Anime Review: Die Walkinder

Der 12-teilige Anime Kujira no Kora wa Sajou ni Utau / The Children of the Whales / Die Walkinder wurde im März bei Netflix ins Programm genommen. Ich fand es damals sehr interessant, wie oft der Anime in meiner Twitter Timeline aufgetaucht ist, gefühlt jeder zweite hatte den geschaut. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie wir darauf kamen, aber wenn schon ein Anime bei Netflix mit deutscher Synchronisation reinkommt schauen wir in der Regel immer rein. Vor einiger Zeit hatten wir den Anime jetzt fertig geschaut und die Review ist schon überfällig. Jetzt passt sie aber umso besser, weil Carlsen Manga den Band vor kurzem hier in Deutschland veröffentlicht hat. Bevor ich mir den anschaue, wollte ich jedoch erst einmal meine Gedanken zum Anime loswerden.

Der Fantasy Anime spielt in einer ganz besonderen Welt. Sie ist komplett von Sand bedeckt. Chakuro lebt auf einer Insel mitten in diesem Meer aus Sand. Die Insel wird Mudwhale / Schlammwal genannt und ist eine Art Schiff. Dort lebt eine riesige Gemeinschaft, die schon seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen hatte. Die Bevölkerung auf dieser Insel spaltet sich in zwei Lager. Es gibt die normalen Menschen, die keinerlei Fähigkeiten besitzen und dann gibt es die “Markierten”. Sie sind mit einer besonderen Fähigkeit geboren worden, der “Saimia”.  Mit dieser Fähigkeit können sie Dinge mit der Kraft ihrer Gedanken bewegen. Jedoch hat diese Kraft auch einen enormen Nachteil: Die Benutzung der Kräfte zerrt an ihrer Lebensenergie und die Markierten sterben wesentlich früher als die normalen Menschen.

   

Als wir den Anime begonnen hatten, wusste ich nichts darüber. Im Endeffekt wäre es vielleicht doch besser gewesen, mich vorher zu informieren. Ist jetzt aber nicht so negativ gemeint, wie es vielleicht klingt. Die Geschichte bzw. das Setting ist auf jeden Fall richtig cool. Es hat sehr viel Spaß gemacht diese “neue Welt” kennenzulernen. Ich habe lange darüber nachgedacht, allerdings gibt es nur sehr wenige Animes, die man mit diesem hier vergleichen könnte. Dafür ist das Setting doch etwas zu speziell. Das sorgte aber gerade bei uns, die wir extrem viele Anime konsumieren, für einige Überraschungen. Vor allem, weil der Anime teilweise in ganz andere Richtungen gegangen ist, als wir es vermutet hätten.

Chakuro ist der Hauptcharakter der Geschichte und hat die Aufgabe bekommen, die Geschichte der Mudwhale zu dokumentieren. Am Anfang wird man erst ganz sanft in die Welt der Bewohner hier eingeführt und erfährt das ein oder andere über ihre Lebensweise. Das war unfassbar interessant. Die Charaktere erwecken am Anfang ebenfalls Interesse.

Recht schnell geht Chakuro dann (heimlich) auf eine kleine Reise mit ein paar aus dem Dorf, ganz in der Nähe der Mudwhale ist nämlich ein verlassen wirkendes Schiff angespült worden. Dieses gilt es zu erkunden. Auf diesem Schiff findet er dann einen Nous. Dabei handelt es sich um ein Saimia verbreitendes Lebewesen. Das war jedoch nicht seine einzige neue Begegnung, so trifft er auch auf ein Mädchen. Er nimmt sie mit zurück zu seiner Insel und gibt ihr den Namen Lykos. Diese warnt jedoch die Bewohner vor einer Lebensbedrohlichen Gefahr.

Was das Setting angeht bewegen wir uns im Bereich Fantasy, Mystery, Action und Drama. Wer hier auf einen ruhigen Anime über eine andere Zivilisation hofft, wird enttäuscht. Es wird sehr viel gekämpft. Und natürlich sind die Markierten sehr viel effektiver und besser im Kampf, weil sie mit ihren Kräften einiges ausrichten können. Es ist jedoch schwer den eigenen Lebensraum vor Eindringlichen zu schützen und nebenbei noch die normalen Bewohner zu beschützen.

Generell macht das aber auch den Reiz bei diesem Anime aus. Es gibt auf der Insel noch einen Bereich, bei dem die Markierten ihre Kräfte nicht einsetzen können. Dies wird als eine Art Gefängnis für ungehorsame Markierte genutzt, weil das so ziemlich die einzige Möglichkeit ist, wie normale Menschen über den Markierten stehen können. Außerdem gibt es einen Bürgermeister, der allerdings ein normaler Mensch ist. Die Markierten werden auch nicht alt genug, um ihnen eine solche Position zu übertragen.

Generell muss man wirklich sagen, dass das Studio J.C. Staff (Selector Infected WIXOSS, Waiting in the Summer) hier einen tollen Job abgeliefert hat! Animationstechnisch sieht der Anime echt gut aus, vor allem was die Landschaft angeht. Die Story ist generell sehr interessant und es macht Spaß, sie zu verfolgen. Es wird viel gekämpt und Abenteuer erlebt. Die Charaktere sind mir persönlich etwas zu platt, ich habe es kaum geschafft, Verbindungen zu den Charakteren aufzubauen, außer vielleicht den Hauptcharakteren. Generell muss ich sagen, dass ich froh bin den Anime angesehen zu haben, obwohl er einige Schwächen hat. Hier und da ist er mal etwas langweilig, weil gerade wenig passiert und die Zeiten, denen wir den Bösen folgen sind mir of zu lange. Alles in allem ist es jedoch eine gute Mischung aus Kampf und ruhigen Stunden. Der Anime endet sehr offen und es wird auf eine zweite Staffel gehofft, es sind jedoch keine genauen Informationen dazu bekannt. Von mir bekommt der Anime 6 von 10 Inseln im Sandmeer.

Eure


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Copyright: © J.C.Staff/Netflix

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1 Antwort

  1. Feuerengel82 sagt:

    Mich konnte der Anime leider nicht so richtig überzeugen. Da ich Band 1 des Manga bereits gelesen hatte, wusste ich ja grundsätzlich worum es geht, hätte mir aber die Geschichte etwas anders gewünscht.
    Optisch ist dieser Anime natürlich ein richtiges Schmuckstück, aber ich denke, ich werde ihn nicht weiter gucken. Den Manga habe ich jetzt auch nicht weiter verfolgt.

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