag.

Eure


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