Film Review: Ant-Man And The Wasp

Die geschätzte Lesezeit für diesen Beitrag beträgt 7 Minuten.

Wegen der WM kommt der Film Ant-Man And The Wasp bei uns in Deutschland leider später in die Kinos, als in anderen Ländern oder als Amerika. Das soll eure Laune aber nicht trüben, wir können euch auf jeden Fall verraten: das warten lohnt sich. Wir hatten nämlich die Ehre am 04. Juli 2018 den Film bereits in der Pressevorführung anzusehen. Hierzu wurden wir nach Frankfurt in das CineStar Metropolis eingeladen. Wir bedanken uns sehr herzlich für diese Möglichkeit. Deshalb wollten wir euch auch nicht lange auf die Folter spannen mit unserer Review.

Der Film knüpft zwei Jahre nach The First Avenger: Civil War an. Scott Lang alias Ant-Man hat dort in Deutschland Mist gebaut und gegen das Socovia Abkommen verstoßen, weil er als Superheld eigenmächtig agiert hat. Er versucht nun, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Das Ziel ist greifbar: Er muss nur noch 3 Tage den Hausarrest mit Fußfessel durchstehen, bis er wieder komplett frei ist. Das wäre er gerne, vor allem, um wieder besser für seine Tochter da sein zu können. Die ganze Zeit drinnen im Haus verbringen zu müssen kann ganz schön anstrengend sein.

Jedoch hat er, als er die Augen schließt, einen seltsamen Traum über die Mutter von Hope van Dyne bzw. die Frau von seinem Mentor und dem vorherigen Ant-Man Hank Pym. Die Mutter ist damals in die Rolle von Wasp geschlüpft, durch einen Unfall jedoch in der Quantenebene verschwundenen. Der Traum war so seltsam, dass Scott auf Hanks Anrufbeantworter spricht, obwohl die Auflagen besagen, dass er keinerlei Kontakt zu ihm haben darf. Das liegt vor allem daran, dass er als Erfinder der illegalen Ant-Man-Technologie gesucht wird und sich auf der Flucht befindet. Am nächsten Tag nickt er mitten beim Frühstück weg und findet sich im Auto von Hope wieder. Und das Chaos nimmt seinen Lauf – diesmal aber mit Wasp an der Seite von Ant-Man und einem neuen Gegenspieler der durch Wände durchgehen und noch mehr kann: Ghost.

   

Für uns war das die zweite Pressevorführung und wir haben uns unheimlich darüber gefreut. Vor allem, dass wir uns beide auf der Arbeit einen halben Tag dafür frei nehmen konnten, da der Film zur Mittagszeit lief. Das Kino können wir definitiv empfehlen, wir waren hier noch nie aber es war wirklich wunderschön. Der Saal war komplett übersät mit Lichtern, die wie Sterne aussahen, es war wundervoll. Nachdem das Licht dann ausging und das Problem mit dem Projektor behoben wurde, ging der Film auch schon los.

Für uns beide war dies das erste Mal, dass wir einen OV Film im Kino gesehen haben. Fuma hatte kaum Probleme, allerdings ist sein Englisch auch nochmal besser als meins. Ich habe das meiste verstanden, sobald aber jemand Genuschel hat oder zu schnell gesprochen hat, war es für mich dann vorbei, weshalb ich den ein oder anderen Witz nicht verstanden habe. Dennoch konnte ich die Hauptpunkte alle sehr gut verstehen und ich hatte große Freude an dem Film. Ich bin übrigens wahnsinnig froh, dass der Titel nicht eingedeutscht wurde. Stellt euch mal vor, der Film würde “Ameisenmann und die Wespe” heißen…. Nicht auszudenken.

Das interessante an Ant-Man ist in meinen Augen, dass er als einer der wenigen Marvel Superhelden keine eigenen Kräfte besitzt. Die Kräfte sind nur in seinem Anzug. Jedoch ist aber auch seine Fähigkeit etwas ganz besonderes, kaum ein Superheld kann sich nach Belieben groß und klein machen. Außer Wasp, die dies ebenfalls mit ihrem Anzug realisieren kann.

Die Witze in dem Film waren fabelhaft! Ich habe soo viel gelacht und es hat zu keinem Zeitpunkt gezwungen oder unnatürlich gewirkt. Auch kam viel Situationskomik zum Einsatz. Es wurden quasi die guten Teile des ersten Films genommen und sogar noch verbessert. Es wurde auch nicht Halt davor gemacht, Witze über technische Defizite zu reißen. Hank musste einen neuen Anzug für Ant-Man herstellen und dieser hat noch ein paar Feinheiten notwendig, weshalb die Funktionen nicht immer gut funktionieren. So gibt es auf der ein oder anderen Seite Probleme mit der Veränderung der Größe. Man merkt dem Film schon an, dass die Komik auf einem anderen Level ist als bei anderen MCU Filmen. Man kann hier als Beispiel Thor – Tag der Entscheidung nehmen, der zwar auch viele Witze enthielt, diese waren aber einfach anders. Ant-Man scheint hier im MCU damit eine Sonderrolle einzunehmen und das ist auch vollkommen in Ordnung.

Ich wurde wirklich köstlich amüsiert und nebenbei gab es auch noch eine richtig gute Story. Die Geschichte in diesem Film zeigt, wie man dasselbe Ziel auf andere Wege erreichen kann. Es wird dafür gesorgt, dass es bei einer simplen Story bleibt und die Charaktere den Ton angeben. Sie sind der Mittelpunkt des Films und das spürt man an so vielen Stellen. Der Film hat Höhen, hat Tiefen, hat Szenen mit viel Text aber auch Szenen mit viel Action ohne großes Gelaber. Die Mischung macht es und die ist hier wirklich sehr gut gelungen.

Ich muss wirklich sagen, man hat richtig gemerkt, wie viel Spaß das Team hinter diesem Film gehabt hat. Ich bin wirklich richtig begeistert davon gewesen. Hier wurde soo viel mit den verschiedenen Größen von verschiedenen Dingen gespielt. Ich liebe Bildbearbeitung und gut gemachte Bearbeitung bei Filmen generell. Teilweise hat man hier wirklich nicht erkennen können, was digitale Bearbeitung war und was nur Spielzeug oder ähnliches, die Bearbeitung war wirklich fließend und meine Augen wurden ebenso gut unterhalten wie mein Bauch amüsiert wurde. Hier kamen teilweise so absurde Szenen zu Stande, wie die Szene aus dem Trailer, dass ein riesiger Ant-Man auf einem Auto Bobbycar fährt.

Zur deutschen Synchronisation können wir an dieser Stelle natürlich nichts sagen, da der Film wie bereits oben erwähnt in OV war. Es war aber für mich auch mal interessant einen Marvel Film in Originalsprache zu sehen, das war mein erstes Mal. Es war aber durchaus interessant, mir fielen schon einige Unterschiede auf. Schauspieler können in ihrer Sprache ganz andere Töne von sich geben, als es Synchronsprecher würden. Trotzdem muss ich ehrlich zugeben, dass mir die deutsche Synchronisation gefehlt hat. Ich bin eben doch eher der Typ, der sich in seiner Muttersprache ohne großes Nachdenken berieseln lassen möchte. Außerdem hat mir die deutsche Stimme von Paul Rudd gefehlt.

Wie ihr merkt erntet der Film wenig Kritik von mir und das zu Recht. Für die Post Credit Szene sollte sich Marvel allerdings schämen. Spring direkt zu “Fumas Meinung” wenn ihr keinen Hinweis möchtet, worum es in dr After Credit Scene gehen wird. Wir und auch viele von euch haben sich garantiert gefragt, wieso Ant-Man nicht bei Avengers – Infinity War dabei war. Die Erklärung wurde hier in der After Credit Scene gegeben, jedoch passt diese Szene zeitlich überhaupt gar nicht, weder zu Infinity War, noch zu Ant-Man And The Wasp. Wie man sich hier wieder herauswinden will bleibt abzuwarten. Bleibt dennoch auch ihr bis zum Ende sitzen, damit euch die Info die ihr hier erhaltet, nicht verloren geht. Es gibt eine kleine Szene nach dem farbigen Abspann und eine nach dem schwarz/weiß Abspann.

   

Ich fand es auch unglaublich interessant mal einen Film komplett in Englisch zu sehen, wie Mia schon sagt, bin ich natürlich etwas besser als sie, aber das war auch ein ganz neues Erlebnis. Der Vorteil daran einen Film in OV zu sehen ist natürlich das man hier auch die ein oder anderen Wortwitze mitbekommt, die eventuell im deutschen untergehen. Beispiel wäre, dass er seine fliegende Ameise ANTonio nennt. Sind noch ein paar mehr Sachen, die fallen mir aber gerade nicht ein. Allgemein hat mir der Humor auch im zweiten Teil sehr gut gefallen, teilweise sogar etwas besser noch als im ersten Film.

Ich habe auch an sich sehr sehr wenig an dem Film rum zu nörgeln. Wie Mia schon gesagt hat, ist der Film an allen Ecken gewachsen und macht alles noch mal interessanter. Etwas schade fand ich lediglich die ganze Sache rund um den Quanten-Realm. Während im ersten Teil ja noch die unglaubliche Gefahr die davon ausgeht so groß im Thema stand, war es hier eben ein ganz “normaler” Ort. Auch wenn das ganze immer noch ein großes Fragezeichen trägt, hat es das ganze irgendwie entzaubert. Auch die Sache um Hope´s Mutter wurde zwar mal angesprochen, aber letztendlich sind wir nach dem Film genauso schlau wie vorher. Abgesehen davon, hatte ich großen Spaß an dem Film und freue mich ihn dann später bei Netflix oder so, nochmal in Deutsch zu sehen.

Alles in allem war der Film wirklich grandios. Ich wurde in diesen zweiten Stunden köstlich amüsiert und konnte richtig schön abschalten. Man wird zwar sehr in den Film reingeworfen, es lohnt sich also nochmal Ant-Man und Civil War anzusehen, es ist jedoch kein Muss und auch ohne diese Informationen findet man gut in den Film rein. Sowohl die Schauspieler, als auch das Team in der Post Production haben eine grandiose Arbeit abgeliefert. Und auch über Evangeline Lilly in der Rolle der Hope habe ich mich unfassbar gefreut, da ich sie in Lost wirklich lieben gelernt habe und es schön war, sie hier auf der großen Leinwand sehen zu dürfen. Von mir erhält der Film zu Recht 9 von 10 Ameisen.

Eure


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Mia

Hallo ihr lieben. Mein Name ist Mia und ich bin 25 Jahre alt. Ich liebe Animes und Mangas über alles, bin aber auch ein absoluter Film- und Serienjunkie oder lasse meinen Abend auch gerne mit zocken ausklingen und habe auch nichts gegen ein gutes Buch am Wochenende.

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