Anime Review: AnoHana – Die Blume, die wir an jenem Tag sahen

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 5 Minuten.

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Im Vorhinein hatte ich einiges gutes über Anohana gehört. Allen voran natürlich auch von Mia, die so unglaublich begeistert von dem Manga war. Dessen Review ebenfalls bereits auf unserem Blog nachzulesen ist. Somit war ich also durchaus gespannt, wie sich den die Geschichte des toten Mädchens welches nach Jahren zurück kommt, wohl so entwickeln würde.

Freundlicherweise bot uns peppermint anime an, dass wir, für den Fall das wir eine ältere Serie Rezensieren wollen, einfach mal nachfragen sollen. So kamen wir in das Vergnügen sie nun auch endlich sehen zu können und wir bedanken uns hier noch mal herzlich bei peppermint anime für das Bereitstellen der Serie.

In ihrer Kindheit waren die 6 Freunde Jinta, Meiko, Naruko, Chiriko, Atsumu & Tetsudo unzertrennlich. Tagein-Tagaus spielten uns tobten sie ausgelassen miteinander und hatten zusammen sogar ein Team gebildet. Die Super Peace Busters und ihre Basis war eine kleine Hütte im Wald. Doch eines verhängnisvollen Tages zerbarst das friedliche Leben, als Meiko aka Menma einen Hang herabstürzte und dabei starb.

Der tot der Freundin erschütterte die anderen fünf tief und trieb einen Keil in ihre Freundschaft. 10 Jahre später haben sie sich nahezu vollständig auseinander gelebt. Während Chiriko und Atsumu Schüler einer Elite Hochschule sind, haben es Jinta und Naruko lediglich an eine normale Hochschule geschafft. Allerdings ist Jinta zum Teil zu einem Hikikomori verkommen und Naruko versucht alles, ihn zurück ins „normale“ Leben zu ziehen. Tetsudo wiederum hat die Schule abgebrochen und ist zum Weltenbummler geworden.

Doch dieser Sommer würde die entzweiten Freunde erneut vereinen und das durch niemand geringeren als die verstorbene Menma. Allerdings ist lediglich Jinta in der Lage sie zu sehen und der einzige weg ihre Seele zu erlösen, ist es ihren letzten Wunsch zu erfüllen. Da sie sich aber nicht mehr daran erinnert, gestaltet sich die Sache eher schwierig. Wird es den 5 Freunden gelingen wieder zusammen zu finden und ihre verstorbene Freundin endgültig zu erlösen?

   

Von Anfang an hatte ich im Kopf das Ano Hana und Ano Natsu de Matteru irgend etwas miteinander zu tun haben. Auch beim Ansehen der Folgen blieb dieses Gefühl weiterhin bestehen, allerdings schaffte es meine Neugier einfach nicht so recht, mich davon zu überzeugen das ganze endlich mal nachzuschlagen. Als wir dann durch waren, blieb mir einfach nichts anderes übrig. Zu offensichtlich sind die Parallelen der beiden Serien, sodass doch einfach eine Gemeinsamkeit vorhanden sein muss.

Ein kurzer Mangaka-Check verlief schon mal trefferlos, da die beiden Vorlagen von zwei unterschiedlichen Autoren sind. Ebenfalls waren es unterschiedliche Studio´s die sich für die beiden Werke verantwortlich zeichneten. Somit war die Verwirrung perfekt, bis ich bei MAL über die verantwortlichen Stieß und bei beiden Serien den gleichen Director ausmachte, Tatsuyuki Nagai. Lustig eigentlich, dass er sich auch für Toradora verantwortlich zeigt.

Merkt man natürlich, wenn man all die kaputten Beziehungen und die einseitigen Liebschaften so im Auge hat. Denn die sind in beiden (bzw. allen 3) Werken durchaus mit großem Herzschmerz verbunden. Ich als Zuschauer habe da auch durchaus mitgelitten. Das Beziehungsgeflecht war auch denke ich mal eine der stärken von Ano Hana selbst. Auch wenn hier eigentlich wenig Platz für Änderungen war. Alles war einfach viel zu festgefahren und irgendwie immer noch in der Vergangenheit eingefroren.

Grundsätzlich muss ich auch sagen, das ich auf emotionaler Ebene etwas mehr von Ano Hana erwartet hätte. Viele der vermeintlich Dramatischen Szenen fand ich eher lauwarm. Dafür wusste mich aber das Ende durchaus zu überzeugen und hat mir auch eine einzelne kleine Träne abverlangt. Das mag zwar jetzt etwas böse klingen und vielleicht auch ungerecht sein, aber so empfand ich es eben. Vielleicht hatte ich auch einfach zu hohe Erwartungen was das emotionale Drama anging. Ist also sicherlich ein Problem, mit welchen nicht unbedingt jeder konfrontiert wird^^“

Die Charaktere sind relativ gut und glaubwürdig geschrieben. Klar erfindet keiner das Rad neu und stellenweise ist der ein oder andere etwas eindimensional, das wird aber meist recht Zeitnah mit irgend einer Erklärung nachgeholt. Dabei sind die Charaktere aber doch relativ Klischeehaft, Jinta ist der typische Anführertyp, Atsumu der narzisstische Nebenbuhler/Rivale, Naruko die 08/15 Tsundere und so weiter. Lediglich Chiriko kommt in meinen Augen dann doch etwas zu kurz. Mehr als ein Stalker-Dasein wird ihr eigentlich nicht zugeschrieben. Die Serie macht aber das beste aus den Arche-typen und erzählt eine recht fesselnde Story um den Todeswunsch einer verstorbenen.

Kommen wir also zur Story, die interessant war und durchaus zu unterhalten wusste. Innerhalb der 11 Folgen kam eigentlich keine wirkliche Langeweile auf. Der Storyfluss ist auf einem konstanten Niveau ohne wirkliche Tiefpunkte, dafür aber auch leider ohne wirkliche Höhen. Lediglich am Ende war ein leichter Hüpfer vorhanden, der die Serie schön ausklingen lies. Ich denke hier wäre mehr möglich gewesen. Bei Ano Natsu hat er es ja auch besser gemacht. (Auch wenn das dann ein Jahr später war)

Die deutsche Synchro die peppermint anime hier aufgefahren hat, war auch sehr gut gewählt und hat letztendlich zur Unterhaltung noch beigetragen. Nun haben wir den Film hier noch liegen und ich bin mal gespannt, was der noch zur Story hinzufügt.

   

Ich kann Fuma in allen Punkten zustimmen. Der Anime hatte keine richtigen Höhen und Tiefen. Ich muss aber ehrlich sagen, dass mir der Manga besser gefallen hat. Die Anime Umsetzung war schon sehr nah am Original dran. Jedoch hat mich der Manga gefühlsmäßig besser abgeholt. Kann sein, dass ich den Manga an drei aufeinanderfolgenden Tagen gelesen habe und den Anime eher gestückelt über einen kurzen Zeitraum, aber dennoch. Der Manga hat die Charaktere etwas verständlicher rüber bringen können. Wer also lieber Anime guckt, dem kann ich guten Gewissens sagen, dass der Anime echt gut und definitiv keine Zeitverschwendung ist. Wenn ihr jedoch mehr Tiefgang bevorzugt, kann ich euch nur raten, zum Manga zu greifen. Alles in allem wurde ich aber sehr gut bei diesem Anime unterhalten und es sind echt tolle Charaktere dabei. Genauso finde ich es echt schön, dass im Laufe der Geschichte immer wieder Flashbacks zu der Kindheit gemacht werden und die Kinder oft zu sehen sind. Ein sehr schönes Stilmittel zum Thema Kontrast.

Ano Hana ist eine wirklich unterhaltsame Sommer-Serie, die zum aktuellen Wetter richtig gut passt. In meinen Augen kommt sie zwar nicht an den spirituellen Nachfolger Ano Natsu an, aber das dürfte jetzt nun auch wieder Geschmackssache sein. Die Serie dürfte aber für jeden etwas sein, der eine sommerliches Liebesdrama sucht. Denn letztendlich geht es um das gleiche wie immer in Liebesgeschichten; „When Boy meets Girl“ 😉

Ich hatte meinen Spaß und bin mir sicher das wir hier im laufe der Zeit noch mal rein sehen werden. Nun bin ich mal auf den Film gespannt und werde sicherlich auch irgendwann noch mal die Zeit aufbringen und den Manga lesen. Von mir gibt es an dieser Stelle 7 von 10 Blumen die an jenem Tag blühten.

Euer


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