Spiel Review: Penny-Punching Princess

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Wir können nicht leugnen, dass wir beide riesige NIS America Fans sind. Die wohl bekannteste Reihe des amerikanischen Publishers ist Disgaea, von es ja mittlerweile bereits viele Ableger gibt – zu Recht. Aber auch Spiele wie u. a. The Witch and the Hundred Knight, Birthdays the Beginning, Battle Princess of Arcadias, CRIMINAL GIRLS: Invite Only, The Guided Fate Paradox und selbstverständlich die Atelier-Reihe haben uns verzaubert. Man sieht also, der Publisher hat sich zu Recht einen guten Namen in Sachen JRPG gemacht. Aktuell haben wir auch noch The Lost Child und Fallen Legion: Rise To Glory zum testen bekommen. So auch das Spiel Penny-Punching Princess, welches ich mir zur Brust genommen habe. Es gibt das Spiel auch für die Switch, ich habe jedoch extra dafür meine PS Vita entstaubt und möchte euch heute erzählen, warum es sich lohnt, das Spiel zu spielen. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an NIS America, dass sie und das Spiel zum testen zur Verfügung gestellt haben! Thank you very much for this Game, NIS America!

Ihr bestreitet dieses Rollenspiel als junge Prinzessin, die Sebastian, einen Hirschkäfer Butler an ihrer Seite hat, der ihr zeigt, wie sie mit der Kraft des Geldes ein Königreich aufbauen kann, um somit Rache an der Dragoloans Lending Company (DLC) zu nehmen. Sie haben ihren Vater ruiniert. Um eine Chance gegen sie zu haben, lernt sie sehr schnell, dass Monster generell bestechlich sind, sobald man ihnen die richtige Höhe an Geld zur Verfügung stellen. Also macht sie sich auf, um in Leveln Geld zu verdienen, Monster an zu heuern und von einem Level ins nächste zu hüpfen, um es der Company heimzuzahlen.

   

Fuma kam auch die Idee, das Spiel anzufragen. An mir wäre es wohl vollkommen vorbeigehuscht, ohne, dass ich dem Spiel Beachtung geschenkt hätte. Ich war auch sehr froh über die Vita-Variante, da ich meine eigene Vita habe und somit spielen kann wann immer ich will. Ich habe an das Spiel einige negative Punkte in Form von Kritik, genauso aber auch einige positive Aspekte in Form von Lob. Folgen wir doch mal der deutschen Mentalität und fangen wir mit den negativen Punkten an.

Ich bin gut in Englisch. Ich kann komplette Spiele in Englisch spielen, komplette Light Novels oder Mangas in Englisch lesen und zur Not kann ich mich sogar auf Englisch unterhalten. Meine Schulbildung hat ihren Grundstein gesetzt und der Rest ist hart erarbeitet eben genau durch Spiele oder Lesen. Dennoch ist es für mich nahezu unmöglich hier der Story zu folgen. Aus dem ganz einfachen Grund: das Spiel ist komplett auf Englisch, es gibt also keine deutsche Variante in Schrift oder Synchro, und jetzt kommts: nahezu jeder der Charaktere hat einen Dialekt bzw. Slang. Das sieht so aus, dass einige Worte oder Buchstaben fehlen oder abgekürzt sind und man damit als jemand, der Englisch nicht als Muttersprache hat, wirklich schwer ist, dem Ganzen zu Folgen. Daher habe ich es fast schon aufgegeben, mich Storymäßig weiter in das Spiel reinzufuchsen, es ist wirklich kaum zu verstehen oder nachzuvollziehen, worum es hier geht, dadurch, dass die Charaktere so sprechen, wie sie nun mal sprechen.

Außer dem Erzähler hat keiner der Charaktere Synchonstimmen, jedoch können sie durch Texte und ihre Gesten genug Ausdruck hervorbringen, damit man sie besser kennenlernen kann. Das gute ist, man kann das Spiel auch problemlos spielen, ohne die Story zu verstehen. Außerdem erklärt sich auch das meiste der Funktionen wie von alleine. Das ist auch gut so, weil man sehr in die Story reingeschmissen wird. Hatte am Anfang mehrfach das Gefühl von “Halt, halt, was geht mir zu schnell!” und schwupp war ich schon im ersten Level. Aber ein Spiel wo man mit Trial and Fail anfängt finde ich auch mal eine schöne Abwechslung. Hat auch seinen Reiz im Gegensatz zu einem Spiel, wo man erstmal zwei Stunden ein Tutorial machen muss und dabei schon die Lust verliert.

Generell muss ich wirklich sagen, das Spiel hat einen fetten Pluspunkt: es macht mega viel Spaß!! Man hat so viel, was man machen kann und bekommt mit der Zeit auch andere Funktionen, die dem ganzen eine schöne Würze geben. Das Spielprinzip könnt ihr euch so vorstellen: ihr lauft als kleine Prinzessin in Level rum, die alle unterschiedlich gestaltet sind. Wenn ihr dann einen bestimmten Bereich betretet, der vorerst nicht zu erkennen ist, geht der Zaun hoch und ihr kommt aus dem Bereich erst wieder raus, wenn ihr die darin befindlichen Monster tötet. Die Monster kommen aber nicht alle auf einen Schlag, sondern manchmal auch in verschiedenen Wellen. Das schlechte: Wenn man nicht gut in solchen Spielen ist – so wie ich… – dann sterbt ihr. Oft. Sehr oft. Aber das gute: Man lernt gut dazu, wenn man sich einprägt, wie sich in dem ein oder anderen Bereich die Monster bewegen. Und wenn ihr deren eigenes Bewegungsmuster noch erkennt, könnt ihr euch eine gute Strategie überlegen, durch den Bereich zu kommen. Das doofe: wenn ihr sterbt, seid ihr tot. Dann beginnt ihr wieder mit Null Münzen am Anfang des Levels. Außer das Level besteht aus mehreren Etagen, dann startet ihr beim Sterben am Anfang der neuen Etage.

Generell muss man sagen, das Spiel ist wirklich eher was für Strategen. Ich spiele kaum Strategiespiele und habe daher gar nicht dieses Denken, was man für das Spiel braucht. Ich bin ein total ungeduldiger Mensch und verliere generell schnell jegliche Geduld. An einigen Leveln habe ich mir wie bekloppt die Zähne ausgebissen. Und das tolle: ihr müsst grinden. Ihr müsst nämlich die besagten Monster besiegen und erhaltet dafür Münzen. Die Münzen könnt ihr für verschiedenes einsetzen. Beispielsweise für Heilpunkte, an denen ihr ab und zu vorbeikommt. Außerdem bekommt ihr recht früh einen Taschenrechner, der Random Aufgaben vorgeben kann, je nachdem wie viel Geld ihr ihm spendet. Mit Glück kann man so in einer brenzligen Situation einmal Heilen hervorbringen. Mit dem Taschenrechner kann aber auch noch was cooles machen: Monster bestechen. Ja, wenn ihr dem Monster das Geld gebt, was er möchte (das kann man sich anzeigen lassen), dann gehört es euch. Bei manchen könnt ihr dann mit einer Attacke des Monsters oder mit dem Monster selbst 1-3x Angreifen. So könnt ihr zwar gefährliche Gegner schnell aus dem Verkehr ziehen, umso gefährlicher und stärker die Monster sind, umso mehr Geld wollen sie aber auch. Manche kann man auch für einen Boni mehr Geld geben, manche stellen dir z. B. mehr Attacken zur Verfügung, wenn du ihnen das doppelte bezahlst.

Aber man muss aufpassen: man sollte sein Geld ansparen. Das kann man nämlich dafür verwenden, sich selbst aufzuboosten. Man hat nämlich kein Level, das sich mit EXP oder ähnlichem hochlevelt. Ihr bekommt Skillpunkte durch Items die ihr in Kisten findet oder indem ihr Items herstellt. Und die Punkte könnt ihr dann nach euren Vorlieben verteilen. Da ist dann die Frage, ob ihr beispielsweise lieber die Attacke aufboosten möchtet, euch lieber mehr Leben zur Verfügung stellt oder gar den Schutz vor Gift erhöhen möchtet. Hier sind in meinen Augen kaum Grenzen gesetzt und das Spielerlebnis variiert extrem, je nachdem wie ihr skillt. Das finde ich richtig cool gemacht. Für die Items, die ihr herstellen könnt, gibt sowas wie Rezepte und um hier erfolgreich zu sein, braucht ihr sowohl das geforderte Geld, als auch eine gewisse Anzahl an bestimmten Monstern. D. h. ihr kommt gar nicht drum herum, Monster zu bestechen. Geld sparen ist zwar cool, man hat aber auch je nach Ausrüstung (die man durch herstellen auswechseln und boosten kann) auch eine Geldgrenze, auf die muss man dann innerhalb des Levels auch noch achten.

Puh, ganz schön viel, worauf man achten muss, wo man überlegen muss, wo man strategisch vorgehen muss. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass das Spiel eher was für Fuma wäre. Ich bin dann letztendlich doch viel zu ungeduldig und schlecht in dem Spiel. Ich bin auch noch nicht durch, habe aber lange genug gespielt um einen sehr guten Eindruck von dem Spiel vermitteln zu können, so zumindest mein Empfinden. Ich werde da wohl noch ne Weile dran hocken, was ich aber nicht schlimm finde. Es macht schon Spaß, sich selbst herauszufordern und unmöglich wirkende Level zu schaffen! Wie oft bin ich an dieser einen Stelle hängengeblieben… und an der… und der anderen… und sowieso. Das geilste ist halt auch, wenn man ein Bereich schafft und im nächsten direkt stirbt. Hachja, Spaß und Frust zu gleich, man muss sich überlegen, ob es das einem Wert ist. Bei mir überwiegt definitiv der Spaß und der Wille, das Spiel durchzuspielen. Von mir bekommt das Spiel für seinen hohen Grad an Herausforderung, Unterhaltung und schwarzem Humor eine gute Mischung aus 6 von 10 Pennys.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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